Ein besonderes Theaterprojekt – „Die Regeln des Sommers“ in der Fantasie der Klasse 4c

Am 11.12.2025 ist die Theaterpädagogin Friederike Disselbeck-Uhrlandt zu uns in die Klasse 4c gekommen. Sie hat mit uns geübt, wie man einen bestimmten Rhythmus singt und gleichzeitig auf die Aussprache achtet. Dadurch lernten wir, wie man gemeinsam Texte in Musik umsetzt. Anschließend dachten wir uns eigene Regeln aus, die wir in zwei Gruppen mit Geräuschen und Gesang darstellten. Auf diese Weise entstanden unsere ersten beeindruckenden Klangteppiche. 

In den nächsten Wochen setzten wir uns mit dem Bilderbuch „Die Regeln des Sommers“ auseinander. Die Geschichte handelt von zwei Brüdern, die im Sommer auf komische Regeln stoßen. Im Unterricht dachten wir uns in Anlehnung an das Buch selbst Regeln aus. Wir schrieben Geschichten dazu und malten mehr oder weniger verrückte Bilder. 

Friederike kam am 15.01.2026 ein weiteres Mal zu uns die Klasse und erarbeitete mit uns Klangteppiche zu den Regeln aus dem Bilderbuch. 

Endlich ging es am 22.01. ins Stadttheater Münster. Wir trafen Friederike am Bühneneingang. Zunächst machten wir eine Theaterführung, wobei sie uns die vielen unterirdischen Gänge zeigte. Außerdem besuchten wir die Kostümkammer und sahen dabei auch die Kostüme von den „Regeln des Sommers“. Spannend war auch die Führung zu den Masken, denn selbstverständlich gehört zum Leben hinter der Bühne auch eine Maskenabteilung. Danach ging es auf eine Probebühne. Hier nahmen wir Klangteppiche zum Theaterstück auf, z.B. machten einige von uns Beatboxing. Gemeinsam erstellten wir auch einen Klangteppich mit Schneckenstimmen. Das machte uns allen riesigen Spaß. Die Regisseurin Menila Moineaux lernten wir an diesem Tag auch kennen. Sie hat uns sehr gelobt.

Am 26.2. sind wir zur Generalprobe gefahren. Es standen viele große Sachen auf der Bühne, z.B. ein großer Stiefel, ein großer Hase, eine sehr große Olive, eine riesengroße Flasche und zwei gigantische Dosen. Eigentlich hatten wir uns das Bühnenbild ganz anders vorgestellt. Während des Theaterstücks merkten wir, dass einige Regeln fehlten und manche etwas unverständlich waren. Als die Probe fertig war, konnten wir unsere Meinung dazu äußern. 

Die Uraufführung war am 1.3.2026. Wir haben das Theaterstück, das eigentlich eine Kinderoper ist, aber erst am 3.3. angeschaut. Toll war, dass die Musiker mehrere Schlaginstrumente, zwei Blasinstrumente und ein Streichinstrument gespielt haben und als Raben verkleidet waren. Auch der Dirigent war als Rabe verkleidet. Merkwürdig war, dass drei Musiker und zwei Sänger überhaupt einen Dirigenten brauchten. Allerdings war es für die Musiker auch sehr schwer, die Instrumente gleichzeitig schön klingen zu lassen. Man hat gemerkt, dass sich das Theaterstück vom Bilderbuch unterscheidet. Einiges war ganz anders, z.B. fehlten einige Regeln wie „Nie eine Prügelei verlieren“ oder „Nie einen perfekten Plan verderben“. Dafür kamen aber die Regeln „Nie auf eine Schnecke treten“ und „Immer den Heimweg kennen“ vor. Zwischendurch wurden immer wieder unsere Klangteppiche eingespielt. Besonders der Schneckengesang kam gut an. Auch hatten wir uns vorher im Unterricht Sätze zur Regel „Nie auf eine Entschuldigung warten“ überlegt. Diese Sätze wurden dann während des Stückes im Hintergrund an die Wand gebeamt. Leider standen die beiden Brüder vor den Sätzen, sodass wir sie nicht vollständig lesen konnten. Manche Regeln waren realistisch, andere hingegen eher sinnlos. Es gab glückliche und traurige Regeln. Eine Regel hieß „Nie zu spät zu einem Umzug kommen“. Der Dirigent und die Musiker haben an uns Kinder viele bunte Fähnchen verteilt und wir durften mit auf die Bühne. Dort sind wir dann im Robotermarsch mit den Raben und dem großen Bruder ganz langsam über die Bühne gelaufen. Nach dem Stück durften wir ein paar kleine Instrumente ausprobieren und die Kontrabassspielerin hat einigen von uns den Kontrabass erklärt. 

Wir fanden dieses Projekt auf jeden Fall sehr toll und würden es gerne weiterempfehlen!

Im Namen der Klasse 4c

Matilda, Juna-Marleen, Joris, Martin und Elvin