La fête de la Chandeleur

„Personne n’est né maître“ oder“ Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen“.

„Chandeleur“ und wie man Crêpes backt.

Jeder Gast musste hier vorbei. Das beeindruckende Crêpeseisen ist vorm Eingang des Backhauses im Kreuzviertel aufgebaut. Darum wird es schließlich gehen: um CREPES. Anlass ist eine Art Frühlingsfestes, das schon die Römer am 2. Februar begingen. Ein Crêpe ist rund und goldbraun wie die Sonne und mit genügend süffigem Crémant sieht man auch bald Sonnenstrahlen. Eine nicht seltene Verschmelzung von Bräuchen zweier Kulturen also auch zum Fest „Chandeleur“ in Frankreich.
Die „Garnitures“ stehen dekorativ vor dem Crêpeseisen: Puderzucker, Zucker und Zimt, Schokocreme, Marmelade und sogar Cointreau zum flambieren.
Es sieht einladend und appetitlich aus.

Dann kommt der Débutant. Er möchte beim Crêpes backen unterstützen, nimmt kraftvoll eine Kelle aus einem der beiden Eimer mit Teig. Er verteilt den Teig auf dem schon vorgeheizten Crêpeseisen jedoch mit so viel Druck und Elan, dass jetzt schon Teig auf der untergelegten Tischdecke landet. Attention!
Nach dem ersten Probecrêpe – für den es schon vor Fertigstellung viele Abnehmer gäbe – wandelt sich die Unterlage von einer dekorativen Tischdecke zu einem übergroßen Sauglappen.

Darauf achtet im Laufe des Abends niemand mehr: Die 26 köpfige Runde genießt jeden einzelnen Crêpe und nimmt dafür auch kurze Wartezeiten in Kauf.
Schnell entwickeln sich angeregte Gespräche, die längst nicht mehr nur um „chandeleur“ kreisen: Zum Beispiel zwischen H. , die zehn Jahre bei einer französischen Bank arbeitete und L. , der gerade von einem Jahr in Nantes zurück ist und BWL studiert.
A. erzählt angeregt von ihrem Urlaub in Südfrankreich. M. war mit seiner Tochter schon zum neunten Mal am Mittelmehr und U. und H. tauschen sich über Radtouren aus.

Eigentlich hatte Philippe Lechevalier einen kleinen Vortrag zum Thema vorbereitet, aber längst hat die Stimmung den Anlass überholt und es würde etwas kaputt gehen, wenn er es jetzt noch das Wort ergreifen würde.
Interessierte können seine Ausführungen auf Französisch und auf Deutsch auf der hompage der Deutsch-Französischen Gesellschaft finden.

Übrigens unser Debutant ist jetzt für das nächste Crêpes backen beim Sommerfest fest eingeplant.