Stadtforschung

https://imgix.ttcdn.co/i/logotype/original/0/414482-6c713c5eb900402a82f9ab902fdd61a4.png?q=100&auto=format%2Ccompress&w=300Nachbarschaft / Heft 73 (4/2018)

Ist Nachbarschaft mehr als ein räumliches Nebeneinander?

Die Beiträge zum dérive-Schwerpunktheft Nachbarschaft setzen sich mit der Frage, welche Potenziale und Chancen auf der Ebene der Nachbarschaft für Demokratisierung und Teilhabe, für die Stärkung der StadtbürgerInnenschaft und des sozialen Zusammenhalts sowie für nachhaltigen sozialen und wirtschaftlichen Wandel vorhanden sind, auseinander.

Nachbarschaft / Heft 73 (4/2018)

Welche politischen, wirtschaftlichen und planerischen Strukturen fördern eine fruchtbare Zusammenarbeit zwischen selbstorganisierten Initiativen, Politik und Verwaltung? Welche KomplizInnenschaften lassen sich auf lokaler Ebene schließen, um gemeinsam lebenswerte Stadtteile zu schaffen? Wie kann eine Ökonomie des Alltags aussehen, die lokale Strukturen stärkt, sinnstiftende Tätigkeit befördert und sich am Bedarf der Nachbarschaften orientiert? Welche Räume braucht eine lebendige Zivilgesellschaft?

Die inhaltliche Reise geht vom Nordbahnviertel in Wien über das Kottbusser Tor und den Mehringplatz in Berlin, Brooklyn und die Kleinstädte Neuenglands bis zu den Comunas in Venezuela.

dérive – Zeitschrift für Stadtforschung: https://derive.tictail.com/product/heft-73

Wohnprojekte kritisieren Wohnbaupolitik

Vertreter*innen von Wohnprojekten und Initiativen überreichten am 25.06.2018 einen offenen Brief an OB Markus Lewe. V.l.n.r.: Katrin Steiner und Matthias Kayß (Grafschaft 31), OB Markus Lewe, Dina Hamza (Mauritzgruppe), Francisca Jahn (Grevener Straße 31), Manfred Spitz (Gemeinschaftlich Wohnen e.V.), Wolfgang Bensberg (Mitbegründer des BuWo). Foto: Amira Hammami

Wolfgang Bensberg ist der aufgestaute Ärger deutlich anzumerken. Seit über zehn Jahren kämpft er darum, seine Vorstellungen vom gemeinschaftlichen Wohnen in Münster realisieren zu können – bis heute erfolglos. Die Schuld dafür gibt er vor allem der Politik und Verwaltung: „Nicht die Bürger*innen, sondern vor allem die am Gewinn orientierten Investoren profitieren von der Wohnungspolitik in Münster“. Mit dieser Anklage steht der 65-jährige nicht alleine da.

Am Montag, den 25.06.2018, überreichte er zusammen mit einer Gruppe von neun Wohnprojekten, Initiativen, Vereinen und Verbänden Oberbürgermeister Markus Lewe einen offenen Brief. Mit dem besonderen Blick auf gemeinschaftliches Wohnen kritisieren die Verfasser*innen darin die verfehlte Politik der Stadt Münster zur Förderung günstigen Wohnraums. Trotz jahrelanger Forderungen und konstruktiver Vorschläge seien weder bei den Vergabeverfahren noch bei den Konversionsflächen ernsthafte Fortschritte erzielt worden. Im Gegenteil: „Für bereits in Aussicht gestellte Objekte verlangt die Stadt Münster auf einmal 1.900 € pro Quadratmeter oder mehr“, so Bensberg.

Den Wortlaut des offenen Briefes gibt's hier...

Auch Manfred Spitz vom Verein „Gemeinschaftlich Wohnen e.V.“ ist sauer. Eigentlich war ein geeignetes Grundstück in Mecklenbeck für genossenschaftliche Baugruppen wie die seine vorgesehen. Beim Vergabeverfahren vor zwei Jahren sei aber genau dieser Grund und Boden in einem undurchsichtigen Vergabeverfahren an einen Investor ohne Wohnprojektgruppe gegangen. „Und das, obwohl wir der Stadt seit Jahren die Bude einrennen“, klagt Spitz. Die Vergabepolitik müsse sich endlich an den Möglichkeiten der Menschen orientieren und nicht nur an denen von Investoren“.

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Kleine Miete – tolle Wohnung

In der Mediathek des ZDF sind einige Beiträge zum Thema „zukunftsfähiges Wohnen“ zu finden. Hier zwei sehenswerte Beiträge:

Teure Mieten in der Innenstadt und zu knapper Wohnraum – das ist Alltag in Deutschland. Doch muss das sein? Die Dokumentationsreihe „plan b“ zeigt, wie das Wohnen wieder erschwinglich wird.

Kleine Miete – tolle Wohnung

Günstig wohnen in der City

Beitragslänge: 28 min Datum:

Wohnen wird in vielen Städten immer teurer. Gerade in den Ballungszentren können es sich Menschen mit einem durchschnittlichen Einkommen fast gar nicht mehr leisten, in der Stadt zu wohnen. Alternative Wohnkonzepte sind gefragt.

Architekt und Stadtplaner Prof. Joachim Schultz-Granberg, Lehrender an der MSA|Münster School of Architecture im Interview bei volle kanne im ZDF:

Alternative Wohnkonzepte

Eine grundlegende Ursache des Wohnungsmangels sei die Tatsache, dass Boden generell an den Höchstbietenden verkauft werde. „Dem Problem mit einer liberalen Politik zu begegnen, also sich auf die Selbstregulation des Marktes zu verlassen, funktioniert nicht, der Staat muss regulatorisch eingreifen, indem er etwa die Mietpreisbremse verschärft oder Einteignungsinstrumente für leerstehende Häuser oder Grundstücke einsetzt“, fordert Architekt und Stadtplaner Prof. Joachim Schultz-Granberg.

Beitragslänge: 9 min Datum:

Quelle: ZDF (KLICK) 25.11.2017 / 15:45

Boden Recht Wohnen – Konferenz des Netzwerks Mieten & Wohnen

Das bundesweite Netzwerk Mieten & Wohnen lädt im Februar 2018 zu seiner 3. Konferenz ein. Diese findet unter dem Motto „Boden Recht Wohnen – Ansätze für eine sozialere Mieten- und Wohnungspolitik“ erstmals im Ruhrgebiet statt – einer Region mit bisher eher moderaten Mieten. Wohnungspolitische Probleme betreffen mehr Instandhaltungsstau. Doch auch in Teilen des Ruhrgebiets wird der Wohnraum knapp.

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Nachhaltige Stadtentwicklung

Viele lokal vorhandene Lösungsansätze zur nachhaltigen Stadtentwicklung – beispielsweise zur Energieeffizienz, Mobilität oder Flächenmanagement – haben innovativen Charakter und haben sich bereits bewährt. Diese sind jedoch häufig nicht genügend bekannt. Es fehlt ein systematischer Zugang zu diesen praxisorientierten Lösungen und Kontakten. Die Möglichkeiten für den persönlichen Erfahrungsaustausch bleiben eher dem Zufall überlassen.Vor diesem Hintergrund wurde die Internationale Städte-Plattform für Nachhaltige Entwicklung CONNECTIVE CITIES* eingerichtet, die den kommunalen Fachaustausch fördern soll und Lösungen weiter verbreiten will.

Als GUTE PRAXIS führt Connective Cities auch das MIETSHÄUSER SYNDIKAT auf:

Viele deutsche Städte und Ballungsräume leiden zunehmend unter steigenden Mieten – für viele Menschen wird Wohnen zu einem Luxusgut. Während die Politik auf Mietpreisbremsen setzt, gewinnen alternative Wohn- und Hausprojekte wie das Mietshäuser Syndikat, das seit Jahren bundesweit agiert, stetig an Bedeutung – auch Kommunen können von den Lösungsansätzen profitieren.

Zum Wirken des Mietshäuser Syndikat und seiner vielen Hausprojekte, zum Mehrwert für Städte und Kommunen, zieht Connective Cities folgendes FAZIT:

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