Kleine Miete – tolle Wohnung

In der Mediathek des ZDF sind einige Beiträge zum Thema „zukunftsfähiges Wohnen“ zu finden. Hier zwei sehenswerte Beiträge:

Teure Mieten in der Innenstadt und zu knapper Wohnraum – das ist Alltag in Deutschland. Doch muss das sein? Die Dokumentationsreihe „plan b“ zeigt, wie das Wohnen wieder erschwinglich wird.

Kleine Miete – tolle Wohnung

Günstig wohnen in der City

Beitragslänge: 28 min Datum:

Wohnen wird in vielen Städten immer teurer. Gerade in den Ballungszentren können es sich Menschen mit einem durchschnittlichen Einkommen fast gar nicht mehr leisten, in der Stadt zu wohnen. Alternative Wohnkonzepte sind gefragt.

Architekt und Stadtplaner Prof. Joachim Schultz-Granberg, Lehrender an der MSA|Münster School of Architecture im Interview bei volle kanne im ZDF:

Alternative Wohnkonzepte

Eine grundlegende Ursache des Wohnungsmangels sei die Tatsache, dass Boden generell an den Höchstbietenden verkauft werde. „Dem Problem mit einer liberalen Politik zu begegnen, also sich auf die Selbstregulation des Marktes zu verlassen, funktioniert nicht, der Staat muss regulatorisch eingreifen, indem er etwa die Mietpreisbremse verschärft oder Einteignungsinstrumente für leerstehende Häuser oder Grundstücke einsetzt“, fordert Architekt und Stadtplaner Prof. Joachim Schultz-Granberg.

Beitragslänge: 9 min Datum:

Quelle: ZDF (KLICK) 25.11.2017 / 15:45

Boden Recht Wohnen – Konferenz des Netzwerks Mieten & Wohnen

Das bundesweite Netzwerk Mieten & Wohnen lädt im Februar 2018 zu seiner 3. Konferenz ein. Diese findet unter dem Motto „Boden Recht Wohnen – Ansätze für eine sozialere Mieten- und Wohnungspolitik“ erstmals im Ruhrgebiet statt – einer Region mit bisher eher moderaten Mieten. Wohnungspolitische Probleme betreffen mehr Instandhaltungsstau. Doch auch in Teilen des Ruhrgebiets wird der Wohnraum knapp.

Boden Recht Wohnen – Konferenz des Netzwerks Mieten & Wohnen weiterlesen

Nachhaltige Stadtentwicklung

Viele lokal vorhandene Lösungsansätze zur nachhaltigen Stadtentwicklung – beispielsweise zur Energieeffizienz, Mobilität oder Flächenmanagement – haben innovativen Charakter und haben sich bereits bewährt. Diese sind jedoch häufig nicht genügend bekannt. Es fehlt ein systematischer Zugang zu diesen praxisorientierten Lösungen und Kontakten. Die Möglichkeiten für den persönlichen Erfahrungsaustausch bleiben eher dem Zufall überlassen.Vor diesem Hintergrund wurde die Internationale Städte-Plattform für Nachhaltige Entwicklung CONNECTIVE CITIES* eingerichtet, die den kommunalen Fachaustausch fördern soll und Lösungen weiter verbreiten will.

Als GUTE PRAXIS führt Connective Cities auch das MIETSHÄUSER SYNDIKAT auf:

Viele deutsche Städte und Ballungsräume leiden zunehmend unter steigenden Mieten – für viele Menschen wird Wohnen zu einem Luxusgut. Während die Politik auf Mietpreisbremsen setzt, gewinnen alternative Wohn- und Hausprojekte wie das Mietshäuser Syndikat, das seit Jahren bundesweit agiert, stetig an Bedeutung – auch Kommunen können von den Lösungsansätzen profitieren.

Zum Wirken des Mietshäuser Syndikat und seiner vielen Hausprojekte, zum Mehrwert für Städte und Kommunen, zieht Connective Cities folgendes FAZIT:

Nachhaltige Stadtentwicklung weiterlesen

WIGWAM in Hiltrup !?

Hiltrup ist mit über 25.000 EinwohnerInnen der größte Stadtteil Münsters. Ein wichtiger Industriestandort mit vielen Kultur-, Freizeit- und Bildungsangeboten.

Was es noch nicht gibt, ist ein gemeinschaftliches, selbst verwaltetes Wohnprojekt für Alt & Jung! WIGWAM will die Vorteile vom Mehrgenerationen-Wohnen nach Hiltrup bringen!

Wir wollen in dem neuen Baugebiet in Hiltrup-West, an der Marie-Curie Straße, ein Grundstück für ein* Mehrfamilienhaus kaufen um dort unser Wohnprojekt zu realisieren.

Um ein Grundstück zu erwerben, halten wir aktuell Kontakt zur Stadtverwaltung und Politik. Es haben bereits sehr konstruktive Gespräche mit dem Leiter der Bezwirksverwaltung in Hiltrup, sowie dem Bezirksbürgermeister stattgefunden. Beide sagen uns ihre volle Unterstützung zu.

Auch das Stadtplanungsamt zeigte bereits in der Planungsphase Interesse:

…für die Mehrfamilienhäuser… ist … ein Angebot für Baugruppen, Mehrgenerationenwohnen sowie sonstige, besondere Wohnformen angestrebt.*

Die Planungen für das neue Gebiet, sehen auch eine KiTa (bereits in Nutzung) und eine Unterkunft für geflüchtete Menschen vor. Wir finden, dass wir hier gut hin passen und die Nachbarschaft zwischen Meesenstiege und Sandforts-Busch bereichern können. Auch darüber hinaus!

Entstehen soll ein Mehrfamilienhaus für mind. 30 BewohnerInnen jeden Alters und in unterschiedlichen Konstellationen, die unabhängig vom Geldbeutel in das Gemeinschafts-Wohnprojekt einziehen können. Neben ökologisch gebauten Individual- und Gemeinschaftsflächen, soll es möglichst ein Bewohner-Café geben, dass auch der erweiterten Nachbarschaft zur Verfügung stehen kann. Auch wollen wir ökologische Mobilität anbieten, mit Lastenleezen und Car-sharing. Als Energieversorgung können wir uns ein Mieterstrom-Projekt vorstellen und noch viel mehr…

Unsere konkreteren Ideen finden sich hier: Unsere Ziele & Ideen und im Projekt-Steckbrief .

Auf geht’s nach Hiltrup!

*http://www.stadt-muenster.de/de/stadtplanung/aktuelle-baugebiete.html#c38195

 

Das ist unser Haus – Infofilm

Vor über zwanzig Jahren haben sich ehemalige Hausbesetzer*innen in Freiburg zusammengetan und eine GmbH gegründet, um ihre Häuser zu legalisieren. Seither hat sich das Mietshäuser Syndikat (MHS) als Erfolgsmodell für die dauerhafte Sicherung von günstigem und selbstverwalteten Wohnraum weit verbreitet. Zurzeit gibt es 124 Projekte, Tendenz: weiter wachsend – sogar über Deutschland hinaus.

Die Idee, ausgerechnet mit einer Kapitalgesellschaft (GmbH) dem Immobilien-Kapitalmarkt dauerhaft Spekulationsmasse zu entziehen und in selbstverwalteten, günstigen Wohnraum zu verwandeln, hat nicht nur Charme. Sie bietet gegenüber anderen genossenschaftlichen Lösungen auch klare Vorteile für Menschen ohne nennenswertes Eigenkapital und mit unklaren Zukunftsaussichten.

Auch in Münster gewinnt diese Wohnprojekt-Idee immer mehr Anhänger_innen. Zurzeit gibt es hier zwei Wohnprojektgruppen. Die eine – Grafschaft 31 – hat bereits Anfang 2015 ihr Projekthaus bezogen, die andere – WIGWAM – ist auf dem Weg zum Hausprojekt.

Mit einem 65 minütigen Film, der 2016 als Crowdfundingprojekt realisiert wurde, stellen die beiden Gruppen das MHS vor, informieren anschließend über ihre Projekte und stehen bereit für Fragen und Diskussionen.

Die Veranstaltung fand am 11.06.2017 in der F24 – Frauenstraße 24, Münster statt. Wir haben uns sehr über die gute Ressonanz gefreut. Über 50 Interessierte haben den Film gesehen und anschließend wurde rege gefragt und diskutiert! Danke!

Hier kann der Film online geschaut werden: http://das-ist-unser-haus.de/