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Wir trauern um Pfarrer Gotthilf Wahl
Er erblickte am 14. April 1924 in Chiu Chow in China das Licht der Welt. Viele Jahre wirkte er als engagierter Missionar in Südafrika. Dort hat er aus eigener Erfahrung die Nöte und Probleme der Menschen kennen gelernt. Diese Erfahrung hat ihn zu einem starken Mitstreiter für eine bessere gerechtere Welt gemacht. Er war ein langjähriges Mitglied im Koordinierungsteam des Ökumenischen Zusammenschluss christlicher
Eine-Welt-Gruppen Münsters. Wir erinnern uns besonders an seinen Einsatz für die Kampagne "Erlassjahr 2000". Er war ein sehr liebenswerter Mensch, dessen Art von allen geschätzt wurde. Gotthilf Wahl starb am 19. Juni 2009 nach kurzer, schwerer Krankheit im gesegneten Alter von 85 Jahren.
Wir werden ihm ein ehrendes Gedenken bewahren.
Eine-Welt-Bewegung Münsters trauert um Klaus-Dieter Mai
Völlig unerwartet verstarb letzten Donnerstag Klaus-Dieter Mai, der im Großraum Münster vor allem durch seine ehrenamtliche Eine-Welt-Arbeit bekannt wurde. Der 1950 im hessischen Nentershausen geborene Klaus-Dieter
Mai war von Beruf technischer Zeichner. Weit über seinen beruflichen Horizont hinaus zeigte er sich vor allem in den letzten zehn Jahren seines Wirkens im Münsterland als ein hochgebildeter und engagierter Streiter für
mehr Gerechtigkeit im eigenen Umfeld wie in globalen Fragen. Einen Namen machte er sich vor allem durch sein langes und beharrliches Engagement in der Kirchengemeinde Jakobus / Thomas, im fairen Handel, in der
Vernetzungsarbeit des Eine-Welt-Forums Münster sowie im städtischen Prozess Lokaler Agenda 21. Leitende Verantwortung trug er bis zuletzt auch im Koordinierungsteam des Ökumenischen Zusammenschlusses der christlichen
Eine-Welt-Gruppen Münsters und als Vertreter der überregionalen Ökumenischen Arbeitsgemeinschaft Eine Welt. Klaus-Dieter Mai legte größten Wert auf die Nachhaltigkeit der zahlreichen internationalen Projekte, die
er begleitete. Wenn es etwa um internationale Kontakte ging, wieder einmal eine Delegation aus den Philippinen oder Ruanda zu betreuen war, stand er als eine Art „Seele der Partnerschaft“ immer wieder im Zentrum der
Begegnungen. Dies zeigte sich auch immer wieder in Anschluss an die offiziellen Anlässe, wenn er mit dem ihm eigenen feinen Humor auch große Runden zu faszinieren verstand. Dabei drängte er sich nie in den
Mittelpunkt, den er tatsächlich oft einnahm. Neben eigenen Vortragsabenden und stets zuverlässiger Koordinierungsarbeit verbrachte er manch lange Abende, gar Nächte zur Ausarbeitung von Eine-Welt-Ausstellungen.
Klaus-Dieter, du wirst uns fehlen.
Die Eine-Welt-Bewegung Münsters wird Klaus-Dieter Mai in ehrendem Gedächtnis behalten.
Am Freitag, 12. Juni findet um 15.00 Uhr in der Evangelischen Jakobuskirche
(Bonhoefferstr) eine Trauerfeier statt.
Menschen, die die Welt verändern
Zu diesen Menschen zählt Theo Temme. Er hat viele Jahre die Eine-Welt-Arbeit in Münster aktiv mitgestaltet. Auf der Vollversammlung des "Ökumenischen Zusammenschlusses christlicher Eine-Welt-Gruppen Münsters" (ÖZ) am 26.02.2009, wurde er verabschiedet und für seine langjährige Tätigkeit als Sprecher des ÖZ durch seinen Nachfolger Josef Kückmann geehrt, der auch folgenden Brief des Oberbürgermeisters Berthold Tillmann vorlas.
Mit Datum vom 19. Februar 2009 schreibt der Oberbürgermeister der Stadt Münster:
Sehr geehrter Herr Temme,
Nach 23 Jahren Mitgliedschaft im Ökumenischen Zusammenschluss christlicher Eine-/Dritte-Welt-Gruppen der Stadt Münster werden Sie nun Ihre ehrenamtliche Arbeit in der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit einstellen. Fast 15 Jahre haben Sie als Sprecher der kirchlichen Eine-Welt-Initiativen in Münster fungiert, sind für die Armen und Benachteiligten dieser Welt öffentlich eingetreten und haben sich für eine friedlichere und gerechtere Welt eingesetzt. In den Jahren 2002 bis 2004 haben Sie sich außerdem als Mitglied im Beirat für kommunale Entwicklungszusammenarbeit der Stadt Münster engagiert.
Als Gründungsmitglied des "ÖZ" im Jahr 1986 waren Sie während der gesamten Zeit an vielen Aktionen und Projekten beteiligt und haben die Münsteraner Bevölkerung über die Probleme der so genannten "Dritte-Welt-Länder" informiert. Besonders hinweisen möchte ich auf die ersten Aktionen des neu gegründeten Zusammenschlusses in der Bürgerhalle des Rathauses im Jahr 1987 zum Thema "Hungern nach Gerechtigkeit - Münster in der Einen Welt", an der sich erstmalig alle kirchlichen Eine-Welt-Initiativen beteiligt haben. Es folgte eine Vielzahl von Ausstellungen und Aktionen, mit denen Sie auf die mangelnde Gerechtigkeit in dieser Welt aufmerksam gemacht haben.
Mit Ihrer mit großem persönlichen Engagement geleisteten Arbeit haben Sie maßgeblich dazu beigetragen, die Vielzahl der kirchlichen Eine-Welt-Initiativen in Münster zu vernetzen. Sie haben den Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen den Gruppen gefördert und die Münsteraner Öffentlichkeit auf die Eine-Welt-Thematik aufmerksam gemacht.
Dafür möchte ich Ihnen meinen ganz besonderen Dank aussprechen und Ihnen für die Zukunft alles Gute wünschen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Berthold Tillmann
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