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Aktuell

Bitte, den Kalender stets zur Hand haben. Termine in Ihrem Kalender vorsehen und an den Veranstaltungen teilnehmen.

S 1 Seniorenrat Münster e.V. (ggr. 1981) – unabhängig, informativ, lesenswert, unverbraucht, belebend

Liebe Mitglieder*innen

Noch vor allen Feiertagen und dem großen Schritt ins 2022 kam soeben Ihre Post vom Seniorenrat. Es ist der Veranstaltungs-Kalender fürs 1. Quartal ’22 sowie die Kleine SRM-Zeitung. Sie soll weiter das sein, für was sie steht (siehe oben). Corona bleibt wohl noch längere Zeit allgegenwärtig. Das Virus zwingt uns bisher, ihm zu folgen. Dabei soll und will jede, jeder von uns gesund und heil bleiben. Somit an dieser Stelle von uns, an alle Mitglieder*innen die wirklichen Wünsche für Gesundheit, Freude, auch in den Familien, Wohlergehen und Glück. Bleiben Sie weiter bei Ihrem SRM.

Verursacht durch das Virus blieb Ihre Teilnahme am Veranstaltungs-Angebot gering. Ausgenommen davon waren regelmäßig Tagesreisen. Sehr erfreulich. Das monatliche Film-Angebot im Cinema gibt es ab dem 1. Quartal ’22 nicht mehr. Das Interesse war zu gering. Sehr schade. Waren doch die Verhandlungen dazu zuvor nicht einfach.

Wir erwarten von diesem Kalender dass er „zündet“. Also dringend lesen, Termine notieren, Kalender verwahren und mitmachen!!! Sie würden dem Gesamtvorstand damit große Freude bereiten. Um es mal zu sagen: Ein Kalender fällt nicht vom Himmel. Er erfordert insgesamt wohl mehr als 120 Stunden Arbeit bis er organisiert, geschrieben, gedruckt und zum Versand kommt. Der Gesamtvorstand bleibt weiterhin zuversichtlich. Viele Vereine geben auf. Wir werden für das 2te oder 3te Quartal eine Mitgliederversammlung einberufen. Der wesentliche Grund liegt darin, Ihnen eine überarbeitete Satzung vorzulegen. In der Versammlung werden wird ggf. auch über einen neuen Vereinsnamen reden. Auch Vorstand-Neuwahlen müssen erfolgen. Nun finden Sie in bunter Folge Gestaltetes und Geschriebenes zu Ihrer Unterhaltung. Der Gesamtvorstand wünscht Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und ein prima 2022! Der Gesamtvorstand: SRM v. 198 Edith Bußmann, Wolfgang Fels, Christa Friemel, Jutta Hammes, Ursula Hantschke, Helga Hauer, Heinz-Peter Pascher, Manfred Stegmann, Karl-Heinz Schräder, Marlies Teroerde, Monika Törner, Dr. Monika Wullen-Engel


Kleine SRM-Zeitung & Veranstaltungs- und Reisekalender 4.Q.22unabhängig, informativ, lesenswert, unverbraucht, belebend, interessant“ Tel. 2006888 S. 1
Liebe Mitgliederinnen und Mitglieder des SRM (ggr. 1981) Gemeisam mit dieser Kleinen SRM-Zeitung legt Ihnen der Gesamtvorstand des SRM auch den Reise- und Veranstaltungs-Kalender für das 4.Q.22 vor. Mit sehr viel Vorsicht und den erforderlichen Impfungen sind die meisten von uns durch die Pandemie geschliddert. Einige hatte es bei mildem Verlauf doch noch etwas erwischt. Das Gröbste scheint überstanden zu sein. Wenngleich, wie nicht ganz ausgeschlossen, doch noch Gefahren drohen, sich zu infizieren, drohen. Für die kommenden Monate also weiterhin Masken! Möglichst in allen Öffentlichkeiten! Bei einer Mitgliedschaft von über 630 ist es seit einiger Zeit dann doch etwas verwunderlich, dass die Teilnahe an Reisen bedenklich sank. Zwei Reisen mussten abgesagt werden. Die andauerde Sommerhitze sowie persönliche Corona-Zurückhaltung sind wohl die Gründe dafür. Unser aller Alter kann es ja wohl nicht sein? Erstaunlich daran ist dann jedoch die große, andauernde Teilnahme am monatlichen Stammtisch. Auch das spannende Thema „Schockanrufe, Enkeltricks und sonstige Schweinereien“, spannend vermittelt durch Frau Hauptkommissarin Alexandra Bruns in diesen Tagen war sehr gut besucht. Mehr als 30 waren im Extrablatt dabei hochinteressiert. Auch das Sommerfest im Mühlenhof, der Besuch der Stadtwerke und der Knastbesuch fanden regen anklang. Im Hinblick auf die Tages-Reisen setzt Schütti nunmehr ab dem kommenden Jahr andere Anmeldezahlen fest. Die Reisen und ihre Bedingungen dieses Quartals sind angenehm. Der Kalender wird auch der Tibus-Residenz angeboten. Von dort wird es gewiss auch einige Teilnahme- und Reise-Interessen geben. Alle Angebote erscheinen im beigefügten Veranstaltungs- und Reisekalender. Was die kommenden Veranstaltungen betrifft, ist auf gute Beteiligung zu hoffen. Interessant sind sie allemal und originell. Telefonische Anmeldungen (zu Reisen, Veranstaltungen) werden nun stets erforderlich. Siehe Kalender. Ansonsten KEINE Registrierung! Das gilt auch für Mehrpersonen-Anmeldungen. (2006888 + Name, Vorname, Tel.Nr., PLZ, Wohnadresse)!
Im 1. Quartal 2023 findet eine Mitglieder.innen-Versammlung statt. Es wird Vorstands-Neuwahlen geben. Eine veränderte Satzung wird zur Abstimmung vorgelegt.
Zurück zu Frau Bruns von der Polizei: Sicher am Telefon bedeutet: Die echte Polizei ruft NIE an! Nicht mit Namen melden. „Hallo“ oder „guten Tag“ reicht. Nicht erraten wer anruft (.. bist du’s?), KEINE Daten nennen! NIE mit „Ja“ antworten, Auflegen! „Nein“ sagen! Telefonat beenden! Anschließend immer die Polizei informieren unter 110 (plus Anrufer-Tel.-Nr.!) Diese ist sehr interessiert.
Märchenhafter Beitrag zum Tag der älteren Generation (1. Mittwoch im April) En afkäärden Bessem mot mʼ in Ären hollen. Üöwer den ollen Dag gifʼt kloke, gruowe, frumme un fröndlicke Sprüëkwörde, laiwe medmönsterske Frönd(inn)e(n) vanʼt olle Plat, un et gif siet 1968 sogar em to Ären den Dag van de öllere Generation, inʼt Liäwen ropen düör de „Lebensabendbewegung”, un twaorens in Kassel, wao de Bröërs Grimm den Grundsteen för iär Liäwenswiärk legd häbt. Inʼt grimmske Määrkenbook findt sik en Text, de auk vandage no liäsenswärd is in ʼne Tied, wao olle Lüü faken iäre ollen Dage in en Heim tobrengen müëtʼt, un to en Thema, wat us alle üörnswan so of so angait. Vlicht häbt Juë Öllern Ju in Juë Kinnertied dat Määrken äs haugdüüdsk vüörluosen. Hier kümp et Ju nu äs platdüüdske Saoterdagslektüre in de Möte: De olle Besvader un sien Grautkind Et was maol en steenollen Man, den wäören de Augen swak wuorn, de Aohren dauf, un de Kneië riëderden em. Wan he nu bi Diske sat un kon den Liäpel knap hollen, lait he Suppe up den Diskdook drüöpeln, un et flaut em auk wat wier uut den Mund. Sien Suon un den sien Wief wäören fies daovüör, un daorüm mos sik de olle Besvader tolest ächter den Uoben inʼn Hook setten, un se gaffen em sien Iäten in en äërn Schüëdelken, un no drto nich äs sat. Dao keek he bedrööft nao den Disk, un de Augen wuorn em nat. Eenmaol konnen siene biëwerigen Hänne dat Schüëdelken auk nich fasthollen, et fol an’n Grund un brak twee. De junge Frau schände; he sag aower nix un söchtede blaots. Dao koffen se em en hölten Schüëdelken för en paar Penninge; dao uut mos he nu iäten. Wu se dao so sittet, so dräg de lütke Grautsuon van veer Jaohre up de Ärde lütke Briärkes binene. „Wat mäks du dao?“, frog de Vader. „Ik maak en lütke Trüögsken“, gaf dat Kind äs Antword, „dao uut salt Vader un Moder iäten, wan ik graut sin.“ Dao keken sick Man un Frau ’ne Tiedlang an, fongen tolest an to grinen, haalden forts den ollen Besvader anʼn Disk un laiten em van dao an altied med iäten, saggen auk nix, wan he en biëtken verschudde. Wörde: afkäärd – zum Kehren nicht mehr recht zu gebrauchen; de olle Dag – das Alter; riëdern – zittern; äërn – irden; söchten – seufzen; Grautsuon – Enkel; Trüögsken – Tröglein; grinen – weinen Mit Dank an Hannes Demming
Paris S. 2 Wann waren Sie das letzte Mal in Paris? Ich war einmal dort vor ca. 40 Jahren. Und nun war meine Freude groß, mit meinem Sohn zur Enkelin, die zur Zeit in Paris ein Praktikum absolvierte, fahren zu können. Wie ja fast immer in diesem Sommer, war es ein heißer Tag im Juli an dem wir in Köln in den Thalys nach Paris stiegen. Was für ein Glück, dass sich mein Sohn auch um mein Gepäck gekümmert hat. Zugfahren ist ja ganz angenehm, aber der Stress mit dem Gepäck ist nichts mehr für uns alte Leute. Aber den hatte ich ja nun zum Glück nicht. Nach nur drei Stunden war Paris erreicht. Mit der Metro ging’s dann weiter. Zunächst aber erst mal Treppen steigen! Ist Ihnen, die Sie schon mal in Paris waren aufgefallen, wie oft man dort Treppen rauf und runter steigen muss? Rolltreppen oder Fahrstühle waren nicht zu finden. Selbst in vielen Kaufhäusern musste man danach suchen. Was machen die älteren Pariser.innen, die Behinderten und Menschen mit Kinderwagen? Tatsache war, dass auch ich keine gesehen habe; in den ganzen fünf Tagen nicht. Was sind wir da in Münster verwöhnt. Rolltreppen Fahrstühle und vor allem auch abgesenkte Bordsteine sind für uns doch fast schon zur Selbstverständlichkeit geworden. Aber zufrieden sind wir darüber noch immer nicht, oder? Aber von diesen kleinen Unannehmlichkeiten mal abgesehen, war alles natürlich unverändert „großartig“. Die Champs Elysee rauf und runter zu schlendern, durch den Arc de Triomphe zu gehen, und dann natürlich den alles überragenden unvergleichlichen Eiffelturm, von überall zu sehen zu können. Einfach fantastisch. Nicht genug bewundern kann ich den Monsieur Eiffel dafür, sich ein so grandioses Bauwerk hat einfallen lassen und es erreicht hat, auch errichten zu lassen. Einfach genial! Der Louvre musste selbstverständlich auch wieder besichtigt werden. Ganz habe ich ihn aber dann doch nicht mehr geschafft. Ich war geschafft. Sohn und Enkelin habe ich von einer Bank aus weiter geschickt. Von Sacre Coeur und Mont Martre haben wir dann den Blick auf das abendlich beleuchtete Stadtzentrum genossen. Wer hat nicht im Fernsehen Notre Dame brennen gesehen. Der Wiederaufbau ist in vollem Gange und war daher als Baustelle abgesperrt. Umwerfend, verwirrend war das riesige Warenangebot im Lafajette. Schön all diese Angebote zu sehen. Aber zum Kaufen war mir alles zu teuer.Was dann für uns aber wirklich erschreckend war, dass überall mit Maschinengewehren im Anschlag Polizei und Militär patrouillierten. Blieb man zum Fotografieren stehen, kam sofort einer der Bewaffneten und forderte uns zum Weitergehen auf. Geschuldet war dieses Verhalten sicherlich den schweren Anschlägen von Terroristen in der Vergangenheit. Alles in allem waren es beeindruckend unvergessliche Tage für mich. Aber dann in unser dagegen beschauliches Münster zurückzukehren war doch wieder richtig schön. Paris also nicht so bald wieder. Gereist und geschildert von Jutta Hammes
Fund- und Erinnerungstücke Die schöne Urlaubs- und Ferienzeit des Sommers 2022 ist nun Vergangenheit. Und ???, haben Sie auch sogenannte Mitbringsel von den jeweiligen Urlaubsorten zur Erinnerung mit heim gebracht? Ich meine aber keine Seidentücher, Schmuck, Pullis oder sonstige Sachen, die man überall kaufen kann, Ich nehme aus den Ferienorten immer etwas mit, das Bezug zu meiner Umgebung hat. Sei vom Meer, den Bergen oder auch aus anderen, ländlichen Gebieten. Meine Fund-Erinnerungsstücke sind Kostenloses aus der Natur. Bei meinen Wanderungen am Meeresstrand von Norderney sammelte ich Schwertmuscheln, Herz- und Miesmuscheln, auch Austernschalen. Sie liegen sichtbar auf einem Bord im Flur und wecken oft den Wunsch, die Insel wieder zu besuchen. An der Ostseee hörte ich von einem Fundstein, den manHühnergott“ nennt. Von dem hatte ich bisher nie etwas gehört. Das Sammler-Gen war in mir aktiviert. Ich habe lange gesucht und zu meinemGlück auch gefunden. eim „Hühnergott“ handelt es sich um einen Stein mit einem oft runden Loch. Meistens ist es ein Feuerstein, in dem Kreide bzw. Fossilien eingelagert hatte, welche vom Wasser ausgewaschen wurden. Der Mythologie nach schützte so ein Stein, im Stall aufgehängt, auch das Hausgeflügel vor einem Poltergeist und dem Fuchs. Heute gilt er als Glücksbringer. Wenn man durch das Loch des „Hühnergott“ auf den Horizont schaut, bekommt man einen Wunsch erfüllt. Wenn er klein genug ist, soll man ihn um den Hals an einer Kette tragen. Meinen Glücksstein trage ich nicht als Kette um den Hals, dafür ist er zu groß und zu schwer. Er liegt neben dem Quellsteln im Garten. Einen besonderen Stein fand ich in der Lüneburger Heide. Er hat eine ovale, dicke Form und ist ca.15 cm lang, und durchzogen von gleichmäßigen Linien. Ich nehme an, er stammt noch aus der Eiszeit. Damals schob sich das Eis bis nach Norddeutschland und brachte viel Gestein und Felsen mit sich. Interessant ist das Aussehen dieses Fundes. Er gleicht dem Planeten Saturn. Auch im Binnenland gibt es tolle Funde. Bei einer Wanderung durch einen Wald entdeckten mein Sammler-Gen und ich eine interessante, nicht zu kleine Baumwurzel. Sie musste nach einer Rodung schon lange dort gelegen haben, denn sie war frei von Waldboden und schön trocken, so dass ich sie nur noch mit einer Drahtbürste etwas bearbeiten mußte. Die Form war ideal, wie eine Holzhöhle geformt. Zum Weihnachtsfest bietet sie der hl. Familie mit Krippe Unterkunft. Ausgestattet mit Stroh und Futternapf für Ochs und Esel. Dazu gehören noch die hl. Drei Könige sowie Hirten mit ihren Schafen. Auf den Almwiesen im Bayernland blüht im Spätsommer die wunderschöne Silberdistel. Diese Blume liebe ich ganz besonders. Mit Einverständnis einer Bäuerin durfte ich kurz vor der Mahd einige Disteln schneiden. Jedes Jahr im Advent schmücken sie den Adventskranz. K/Ein Nachteil ist es, wenn man das Sammler-Gen in sich trägt. Mann/Frau hat zu oft den Blck nach unten gerichtet, Das hat sich bei mir inzwischen geändert. Genug Erinnerungsstücke! Eher den Blick in die Weite schweifen lassen.und die schöne Umgebung genießen. Erlebt und verfasst von Helga Hauer
I am so sorry“, * oder die ungewöhnliche Art nach Hause zu kommen. S. 3 Ich war mit Ehefrau und Tochter in London. Am Tage unseres Rückflugs versuchten wir für den gebuchten Rückflug am Schalter von British Airways einzuchecken. Vergeblich. Die Antwort war: „I am so sorry“, der Flug ist überbucht. Wir wurden auf die Warteliste gesetzt. Das Flugzeug flog ohne uns. Eine nette Bodenstuardess half uns, unsere Enttäuschung zu verdauen. Da ich aber unbedingt am nächsten Tag einen Vortrag in Osnabrück halten musste, fragte ich, ob am selben Tag ein anderer Flug nach Deutschland oder Holland abfliege würde. Leider Nein: „I am so sorry“. Wir erhielten allerding einen Gutschein über 300 Dollar pro Person und einen weiteren Gutschein für ein Flughafenhotel samt Essen. Dort angekommen meldeten wir uns am Empfang, um unser Zimmer zu bekommen. Ich wies extra darauf hin, dass wir drei Betten benötigen würden. Unsere Koffer wurden durch einen Pagen – ohne uns – ins Zimmer gebracht. Im Zimmer angekommen, fehlten aber die Koffer. Wieder am Empfang, reklamierte ich das. Die Antwort; „I am so sorry“. Nach langem Warten mit wiederholtem „I am so sorry“ wurden die Koffer gefunden und in ein anderes Zimmer gebracht. Dort angekommen fanden wir nur zwei Betten. Also wieder zurück zum Empfang. Die Antwort: „I am so sorry“. Nach einer halben Stunde des Wartens und wieder mehrfachem „I am so sorry“ waren wir endlich mit Koffern in einem Zimmer mit drei Betten. Mittlerweile überwog der Hunger und wir suchten das Restaurant auf. Mehrere Versuch, dass Ausgesuchte zu bestellen wurden mit „I am so sorry“ beantwortet, da es schon dafür zu späte sei. Auch ein Glas Wein konnte nicht serviert werden, nur eine ganze Flasche (0,7 L) hätte ich nehmen müssen – „I am so sorry“. Wir mussten uns mit einem kleinen Snack begnügen. Am nächsten Tag kamen wir wohlbehalten mit Flugzeug in Düsseldorf an. Der Vortrag fiel aus. „I am so sorry“. *(„..entschuldigen Sie mich bitte“. Entschuldigung) Erlebt und geschildert von Heinz-Peter Pascher
Monastir, Tunesien, Partnerstadt seit 1969 Monastir ist ein bekanntes und beliebtes Urlaubsziel. Und das nicht nur, weil das kleine Städtchen ein ideales Klima, erstklassige Hotels, einen Yachthafen, weiße Strände und das klare, türkisfarbene Wasser des Mittelmeers bietet. Es ist vor allem die herzliche Gastfreundschaft seiner Einwohnerinnen und Einwohner, die einlädt, ihre fremde Kultur näher kennen zu lernen.Tunesiens ehemaliger Präsident Habib Bourgiba, der in Monastir geboren wurde, bezeichnete sein Land einst als „Schnittpunkt und Kreuzfeuer der Zivilisation“. In Monastir wird das besonders deutlich: Die Randlage auf dem afrikanischen Kontinent am Mittelmeer und die Nähe zu Europa ließen die Stadt zu einem Schmelztiegel mitteleuropäischer und islamischer Kultur werden. In Monastir verbinden sich Tradition und modernes Leben auf bemerkenswerte Weise miteinander. So ist tradionelles Handwerk, z.B. bei der Herstellung von Textilien, ebenso zu finden wie moderne Dienstleistungen. Zum Stadtbild gehören neue Wohnsiedlungen und moderne Gebäude wie das Kongresszenrum, die Universität, verschiedene medizinische Fakultäten und der internationale Flughafen. Doch genauso findet der Gast in der Medina mit ihren verwinkelten Straßen, niedrigen Durchgängen und kleinen Gässchen die alte, arabische Stadt. Auf sorgfältige Restaurierung der historischen Baustruktur wurde großer Wert gelegt. So ist das Ribat-Wehrkloster eine Keimzelle Monastirs – heute ein Museum für islamische Kunst. Quelle: Amt für Bürger- u. Ratsservice Münster, Büro Internationales Übrigens: Seit 2020, auf Antrag der Bezirksvertretung Nord, wird ein Platz in Kinderhaus „Monastir-Platz“ genannt. Die Partnerstädte Münster und Monastir beteiligen sich auch an dem Projekt „Kommunale Klimapartnerschaft“. Dazu gehört ein gemeinsam erarbeitetes Handlungsprogramm mit folgenden Themenbereichen: Abfallwirtschft, klimaangepasstes Regenwassermanagement und nachhaltige Stadtentwicklung. Eingebracht und verfasst von Helga Hauer
Ich, das Kleinkind und mein Vater.. S. 4 Fotos und das Ereignis seiner Heimkehr lassen diese Zeilen erleben. Es ist wohl Ende 1943. Es ist Winter. Schnee. Wir Kinder auch im Trainingsanzug. Ort. Die Peterbüscher-Siedlung in Angelmodde. Unsere Wohnung an der münsterischen Schützenstraße war kriegszertört. Meine Mutter und ich waren somit hierher zu meiner Tante geflohen. Fotos aus den Tagen zeigen meinen Vater, andere Kinder und mich auf dem Bordstein sitzend. In jenen Tagen dort begab sich meine erste, erlebte Begegnung mit meinem Vater. Zu dieser Zeit war er noch als ziviler Feuerwehrmann in Frankreich stationiert. Später dann, so erzählte er nach seine russischen Kriegsgefangenschaft, wurde er im Großraum Berlin Soldat und befand sich in Kriegshandlungen. Dort trieb ihn große Angst sogar dazu, zwei Ringe an markanter Stelle zu vergraben. Die Gefangenschaft hielt ihn bis April 1948 in Vladimir, ca. 300 Km nordöstlich von Moskau, in einem Lager. In all der Zeit dort gab es durch meine Mutter meinen Vater. Lebende Erinnerungen an ihn hatte ich nicht. Eifrig war ich jedoch immer dabei, wenn meine Mutter ihm schrieb. So auch eine Karte, auf die sie ein Foto von mir nähte (Kartoffelkleber war nicht). Dies gibt es noch heute. Zum Foto ein Ereignis bei Vladimir. Noch etwas zuvor. 1947 waren meine Mutter und ich auf Borkum. Sie machte ein Foto von mir, ein Stück Streuselkuchen verputzend. In fernen Vladimir gabs dazu das Erstaunen, „der isst ja Kuchen“. Plötzlich, ca. zu April 1948, kam frohe Kunde in die damalige Wohngemeinschaft von Tanten, Müttern und Kindern. Papa kommt bald. Zum Empfang wurden Gänseblümchen auf der Nachbarwiese gepflückt. Dann war der Tag da. Von der Sentruper Höhe bis auf die Höhe der Germania Braurei an der Grevener Straße gings zu Fuß. Die Kriegsheimkehrer erreichten die Grevener per Zug über ein damaliges Bahngleis. Meine Mutter und eine Schwester meines Vaters umjubelten gemeinsam den Augenblick der Heimkehr. Meinen Vater erinnerte ich nicht. Erinnert von K.H. Schräder
Im Advent nun kein Café mehr im Stadthaus Über Jahrzehnte gabs im Stadhaus zur Weichnachtszeit auch ein Café. Bis das Haus lange Zeit umgebaut wurde. Danach wars dort aus mit Kaffee, Kuchen, Schnittchen, Brötchen. Vier Sozialorganisationen machten je eine Woche ihre Angebote. Große bestuhlte Tischreihen waren gastfreundlich gestellt. Zuweilen jedoch auch, um müde, erkaltete Glieder aufzuwärmen. Über Glas-Theken wurde alles angeboten. Aus einem großen Metallbottich floss warmer Kaffee in die Tassen zu je 1 €. Dort gabs dann auch viele Dankesworte für den gut eingeschätzten Arbeitsaufwand. Denn alles, was wohlfeil war, war heranzuschaffen, bereitzumachen, zu kochen. Und zu säubern. Weshalb nun dieses „Werksfoto“?In all den Jahren, ohne Unterlass, gabs Rosi (Name nicht geändert). Nicht nur über die besorgenden Einkäufe hielt sie ihre erfahrenen Hände. Rosi kochte großartigen Kaffee. Die richtige Dosis von Wasser und Kaffemenge waren ihr Geheimnis. Ihre Hände gabe es auch bei der Besorgung aller Brotbeläge (Schmalz, Käse, Wurst) , Kaffee, Kuchen (tiefgefroren in schmackhaften Sorten). Für den Kuchen gings nach Osnabrück zu Coppenrath & Wiese. Verminderte Preise „weil mal ’ne Kirsche auf der Torte fehlte“. Die Menge für eine Angebotswoche zu bestimmen war ein weiteres Stück ihrer erfahrenen Planungskunst. Ein mittlerer Kombi-PKW, randvoll, schleppte die süße Fracht heim. Rasch und unverzüglich in die Kältekammer. Und dann standen viele Mitglieder der AWO für eine Woche unter ihrer Anleitung zum Verkauf bereit, um für die Organisation Projekt-Einnahmen zu schaffen. Eine erfolgreiche Zeit. Die mit einer Weichnachtsfeier aller Beteiligten abgeschlossen wurde. Nun ist’s nicht mehr. Einige Erinnerungen noch. Rosi und ihr Mann Rudi lieferten allmorgentlich Brot und Brötchcn an. Lange bevor sich die „Tore“ öffneten. Dann gings ans Schmieren, Belegen, Dekorieren, Kochen. Inmitten des geschäftigen Trubel war nicht aufgefallen, dass die großen Filter-Tüten ausgegangen waren. Was tun? Ach, wir versuchen dem beizukommen und nehmen Küchenkrep. Der sackte zusammen. Der Kaffee war hin. Pech, mit anschließender kleiner „Sauerei“. Mit Zustimmung von Rosi Kaminski, KH Schräder