Einladung zum Sommerfest 2026
Liebe Mitglieder,
Nach den Fortbildungen und Gruppengesprächen über unsere Krankheit wird es Zeit, dass wir uns wieder an einem schönen Ort treffen, den wir in den letzten Jahren schon zu schätzen gelernt haben. Es soll eine gute Gelegenheit werden, um miteinander über alles zu reden, was es sonst in unserem Leben gibt. Jetzt ist es wieder so weit.
Wir laden alle Mitglieder unserer Selbsthilfegruppe mit ihren Partnerinnen ganz herzlich zu unserem diesjährigen Sommerfest ein.
Die Einladung gilt auch besonders für alle, die Mitglieder sind, aber aus den verschiedensten Gründen nicht mehr zu unseren Gruppentreffen kommen.
Unser Sommerfest findet statt am
Donnerstag, 23. Juli 2026, um 15 Uhr (Ende ca. 20 Uhr)
im Heimathaus Sprakel
Am Max-Klemens-Kanal 141, 48159 Münster
Bitte meldet Euch dazu an, am besten gleich, spätestens bis zum 15. Juli 2026.
Das Heimathaus Sprakel ist mit seinem gemütlichen Café-Raum und dem schönen Hof ein besonders einladender Ort, um im Sommer ein paar Stunden gemeinsam zu verbringen.
Nach der Begrüßung gibt es Kaffee und Kuchen und dazu viel Zeit, um mit den Freunden und Bekannten aus unserer Gruppe und deren Partnerinnen ins Gespräch zu kommen.
Später gibt es leckere Salate und Bratwürste frisch vom Grill. Wenn dann noch die Sonne scheint, schmeckt es draußen auf dem Hof besonders gut!
Damit wir den Einkauf (Kuchen, Grillgut, Salate, Getränke) planen können, meldet Euch bitte bei uns an, am besten gleich!
Anmeldeschluss am Mittwoch, den 15. Juli 2026.
Joachim Guderian Tel. 02552 9944011
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Dieter Nolte Tel.: 0251-717397
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Dieter Wucherer Tel.: 02591-78963
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Vortrag Dr. Papavassilis am 25. Juni 2026
Thema: "Therapien des lokal begrenzten Prostatakrebs"
Herr Dr. Papavassilis ist Leiter des Prostatazentrums an der Uniklinik Münster (UKM).
In seinem Vortrag erklärte er zunächst Ort, Aussehen und Funktion der Prostata. Danach erläuterte er die Rolle des PSA-Werts (Prostata-Spezifisches Antigen). In den meisten Fällen sind erhöhte PSA-Werte auf Entzündungen oder eine vergrößerte Prostata zurückzuführen. Er berichtete, dass gutartige Vergrößerungen der Prostata, die z.B. Probleme beim Wasserlassen hervorrufen können, gut zu behandeln sind.
Im Zweifelsfall kann bei dauerhaft erhöhten PSA-Werten ein MRT veranlasst werden. Im MRT können krebsverdächtige Stellen in der Prostata erkannt werden. Nur wenn die Anzeichen für eine Gewebeveränderung stark genug sind, wird man im weiteren Verlauf eine Biopsie veranlassen. Er erläuterte dann die Unterschiede zwischen lokalem, lokal gestreutem und metastasiertem Prostatakrebs.
Zudem erläuterte er das Gleason-Schema, welches Pathologen aus den Gewebeproben der Biopsie erstellen. Zudem wies er auf das ISUP-Schema (ISUP 1 – 5) hin, welches die Gleason-Einteilung mehr und mehr ablöst.
Falls die Biopsie einen Prostatakrebsverdacht bestätigt, die Gewebeveränderungen aber nur gering sind (ISUP 1), wird heute die sogenannte „Aktive Überwachung“ empfohlen. Regelmäßige Kontrollen des PSA-Werts sollen eine Therapie soweit wie möglich nach hinten verschieben, um Lebensqualität einschränkenden Nebenwirkungen zu vermeiden.
Nur wenn die Gewebeveränderungen ein bestimmtes Ausmaß überschreiten, werden Therapien vorgeschlagen. Meist ist das entweder die operative Entfernung der Prostata oder eine Bestrahlung, die entweder von außen oder von innen durchgeführt werden kann.
Für die Operation stehen moderne Methoden zur Verfügung, z.B. der Da Vinci-Roboter. Der Erhalt der Sexualfunktion und die Kontinenz haben sich mit diesen Methoden stark verbessert, mit zunehmendem Alter des Patienten nehmen aber mögliche Funktionsverluste zu. Nach der Operation sollte der PSA-Wert unter der Nachweisgrenze liegen.
Bestrahlungen von außen werden gewebeschonend mit intensitätsmodulierten Systemen durchgeführt, bei dem ein vorheriges CT mögliche Lageverschiebungen der Prostata ausgleicht. Die Bestrahlung kann aber auch von innen erfolgen mittels der Brachy-Therapie. Nach der Bestrahlung wird sich der PSA-Wert auf einen niedrigen Wert einpendeln.
Herr Dr. Papavassilis führte aus, dass die Alternativen Operation und Bestrahlung im Allgemeinen zu vergleichbaren Ergebnissen führen. Tendenziell wird im UKM bei niedrigem und mittlerem Risiko eine Bestrahlung empfohlen (ISUP 1 – 3), bei hohem Risiko dagegen die Operation.
Herr Dr. Papavassilis erläuterte auch das Konzept der fokalen Therapien, bei denen nur die befallenen Bereiche der Prostata behandelt werden. Hier wird aber ein nennenswerter Anteil der Patienten nicht geheilt (> 30 %), so dass dann im Anschluss weitere Therapien erfolgen müssen. Im UKM wird daher diese Therapieform nicht angeboten.
In einigen Fällen muss auch eine begleitende antihormonelle Therapie (ADT) zeitweise oder dauerhaft verordnet werden. Bei Bestrahlungen ist die Kombination mit der ADT sehr wirksam, auch wenn man noch nicht weiß, warum das der Fall ist. Bei der Operation wird eine ADT bei lokal begrenztem Prostatakrebs niedriger ISUP-Klassen in der Regel nicht verordnet. Generell sind die Nebenwirkungen einer ADT erheblich, so dass im UKM die antihormonelle Therapie nur in wirklich begründeten Situationen empfohlen wird und so kurz wie möglich angesetzt wird, um eine Rückkehr der Sexualfunktion wahrscheinlicher werden zu lassen.
Bei einem Hochrisikokrebs dagegen hat die PROTEUS-Studie gezeigt, dass eine intensivierte Hormontherapie vor und nach der Operation das Rückfall- und Metastasierungsrisiko deutlich senkt. Eine Chemotherapie wird heute nur noch bei aggressiven Krebsformen durchgeführt. Immuntherapien sind beim Prostatakrebs noch wenig wirksam, wenn auch die Verwendung bispezifischer Antikörper oder die Car-T-Zellen-Therapie in Zukunft evtl. Fortschritte bringen können. In einigen Jahren wird man mehr dazu wissen.
Falls es nach einer Operation dennoch wieder zu einem Anstieg des PSA-Werts kommt, sollte eine nachfolgende Bestrahlung (Salvage-Bestrahlung) schon frühzeitig einsetzen, um eine ADT zu vermeiden. Es wurde ein PSA-Wert von 0,2 genannt.
Die Lymphadenektomie, also die operative Entfernung von Lymphknoten, wird ebenfalls wegen möglicher Nebenwirkungen am UKM sehr zurückhaltend durchgeführt.
Wir bedanken uns bei Dr. Papavassilis ganz herzlich für den gelungenen Vortrag!
