Eine Infoveranstaltung der Antifaschistischen Linken Münster
findet am 4. Februar um 20 Uhr in der F24 (Frauenstr. 24) statt.
Hier sind auch die Tickets für die Busfahrt zu erhalten. Da alle
wichtigen Informationen zur Demo, Blockadekonzept, Busfahrt etc.
hier zu erhalten sind, wird eine Teilnahme für alle, die
mitfahren wollen, dringend empfohlen.
19.11.2009
Denk mal!
Zum Andenken an die ehemaligen hiltruper
ZwangsarbeiterInnen im Lager Waldfrieden in Münster-Hiltrup
Eine Presseschau
Die VVN-BdA Münster hat seit ihrer
Gedenkveranstaltung vor drei
Jahren dafür
gearbeitet, dass in Münster-Hiltrup den Zwangsarbeiterinnen
und Zwangsarbeitern, die im hiltruper Lager
"Waldfrieden" durch Nazi-Deutschland ausgebeutet
und getötet wurden, gedacht wird.
Nächstes Jahr ist es so weit! Die Gedenktafeln sind auf
dem Weg. Politisch entschieden ist dies Projekt. Die
Umsetzung folgt Anfang nächsten Jahres.
Danke dafür natürlich auch den Aktiven vor Ort aus den
Kirchengemeinden und den Fraktionen in der BV Hiltrup!
Hier eine Presseschau:
Geld für Infotafeln und Skateanlage ist bewilligt
Beides hat die Bezirksvertretung Hiltrup einstimmig
beschlossen. ... (weiter)
MZ - 13.11.2009
Gedenktafeln in Hiltrup erinnern an Sklavenarbeit
Der Gedenkstein, den Treichler aus Baumberger Sandstein
formen wird, soll folgende Inschrift bekommen: "In
Gedenken an die Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, die
hier in den Jahren 1940 - 1945, in der Zeit des
Nationalsozialismus in Deutschland, gefangen waren. Wir
erinnern besonders an diejenigen [...] Der Gedenkstein wird
vom Kinderhauser Künstler Bodo Treichler (Bild) gestaltet.
Die Bezirksvertretung Hiltrup wird in ihrer konstituierenden
Sitzung an diesem Dienstag die Aufstellung der Tafeln und
des Gedenksteines beschließen. ... (weiter)
MZ - 07.11.2009
Die Texte auf den Gedenktafeln
In Gedenken an die Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter,
die hier in den Jahren 1940 -1945, in der Zeit des
Nationalsozialismus in Deutschland, gefangen waren. Wir
erinnern besonders an diejenigen Menschen, [...] Das Lager
„Waldfrieden“ wurde um 1940 im Auftrage der Stadt
Münster im „Herrenbrock“ für die erwarteten „Fremdarbeiter“
errichtet. Es bestand aus insgesamt 10 Baracken für ... (weiter)
MZ - 07.11.2009
Das nötige Geld ist jetzt da
Münster-Hiltrup - Die Gedenktafeln für die in Hiltrup
internierten Zwangsarbeiter können aufgestellt werden. Eine
unwürdige Bettelei um den letzten Euro blieb am
Donnerstagabend bei einer... (weiter)
WN - 26.09.2009
Denkmal für Zwangsarbeiter bringt späte Erinnerung
Darum hat die VVN/BdA einen Antrag in die Bezirksvertretung
(BV) eingereicht: Ein Denkmal soll im Waldpark an das Leid
der Zwangsarbeiter erinnern. Das war im Januar 2007. Über
zwei Jahre lang zieht sich die Umsetzung also nun schon hin.
"Die Politik hat sich etwas geziert, weil so eine [...]
hin. "Die Politik hat sich etwas geziert, weil so eine
Geschichte viel Fingerspitzengefühl erfordert", sagt
Dieter Tüns, Leiter der Bezirksverwaltung Hiltrup. Aber
jetzt ist es soweit. Die Finanzierung steht fast: 3000 Euro
von der Stadt, 1000 von der BV, 500 vom Kulturamt und
jeweils 250 Euro von den ... (weiter)
MZ - 23.09.2009
Schicksale nicht vergessen
Münster-Hiltrup. Geschichte nicht vergessen – das ist das
Anliegen der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes /
Bund der Antifaschisten. Nicht vergessen sollten die
Menschen auch das ehemalige... (weiter)
WN - 19.12.2008
19.11.2009
Verurteilt
NPD: Gebrüder Pohl müssen
Bußgeld zahlen
Rheine – Am 1. Mai 2008 störten die Gebrüder Pohl
(Markus und Matthias; Mitglieder des NPD-Landesvorstands) und
Dennis Dormuth (Kreisvorsitzender Münster der NPD) mit Gebrüll
("Arbeiterverräter – DGB") und Transparenten die
1. Mai-Kundgebung des DGB im Stadtparkrestaurant in Rheine.
Im Internet hatten sie sich damit auch noch gebrüstet.
Nun sind die beiden Brüder in einem Ordnungswidrigkeitenverfahren vor dem Amtsgericht Rheine zu einem
Bußgeld von jeweils 200,00 Euro verurteilt worden. Sie hatten
gegen einen Strafbefehl in Höhe von 223,50 Euro Widerspruch
eingelegt. Das Gericht urteilte: Die beiden NPD-Funktionäre
haben am 1. Mai 2008 eine Veranstaltung des DGB in Rheine
"gröblich [ge]stört[t]" und seien dem Ausschluss des
Versammlungsleiters nicht gefolgt.
"Ihnen ging es nicht um eine sachliche
Auseinandersetzung, sondern um eine Provokation der
Anwesenden", so Richter Terhalle in seiner Begründung.
Verteidiger Lober hatte auf Freispruch plädiert und einem
Zeugen, dem ehemaligen DGB-Vorsitzenden Bernhard Tenhoven, dem
damaligen Versammlungsleiter, "Belastungstendenzen"
unterstellt. Dem konnte das Gericht nicht folgen. Ebenso sei es
unerheblich, wie oft die Neonazis zum Verlassen der Versammlung
aufgefordert seien. Es zähle einzig, dass sie sich nicht
unmittelbar entfernt hätten.
Als Beleg diente auch ein Video sowie ein Bericht von der
NPD-Website. Dort hatte einer der Brüder die Demonstration der
Nationaldemokraten gegen die Arbeiterverräter propagiert und
ihre Handlungsweise als „kreativen Prozess von zwei Aktivisten“
bezeichnet, die nur mit „Einsatz von körperlicher Gewalt der
roten Socken“ aus dem Saal entfernt werden konnten. Vor Gericht
behaupteten die Brüder, sie hätten nur mit dem DGB diskutieren
wollen. Vorherige Absprache habe es nicht gegeben.
Rechtsanwalt Lober bezeichnete den Bericht als aufgebauscht:
"Es ist hier wie bei der Bild-Zeitung, plakative
Schlagzeilen."
Das Verfahren gegen Dennis Dormuth, seines Zeichens
Vorsitzender des NPD-Kreisverbands Münster, wurde dagegen aus
Mangel an Beweisen eingestellt.
Nachdem die Pohl-Brüder aus der Versammlung expediert worden
waren, hatten sich weitere Mitglieder und Funktionäre der NPD
unter die Gewerkschafter gemischt und die Rede der Bürgermeisterin
Angelika Kordfelder gestört. Einer von ihnen war Dennis Dormut,
der erst nach einigem Zögern den Saal verließ. Es sei ihm aber
aufgrund der räumlichen Enge nicht möglich gewesen, den Saal
schneller zu verlassen, befand das Gericht aus Mangel an Beweisen
des Gegenteils.
Ein Portrait der Pohl-Brüder des antifaschistischen
Netzwerkes Münsterland / Osnabrücker Land findet sich hier:
Mitglieder
extrem rechter Parteien oder Organisationen, sowie
Personen, die der rechten Szene angehören oder mit
ihr sympathisieren oder in der Vergangenheit durch
rassistische Wortbeiträge aufgefallen sind und
Veranstaltungen gestört haben, sind von der
Teilnahme an den Veranstaltungen ausgeschlossen.
Dies gilt auch für Mitglieder farbentragender
Studentenverbindungen. Die VeranstalterInnen
behalten sich vor von ihrem Hausrecht Gebrauch zu
machen.