Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes
Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten

Kreisvereinigung Münster

 

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Einspruch!

Geschichtspolitische Konferenz der VVN-BdA 2010

19.11.2009

Denk mal!

Zum Andenken an die ehemaligen hiltruper ZwangsarbeiterInnen im Lager Waldfrieden in Münster-Hiltrup

Eine Presseschau

Die VVN-BdA Münster hat seit ihrer Gedenkveranstaltung  vor drei Jahren dafür gearbeitet, dass in Münster-Hiltrup den Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern, die im hiltruper Lager "Waldfrieden" durch Nazi-Deutschland ausgebeutet und getötet wurden, gedacht wird.

Nächstes Jahr ist es so weit! Die Gedenktafeln sind auf dem Weg. Politisch entschieden ist dies Projekt. Die Umsetzung folgt Anfang nächsten Jahres.

Danke dafür natürlich auch den Aktiven vor Ort aus den Kirchengemeinden und den Fraktionen in der BV Hiltrup!

Hier eine Presseschau:

Geld für Infotafeln und Skateanlage ist bewilligt
Beides hat die Bezirksvertretung Hiltrup einstimmig beschlossen. ... (weiter)
MZ - 13.11.2009

Gedenktafeln in Hiltrup erinnern an Sklavenarbeit
Der Gedenkstein, den Treichler aus Baumberger Sandstein formen wird, soll folgende Inschrift bekommen: "In Gedenken an die Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, die hier in den Jahren 1940 - 1945, in der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland, gefangen waren. Wir erinnern besonders an diejenigen [...] Der Gedenkstein wird vom Kinderhauser Künstler Bodo Treichler (Bild) gestaltet. Die Bezirksvertretung Hiltrup wird in ihrer konstituierenden Sitzung an diesem Dienstag die Aufstellung der Tafeln und des Gedenksteines beschließen. ... (weiter)
MZ - 07.11.2009

Die Texte auf den Gedenktafeln
In Gedenken an die Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, die hier in den Jahren 1940 -1945, in der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland, gefangen waren. Wir erinnern besonders an diejenigen Menschen, [...] Das Lager „Waldfrieden“ wurde um 1940 im Auftrage der Stadt Münster im „Herrenbrock“ für die erwarteten „Fremdarbeiter“ errichtet. Es bestand aus insgesamt 10 Baracken für ... (weiter)
MZ - 07.11.2009

Das nötige Geld ist jetzt da 
Münster-Hiltrup - Die Gedenktafeln für die in Hiltrup internierten Zwangsarbeiter können aufgestellt werden. Eine unwürdige Bettelei um den letzten Euro blieb am Donnerstagabend bei einer... (weiter)
WN - 26.09.2009

Denkmal für Zwangsarbeiter bringt späte Erinnerung
Darum hat die VVN/BdA einen Antrag in die Bezirksvertretung (BV) eingereicht: Ein Denkmal soll im Waldpark an das Leid der Zwangsarbeiter erinnern. Das war im Januar 2007. Über zwei Jahre lang zieht sich die Umsetzung also nun schon hin. "Die Politik hat sich etwas geziert, weil so eine [...] hin. "Die Politik hat sich etwas geziert, weil so eine Geschichte viel Fingerspitzengefühl erfordert", sagt Dieter Tüns, Leiter der Bezirksverwaltung Hiltrup. Aber jetzt ist es soweit. Die Finanzierung steht fast: 3000 Euro von der Stadt, 1000 von der BV, 500 vom Kulturamt und jeweils 250 Euro von den ... (weiter)
MZ - 23.09.2009

Schicksale nicht vergessen 
Münster-Hiltrup. Geschichte nicht vergessen – das ist das Anliegen der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / Bund der Antifaschisten. Nicht vergessen sollten die Menschen auch das ehemalige... (weiter)
WN - 19.12.2008

19.11.2009

Verurteilt

NPD: Gebrüder Pohl müssen Bußgeld zahlen 

Rheine – Am 1. Mai 2008 störten die Gebrüder Pohl (Markus und Matthias; Mitglieder des NPD-Landesvorstands) und Dennis Dormuth (Kreisvorsitzender Münster der NPD) mit Gebrüll ("Arbeiterverräter – DGB") und Transparenten die 1. Mai-Kund­gebung des DGB im Stadtparkrestaurant in Rheine. Im Internet hatten sie sich damit auch noch gebrüstet.

Nun sind die beiden Brüder in einem Ordnungs­widrig­keiten­ver­fahren vor dem Amtsgericht Rheine zu einem Bußgeld von jeweils 200,00 Euro verurteilt worden. Sie hatten gegen einen Strafbefehl in Höhe von 223,50 Euro Widerspruch eingelegt. Das Gericht urteilte: Die beiden NPD-Funktionäre haben am 1. Mai 2008 eine Veranstaltung des DGB in Rheine "gröblich [ge]stört[t]" und seien dem Ausschluss des Ver­samm­lungs­leiters nicht gefolgt.

"Ihnen ging es nicht um eine sachliche Auseinandersetzung, sondern um eine Provo­kation der Anwesenden", so Richter Terhalle in seiner Begründung. 

Verteidiger Lober hatte auf Freispruch plädiert und einem Zeugen, dem ehemaligen DGB-Vorsitzenden Bernhard Tenhoven, dem damaligen Versammlungsleiter, "Belastungs­tendenzen" unterstellt. Dem konnte das Gericht nicht folgen. Ebenso sei es unerheblich, wie oft die Neonazis zum Verlassen der Versammlung aufgefordert seien. Es zähle einzig, dass sie sich nicht unmittelbar entfernt hätten. 

Als Beleg diente auch ein Video sowie ein Bericht von der NPD-Website. Dort hatte einer der Brüder die Demonstration der Nationaldemokraten gegen die Arbeiterverräter pro­pagiert und ihre Handlungsweise als „kreativen Prozess von zwei Aktivisten“ bezeichnet, die nur mit „Einsatz von körperlicher Gewalt der roten Socken“ aus dem Saal entfernt werden konnten. Vor Gericht behaupteten die Brüder, sie hätten nur mit dem DGB diskutieren wollen. Vorherige Absprache habe es nicht gegeben.

Rechtsanwalt Lober bezeichnete den Bericht als aufgebauscht: "Es ist hier wie bei der Bild-Zeitung, plakative Schlagzeilen."

Das Verfahren gegen Dennis Dormuth, seines Zeichens Vorsitzender des NPD-Kreisverbands Münster, wurde dagegen aus Mangel an Beweisen eingestellt.

Nachdem die Pohl-Brüder aus der Versammlung expediert worden waren, hatten sich weitere Mitglieder und Funktionäre der NPD unter die Gewerkschafter gemischt und die Rede der Bürgermeisterin Angelika Kordfelder gestört. Einer von ihnen war Dennis Dormut, der erst nach einigem Zögern den Saal verließ. Es sei ihm aber aufgrund der räumlichen Enge nicht möglich gewesen, den Saal schneller zu verlassen, befand das Gericht aus Mangel an Beweisen des Gegenteils.

Ein Portrait der Pohl-Brüder des antifaschistischen Netzwerkes Münsterland / Osnabrücker Land findet sich hier:

http://www.antifa-netzwerk.de/2008/09/04/
kader-unter-der-lupe-markus-und-matthias-pohl

Danke an das Bündnis Münster gegen Nazis für freundliche Genehmigung der Wiedergabe des Artikels.

Hinweis zu Veranstaltungen: 

Mitglieder extrem rechter Parteien oder Organisationen, sowie Personen, die der rechten Szene angehören oder mit ihr sympathisieren oder in der Vergangenheit durch rassistische Wortbeiträge aufgefallen sind und Veranstaltungen gestört haben, sind von der Teilnahme an den Veranstaltungen ausgeschlossen. Dies gilt auch für Mitglieder farbentragender Studenten­verbindungen. Die VeranstalterInnen behalten sich vor von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen.