Februar 2019 - Der Brettwurzelgigant vom San Juan River

Der Kapokbaum trägt den Himmel

oder

Ein Riese ragt aus dem Regenwald

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Im Regenwald überragt der Kapokbaum mit Höhen von bis 70 Meter alle anderen Bäume. Die Indianer meinten, er trüge den Himmel. In Guatemala ist er sogar der Nationalbaum. Da stellt man sich die Frage, warum er dann so abgeholzt wurde. Na ja, so ein dicker Stamm erregt natürlich Begehrlichkeiten in Form von Holzverwertung.

Hier war es mal umgekehrt, mein Einzelbaum steht in einer großen Weidefläche direkt an der Grenze zu Nicaragua an San Juan River. Der Wald darum wurde geschlagen, als Schattenspender hatte man dieses Exemplar stehen lassen.

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Der Kapokbaum ist schon ein bemerkenswertes Exemplar, egal welchen Alters er auch ist. Er kann bis zu 500 Jahren alt werden, in seiner Jugend entwickelt er am ganzen Stamm Stacheln, die den Baum unverwechselbar machen.

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Um sich im Feuchtenregenwald zu behaupten und sicheren Stand zu behaupten, muß er massive Wurzel entwickeln. Die haben brettartige Form, beginnen weit vom Stamm entfernt aus dem Erdreich zu ragen und haben an der Übergangsstelle zum Stamm die Form eines Schiffkieles von bis zu 10 Meter Höhe.

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 oder auch hier im Bestand zu sehen

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Kapokbäume haben zu Beginn der Trockenzeit von Februar bis März keine Blätter. Danach treiben die zumeist büschelweise an Zweigenden stehenden Blüten aus. Mehr zu der Art auf den Seiten von Dieter Klössing. Aber dennoch, alles was hier in der Krone des Baumes zu sehen ist, sind Bromelien, Lianen etc. Nicht ein einziges Blatt. Die Krone ist ein spezieller Lebensraum für sich.

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Aus dem Kapokbaum wird u. a. Kapok gewonnen- Quelle Wikipedia- . Die Kapokfasern sind wegen ihres Wachsüberzugs wasserabweisend und schlecht verspinnbar. Ein einzelner Baum liefert pro Jahr ungefähr 20 kg reine Fasern. Ohne weitere Behandlung können diese als Füllmaterial für Rettungsringe / Schwimmwesten oder als Polster- und Isoliermaterial genutzt werden.

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