Konservierung eines Hornissennestes für Ausstellungszwecke
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Allererster und wichtigster Schritt ist das vollständige Abtöten aller im Nest befindlichen Parasiten und "Mikrobewohner". Wer das nicht tut, ist später hoffnungslos verloren, weil das Nest von innen aufgefressen wird. Wir schlagen die gleiche Methode wie bei den Imkern vor mit flüssigem Schwefel. Danach 2 Wochen gut auslüften lassen und an einem warmen Platz gut durchtrocknen lassen. |
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Anschließende Konservierung mit unzähligen Schichten (mind. 20 Schichten) Sprühlack (wir verwenden "matt"). Die erste Schicht sollte relativ reichlich aufgetragen werden, da nur sie in das Nest-Material eindringen kann, was die Haltbarkeit erheblich erhöht. Anschließend weitere Schichten auftragen - vor allem auch innen gut vernebeln (evtl. mit einem zusätzlichen Fön während des Sprühens) |
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Wer guten Kontakt zu Lackierern hat, sollte dem Lack noch etwas "Elastifizierer" zusetzen. Das hält den Lack über vielen Jahre hinweg leicht elastisch, so dass er nicht reißt oder bricht. Wir haben alle unsere Ausstellungsnester so präpariert und diese sind seit Jahren unversehrt. |

Weitere Tipps von Christian Kutzscher, Deutsches Entomologisches Institut - Eberswalde (Text gekürzt)
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Ideal ist Geiseltallack, wie ihn Naturkundemuseen zu Konservierungszwecken verwenden. Falls nicht verfügbar, verwenden Sie Haarlack, das ergibt denselben Effekt. |
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Tragen Sie ihn keinesfalls zu stark auf, um Glanzbildung zu vermeiden. Die Festigung ist sowieso nur relativ zu bewerten. |
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Das Nest wird auf keinen Fall so stabil werden, dass man es von "Hand zu Hand" weiterreichen könnte. |
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Sie werden nicht umhin kommen, einen Kasten anzufertigen, der das Nest vor mechanischen Schäden und eventuellen Sammlungsschädlingen (Museumskäfer etc.) bewahrt. |
Wie nimmt man ein Hornissennest unbeschädigt ab? Tipps von Dr. Melanie von Orlow
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Es geht ganz gut, wenn man zuerst zwei Stäbe zwischen zwei Wabenetagen durchschiebt. Diese müsste jemand halten (ideal ist natürlich, wenn man die Stäbe miteinander durch Querholme fixiert damit sie immer auf gleicher Höhe sind), während der andere mit einem scharfen Messer das Nest sorgfältig und vorsichtig abtrennt. Dann kann das Nest dadurch getragen werden. |
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Stabiler wird das ganze, wenn man es schon vor Ort und Stelle mit Klarlack oder Haarspray behandelt. Die Lage der Wabenetagen findet man entweder nur durch vorsichtiges Sondieren (z.B. mit einem Draht, den man in die Hülle sticht) oder man entscheidet sich schon jetzt, wie das Nest mal präsentiert werden soll. |
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Viele öffnen es dazu an einer Seite damit der ganze innere Aufbau sichtbar wird. Macht man das jetzt an Ort und Stelle, kann man das Nest zwischen des Wabenetagen mit zwei Fingern halten, während es abgeschnitten wird. |
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Das hängt aber von der Nestlage und -form ab; manchmal ist das Nest ja irgendwo seitlich drangebaut und dann will man es ungern weiter öffnen, da es an dieser Anhaftstelle eh ohne Hülle ist und Einblick bietet. |
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Also ganz nach Situation und Geschmack. Drücke die Daumen, das ist immer eine kribbelige Fingerspitzenarbeit ! Ohne ein paar Dellen wird es leider nicht abgehen ... |
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