{"id":404,"date":"2010-11-27T10:27:13","date_gmt":"2010-11-27T10:27:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.muenster.org\/msz\/?p=404"},"modified":"2010-12-08T21:01:45","modified_gmt":"2010-12-08T21:01:45","slug":"schneeflocken-kristalle-des-winters","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.muenster.org\/msz\/?p=404","title":{"rendered":"Schneeflocken-Kristalle des Winters"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong><span style=\"font-size: medium;\">Schneeflocken<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong><span style=\"font-size: medium;\">Kristalle des Winters<\/span><\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.muenster.org\/msz\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/Schneeflocke-neu1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-446 alignright\" title=\"Schneeflocke \" src=\"https:\/\/www.muenster.org\/msz\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/Schneeflocke-neu1.jpg\" alt=\"\" width=\"122\" height=\"110\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Aiga Kra\u00df<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\n<p style=\"text-align: left;\">An einem Tag im Sp\u00e4t\u00adherbst begleitete der Philosoph Gottfried Wilhelm Leibnitz (1646-1716) eine bayrische Prinzessin auf ih\u00adrem Spaziergang durch den Park ihres Schlosses. Der Philosoph erkl\u00e4rte seiner Begleiterin, dass alle Dinge in der Welt sich von\u00adeinander unterscheiden m\u00fcssten. Wenn n\u00e4mlich ein Gegenstand existiere, so g\u00e4be es keinen ausreichen\u00adden Grund daf\u00fcr, dass ein zweiter vorhanden w\u00e4re, der dem ersten vollkommen gleiche. <a href=\"https:\/\/www.muenster.org\/msz\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/Schneeflocke-wei\u00df-21.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-469\" title=\"Schneeflocke wei\u00df\" src=\"https:\/\/www.muenster.org\/msz\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/Schneeflocke-wei\u00df-21.jpg\" alt=\"Schneeflocke wei\u00df\" width=\"147\" height=\"140\" \/><\/a><!--more-->Ein H\u00f6f\u00adling des Gefolges bezweifelte diese These und er begann, in dem Laub, das schon in Mengen auf den Wegen lag, zwei Bl\u00e4t\u00adter zu suchen, die v\u00f6llig gleich w\u00e4ren. Soviel er auch sammelte und miteinander verglich, er fand kein v\u00f6llig identisches Paar. Der Philosoph sah sich best\u00e4tigt; und da in der Luft schon der nahende Winter zu sp\u00fcren war, kam er auf Schneeflocken zu sprechen, die milliardenfach vom Himmel fallen w\u00fcrden, ohne dass auch nur eine von ihnen einer anderen gleiche.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Schneeflocken sind von al\u00adters her von einem Zauber umge\u00adben, weil sie aus fernen Gefilden so leise und schwerelos zur Erde schweben. Im Kinderlied \u201edecken sie die Bl\u00fcmlein zu, so dass sie schlafen in himmlischer Ruh\u201c. \u00adJahr f\u00fcr Jahr werden die Schneeflocken herbeigesehnt f\u00fcr eine wei\u00dfe Weihnacht.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Was aber ist eine Schneeflo\u00adcke? Ein Farmer in Vermont\/USA namens Wilson Bentley inter\u00adessierte sich Ende des 19. Jahr\u00adhunderts f\u00fcr die mikroskopische Struktur einer Schneeflocke. Bei seinen \u00dcberlegungen kam er auf die Idee, das damals neue Medi\u00adum der Fotografie zu nutzen. Er erfand eine geniale Konstruktion, in der er eine Kamera mit einem Mikroskop verband. Im Jahr 1885 gelang ihm die erste Fotografie eines Schneekristalls. Im Laufe seines Lebens bannte Bentley \u00fcber 5000 Bilder von Schneekristallen auf Platten und verschaffte damit zum ersten Mal einen Einblick in die Feinstruktur, die Symmetrie und unglaubliche Formenvielfalt von Schneekristallen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Der Beginn einer Schneeflo\u00adcke ist ein winziger Eiskern, der sich in einer Wolke je nach Luft\u00adfeuchtigkeit und Temperatur in gro\u00dfer Geschwindigkeit zu einem Kristall entwickelt. Er wird gr\u00f6\u00dfer \u00adund nimmt an Gewicht zu, bis er schlie\u00dflich so schwer ist, dass er durch die Wolken langsam nach unten schwebt. Welche Form eine Schneeflocke dabei annimmt, bestimmt<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">ihr Weg, auf dem sie unter\u00adschiedli\u00adchen Luft\u00adstr\u00f6mun\u00adgen und Feuchtig\u00adkeitsgraden ausgesetzt ist. Weil aber nie zwei Kristalle exakt denselben Weg nach unten nehmen, werden nie zwei von ihnen identisch ausse\u00adhen, was so den enormen For\u00admenreichtum von Schneeflocken hervorbringt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Ein Kristall besteht aus Eis, aber Eis alleine bildet keine Schneeflocke. Man kann noch so viele Eisw\u00fcrfel in der Tiefk\u00fchl\u00adtruhe erzeugen, aber nicht einer w\u00fcrde auch nur entfernt an einen pr\u00e4chtigen Schneestern erinnern. Dazu bedarf es den langen Weg durch die Atmosph\u00e4re.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Wenn jetzt im nahenden Winter der Schnee \u201eleise zur Erde rieselt\u201c, wie es im Lied hei\u00dft, dann wollen wir die unendliche Vielfalt der Flocken bestaunen, von denen jede ein einmaliges, filigranes Wunderwerk dar\u00adstellt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schneeflocken Kristalle des Winters Aiga Kra\u00df An einem Tag im Sp\u00e4t\u00adherbst begleitete der Philosoph Gottfried Wilhelm Leibnitz (1646-1716) eine bayrische Prinzessin auf ih\u00adrem Spaziergang durch den Park ihres Schlosses. Der Philosoph erkl\u00e4rte seiner Begleiterin, dass alle Dinge in der Welt sich von\u00adeinander unterscheiden m\u00fcssten. 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