{"id":62,"date":"2010-09-07T18:51:21","date_gmt":"2010-09-07T18:51:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.muenster.org\/msz\/?page_id=62"},"modified":"2024-03-11T10:32:15","modified_gmt":"2024-03-11T10:32:15","slug":"wir-uber-uns","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.muenster.org\/msz\/?page_id=62","title":{"rendered":"Wir \u00fcber uns"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14pt;\">Wir sind ein Team aus sechs ehrenamtlich t\u00e4tigen Redakteurinnen und <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14pt;\">Redakteuren aus unterschiedlichen Berufen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: large;\"><strong>So wurde die MSZ erfunden&#8230;&#8230;<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Ganz am Anfang stand ein Seminar im Winter 80\/81 an der Volkshochschule M\u00fcnster mit dem Titel: \u201eDas Bild des \u00e4lteren Menschen in den Medien\u201c. Der Dozent war ein junger Doktorand an der Uni und WDR Reporter Michael Heiks. \u201eIch wei\u00df noch genau: Wir hatten dutzende Zeitungen und Magazine gemeinsam gelesen und die zumeist \u00e4lteren Teilnehmer \u00e4rgerten sich, wie ihre Generation in den Bl\u00e4ttern dargestellt wurde. Da lag die Idee nahe: Wir machen jetzt eine Zeitung f\u00fcr uns von uns.\u201c Allerdings musste Heiks zugeben: \u201eVom Zeitungmachen hatte ich nicht sonderlich viel Ahnung\u201c;\u00a0 also wurde eine Freundin und erfahrene Journalistin von der Universit\u00e4tszeitung hinzugeholt: Mechthild Kock.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Das wichtigste waren allerdings die \u201eMacher\u201c der geplanten Zeitung, allesamt im Rentenalter zwischen 58 und 84 und wild entschlossen, es der Welt zu zeigen. Ihr Credo: \u201eWir geh\u00f6ren nicht zum alten Eisen, wir k\u00f6nnen unserer jugendverliebten Welt noch was erz\u00e4hlen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Gemeinsam machte sich das Redaktionsteam ans Werk, suchte und verwarf Themen, \u00fcberlegte, woher Informationen zu bekommen und mit wem Interviews zu verabreden sind, verteilte die Aufgaben und sorgte daf\u00fcr, dass ganz verschiedene Artikel zusammenkamen\u00a0 \u2013 zum Beispiel \u00fcber die Aufgaben und Ziele des M\u00fcnsterschen Seniorenbeirats, \u00fcber eine einfache, aber effiziente Telefonkette, die eine Gruppe \u00e4lterer Menschen f\u00fcr sich organisiert hatte oder auch \u00fcber fragw\u00fcrdige Bekanntschaftsanzeigen, in denen (m\u00e4nnliche) Inserenten kaschiert nach Versorgung in ihrem Haushalt suchen (wohlgemerkt wurde das von der Autorin des Textes mit den n\u00f6tigen kritischen Anmerkungen versehen).<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Das erste Zeitungsexemplar wurde dann in mancher Nachtarbeit im Einfingersystem an der Schreibmaschine und im m\u00fchevollen Klebeumbruch hergestellt. Die Bereichsleiterin der Volkshochschule Beate Middendorf-H\u00f6ltmann unterst\u00fctzte die Zeitungsmacher nach Kr\u00e4ften \u2013 mit frischem Kaffee f\u00fcr die \u201eSeniorenredaktion\u201c und erst recht mit Geld f\u00fcr den Druck. Denn so eine Zeitung ist ja auch ein wirtschaftliches Risiko.<\/p>\n<div id=\"attachment_524\" style=\"width: 246px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.muenster.org\/msz\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/MSZ-1-1981-Titel.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-524\" class=\"size-medium wp-image-524 \" style=\"border: 1px solid black; margin: 10px;\" title=\"MSZ 1-1981 Titel\" src=\"https:\/\/www.muenster.org\/msz\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/MSZ-1-1981-Titel-218x300.jpg\" alt=\"Erstausgabe 1981\" width=\"236\" height=\"333\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-524\" class=\"wp-caption-text\">Erstausgabe 1981<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: left;\">Neben dem Schreiben erster Artikel tingelten die Seniorenredakteure auch los und akquirierten Werbeauftr\u00e4ge \u2013 f\u00fcr ein Blatt, das ja noch niemand kannte. Das sollte sich aber schnell \u00e4ndern. Die erste Ausgabe hatte eine Auflage von 1200 Exemplaren, war 36 Seiten stark und wurde den Redakteuren fast aus den H\u00e4nden gerissen. Am Tag nach dem Erscheinen war die erste Auflage weg \u2013 pro Exemplar f\u00fcr eine Mark!<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Jetzt konnte das richtig losgehen. Die junge Truppe hatte \u201eBlut\u201c geleckt und zeigte immer mehr Spa\u00df und Mut am journalistischen Handwerk. Die n\u00e4chste Ausgabe hatte dann schon eine Auflage von 5000 und war 24 Seiten stark. Viermal im Jahr ging es danach in gleichem Muster weiter.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Volkshochschule hatte die Herausgeberrolle der jungen Zeitung f\u00fcr die \u00e4ltere Generation \u00fcbernommen, Mechthild Kock und Michael Heiks konnten sich auf die Rolle als Berater zur\u00fcckziehen \u2013 denn das war ja auch die Idee: Dass die Redaktion das Blatt selbst bestimmt und organisiert und damit das Bild von \u00e4lteren Menschen aus der Perspektive der Betroffenen mit beeinflusst.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Wie die nunmehr 43 Jahre MSZ zeigen, hat das bemerkenswert gut geklappt. Die Macher gewannen an Professionalit\u00e4t, Erfahrung und Routine und bewiesen immer wieder neu, dass sie nicht die Spur zum alten Eisen geh\u00f6ren. Das freut die beiden \u201eGeburtshelfer\u201c, die aufgrund beruflicher Entwicklung M\u00fcnster vor Jahren verlassen haben, ganz besonders, hat sich damit doch das damalige journalistische Konzept einer Zeitung von Senioren f\u00fcr Senioren als dauerhaft tragf\u00e4hig erwiesen.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Insofern gilt der Redaktion und ihren Helfern nun ein ganz besonderer Gl\u00fcckwunsch, dass sie trotz aller unvermeidlichen personellen Wechsel im Team all die Jahre beachtlich durchgehalten haben und eine Zeitung machen, die bei ihren Leserinnen und Lesern hochwillkommen ist. Wir gratulieren von Herzen \u2013 und sind auch ein wenig stolz, mit an der Wiege des Projekts gestanden zu haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Michael Heiks<\/p>\n<p>Mechthild Kock<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dr. Michael Heiks war Fernsehproduzent mit Firmensitz in Berlin, Hannover, Hamburg und Bochum. Er hatte\u00a0 Sendungen wie \u201eSabine Christiansen\u201d, \u201eIna M\u00fcller\u201d und \u201eBingo! Die Umweltlotterie\u201d produziert. Und auch in M\u00fcnster war er wieder t\u00e4tig. Er produzierte f\u00fcr das WDR Fernsehen die Montagsreihen \u201cMein Gutes Recht\u201d und \u201cKriminalreport\u201d.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Mechthild Kock M.A. war Redakteurin beim Stader Tageblatt und k\u00fcmmerte sich um lokale und kulturelle Berichterstattung aus Stade und Umgebung sowie aus Hamburg. Nach Jahren als Redakteurin in der Pressestelle der Westf\u00e4lischen Wilhelms-Universit\u00e4t war sie zun\u00e4chst jahrelang bei der Neuen Westf\u00e4lischen Zeitung in Paderborn t\u00e4tig gewesen, ehe sie in den Gro\u00dfraum Hamburg \u00fcbersiedelte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir sind ein Team aus sechs ehrenamtlich t\u00e4tigen Redakteurinnen und Redakteuren aus unterschiedlichen Berufen. 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