Starke Jungs

Konzept, Inhalte und Ziele:

  • Bekannte Schulregeln liegen zu Grunde; zusätzliche Auszeitregelung
  • Konzept der „gezielten Jungenförderung“ mit zielgruppenorientierten Themen und Spielen
  • „Soziale Gruppenarbeit“ mit Fokus auf einzelnes Kind (Besonderheiten und Stärken) UND auf Gruppe (Gruppendynamik)
  • Ressourcenorientierung und Selbstwertstärkung
  • Training des Sozialverhaltens in einer angeleiteten Gruppe u.a. mit verhaltenstherapeutischen Verstärkermethoden, Auszeit-Regel und einsichtsfördernder Reflexion
  • Förderung kommunikativer Kompetenz
  • Förderung der Selbstreflexion, u.a. durch Feedbackmethoden („Ampelrunde“)
  • Training der Selbstregulation und der Einhaltung von Regeln und Grenzen
  • Gemeinsames Erleben von Spaß in der Gruppe
  • Training unterrichtskonformen Verhaltens (u.a. Abwarten, Zuhören, Konzentration, Höflichkeit)
  • Gruppenleiter als präsente positive männliche Rollenvorbilder

Methoden:

  • Spiele und Übungen, insb. Kooperations- und Wettbewerbsspiele,  Spiele mit Begrenzungen und Regeln
  • Gesprächskreise und Frontalunterricht
  • Kleingrupppenaufgaben, Einzelaufgaben, Gruppenaufgaben
  • Situatives v.a positives Feedback
  • Einsatz von sozialem Modellernen
  • Einsatz von Verstärkern, z.B. Teilnahmekarten, Abschlussgeschenk Schlüsselband, Abschlussurkunde, Süßigkeiten
  • Kreative Übungen
  • Körperübungen
  • Gruppendynamische Methoden, z.B. gemeinsamer Schlachtruf zur Gruppenidentifikation, Teilnehmerkarten
  • Kindgerechte Psychoedukation, z.B. zu den Themen „Selbstbewusstsein“, „Kognition-Emotion-Verhalten“
  • Wiederkehrende Rituale zu Beginn und Abschluss, insb. „Ampelrunde“ zur Selbstwahrnehmung schwierig.

Umfang:
8 wöchentliche Termine à 1,5h in Räumlichkeiten des Ganztags
Informations- und Auswertungsgespräche mit dem Lehrerkollegium und der OGS-Koordinatorin
Teilnehmer:  9 Jungen,  7-9 Jahre, 2. und 3. Klasse

Zugang:
offener Aushang als Ganztags-Angebot und gezielte Ansprache von einzelnen auffälligen Jungen und deren Eltern entsprechend der Einschätzung von Lehrer/innen oder Erzieher/innen; letztendliche Auswahl durch Gruppenleitung nach „Integrativem Konzept“ (d.h. förderbedürftige Jungen plus einzelne kompetente Jungen)
Besondere Indikation: übermäßig expansives Verhalten, Defizite in der sozialen Kompetenz, Defizite in der Konfliktbewältigung, Defizite in der Selbstregulation, geringer Selbstwert

Es besteht von der Schulseite her ein großes Interesse an der Weiterführung des Angebots. Die Finanzierung des Projekts muss immer wieder neu beantragt werden.