JuGS

Jugendhilfe und Grundschulen im Südviertel

Seit 2009 wird endlich der Baustein 1 des Kooperationsmodells umgesetzt. Ein Mitarbeiter der Beratungsstelle ist an zwei Tagen in unserer Schule präsent, berät Eltern, SchülerInnen und LehrerInnen in Problemsituationen im Rahmen einer präventiven Schulsozialarbeit. Bereits nach wenigen Monaten gab es eine Vielzahl intensiver Arbeits- und Beratungskontakte, die großes Potenzial für die nächsten Jahre erwarten lassen.

Der Baustein kurz und knapp:

Björn Hinrichs (Dipl. Heilpädagoge) hat als Fachkraft der Beratungsstelle Südviertel die Umsetzung dieser Aufgabe übernommen. Er geht in die Matthias-Claudius-Schule und in die Hermannschule, um dort beratend und unterstützend für Eltern, Kinder, Lehrer und Fachkräfte des offenen Ganztages da zu sein. Dabei verstehen sich beide Grundschulen und die Beratungsstelle als gute und starke Kooperationspartner.
Bedingt durch die unterschiedliche Schülerzahl an beiden Grundschulen ist die halbe Stelle der ausführenden Fachkraft wie folgt aufgeteilt: von den verfügbaren Stunden stehen in jeder Woche 2/3 der Matthias-Claudius-Grundschule an zwei Tagen und 1/3 der Herrmannschule an einem Tag zur Verfügung.

Ziele des Bausteins:

  • Integration aller Kinder in das System Schule durch frühzeitiges Erkennen und Ausgleichen besonderer Förderbedarfe
  • Vernetzung der Schule mit Förder-, Betreuungs- und Unterstützungsangeboten im Stadtteil
  • Lotsenfunktion zu weiteren Unterstützungsangeboten
  • Förderung der sozialen und persönlichen Fähigkeiten aller Kinder an den beteiligten Grundschulen
  • Beratung der Eltern bei der Unterstützung ihrer Kinder zur Bewältigung von Schule
  • Beratung der und Kooperation mit LehrerInnen und Fachkräften des offenen Ganztages im Sinne des gemeinsamen Bildungs- und Erziehungsauftrag

Aus der Praxis:

An den festen Tagen, die die Fachkraft in den Schulen ist, wird diese von allen Beteiligten oft und vielfältig angesprochen und das Angebot verstärkt in Anspruch genommen.

Zielgruppe LehrerInnen und Fachkräfte des offenen Ganztages:

  • Beratung zu einzelnen Schülern
  • Hospitation im Unterricht und im offenen Ganztag
  • kollegiale Beratung

Zielgruppe  Eltern:

  • Erziehungs- und Familienberatung
  • Begleitung zu Gesprächen mit LehrerInnen und Fachkräften des OGS
  • Rückmeldung zu sozialen Kompetenzen des Kindes
  • Diagnostik, Begleitung von Klärungsprozessen und zu weiteren Unterstützungsangeboten

Zielgruppe  Schüler:

  • Einzelgespräche mit den Schülern
  • Beobachtung im Unterricht und im offenen Ganztag
  • Begleitung von Kleingruppen

Im besonderen Blickfeld dieses Bausteins steht aber immer auch die Zusammenführung aller Beteiligten. Durch das erfolgreiche und produktive gemeinsame Arbeiten und die nun neuen schnellen Kommunikationsmöglichkeiten durch die Fachkraft als Vermittler konnte die Vernetzung noch einmal verstärkt und ausgebaut werden.

Fazit :

Schon im ersten Jahr war der Beratungsbedarf so hoch, dass

  • die Zahl der Beratungsfälle die Erwartungen übertrifft,
  • an beiden Schulen Wartelisten bestehen,
  • die Erstberatung zu erhöhten Anfragen in der Beratungsstelle geführt hat, d.h. viele Eltern sind dort mit ihren Problemen „angekommen“.

Das niederschwellige Angebot in den Grundschulen ist von den Eltern, LehrerInnen und ErzieherInnen angenommen worden – damit kann vielen Kindern geholfen werden! 

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