{"id":753,"date":"2025-05-20T12:14:07","date_gmt":"2025-05-20T10:14:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.muenster.org\/magazin\/?p=753"},"modified":"2025-06-30T20:59:22","modified_gmt":"2025-06-30T18:59:22","slug":"schindlers-liste-ein-film-der-zum-nachdenken-anregt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.muenster.org\/magazin\/2025\/05\/20\/schindlers-liste-ein-film-der-zum-nachdenken-anregt\/","title":{"rendered":"&#8222;Schindlers Liste&#8220;. Ein Film, der zum Nachdenken anregt"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Rezension \u201eSchindler Liste\u201c Sofie<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Spielfilm \u201eSchindlers Liste\u201c von Steven Spielberg aus dem Jahr 1993 handelt von dem Nationalsozialisten und Fabrikanten Oskar Schindler. Schindler hat mittels harter Fabrikarbeit von j\u00fcdischen Zwangsarbeitern Unmengen an Geld verdient. Nach und nach wird Schindler mit den Verbrechen und Ermordungen an den Juden konfrontiert. Er versteht langsam, wie unmenschlich die Juden behandelt werden, und beginnt, ihnen zu helfen. Allein durch Schindlers Gewissenswandel und den Eintrag ihrer Namen in eine Liste konnte er so 1200 Juden das Leben retten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der gesamte Film wurde in Schwarz-Wei\u00df gehalten. Grund daf\u00fcr ist, so Spielberg, dass es aus der Zeit keine einzige Aufzeichnung in Farbe gibt \u2013 es w\u00fcrde das Geschehen also verf\u00e4lschen. Es gibt zudem keine Farben, die vom eigentlichen Geschehen ablenken k\u00f6nnten. Generell wurden die damaligen Ereignisse so gut und authentisch dargestellt, dass man manchmal fast vergisst, dass es nur ein Film ist. Und genau das ist auch das Ziel Spielbergs: den Zuschauern die damalige Zeit so nah wie m\u00f6glich zu bringen und ihr Geschichtsbewusstsein zu f\u00f6rdern. Auch die Wahl der Schauspieler hilft einem sich in die Lage der Figuren und die damalige Zeit hineinzuversetzen. Die Atmosph\u00e4re ist eher d\u00fcster, brutal und traurig gehalten. Es kommen Szenen vor, bei denen man gar nicht denkt, dass man so etwas in einem Film zeigen darf. Eben weil alles so echt wirkt, bekommt man noch einmal eine ganz andere Sicht auf die Ereignisse.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gezeigt wird die Zeit des Nationalsozialismus aus der Sicht von Oskar Schindler: die brutale Exklusion von Juden und allen anderen, die nicht dem Ideal von Hitler entsprechen, wie Schindlers Juden, die immer wieder haarscharf dem Tod entkommen. Oskar Schindler wird erst steinreich, gibt am Ende aber alles wieder zur\u00fcck und rettet 1200 Leben. Immer an Schindlers Seite: Stern, sein j\u00fcdischer Buchhalter und Kollege und zugleich Kontaktmann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Film geht, wie oben bereits erw\u00e4hnt, aus den Originalaufzeichnungen der NS-Zeit hervor und bedient keine Klischees oder Stereotypen. Alles was gezeigt wird,  ist damals wirklich so passiert, und auch wenn man sich die Ereignisse nicht vorstellen mag, der Film verlangt das Gegenteil von einem. Keine Darstellung ist verharmlost oder vereinfacht. Und genau das ist die so wichtige Aussage des Films \u201eSchindlers Liste\u201c: Er soll einen zum Nachdenken bringen, einem die unverf\u00e4lschten Wahrheiten der grausamen NS-Zeit so real wie m\u00f6glich zeigen und somit unser Geschichtsbewusstsein aktivieren und f\u00f6rdern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass der Film sehr gelungen ist. Nichts (au\u00dfer die Originalaufzeichnungen) kann die Ereignisse der NS-Zeit besser verdeutlichen als der Film \u201eSchindlers Liste\u201c, der eine gelungene Verbindung zwischen Unterhaltung und Bildung herstellt. Wobei man den Begriff \u201eUnterhaltung\u201c in diesem Falle vielleicht anders definieren sollte, denn es handelt sich keinesfalls um positive, fr\u00f6hliche oder gar spa\u00dfige Unterhaltung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Film wurde so gedreht, dass nie langweilige oder vom Thema abweichende Themen gezeigt werden und ein roter Faden den Film immer davon abh\u00e4lt, langweilig oder gar uninteressant zu werden, wodurch eine gute Unterhaltung gew\u00e4hrleistet wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich pers\u00f6nlich finde es sehr wichtig und unerl\u00e4sslich, dass Sch\u00fcler*innen dieser Film gezeigt wird \u2013 wenn es geht, sogar verpflichtend. Und auch allen anderen, ob mit historischem Interesse oder auch nicht, w\u00fcrde ich nur empfehlen, sich diesen so einzigartigen Film anzusehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um den Film verstehen zu k\u00f6nnen, empfehle ich ein Mindestalter von 14 Jahren (8. Klasse), da der Film einige doch sehr grausame Sequenzen beinhaltet und man ein gewisses Grundverst\u00e4ndnis mitbringen sollte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich rate euch von ganzem Herzen, euch diesen Film anzusehen \u2013 danach werdet ihr verstehen, dass es auch auf den einzelnen Menschen ankommt!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit den Jahrg\u00e4ngen 9, 11 und 12 waren wir im Cineplex, um uns den Film &#8222;Schindlers Liste&#8220; anzuschauen. Der historische Spielfilm hat die Sch\u00fcler:innen nachhaltig beeindruckt. Sofie hat f\u00fcr euch eine Rezension verfasst&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":24,"featured_media":754,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-753","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.muenster.org\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/753","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.muenster.org\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.muenster.org\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.muenster.org\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/users\/24"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.muenster.org\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=753"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.muenster.org\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/753\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":755,"href":"https:\/\/www.muenster.org\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/753\/revisions\/755"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.muenster.org\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/media\/754"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.muenster.org\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=753"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.muenster.org\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=753"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.muenster.org\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=753"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}