Schuhe
Mit ihnen beginnt oder endet der Pilgerweg!
Ob Trekkingstiefel oder (halbhohe) Wanderschuhe ist eine sehr individuelle Entscheidung: Sie müssen Stabilität, Trittsicherheit und Schutz der Gelenke bieten und mindestens eine halbe Nummer größer sein als sonst übliches Schuhwerk, denn die Füße schwellen an und sollten dennoch ausreichend Platz haben.  Sie sollten rutschfest und wasserdicht sein, aber atmungsaktiv. Sohle und Profil müssen sowohl für unebenes Gelände als auch für lange Asphaltstraßen geeignet sein. ... und dass die Schuhe schon zuhause gut eingelaufen werden sollten, ist selbstverständlich: eventuelle Schwachstellen werden darüber bemerkt und idealer- weise durch spezielle Einlagen oder Aufweitung behoben.

Gut wäre es, die Schuhe in einer zweitägigen Wanderung (mit Rucksackgewicht) in hügeligem Gelände zu testen!

Viele PilgerInnen nehmen Flipflops mit, um sie nach den Etappen in der Dusche und auch abends zu tragen - dadurch haben die Füße eine verdiente Erholungspause.

 

"Vieles ginge besser,
wenn man besser ginge."

 

Stürze meiden,
... die durch Durchstecken eines Treckingstockes in die Schlaufe des Schnürsenkels während des Gehens entstehen können - leider doch häufiger und besonders in Verbindung mit Dehydrierung / Überanstrengung.
Also: Überhängende Schnürsenkel (-schlaufen) vermeiden! Immer auf die normale Schleife der Schnürsenkel eine Zusatzschleife binden!          (gefunden im "Jakobusfreund" 3/2011, Paderborn)

Strümpfe
Auch Strümpfe sollten vor der Pilgerwanderung zuhause ausprobiert werden, um die individuell richtige Entscheidung zu treffen zwischen

  • leichten Söckchen mit hohem Wollanteil (70 - 80 %)
  • nahtlosen Baumwollsocken (Laufsport- oder Outdoorgeschäfte) wie z. B. Falke Run
  • Trekkingstrümpfe (könnten zu warm sein - austesten).

 

Blasen
sind der Alptraum eines jeden Pilgers! Auf die gute Vorbeugung kommt es an!

  • gute Fußpflege - schon zuhause! Empfehlenswert ist eine professionelle Fußpflege vor Reiseantritt! Diese kann die Schwachstellen von Füßen (Nägel, Hornhautschwielen, Hühneraugen) gezielt bearbeiten und für die Belastung vorbereiten.
  • Während der Wanderung die Füße jeden Abend sorgfältig inspizieren und, wenn nötig, eine Nagel- und Fußpflege durchführen. Wenn Sie die Füße unterwegs merken, weil es z. B. drückt oder scheuert ... sofort anhalten! Schuhe und Strümpfe ausziehen, und die betroffenen Stellen großzügig und faltenfrei mit Leukoplast abkleben! Damit lässt sich meistens eine Blasenbildung verhindern! Cremen Sie Ihre Füße während Ihrer Reise regelmäßig ein - eine geschmeidige Haut verhindert Blasenbildung.
  • bei bereits vorhandener Blase:
    • Kleine Blasen mit einem speziellen Blasenpflaster abdecken (z. B. Compeed).
    • Große Blasen müssen mit Sorgfalt behandelt werden: nicht selber aufstechen!
      Wenn es sich nicht vermeiden lässt, dann nur mit hoher Sterilität arbeiten!
  • "Erste Hilfe vom Wegesrand" - persönliche Hinweise von Pilgern / weitere Anwendung auf eigene Verantwortung:
    Spitz- und Breitwegerich enthält Schleimstoffe mit beruhigender und (wund-)heilungsfördernder Wirkung. Bei geschundenen Füßen hilft oft schon das Einlegen von Blättern in den Schuh. "Bei auftretenden wunden Stellen zog ich die Wanderschuhe aus, wickelte Spitzwegerichblätter um die Zehen, zog Strümpfe und Schuhe wieder an und beendete den Pilgertag ohne Probleme."
    Beim Zerreiben der Blätter des Spitzwegerichs tritt Saft aus, der auch bei Insektenstichen hilft.

 

 

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