Was ist das ideale Pilgergepäck? - Nichts.

Von Franz von Assisi ist bekannt, dass er auf seinen Pilgerreisen mit (fast) nichts unterwegs war und als der erste Minimalist gilt.

Auch für uns ist weniger meistens mehr.

Nur das mitnehmen, was unbedingt erforderlich ist.

Und die alles entscheidende Frage heißt: Brauche ich das wirklich?

Als "Faustregel" gilt: der Rucksack sollte bequem und leicht sein, über einen hohen Tragekomfort verfügen und nicht mehr als
10 % vom Körpergewicht wiegen. Doch eine zierliche Frauen mit 50 kg Körpergewicht wird mit 5 kg Gepäck nicht auskommen. Es gibt eine große Modell-Auswahl: am besten in einem Fachgeschäft ein Beratungsgespräch vereinbaren und nach der Möglichkeit des "Probetragens" fragen. Gepackt ist der Rucksack möglichst nicht schwerer als 10 kg.

Rucksack
Er sollte etwa 40 - 60 Liter Fassungsvermögen haben und wasserabweisend sein. Ein Rückenteil, das nicht großflächig am Rücken anliegt, sondern eine sogenannte "Hinterlüftung" ermöglicht, verhindert zu intensives Schwitzen. Becken- und Bauchgurt entlasten die Schultern und beugen der Blasenbildung an den Füßen und vorschneller Ermüdung vor. Ideal sind unterschiedliche Fächer im Rucksack und Außentaschen: so können "Unterwegsutensilien" getrennt aufbewahrt werden. Dinge, die abends / nachts benötigt werden, gehören ins untere Fach. Schwere Teile ("Kultur") mittig an den oberen Rücken, Trinkflasche griffbereit in die Außentasche ... Da ein Rucksack nie wirklich wasserdicht ist, ist die Aufbewahrung in (knisterfreien!!!) Plastiktüten von Vorteil: saubere Wäsche, Schmutzwäsche, Kulturartikel ...

Häufig kann in den Unterkünften Kleidung per Hand gewaschen und zum Trocknen aufgehängt werden - dadurch ist ein Minimum an Kleidung möglich!

Pilgerinnen und Pilger machen unterschiedliche Wegeerfahrungen mit dem Gepäck - es ist wie im "wirklichen" Leben: Pilgern ist umso einfacher, je weniger man sich belastet.
Und wenn sich unterwegs herausstellt, dass Dinge entbehrlich sind:

  • Paket per Post nach Hause schicken (teuer)
  • Paket postlagernd nach Santiago senden (ein bei Pilgern häufiges Verfahren)
  • Dinge in den Herbergen hinterlassen. Oft freuen sich Pilger, wenn sie etwas übernehmen können. Und manchmal kommt man selber in die Situation und greift gerne auf "Hinterlassenschaften" zurück.

... damit wird Gewicht abgebaut und Beweglichkeit erhöht!

Das Gewicht des Rucksacks möglichst bereits zuhause bei der ein oder anderen Probetour prüfen! Jedes mitgenommene Teil vorher auf die (Brief-)Waage legen und überlegen, ob es eine leichtere Alternative gibt! Sicher lässt sich noch was reduzieren! Und ein Testlauf für die Schuhe ist nur von Vorteil.

Immer daran denken:
Unterwegs lässt sich fast alles kaufen - spätestens in der nächsten Stadt.


Eine "Packliste" ist als pdf-Datei hinterlegt. Aufgrund vieler Erfahrungen von Münsteraner Pilgern ist sie entstanden. Dennoch kann sie natürlich nur eine Orientierungshilfe sein - jeder trifft seine eigenen Entscheidungen. ... Viel hat man erst dadurch, dass man miteinander teilt.

 

Der Pilger unterwegs trägt den Rucksack als Kompromiss
zwischen dem, was er braucht, und dem, was er tragen kann oder will.

 

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