{"id":192,"date":"2020-12-07T12:10:54","date_gmt":"2020-12-07T11:10:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.muenster.org\/hoerbehindertenzentrum\/?page_id=192"},"modified":"2020-12-07T12:10:54","modified_gmt":"2020-12-07T11:10:54","slug":"neue-technik","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.muenster.org\/hoerbehindertenzentrum\/neue-technik\/","title":{"rendered":"Neue Technik"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>&nbsp;<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong>30.April 2019<\/strong><\/p>\n<p>Eine Planung von einem 3\u20444-Jahr endete mit dem Kommen der Techniker, um das neue Projekt der Schriftdolmetschertechnik in unserem Ho\u0308rbehindertenzentrum (kurz: HBZ) aufzubauen. Doch wie ist es dazu gekommen?<\/p>\n<p>Urspru\u0308nglicher Leitgedanke war zuna\u0308chst die Feststellung, dass unser Wirken in der O\u0308ffentlichkeit und bei der Stadt Mu\u0308nster stets davon getrieben wurde, fu\u0308r Barrierefreiheit fu\u0308r uns Ho\u0308rbehinderte zu werben und auch durchzusetzen.<\/p>\n<p>Ganz naheliegend folgte sodann die kritische Frage an uns selbst, inwieweit wir als Ho\u0308rbehinderte in unserem eigenen HBZ die Barrierefreiheit erfu\u0308llen. Setzt man sich ehrlich mit dieser U\u0308berlegung auseinander kommt man zu dem Ergebnis, dass wir selbst die Barrierefreiheit nicht gewa\u0308hrleisten. Denn sowohl bei hochgradig ertaubten Menschen als auch bei geho\u0308rlosen Menschen kann die beste Induktionsschleife keine Kommunikation bewirken.<\/p>\n<p>Mit dieser Erkenntnis sahen wir uns in der Pflicht, fu\u0308r Abhilfe zu sorgen und auch diesen Personen einen kommunikativen Zugang in unserem HBZ zu schaffen. Doch wie? Der enorme Organisationsaufwand, der mit dem Organisieren von Geba\u0308rdendolmetscher einhergeht, ist bei den vielen Angeboten, die wir als Verein unseren Mitgliedern und Ga\u0308sten bieten, nicht stemmbar, insbesondere deshalb, weil alle ehrenamtlich und neben ihrem Beruf im und fu\u0308r den DSB-OV Mu\u0308nster ta\u0308tig sind.<\/p>\n<p>Zusa\u0308tzlich mu\u0308ssten auch Kostentra\u0308ger fu\u0308r die Geba\u0308rdendolmetscher organisiert werden, die, beziffert man den Gesamtaufwand fu\u0308r ein Jahr, sicherlich nicht zur Verfu\u0308gung stehen. Diese Vorlaufzeit erlaubt es auch nicht, spontan zu wirken, d.h. zum Beispiel eine Ansprache zu halten oder kurzfristig eine Veranstaltung anzubieten. Doch mit dem mo\u0308glichen Einsatz von Geba\u0308rdendolmetschern ist nicht jedem geholfen. Insbesondere spa\u0308tertaubte oder restho\u0308rende Menschen sind oft lautsprachenorientiert und sind der Geba\u0308rdensprache nicht ma\u0308chtig. Diesen Personenkreis wu\u0308rden wir mit Hilfe von Geba\u0308rdendolmetscher also nicht erreichen und ha\u0308tten damit unseren Anspruch verfehlt, barrierefrei zu sein.<\/p>\n<p>Wie so oft im Leben, wenn Wunsch und Lebensrealita\u0308t aufeinandertreffen musste also eine andere Idee her, die die vorgenannten Spannungsverha\u0308ltnisse auflo\u0308st und einen, Bogen spannt, der alle Menschen in unserem HBZ erreicht.<\/p>\n<p>Die Entscheidung viel zu Gunsten einer Schriftdolmetschertechnik. Herzstu\u0308ck ist eine Spracherkennungssoftware und ein hochauflo\u0308sender 65-Zoll-Bildschirm, der mit 400 cd\/m2 (cd = Candela) ausgestattet ist. Unter \u201eCandela\u201c ist die Leuchtdichte zu verstehen. Zum Vergleich: Eine Kerze hat einen cd-Wert von 1. Eine Glu\u0308hlampe hat 60 als cd-Wert und eine haushaltsu\u0308blicher Computerbildschirm und auch ein LED-Fernseher haben je einen Wert von ca. 250 cd.<\/p>\n<p>Der Bildschirm im HBZ hat damit eine sehr gestochene Scha\u0308rfe, die es auch sehbeeintra\u0308chtigten Menschen erlaubt, mo\u0308glichst viel zu erkennen. Die Schriftdolmetschertechnik ist an das vorhandene System der Induktionsschleife angeschlossen.<\/p>\n<p>Trotz zweier Systeme wird nur ein Mikrofon vom Sprecher beno\u0308tigt. Das Sprechsignal wird elektronisch aufgespaltet und zum einen in die Induktionsanlage eingespeist (wie bisher) und zum anderen einem Computer zugefu\u0308hrt, der mit einer Spracherkennungssoftware ausgestattet ist. Der Computer schreibt dann auf dem Bildschirm das gesprochene Wort mit. Die Software ist lernfa\u0308hig, so dass wir mit der Zeit erwarten ko\u0308nnen, dass das Ziel der Echtzeit der U\u0308bertragung irgendwann erreicht wird.<\/p>\n<p>Die neue Schriftdolmetschertechnik des DSB-OV Mu\u0308nster und Mu\u0308nsterland e.V. ist ein einmaliges Pionierprojekt und wurde in der o\u0308rtlichen Presse in und um Mu\u0308nster vorgestellt. Wir sind als Verein sehr stolz auf diese neue Technik und danken insbesondere der AOK NordWest Mu\u0308nster, die durch ihre erhebliche finanzielle Zuwendung das Projekt u\u0308berhaupt erst ermo\u0308glicht hat.<\/p>\n<p>Joachim Bless<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>01.April 2018<\/strong><\/p>\n<p>Nun kommt eine voll elektronische Ladetechnik zum Einsatz.<\/p>\n<p>Die Ladetechnik sorgt dafu\u0308r, dass beide Hand-Mikrofone und das Head-Set stets mit voller Ladung zu jeder Zeit zur Verfu\u0308gung stehen. Die Mikrofone werden selbsta\u0308ndig aufgeladen und der Ladezustand wird durchgehend gehalten.<\/p>\n<p>Intelligente Technik sorgt dafu\u0308r, dass kein dauerhaftes Laden erfolgt und die Akkus daher besonders langlebig sind und diese nicht u\u0308berladen werden. Leere, kaputte oder halb aufgeladene Akkus o.a\u0308. geho\u0308ren damit der Vergangenheit an. Die Mikrofone brauchen nach einer Nutzung auch nicht ausgeschaltet zu werden, weil mit dem Einstecken der Mikrofone in das neue Ladegera\u0308t diese automatisch heruntergefahren werden.<\/p>\n<p>Der DSB-OV Mu\u0308nster und Mu\u0308nsterland e.V. dankt dem Fo\u0308rderer, der den Verein durch seine finanzielle Zuwendung die Anschaffung des Konferenzmikrofones und des intelligenten Ladegera\u0308tes ermo\u0308glicht hat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>01.April 2018<\/strong><\/p>\n<p><strong>Neues Konferenzmikrofon <\/strong><\/p>\n<p>Auch im zweiten Quartal des Jahres 2018 war es wesentliche Aufgabe des Vorstandes, die technische Modernisierung unserer Vereinsra\u0308ume voranzutreiben. Das Konferenzmikrofon wird an der vorhandenen Induktions- Anlage angeschlossen und auf dem Tisch gestellt. Bis zu zehn Personen ko\u0308nnen nun u\u0308ber die T-Spule ihrer Ho\u0308r- und\/oder CI-Gera\u0308te an Gespra\u0308chen teilnehmen. Das \u201eRumreichen\u201c von Handmikrofonen ist damit entfallen. Ein sehr wichtiges Hilfsmittel, wenn es darum geht, Besprechungen abzuhalten oder aber, wenn es darum geht, die Funktion von Induktionsanlagen bei Beratungsterminen zu demonstrieren.<\/p>\n<p><strong>&nbsp;<\/strong><\/p>\n<p><strong>14.Februar 2018<\/strong><\/p>\n<p><strong>Neue mobile H\u00f6rfunkanlage<\/strong><\/p>\n<p>Die lange vom Verein ersehnte mobile Ho\u0308rfunkanlage wurde dem DSB-OV Mu\u0308nster und Mu\u0308nsterland e.V. u\u0308bergeben. Herr Kroel von der Fa. Humantechnik und Joachim Bless, erster Vorsitzender des DSB-OV Vereines, trafen sich zu diesem Zweck in den Ra\u0308umen des Ho\u0308rbehindertenzentrums. Die neue mobile Ho\u0308ranlage umfasst achtunddrei\u00dfig Empfangseinheiten und zwei Sendereinheiten. Des Weiteren geho\u0308ren achtunddrei\u00dfig Ringschleifen hierzu, fu\u0308nf Kopfho\u0308rer und zwei Headsets.<\/p>\n<p>Die mobile Ho\u0308ranlage ist so kompakt, dass diese in einem Aluminiumkoffer ohne<br \/>\nProbleme transportiert werden kann. Die neue Ho\u0308ranlage lo\u0308st die alte transportable<br \/>\nFunkanlage ab, die bereits u\u0308ber zehn Jahre alt ist und die von nur zehn Personen genutzt<br \/>\nwerden konnte. Weder technisch noch personell ansatzweise ausreichend war diese Anlage, so dass diese dringend erneuert werden musste.<\/p>\n<p>Zur Erinnerung: An den Ausflu\u0308gen und den Kulturma\u00dfnahmen zum Beispiel der letzten Jahre haben in der Regel ca. 30 Personen oder mehr teilgenommen, die technisch nicht mehr abgedeckt werden konnten.<br \/>\nDer DSB-OV Mu\u0308nster und Mu\u0308nsterland e.V. freut sich daher sehr u\u0308ber die gelungene Neuanschaffung und dankt ausdru\u0308cklich der AOK NordWest aus Mu\u0308nster, die mit einem Fo\u0308rderbetrag von 9.000,00 \u20ac diese Anschaffung erst ermo\u0308glicht hat.<\/p>\n<p>Der Vorstand<\/p>\n<p><strong>&nbsp;<\/strong><\/p>\n<p><strong>07.Dezember 2017<\/strong><\/p>\n<p><strong>Neue Induktionsanlage im HBZ <\/strong><\/p>\n<p>Im Ho\u0308rbehindertenzentrum wurde an diesem Tag eine komplett neue Induktionsanlage installiert. Zur Ausstattung geho\u0308ren auch ein Headset und zwei Handmikrofone.<\/p>\n<p>Diese Anlage arbeitet voll automatisch. Sie versta\u0308rkt und mischt die Signale und auch die Gespra\u0308che werden zwischen den einzelnen Mikrofonen automatisch abgegeben bzw. schalten sich bei nicht Beanspruchung auf \u201estumm\u201c.<\/p>\n<p>Eine au\u00dferordentliche Erleichterung fu\u0308r alle Ho\u0308rbehinderte, die u\u0308ber eine T-Spule verfu\u0308gen. Die Anschaffung wurde mo\u0308glich, weil ein Fo\u0308rderantrag des Vereinsvorstandes von der AOK NordWest Mu\u0308nster bewilligt wurde. Unter Abzug eines 10%-Eigenanteiles erfolgte am Tage der 4 1\u20442-Stunden dauernden Installation in den Ra\u0308umen des Ho\u0308rbehindertenzentrums die symbolische Schecku\u0308bergabe i.H.v. 5.500,00 \u20ac.<\/p>\n<p>Der Verein freut uns sehr u\u0308ber diese gelungene Investition und danken der AOK NordWest Mu\u0308nster ausdru\u0308cklich fu\u0308r die gute Zusammenarbeit.<\/p>\n<p>Joachim Bless<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; 30.April 2019 Eine Planung von einem 3\u20444-Jahr endete mit dem Kommen der Techniker, um das neue Projekt der Schriftdolmetschertechnik in unserem [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"page-templates\/page_fullwidth.php","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-192","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.muenster.org\/hoerbehindertenzentrum\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/192","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.muenster.org\/hoerbehindertenzentrum\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.muenster.org\/hoerbehindertenzentrum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.muenster.org\/hoerbehindertenzentrum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.muenster.org\/hoerbehindertenzentrum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=192"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.muenster.org\/hoerbehindertenzentrum\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/192\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":194,"href":"https:\/\/www.muenster.org\/hoerbehindertenzentrum\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/192\/revisions\/194"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.muenster.org\/hoerbehindertenzentrum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=192"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}