Pädagogische Säulen
Die Grundschule Wolbeck-Nord lebt von einer ganztägig erfahrbaren, kindorientierten Pädagogik. Die Verzahnung des Lebens und Lernens am Vormittag und am Nachmittag bildet dabei das Fundament der pädagogischen Säulen der Grundschule Wolbeck-Nord.
„Ganztägige Bildungsangebote bieten mehr Zeit und Raum für Bildung, Erziehung und Betreuung. Der Ganztag, erweiterte Bildungsangebote sowie weitere außerunterrichtliche Ganztags- und Betreuungsangebote tragen zur ganzheitlichen Bildung, zur Persönlichkeitsentwicklung, zum Aufbau von Selbst- und Sozialkompetenzen sowie zur Stärkung von Fähigkeiten und Talenten bei.“ (Richtlinien – Bildungs- und Erziehungsgrundsätze für die allgemeinbildenden Schulen in Nordrhein-Westfalen, Frechen 2024, S. 19)
Die Verzahnung umfasst eine Verknüpfung von Unterricht und außerunterrichtlichem Bereich über festgelegte Schwerpunkte.
Verzahnung erfolgt über die Inhalte und Themenstellungen des Unterrichts, die auch am Nachmittag vertieft werden.
Darüber hinaus gehören ganztägig erlebte Normen, Werte, Regeln und Rituale sowie entsprechende pädagogische Maßnahmen zu einer intensiven Verzahnung von Vor- und Nachmittag.“ (Qualitätsstandards der „Offenen Ganztagsschulen“ in Münster 2018, S. 7)
Die von gegenseitiger Wertschätzung geprägte kindorientierte Pädagogik wird getragen und gestützt durch eine am humanistischen Menschenbild ausgerichtete pädagogische Haltung aller pädagogischen Kräfte.
Die pädagogischen Kräfte der Grundschule Wolbeck-Nord stehen in der Verantwortung,
„Vor diesem Hintergrund leistet durchgängige Sprachbildung auch mittels sprachsensiblen Fachunterrichts einen zentralen Beitrag zur Verbesserung von Bildungsgerechtigkeit.“ (Richtlinien – Bildungs- und Erziehungsgrundsätze für die allgemeinbildenden Schulen in Nordrhein-Westfalen, Frechen 2024, S. 15)
In der Schule dient Sprache (…) der Kommunikation, der Instruktion, dem Verstehen und ist zugleich Lerngegenstand. Sämtliche Bildungsprozesse (im Vor- und im Nachmittag) sind (…) sprachlich determiniert, weshalb sprachliches Können und Lernerfolg auf die eine oder andere Weise miteinander verwoben sind.“
(A. Wildemann, S. Fornol: Sprachsensibel unterrichten in der Grundschule, Seelze 2016, S. 53)
Der durchgängigen sprachlichen Bildung während des gesamten Schultages kommt besonderer Stellenwert zu. Sprachliche Bildung und sprachliche Förderung des Kindes erfordert den kontinuierlichen Erwerb und die stetige Weiterentwicklung der Bildungssprache und der Fachsprache.
„Sprachbildung in Offenen Ganztagsschulen umfasst zusätzliche Lerngelegenheiten und Erfahrungsräume in der deutschen Sprache durch ein koordiniertes, durchgängiges und reflektiertes Arbeiten aller Beteiligten. Dies wird durch eine generelle sprachsensible und sprachbewusste Formateentwicklung in unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Bereichen realisiert. Als wertvolle Ressource für die Zukunft der Schülerinnen und Schüler wird die Zwei- und Mehrsprachigkeit von Kindern beachtet.“ (Qualitätsstandards der „Offenen Ganztagsschulen“ in Münster 2018, S. 7)
- tragfähige Beziehungen zum Kind aufzubauen,
- als Vorbild in der Rolle der pädagogischen Kraft zu agieren und
- demokratische, partizipative Prozesse für ein friedvolles Zusammenleben zu begleiten.
- eine sprachsensible Schulstruktur
- vielfältige sprachsensibel gestaltete Lerngelegenheiten im Vor- und im Nachmittag
- eine sprachsensibel gestaltete Schulkultur.
Sprache ist das zentrale Mittel der Verständigung in kommunikativen Situationen zwischen Kind und Kind, Kind und pädagogischer Kraft, den pädagogischen Kräften untereinander sowie innerhalb der gesamten Schulgemeinschaft.
Sprache ist noch mehr. „Sprache ist ein Schlüssel für die Teilhabe an der Gesellschaft, sprachliches Können ein Schlüssel für die Teilhabe an Bildungsprozessen.“ (A. Wildemann, S. Fornol: Sprachsensibel unterrichten in der Grundschule, Seelze 2016, S. 53)
Der Aufbau und die Entwicklung eines kindorientierten und sprachsensibel gestalteten Schullebens orientieren sich stets an dem Ziel, die ganzheitliche Lernentwicklung des einzelnen Kindes zu fördern und zu fordern. Damit verbunden ist das Hineinversetzen in die Perspektive des Kindes, das Denken vom Kind aus. Im Mittelpunkt steht das Kind als Individuum in einer von Vielfalt und Diversität geprägten Schulgemeinschaft.
Sprachsensible Schulentwicklung
Bausteine einer sprachsensibel gestalteten Schulstruktur
Rythmisierung des Schultages aus Sicht des Kindes
Etablierung von Strukturen für eine multiprofessionelle, vom Kind aus gedachte Teamarbeit
Reflexion der eigenen Rolle als Sprachvorbild für das Kind
Einhaltung verbindlicher Regeln im Vor- und im Nachmittag
Schaffung kooperativer Struktur für die ganztägige individuelle Förderung des Kindes
Reflexion und Evaluation der pädagogischen Arbeit der pädagogischen Kräfte des Vor- und Nachmittags
Absprache bezüglich der Rituale im Vor- und im Nachmittag
Schaffung kooperativer Strukturen in der Elternarbeit
Festlegung der multifunktionalen Nutzung von Räumen im Vor- und im Nachmittag
Bausteine sprachsensibel gestalteter Lerngelegenheiten
klare und ästhetisch ansprechende Visualisierungen
aufgabenbezogener Wortschatz
mündlich gestaltete Lernsituationen und Formate
Schulinterner Wortschatz
bewusster Umgang mit Konnektoren und Operatoren
die pädagogische Kraft als Sprachvorbild
Bausteine einer sprachsensibel gestalteten Schulkultur
Bewusstsein für doe Vielfalt der verschiedenen, an der Schule vorhandenen Sprachen schaffen
Förderung des Spracherwerbs von Anfang an
partizipatives Lernen als zentrales Prinzip
Anerkennen der Vielfalt Unterschiedlichkeit der Lebensbiografien
Erwerb der Bildungssprache als Prinzip durchgängiger Sprachbildung fördern und fordern
Aufbau einer Reflexions- und Feedbackkultur