27.02.2009

V. Concours franco-allemand de lecture

Im Spätsommer 2008 machte ich mir Gedanken, wo im gerade begonnen Schuljahr unser kommender „Concours“, der Deutsch-Französische Lesewettbewerb stattfinden könnte. Ich fragte unter anderem bei der Marienschule an, wo unser Vereinsmitglied Barbara Winterberg in der französischen Sprache unterrichtet. Nach einem Telefonat mit ihr, wurde ich zur nächsten Fachkonferenz eingeladen und es wurde die Planung der Veranstaltung in Angriff genommen. Als Termin wurde der 27. Februar 2009 festgelegt, da zu diesem Zeitpunkt wieder, wie vor 2 Jahren, die Schüler des Städteaustausches aus Orléans teilnehmen könnten. Der Fachvorsitzende Herr Dr. Berkemeier und Frau Baumeister waren meine weiteren Ansprechpartner am Gymnasium. Für die französischen Beteiligten setzte sich Herr Ossege ein, der diesem Austausch federführend für die Stadt organisiert.

Im November wurden dann wieder alle Gymnasien und Realschulen zur Teilnahme mit jeweils 2 Schülern aufgefordert. Ich intensivierte in diesem Jahr den Kontakt zu den Realschulen, da hier noch nie die Beteiligung allzu groß ausgefallen war und einige Schulen noch gar nicht teilgenommen hatten. Ich bot diesen Realschulen einen Besuch und persönliche Vorstellung des Wettbewerbs bei den Schülern an. So wagte ich mich im Januar in die Klassen und fand zum Teil zurückhaltende, aber dann doch interessierte, junge Sprachanfänger vor. Die Realschulen nahmen bis auf 2 Ausnahmen in diesem Jahr alle teil. Es zeigte sich jedoch, dass nun die Gymnasien etwas „schwächelten“. Bei vielen Schulen sind inzwischen die Verpflichtungen für die Lehrer neben dem Unterricht anscheinend sehr zeitraubend. So wurden viele Anmeldungen erst verspätet bzw. nach erneuter Anfrage abgegeben. Letztendlich wurde eine noch nie da gewesene Anmeldezahl von 37 Teilnehmern verzeichnet.

Auch in diesem Jahr ging ich auf viele Unterstützer zu. Annette Jansen half, die Texte auszusuchen und Olga Robert beteiligte sich und half mir Leute für die Jurys zu finden. Viele sagten mit angenehmer Erinnerung an vergangene Veranstaltungen zu.

Als Spender der Preise konnte, wie vor 2 Jahren bereits, die Sparkasse Münsterland Ost gewonnen werden. Auch bei Poertgen Herder, mit denen inzwischen ein vertrauter Kontakt besteht, sagte man zu, bei der Bestellung der Bücher als Preise für alle Teilnehmer, einige Exemplare zu spenden. Beiden Unterstützern ein vielfaches Danke, dass mir unter anderem, von den Teilnehmern zugetragen wurde.

Es rückte der Tag der Entscheidung immer näher und wahrscheinlich wurden viele junge Teilnehmer, die sich auf den Wettbewerb vorbereiteten immer nervöser. Dies brauchen sie aber eigentlich gar nicht sein, da wir inzwischen den Wettbewerb eher als eine gesellige Veranstaltung sehen, in der es nicht in erster Linie darum geht, unbedingt der oder die Beste herauszustellen, sondern in geselliger Atmosphäre der französischen Literatur und Sprache zu lauschen, Kontakte zu knüpfen oder Erfahrungen mit anderen Menschen mit ähnlichen Interessen auszutauschen. Ich hoffe, dies für viele ermöglicht zu haben.

Am letzten Freitagnachmittag des Februars fanden sich dann ca. 150 Beteilgte in der Aula der Marienschule zusammen und fieberten der Eröffnung durch einen Chor der 8. Klasse unter Leitung von Frau Baumeister entgegen.

H. Fischedick, Leiter des Gymnasiums und Inge Schuth, unsere Vorsitzende, fanden dann die entsprechenden, vorbereitenden Worte, um alle auf die nächsten Stunden einzustimmen.

Nun begaben sich alle Schüler, aufgeteilt in die Gruppen der 6 französischen Teilnehmer, der 20 Gymnasiasten (Gruppen A1 und A2) und 11 Realschüler (Gruppe B) in die entsprechenden Vorleseräume. Hier präsentierte zunächst jeder seinen eigenen, einstudierten Text, also die „Kür“, um sein ganzes gestalterisches Können vorzuweisen. Teilweise wurden sogar aktuelle französische Literatur vorgetragen. Auf diesem Bild liest der Franzose Mathias Besset einen aktuellen Bericht aus der Tageszeitung zum Karneval, also deutschem Brauchtum, vor, was zeigte, dass er sich, wie viele Beteiligte schon einige Gedanken gemacht hatte.

 

In den Pausen konnte sich am reichhaltigen Kuchen und Getränkebuffet des 12. Jahrgangs der Marienschule gestärkt werden. Für alle auch die Gelegenheit ins Gespräch mit den anderen Teilnehmern zu kommen.

In den Jurys setzte sich in diesem Wettbewerb Heike Grolla, Wolfgang Burghardt, Friedrich Clamer mit den französischen Teilnehmern, Laurence Changeat, Pierre Deroux, Catherine Conrad, Anne Jaquot, Nathalie Samson, Inge Schuth mit den Gymnasiasten, Franck Sénégas, Colette Droux, Annick Knaup mit den Realschülern und deren zum Teil hervorragenden Leistungen. Es war wieder mal nicht leicht die Entscheidungen bei derartig hohem Niveau zu treffen, wie man am Gesichtsausdruck Wolfgangs sieht.

Dies galt auch für die zweite Runde, in der ein Text für alle gleich unbekannt, aber mit der Möglichkeit ihn kurz mit Anleitung durch einen Muttersprachler oder Pädagogen einzustudieren, vorgelesen wurde. Auch diese „Pflicht“ überstanden alle Teilnehmer mit Bravour. Auf diesem Bild in der Gruppe A2 hört die Jury gerade dem späteren 2. der Gruppe, Jan-Philipp Rosker zu. Das zweite Foto zeigt die Gruppe A1 im Einsatz .

So konnte anschließend entspannt zurück in der Aula gegangen werden, wo ein Theaterstück des Französisch-Kurs der 9. Klassen von Frau Winterberg aufgeführt wurde, der viel Publikum fand.

Zum Ende gab es dann noch ein Mal eine große Versammlung auf der Bühne der Marienschule als alle Teilnehmer sich zum gemeinsamen Foto aufstellten. Für Jeden gab es dann ein Buch aus der französischen bzw. deutschen Jugendliteratur für die hochkonzentrierten Leistungen und Unterhaltung der vielen begeisterten Zuhörer.

Herausgestellt wurden natürlich noch die ersten 4 Plätze jeder Gruppe, die zusätzlich einen Geldpreis in Empfang nahmen.

 

Bericht: Andreas Tepe