1.Mai 2006

In Potsdam

 

Am Eingang begrüßte uns die Musik der passenden Epoche ...

und bald erschien auch die passende Dame, die im Potsdamer Schloss ein- und ausgehe - sagte sie uns...

Sie führte uns schnellen Schrittes vor den Haupteingang und erklärte im Groben die Entstehungsgeschichte der Schlossanlage - Innen drin haben wir seeehr wenig Zeit, um uns damit aufzuhalten ... Halbe Stunde pro Gruppe ... wegen des Andrangs ...

Ihre Erläuterungen hören wir also im Vorhof, der vom Säulengang nach Vatikans Art gesäumt wird und unseren Blick zu den romantischen Ruinen-Kulissen im Hintergrund lenkt.

Das unscheinbare Foto erzählt viel ... Erstens: wir werden heute von der Sonne verwöhnt - Schade nur, dass die Heizung da oben noch nicht angegangen ist. Zweitens: die Führerin weiß spannend zu erzählen. Die Vortragsdichte ist zwar immens, aber kein Zuhörer kann sich dem Fluss entziehen. Drittens: unser Fotograf wird immer wieder von ... Gesichtern abgelenkt.

Na ja, ein Pflicht-Panorama, damit Sie den Rahmen des Geschehens nicht vergessen. Es gibt keine Aufnahmen vom Rundgang im Schloss - verboten.

 

Wir haben noch eine Viertelstunde Führung durch die Parkhektar, also: Schnell, schnell ...

 

 

 

 

Der Blick nach hinten ...

Die meisten Fotos von Sanssouci zeigen das Schloss über einem grünen Stufenberg. Wir bieten hier etwas Abwechslung. Anfang Mai zeigen die Weinstöcke am Hang noch kein Zipfelchen vom Grünblatt - genauso wie die Feigenbäumchen hinter den vielen Glastüren.

Und wir hören zu, hören zu, hören ... oder auch nicht.

Der chinesische Pavillon, wohin man vor lauter Langeweile im Schlosse zum Teetrinken zu flüchten pflegte ...

Die Führerin beendete hier ihren Einsatz und wir hatten nun eine halbe Stunde frei, um die Anlage auf eigene Faust zu erkunden. Das wäre natürlich sehr frustrierend gewesen, wenn all die Schlösser, Galerien und Grotten heute offen hätten. Aber sie schlummerten noch den Vorsaison-Traum und wir konnten entspannt durch das keimende Parkgrün schlendern. Hier noch die letzte Aufstellung, bevor wir uns in alle Winde zerstreuten ...

 

Und hier ein netter Schnappschuss ... Das Gruppenbild wollten natürlich mehrere Fotokameras für ihre Herrchen oder Frauchen meistern. Herr Hilgert erfüllte gern die Wünsche - er bekommt gerade vom Fredo eine vierte Kamera in die Hand gedrückt.

Potsdam - 2. Akt. Der Bus fuhr uns in die Altstadt. Es versteht sich von selbst, dass ein jeder Schlösser-Komplex auf eine entsprechende Infrastruktur in der näheren Umgebung angewiesen ist. Dem Umstand verdanken wir diese Kleinstadt mit einer Paradestraße und einem eigenen Brandenburger Tor - klein aber oho.

Und hier die Paradestraße. Sollten Sie enttäuscht sein, denken Sie daran, dass wir nicht in Berlin sind, sondern da, wo die Könige einen ländlichen Sommerurlaub verbringen wollten ...

 

Das Holländische Viertel in Potsdam, wo die vielen Fachleute aus den Niederlanden ihr Zuhause fanden, während sie Spring-Brunnen, Mühlen und ähnliches für den König meisterten.

Lange Zeit ohne Könige in der Nähe bekam dem Viertel schlecht, aber neuerdings wurde es saniert und zu neuem Leben erweckt. Viele Künstler, Handwerker und Kleinhändler wohnen, arbeiten und verkaufen ihre Produdkte in den winzigen Räumlichkeiten mit niedlichem Charme der modernisierten Vergangeneheit.

In einen der vielen Innenhöfe lockte mich lebensbejahende Musik aus Amerika ... Schlager meiner Jugendzeit schufen eine herrliche Stimmung im sonnigen Biergarten (Gäste unter den Bäumen hat mein Fotoformat abgeschnitten).

Ich tankte ein wenig von der Stimmung und ging zum Bus, der uns ja gleich nach Münster fahren wollte. Adieu Potsdam!

****

Und im Bus ... kam das letzte Event - eine Lesung von Christine Laurenz. (Vierte von rechts auf dem Gruppenfoto im Potsdamer Schlosspark). Sie teilte mit uns ihre Reflexionen, ihre Freuden und Sorgen - Versen in allen Tonabstufungen.

Ein Gedicht - nach Art des Vortrages auf einer Hochzeit verfasst - war ganz frischen Datums und es wird aus gegebenem Anlass zittiert ...

- Fotobericht von Alina Köttgen -

 

< < <