Diesen Text vorlesen.

Das Lackmuseum, der Prinzipalmarkt und das Rathaus

 

 

Sie kommen mit dem Zug in Münster Hauptbahnhof an. Gehen Sie die Treppe vom Bahnsteig hinunter zum Haupteingang Richtung Innenstadt. Sie gehen durch eine große Halle nach draußen.

Wenn Sie mit dem Bus ankommen, steigen Sie an der Haltestelle Hauptbahnhof aus.

 

Gehen Sie vom Haupteingang des Bahnhofs geradeaus über die Ampel in den breiten Fußgängerweg. Dort fahren auch viele Menschen mit dem Fahrrad durch. Diesen Fußgängerweg gehen Sie weiter bis an die nächste Ampelkreuzung.

Auch über diese Ampelkreuzung geht es geradeaus weiter. An der Ecke steht ein schönes altes Haus.

Das heißt Lackmuseum.
 

Das Lackmuseum

Dort werden viele Sachen gezeigt, die mit buntem Lack angemalt sind. Es gibt schöne bunte Dosen, kleine Schüsseln und Möbel aus der ganzen Welt.

 

Sie gehen geradeaus weiter, immer die Straße entlang bis Sie dieses große Haus mit dem Zebrastreifen sehen. Hier geht es über die Straße und auf der anderen Seite in der gleichen Richtung weiter wie vorher.

 

Dann kommt auf der linken Seite ein kleiner Platz. Auf dem Platz steht eine Säule mit 2 Kirschen. Das ist ein Kunstwerk aus einer großen Ausstellung.

 

Sie gehen am Platz entlang zu einer Einkaufsstraße. Die Straße heißt Ludgeristraße. Diese Straße gehen Sie rechts weiter.

 

An vielen Läden und Kaufhäusern vorbei gehen Sie bis zu dem Turm mit den grünen Dächern.

Sie gehen links am Turm vorbei und sehen vor sich eine breite Straße mit vielen alten Häusern. Diese Straße heißt Prinzipalmarkt.

 

 

Der Prinzipalmarkt

Der Prinzipalmarkt ist eine breite Straße mitten in Münster. Dort wohnten und arbeiteten früher die Prinzipale, das waren vornehme Kaufleute.
Früher war auf dieser Straße ein Markt. Deshalb heißt die Straße auch Prinzipalmarkt. An dieser Straße stehen viele schöne alte Häuser. Die meisten Häuser sind schon sehr alt. Auch die Straße ist schon 100 Jahre alt.

Fast alle Häuser wurden im 2. Weltkrieg vor 60 Jahren zerstört. Nach dem Krieg wurden sie wieder so wie früher aufgebaut. Heute sind viele Geschäfte dort.Gehen Sie rechts Richtung Kirche, dann sehen Sie rechts das Rathaus.

 

Das Rathaus

Das Rathaus wurde vor langer Zeit gebaut. Das war vor 670 Jahren. Vor über 450 Jahren wurde dort der Westfälische Friede geschlossen. Vorher hatte es 30 Jahre lang einen schrecklichen Krieg zwischen vielen Ländern in Europa gegeben. Dieser Krieg heißt 30-jähriger Krieg. Schließlich kamen aus allen diesen Ländern Könige und Boten, um miteinander zu reden. Sie machten in einem Saal im Rathaus einen Friedensvertrag und unterschrieben alle. Der Saal heißt jetzt Friedenssaal. Dort hängen die Bilder von allen Königen und Boten, die den Frieden gemacht haben.

Auch das Rathaus wurde im 2. Weltkieg durch Bomben zerstört. Nach dem Krieg wurde es wieder so aufgebaut, wie es vorher aussah. Jetzt tagt der Stadtrat im Rathaus und manchmal gibt es dort Konzerte oder Tagungen. Das Haus mit dem Balkon neben dem Rathaus ist das Stadtweinhaus. Dort lagerte früher der Wein für den Stadtrat im Keller.

 

Vom Rathaus zum Dom

Sie stehen mit dem Rücken zum Rathaus und sehen genau in einen kurzen Fußgängerweg. Gehen Sie diese Straße entlang zu einem großen Platz. Das ist der Domplatz. Dort steht der Dom von Münster.

 

Wo jetzt der Dom steht, sind vor über 1200 Jahren die ersten Häuser gebaut worden. So lange wohnen schon Menschen in Münster.

 

Am Mittwoch und Samstag ist auf dem Platz ein großer Wochenmarkt. Dort können Sie Obst und Gemüse kaufen, Brot, Wurst und Käse und Blumen.

 

Im Dom gibt es im Gang hinter dem Altartisch eine sehr alte Uhr. Diese Uhr zeigt nicht nur die Stunden an, sondern auch die Tage und Jahre. An der Wand über der Uhr ist ein kleines Brett.

Auf diesem Brett gehen einmal am Tag 3 kleine Figuren lang. Das sollen die 3 Heiligen Könige sein. Von Montag bis Samstag können Sie die Figuren mittags um 12 Uhr ansehen.
Am Sonntag können Sie die Figuren um 12.30 Uhr nach dem Gottesdienst sehen.

 

Vom Rathaus zur Lambertikirche

Gehen Sie wieder zurück zum Rathaus.

Am Anfang der Fußgängerstraße steht auf der linken Seite ein Modell der Altstadt von Münster. Daran können Sie genau sehen, wie die Altstadt von Münster gebaut ist. Blinde Menschen können die Häuser und den Dom fühlen. Auf vielen Häusern steht in Blindenschrift, was es für ein Haus ist.

 

Kurz vor dem Rathaus hängt an einem Haus auf der rechten Seite noch eine Tafel für blinde Menschen. Auf der Tafel können Sie das Rathaus sehen und fühlen.

 

Jetzt gehen Sie auf dem Prinzipalmarkt links entlang bis zu der großen Kirche. Sie heißt Lambertikirche.
Oben an der Kirche sehen Sie 3 Käfige. Dazu gibt es eine Geschichte.

Vor sehr langer Zeit waren hier alle Menschen katholisch. Vor 500 Jahren protestierten ein paar Leute gegen den Papst und die Pfarrer. Diese Leute nannte man Protestanten. In Münster gründeten einige Männer eine eigene Regierung für Münster. Sie kämpften gegen den katholischen Bischof und seine Leute.

 

Aber am Schluss siegte der Bischof und die Anführer wurden verurteilt und getötet. Ihre toten Körper steckten die Sieger in die Käfige. Die Leichen hingen an der Kirche, bis nichts mehr von ihnen übrig war. Die Leute sollten sie sehen und der katholischen Kirche treu bleiben.

Die Kirche hat eine schöne Orgel. Manchmal gibt es dort Konzerte.

 

Von der Lambertikirche zum Bahnhof

Kurz vor der Kirche beginnt rechts eine zweite Fußgängerstraße. Sie heißt Salzstraße.

 

 

Salz war früher ein teures Gewürz, das es nicht überall gab. Händler mussten mit dem Salz weit fahren. Die Salzstraße ist ein kleines Stück von dem alten Weg.

 

Gehen Sie diese Straße entlang. Wo der Platz vor der Kirche zu Ende ist, steht wieder ein Modell der Stadt für blinde Menschen. Bummeln Sie immer gerade aus. Nach kurzer Zeit kommt auf der linken Seite eine schmale Straße.

Das ist die Bolandsgasse.

 

Dort ist ein kleiner Imbissstand.

Da kann man ganz leckere Hot Dogs essen. Dafür ist der Stand berühmt.

In der Salzstraße gibt es interessante Läden, Cafés und noch eine alte Kirche. Bummeln Sie immer gerade aus. Manchmal ist die Straße so breit wie ein kleiner Platz und Sie können sich auf einer Bank oder vor einem Café ausruhen.

 

Der Erbdrostenhof

Nach einer Weile sehen Sie rechts ein kleines Schloss. Das Schloss heißt Erbdrostenhof.

Ein reicher Mann hat es vor 250 Jahren für sich bauen lassen. Im Winter hat er mit seiner Familie dort gewohnt, für den Sommer hatte er ein Wasserschloss. Heute werden in dem Schloss manchmal Konzerte veranstaltet.

 

Wenn Sie ein kleines Stück weiter gehen, sehen Sie links das Stadtmuseum.

Im Stadtmuseum gibt es Ausstellungen über die Stadt Münster. Sie können dort sehen, wie die Stadt entstanden und gewachsen ist.

 

Hier hört die Fußgängerstraße auf. Sie gehen noch ein kleines Stück in der gleichen Richtung weiter.
Rechts sehen Sie das 4. Modell der Innenstadt für blinde Menschen.

 

Gehen Sie weiter, bis zu einer Straße mit vielen Bäumen. In der Mitte fahren die Fahrradfahrer, am Rand gehen die Fußgänger. Diese Straße gehen Sie rechts entlang bis zur nächsten Kreuzung.

 

Hier gehen Sie links. Sie sind wieder am Lackmuseum angekommen. Jetzt gehen Sie immer gerade aus, und Sie sind am Bahnhof.

 
 

zurück zu den aktuellen Projekten
nach oben
© 2005 Zugvogel e.V.
Autorinnen: Faust, Kirsten / Holtz, Gisela
Layout und Webdesign Christian Reuter