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"Bares für Beratung"
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Selbsterfahrungsgruppe für junge Frauen Selbsterfahrungsgruppen für Mädchen und junge Frauen gibt es für die Altersgruppen
Die Gruppen sind als Halbjahresgruppen mit 15 bis 20 Gruppensitzungen konzipiert, die wöchentlich für zwei Stunden unter Anleitung von ein oder zwei Mitarbeiterinnen stattfinden. Methodisch arbeiten wir in dieser Gruppe themenbezogen, erlebnisorientiert und psychodramatisch. Zum Anfang und Abschluss einer jeder Gruppensitzung findet eine "Blitzlichtrunde" statt: Reihum kann jede kurz erzählen, was sie bewegt, was sie beschäftigt, welche Themen für sie heute wichtig sind. Alle Themen, die sie betreffen, können angesprochen werden. Z.B. Probleme mit FreundInnen, Sexualität, den Eltern, in der Schule, im Beruf etc. Gemeinsam entscheiden wir, welche junge Frau heute zu ihrem Thema arbeiten möchte, oder wir schlagen ein Gruppenthema vor. Zu dem jeweiligen Thema machen wir eine Erwärmungsübung. Eine Erwärmungsübung kann z.B. eine Phantasiereise oder eine Körperübung sein. Mit Hilfe des Psychodramas können erlebte Situationen wieder aktiviert und verändert werden. Die psychischen und physischen Grenzen der jungen Frauen zu wahren ist ein wesentlicher Punkt in der Gruppenarbeit. Im Rollenspiel können sie zum einen ausprobieren, wo ihre persönliche Grenze in der jeweiligen Situation ist und zum anderen die persönliche Grenze mit Unterstützung der anderen jungen Frauen verteidigen und ausprobieren, "NEIN" zu sagen. Dazu gehört auch die Erfahrung, untereinander "NEIN" sagen zu dürfen. Ziel unserer Gruppenarbeit ist die Stärkung der weiblichen Subjektivität. Wir unterstützen die Mädchen und jungen Frauen in ihrem Wunsch, selbstbestimmt zu leben, sich selbst zu entwickeln, zu erkennen und die Gefühle, die sie mit den sexualisierten Gewalterfahrungen verbinden zu äußern und zu bearbeiten. Die Gruppe hebt das Gefühl der Isolation jeder einzelnen jungen Frau auf: mit ihren traumatischen Erfahrungen allein zu sein; die Einzige zu sein, der "so etwas" passiert ist. Sie können lernen, sich in ihren Wünschen und Zielen gegenseitig zu unterstützen. Ein wesentliches Ziel ist auch die Auseinandersetzung mit den sozialen Folgen, die die sexualisierte Gewalt mit sich gebracht hat. Durch die wechselseitige Interaktion und gemeinsamen Austausch in der Gruppe finden die Teilnehmerinnen Unterstützung, die sexualisierten Gewalterfahrungen als Teil des eigenen Lebens in den jetzigen Lebensentwurf zu integrieren. Sie haben dadurch die Möglichkeit, sich neuen positiven Erfahrungen in der Beziehung zu sich selbst und anderen Menschen zu öffnen. Besonders für diese Altersgruppe haben der Austausch in der Gruppe und die Erfahrung, trotz des Erlebten dazuzugehören, einen hohen Stellenwert. Besonders wichtig ist uns dabei, die Mädchen und jungen Frauen in ihrer gesamten Persönlichkeit zu akzeptieren, um sie aus ihrem Erleben vom "Anderssein" herauszuholen. Die Folgen der sexualisierten Übergriffe verstehen wir als Widerstandsformen, Überlebensstrategien und Stärken, die die Mädchen (und Jungen) entwickeln mussten, um weiterzuleben. Für die psychotherapeutische Begleitung bedeutet dies, sie in ihrem gesamten Lebenskontext zu berücksichtigen und zu unterstützen. Themenschwerpunkte:
Teilnehmen können an dieser Gruppe junge Frauen, die therapeutische
Vorerfahrung haben und die die Gruppe nicht als erstes und einziges Hilfsangebot
wahrnehmen. Vor Beginn der Gruppe findet ein Vorgespräch mit einer Beraterin,
die die Gruppe anleitet, statt. |