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Zartbitter Münster e.V.
Beratungsstelle gegen sexualisierte Gewalt
für Jugendliche ab 14 Jahren, Frauen und Männer

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AUSSTELLUNG

Innenwelten – Außenwelten –
eine experimentelle Auseinandersetzung mit sexualisierter Gewalt

Foto Gipsköpfe

Sexualisierte Gewalt hat kein Gesicht. Sie hat keine Gestalt, keine Worte. Sie hinterlässt meist keine sichtbaren Spuren. Sexualisierte Gewalt findet im Verborgenen statt.
Im Erleben und Erinnern hingegen hinterlässt sie Spuren, die das ganze Leben beeinträchtigen, es verändern, es manchmal unerträglich machen können. Diesen Spuren aus den Lebens- und Gefühlswelten von Mädchen und jungen Frauen, die in ihrer Kindheit sexualisierte Gewalt erleben mussten, haben junge Frauen einen Ausdruck, eine Form gegeben, indem sie ihre eigenen Erfahrungen künstlerisch verarbeitet haben.
Unter dem Titel "Innenwelten – Außenwelten – eine experimentelle Auseinandersetzung mit sexualisierter Gewalt" waren von Oktober 2002 bis Januar 2003 im Rahmen der Ausstellung "Demoisellen, Wichter, coole Girls" im Stadtmuseum Münster Fragmente aus Lebens- und Gefühlswelten betroffener Mädchen und junger Frauen zu sehen.
Diese sehr persönliche Darstellung des Erlebten wurde von Mädchen und jungen Frauen gestaltet, die bei der Beratungsstelle Zartbitter Münster e.V. in Beratung, Prozessbegleitung oder Gruppentherapie waren und sich dort kennen gelernt haben. In Kooperation mit dem Jugendausbildungsbildungszentrum JAZ GmbH ist ein Ausstellungsprojekt entstanden, in dem die Mädchen und jungen Frauen einem breiten Publikum gegenüber ihre Innenwelten in eindrucksvoller Form sichtbar machen.
An mehreren Wochenenden und Abendterminen im Atelier des Jugendinformations- und Begegnungszentrum JIB sind nach und nach die einzelnen Exponate angefertigt worden. Sie sind das Ergebnis des individuellen Erlebens und der Auseinandersetzung mit sexualisierten Gewalterfahrungen auf einer persönlichen Ebene, verbunden mit unterschiedlichen Gefühlen. Wut, Einsamkeit, Angst, Trauer, Zerrissenheit und auch Lebendigkeit und Humor zeigen sich in vielfältiger Weise auf großen Papierbahnen. Diese bilden in Form eines von der Decke hängenden Vierecks eine fast undurchsichtige unüberwindbare Mauer, die aber dennoch an einigen durchbrochenen Stellen den Blick freigibt auf eine auf dem Boden liegende Skulptur aus weißen – fast gesichtslosen – Puppenköpfen. Diese wiederum sind von großen Körperbildern im Innern des Mauerrings umgeben.
Den Mädchen und jungen Frauen ist es gelungen, sexualisierter Gewalt ein Gesicht zu geben und so bei den Besucherinnen und Besuchern einen Eindruck zu hinterlassen, der beschäftigt, bewegt und einen undramatischen und unspektakulären Zugang zur Auseinandersetzung mit sexualisierter Gewalt in unserer Gesellschaft bietet.

Durch Klicken auf die Fotos können Sie diese vergrößert sehen.

 

Foto Puppenköpfe Foto verrueckt Foto ich wand Foto Gesicht

Foto Gesicht mit Körper

Foto Figur und Blumen Foto Banner

Foto Angst Foto Angst vor Frausein

Foto Hände und Scheren Foto Farbspirale Foto Feuerkopf

Foto Feuerkopf und Körper