{"id":15,"date":"2018-06-11T21:19:36","date_gmt":"2018-06-11T19:19:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.muenster.org\/wolbeckentdecken\/geschichte\/"},"modified":"2021-12-10T15:56:34","modified_gmt":"2021-12-10T14:56:34","slug":"geschichte","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.muenster.org\/wolbeckentdecken\/geschichte\/","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"<div class=\"ttr_Geschichte_html_row0 row\">\n<div class=\"post_column col-lg-12 col-md-6 col-sm-6 col-xs-12\">\n<div class=\"ttr_Geschichte_html_column00\">\n<div style=\"height:0px;width:0px;overflow:hidden;-webkit-margin-top-collapse: separate;\"><\/div>\n<div class=\"html_content\">\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\"><span style=\"font-size:1.714em;\">Geschichte<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\"><span style=\"font-weight:700;font-size:1.143em;\">Wigbold Wolbeck im Verlauf der Jahrhunderte<\/span><\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\"><span style=\"font-weight:700;\">13. Jahrhundert<\/span><\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\">In der ersten H\u00e4lfte des 13. Jahrhunderts errichtet Bischof Ludolf von Holte am Zusammenfluss von Angel und Piepenbach auf einem k\u00fcnstlich aufgesch\u00fctteten H\u00fcgel, heute Tripps H\u00fcgel genannt, eine feste Burg, die ihm als St\u00fctzpunkt und Zufluchtsort gegen den unbotm\u00e4\u00dfigen Stiftsadel dienen soll.<\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\">Mit der Burg \u2013 es handelt sich zun\u00e4chst nur um einen Wohnturm mit entsprechender Befestigung &#8211; entsteht die Siedlung Waltbeke, die als Residenzort schnell an Bedeutung gewinnt und deshalb von den nachfolgenden Bisch\u00f6fen mit Privilegien ausgestattet wird, die Stadtrechten entsprechen. <\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\">So k\u00f6nnen Eigenh\u00f6rige, die sich der Macht ihrer Herren entziehen, nach 1 Jahr, 6 Wochen und 3 Tagen von der Leibeigenschaft befreit werden.<\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\">Noch vor Erteilung der Wigboldrechte entsteht eine Pfarrei mit Kirche.<\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\"><span style=\"font-weight:700;\">14. Jahrhundert<\/span><\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\">In einer Urkunde aus dem Jahr 1310 erscheint erstmals die Bezeichnung Wigbold. Aus diesem Jahr stammt auch das \u00e4lteste Wolbecker Siegel.<\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\">Bischof Florenz von Wewelinghofen l\u00e4sst ab Mitte des 14. Jahrhunderts die Burg erweitern und die Befestigung verbessern. Auch wird das Wigbold, wo es nicht den nat\u00fcrlichen Schutz der Angel hat, mit Wall und Gr\u00e4ben befestigt. Der Ort erh\u00e4lt drei Stadttore und die Gruetpoarte, der Zugang zur Burg. <\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\"><span style=\"font-weight:700;\">15. Jahrhundert<\/span><\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\">Obwohl w\u00e4hrend der m\u00fcnsterschen Stiftsfehde (1450-1456) Wolbeck zum Schauplatz des Kampfes zwischen dem residierenden Graf von Hoya und seinem Gegner Bischof Walram Graf von M\u00f6rs wird, ist es f\u00fcr Wolbeck ein Jahrhundert ohne gro\u00dfe Ereignisse.<\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\"><span style=\"font-weight:700;\">16. Jahrhundert<\/span><\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\">In diesem Jahrhundert pr\u00e4gt die unruhige Regentschaft des F\u00fcrstbischofs Franz von Waldeck das Leben in Wolbeck, vor allem als die Wiedert\u00e4ufer 1534 die Macht an sich rei\u00dfen. Den Befehl \u00fcber bisch\u00f6fliche Truppen, denen auch Wolbecker angeh\u00f6ren, \u00fcbernimmt der Droste Dirk von Merveldt. Franz von Waldeck wohnt auf der Wolbecker Burg. Der Ort wird zum Hauptmagazin der Belagerungstruppen. <\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\">Die sch\u00f6ne Friesin Hille Feiken fasst den Plan, in Wolbeck den Bischof mit einem vergifteten Hemd umzubringen. Sie wird gefasst und enthauptet.<\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\">Bei der Eroberung der Stadt M\u00fcnster 1536 zeichnen sich vor allem Mitglieder der Wolbecker Nicolai- und Achatiibruderschaften, die den Umgang mit der Waffe gelernt haben, durch besondere Tapferkeit aus. <\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\">Der Droste Dirk von Merveldt und seine Frau Dr\u00fcke von Nagel bauen einen neuen Burgmannshof, n\u00e4mlich unser Wahrzeichen, den noch heute vorhandenen Drostenhof.<\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\">Ende des 16. Jahrhunderts wird auf Grund des spanisch-niederl\u00e4ndischen Krieges Wolbeck mehrfach von den Truppen (die wilden Geusen) des holl\u00e4ndischen Grafen von Eberstein \u00fcberfallen. Der Ort wird vollst\u00e4ndig ausgepl\u00fcndert und muss, wie auch andere Stiftsst\u00e4dte, zu den hohen finanziellen Forderungen der Spanier beitragen.<\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\"><span style=\"font-weight:700;\">17. Jahrhundert<\/span><\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\">Von Schlachten und Pl\u00fcnderungen w\u00e4hrend des 30j\u00e4hrigen Krieges wird Wolbeck verschont, weil Heerf\u00fchrer auf der Burg Wolbeck Quartier machen. Die schlecht besoldeten Kriegsknechte dieser \u201eSchutzmacht\u201c nehmen jedoch was sie brauchen. Auch hat die Wolbecker Bev\u00f6lkerung f\u00fcr den Unterhalt der Heere zu sorgen.<\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\">Furchtbare Folgen hinterl\u00e4sst die von Soldaten eingeschleppte Pest (1635-1636). Die Toten werden, um Ansteckungen zu vermeiden, auf einer Wiese am Kellingholt beigesetzt.<\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\">1662 vernichtet ein Gro\u00dffeuer 40 H\u00e4user des Wigbolds, darunter auch das Kirchendach und das Pfarrhaus und mit ihm das gesamte Kirchenarchiv. <\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\">F\u00fcrstbischof Christoph Bernhard von Galen l\u00e4sst die f\u00fcrstbisch\u00f6fliche Burg, die als Festung an Bedeutung verloren hatte, zu einem wohnlichen Schloss umbauen.<\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\"><span style=\"font-weight:700;\">18. Jahrhundert<\/span><\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\">1712 erbaut F\u00fcrstbischof Franz Arnold von Wolff- Metternich zu Gracht das Jagdschl\u00f6sschen im Tiergarten. Sein Nachfolger, Clemens August von Bayern, gestaltete den Tiergarten um und l\u00e4sst die vorhandenen Einfriedigungen verst\u00e4rken und erweitern. <\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\">Im siebenj\u00e4hrigen Krieg (1756 \u2013 1763) hat Wolbeck f\u00fcr viele Einquartierungen hohe Kontributionen (Unterhalt der Besatzungstruppen) und sonstige Kriegslasten zu zahlen und wird in K\u00e4mpfe verwickelt. 1761 wird das f\u00fcrstbisch\u00f6fliche Schloss durch Beschuss stark gesch\u00e4digt, so dass es 1767 &#8211; bis auf den Burgturm &#8211; abgebrochen wird. Wolbeck ger\u00e4t in starke finanzielle Bedr\u00e4ngnis, so dass sogar die Stadtw\u00e4lle verkauft werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\"><span style=\"font-weight:700;\">19. Jahrhundert<\/span><\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\">Mit der S\u00e4kularisation endet f\u00fcr die Wolbecker das \u201eLeben unterm Krummstab\u201c. Der preu\u00dfische General Bl\u00fccher h\u00e4lt sich oft in Wolbeck auf und sorgt mit seinen Offizieren daf\u00fcr, dass der reiche Wildbestand des Tiergartens ganz vernichtet wird. <\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\">Nach den Preu\u00dfen kommen die Franzosen und danach wieder die Preu\u00dfen, die die Chausseen ausbauten. Im Zuge der Preu\u00dfischen Verwaltungsneuordnung wird das Amt Wolbeck gegr\u00fcndet.<\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\">1893 er\u00f6ffnet Sanit\u00e4tsrat Dr. Wilhelm Lackmann seine Wasserheilanstalt.<\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\"><span style=\"font-weight:700;\">20. Jahrhundert<\/span><\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\">1903 bekommt Wolbeck einen Eisenbahnanschluss. 1923 erfolgt der Bau des Amtsgeb\u00e4udes. Aber Wolbeck bleibt in der Entwicklung zur\u00fcck. Dies \u00e4ndert sich erst nach dem 2. Weltkrieg. Es setzt eine starke Siedlungst\u00e4tigkeit ein. Die Bev\u00f6lkerung steigt \u00fcberdurchschnittlich.<\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\">Zahnarzt Dr. Peters \u2013 genannt PEWO &#8211; gr\u00fcndet die ZIBOMO-Gesellschaft und den Ziegenbocksmontagszug. <\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\">Mit dem 1.1.1975 verliert Wolbeck seine politische Selbstst\u00e4ndigkeit und wird ein Stadtteil von M\u00fcnster.<\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\">Zusammengestellt im Jahr 2011<\/p>\n<p style=\"margin:0.14em 0em 0em 0.57em;\">von Alfons Gernholt<\/p>\n<\/div>\n<div style=\"height:0px;width:0px;overflow:hidden;-webkit-margin-top-collapse: separate;\"><\/div>\n<div style=\"clear:both;\"><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"clearfix visible-lg-block visible-xs-block\">\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Geschichte &nbsp; Wigbold Wolbeck im Verlauf der Jahrhunderte &nbsp; &nbsp; 13. 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