Wie funktioniert´s?

  • Bei „Wohnen für Hilfe“ wird die Kaltmiete statt mit Geld mit Arbeitsstunden bezahlt.

    Faustregel: pro Quadratmeter Wohnfläche eine Stunde Hilfe pro Monat

  • Welche Hilfeleistungen im Einzelnen erbracht werden sollen, wird bei dieser Wohnpartnerschaft nach den Anforderungen des Eigentümers und der Bereitschaft des Wohnungsnehmers individuell vereinbart.
  • Es wird zwischen beiden ein Wohnpartnerschaftsvertrag geschlossen, der um die Vereinbarung der Hilfeleistungen, einschließlich der Regeln für Urlaub, Krankheit u. Ä, ergänzt wird.
  • Alle Nebenkosten für, Heizung, Strom, Mülltonne, etc. werden wie bei jedem Mietverhältnis abgerechnet.

 

Verantwortungsvolles Miteinander

Keine Frage, ein so nahes Miteinander erfordert mehr als einen korrekten Vertrag. Das Ehepaar Stroot, verantwortlich für das Projekt „Wohnen für Hilfe“, besucht den Eigentümer in seinem Haus und führt ein ausführliches Gespräch mit ihm, kennen auch die jungen Menschen persönlich und sorgen dafür, dass es zu einer ersten Begegnung zwischen den Parteien kommt. Dabei wird über alles in aller Offenheit gesprochen, damit Sympathie und vor allem Vertrauen entstehen können. So ist die nötige Sorgfalt bei der Vermittlung der Wohnpartner garantiert.

Ob Jung oder Alt, – wer sich für eine Wohnpartnerschaft interessiert, bekommt einen Bewerbungsbogen. Darin können potenzielle Interessenten Wünsche, Vorlieben und Tabus benennen. Ob Rauchen, Haustiere, Küchennutzung, Fahrradstellplatz bis zur Frage, ob die Freundin / der Freund auch über Nacht bleiben darf – viele Fragen werden so schon vorab geklärt. Und natürlich werden die gewünschten Hilfeleistungen benannt. Beim Ausfüllen des Fragebogens ist das Ehepaar Stroot gern behilflich.

Interessenten bekommen Informationen und Beratung. Gern werden Sie auch nach Abschluss des Vertrags begleitet. Dabei sind Diskretion und Datenschutz selbstverständlich.

 

Alle profitieren

,,Wohnen für Hilfe“ kommt ursprünglich aus England. Mittlerweile ist das Projekt in über 10 Universitätsstädten Deutschlands eingeführt worden. In Münster sind die Bedingungen für Wohnpartnerschaften zwischen Jung und Alt ideal:

  • In Münster leben manche Seniorinnen und Senioren in geräumigen Wohnungen oder Häusern häufig allein.
  • Sie benötigen Hilfe im Haus und Garten, möchten Gesellschaft und Sicherheit.
  • Münster ist eine der größten Universitätsstädte Deutschlands.
  • Bezahlbarer Wohnraum für Studierende ist knapp und einige sind auf preiswerten Wohnraum angewiesen.

„Wohnen für Hilfe“ macht das Beste aus solchen Voraussetzungen. Begegnung von Jung und Alt, Toleranz der Generationen, Verständnis und Solidarität werden hier gelebter Alltag – ohne große Worte. „Wohnen für Hilfe“ ist eine ideale Alternative zu den bekannten Möglichkeiten des Wohnungsmarktes und bringt insbesondere alte und junge Menschen zusammen. Aber auch weitere Personengruppen sind herzlich willkommen.