Chronik

Auftritte
(Auswahl)

Traditionelles Weihnachtskonzert
jährlich am 2. Weihnachtstag
St. Lamberti, Münster
2017

2013

Geistliche Chormusik aus drei Jahrhunderten
Clemenskirche Münster

Traumklänge zur Nacht
Apostelkirche Münster

2012 Konzerte
in Newport, Totland (isle of wight),
West Wittering (England)
2011 Geistliches Chorkonzert
Apostelkirche Münster
2010 Internationales Orgelfestival Westfalen-Lippe
Chor- und Orgelkonzert zur Eröffnung, Rheda-Wiedenbrück
2008 Jubiläumskonzert – Apostelkirche Münster
E. Hovland „Saul“, K. Nystedt  „Three motets „, sowie Werke von H. Purcell und X. Busto
Internationales Orgelfestival Westfalen-Lippe Reinoldikirche Dortmund
2007 Weihnachtskonzert – St. Lamberti Münster
Mit T.A. Nowak (Orgel)
2006 Konzert im Konzertsaal der Freien Waldorfschule Münster
B. Britten aus „Five Flower Songs“, E. Rautavaara „Lorca-Suite“, P. Patterson „Time Piece“ u.a.
„Stimmungen“  Fürstensaal Schloss Ahaus
G. Petrassi aus „Nonsense“, J. Mäntyjärvi „Die Stimme des Kindes“, B. Britten aus „Five Flower Songs“, E. Rautavaara „Lorca-Suite“, P. Patterson „Time Piece“ u.a.
2005 Festival „Kunstflecken“ – Lokschuppen Neumünster
J. Brahms „Drei Gesänge op. 42“ und „Fünf Gesänge op. 104“, W. Stenhammar „Tre kärvisor“, F. Poulenc aus „Sept chansons“, E. Rautavaara „Erste Elgieâ“ u.a.
„Voci e strumenti“ – Martin-Luther-Kirche Hamm
Mit Mäander-Sinfonietta in Westfalen K. Nystedt „O crux“ , „Peace I leave with you“, A. Bruckner „Os justi“, „Ave Mariaâ“, „Locus iste“, S. Barber „Agnus Dei“ u.a.
Konzert Friedenskapelle Münster
2004 Festival „Klang Zeit Münster“  Überwasserkirche Münster
Bronius Kutavicius „The Gates of Jerusalem“
Georg Poplutz (Tenor), St. Christopher Chamber Orchestra Vinius, Ltg. Donatas Katkus
Konzertreise Finnland
Konzerte in Savonlinna, Mikkeli, Kuopio und Imatra

A. Bruckner „Os justi“, „Locus iste“, F. Poulenc „Gloria“ (Messe G. Dur), F. Martin „Sanctus (Messe für 2 Chöre), R.V. Williams „Three Shakespeare Songs“, M. Reger „Es waren zwei Königskinder“ u.a.
Internationales Orgelfestival Westfalen-Lippe
Altstädter Nikolaikirche Bielefeld

Mit Naji Hakim, Frankreich (Orgel)
A. Bruckner „Os justi“, „Locus iste“, K. Nystedt „O crux“ „Immortal Bach““peace I leave with you“, F. Poulenc „Gloria“ (Messe G. Dur), F. Martin „Sanctus (Messe für 2 Chöre), S. Barber „Agnus Dei“ u.a.
2003 (T)raumklang  Überwasserkirche Münster Jubiläumskonzert
R.V. Williams „Three Shakespeare Songs“, A. Knaifel „Mildes Licht“), S. Barber „Agnus Dei“, T. Jennefeldt „Warning to the rich“, M. Schafer „Gamelan“, G. Verdi „Pater noster“, u.a.
2002 Festkonzert  Eutiner Schlossterrassen
B. Bartok „Vier slowakische Volkslieder“, J. Brahms „Drei Gesänge op. 42“, Petersen-Berger „Juninatt“ „Stemning“, E. Grieg „Vären“, D. Wikander „Kung Liljekonvalje“ u.a.
W. A. Mozart,  Messe in c-moll
Konzerthaus Dortmund

Amadeus-Kammerorchester, Ltg. Felix Reimann
2001 Konzertreise Toscana
Konzerte in Siena und Guardistallo

J.S.Bach „Singet dem Herrn ein neues Lied“, A. Scarlatti „Exultate Deo“, F. Martin „Sactus“ (Messe für 2 Chöre), S. Barber „The Coolin“, E. Elgar „Love´s tempest“, F. Delius „On Craig Ddu“ u.a.
2000 Festival „Mystik und Maschine“ Münster,
Überwasserkirche Münster

Mit Christof Schläger (Geräuschgestaltenorchester), Annette Kleine (Sopran), Andreas Wickel (Orgel), Klaus Kleffner (Schlagzeug)
A. Knaifel „Mildes Licht“, A. Pärt „De profundis“, „Magnificat“, „The Beatitudes“
Chorkonzert zum Mittsommer
Konzertsaal der Freien Waldorfschule Münster

F. Poulenc „Chansons francaise“, H. Alfän „Aftonen“, W. Peterson-Berger „I fyrreskoven“ „Juninatt“, „Stemning“, C.V. Stanford „The blue bird“ Z. Kodily „Este“ u.a.
Konzert Christ Church, Totland/Isle of Wight
Q. Gasparini „Adoramus te“, K. Nystedt „Immortal Bach“, M. Reger „Unser lieben Frauen Traum“, „Nachtlied“, A. Pärt „Magnificat“, T. Kverno „Ave maris stella“ u.a.
1999 Konzertreise Prag, Krakau, Berlin
J.S. Bach „Der Geist hilft unsrer Schwachheit auf“, J. Brahms „Warum ist das Licht gegeben“, M. Reger „Unser lieben Frauen Traum“, T. Kverno „Ave maris stella“, H. Badings“La complainte des aimés“, O. Olsson „Psalmus CXX“ u.a.
12. Iserlohner Orgel-Sommer
Johanneskirche Iserlohn

J.S. Bach „Der Geist hilft unsrer Schwachheit auf“, J. Brahms „Warum ist das Licht gegeben“, X. Busto „Salve Regina“, O. Messiaen „O sacrum convivium“, O. Olsson „Psalmus CXX“ u.a.
1998 Matinée Alter Hof Herding
Mit Hilko Dumno (Klavier)
H. Badings“ Trois chansons bretonnes“, P. Hindemith „Six chansons“, M. Reger „Abendlied“, G. Gastoldi „Amor vittorioso“, G. Rossini „I gondolieri“ u.a.
Konzertreise Californien/USA
Konzerte in San Francisco, Sonoma, Alameda, Carmel, Los Angeles, Palm Desert, San Diego

A. Scarlatti, „Exultate Deo“, J.S. Bach „Singet dem Herrn ein neues Lied“, M. Reger „Nachtlied“, R. Schumann „An die Sterne“, P. Hindemith „Six chancons“, V. Tormis „Sägismastikuud“, R. Mauersberger „Wie liegt die Stadt so wüst“u.a.
Westfälisches Musikfest
Ev. Universitätskirche
Liveübertragung des WDR

H. Schütz „Verleih uns Frieden gnädiglich“, H. Wolf „Letzte Bitte“, T. Jennefelt „O Domine“, H. von Herzogenberg „Selig sind, die da Leid tragen“ u.a.

 


Presse

Markus Föhrweißer war während des gesamten Konzerts ein souveräner Chorleiter. Mit sparsamen, aber intensiven Bewegungen übertrug er seine Interpretation auf seine Sänger und Sängerinnen, die mit musikalischem Gespür auf ihn eingingen……Die Sicherheit und Leichtigkeit des Chores in den vielfältigen Koloraturen, die immer geschmeidig gesungen wurden, die Durchsichtigkeit in der Fuge und eine breite Palette dynamischer Ausdruckskraft – das alles vereinigte sich zu einer bewunderungswürdigen Leistung…

…Saubere Einsätze, hohe Konzentration der Sänger und Sängerinnen, gute Intonationsreinheit und schönes Stimmregister waren selbstverständliche Beigaben zu einer beeindruckenden, enormen Dynamik, deren Wirkung sich wohl keiner der zahlreichen Konzertbesucher entziehen konnte…

…Töne wie Gold verströmte der Kammerchor allemal. Markus Föhrweißer hatte ihn wieder einmal auf höchstes stimmliches Niveau präpariert…


Weihnachtskonzert
St. Lamberti Münster, 26.12.2013

„Am Ende sangen Chor und Zuhörer gemeinsam ‚Stille Nacht‘, begleitet von der Orgel. Viel Beifall und eine Zugabe beendeten das gelungene Konzert. Der Westfälische Kammerchor und sein Leiter Markus Föhrweißer feierten am zweiten Weihnachtstag in der Lambertikirche ihr Weihnachtskonzert vor sozusagen ausverkauftem Haus. Chorlieder und Orgelimprovisationen Tomasz Adam Nowaks wechselten einander ab. (…) Verdis ‚Pater noster‘ überzeugte im ruhigen Tempo. ‚Vom Himmel hoch‘ in der Fassung von Max Reger gefiel mit kräftigem Cantus Firmus über polyphonen Mittelstimmen.“

Heike Eickhoff, Westfälische Nachrichten, 27.12.2013

 

(T)Raumklänge zur Nacht
Apostelkirche Münster, 15.6.2013

„…Stücke, die sich thematisch und musikalisch in die Welt des Schlummers begaben und die teils noch nie in Münster erklungen waren. Und wer den Westfälischen Kammerchor und seinen Leiter Markus Föhrweißer kennt, durfte sicher sein, dass diese Musik mit viel Farbe und Feinschliff daherkommen würde…. Wenn der Schwede Hugo Alfvén (1872-1960) den „Abend“ (Aftonen) begrüßt, so tut er dies mit träumerisch dahingesummten Vokalen (…), die die wunderbare Piano-Kultur des Chores sofort vor Ohren führen. Viele der Chorstücke verhauchen mit zarten Pianissimi – und bei Wilhelm Peterson-Berger zwitschern sogar einige Vögel vor den Fenstern mit hinein. Beinahe wirkte das Konzert wie ein Wettstreit um den schönsten Pianissimo-Schluss: Jaakko Mäntyjärvi würtzt sein Stück „Die Stimme des Kindes“ mit schmusebärtigem Bassfundament (und ein solches hat der Chor eben auch, was nicht selbstverständlich ist!).“

Arndt Zinkant, Westfälische Nachrichten, 17.6.2013

Weihnachtskonzert
St. Lamberti Münster, 26.12.2008
„Das seit nunmehr über dreißig Jahren bestehende Ensemble kultiviert einen Chorklang, der seinesgleichen sucht. Hochkonzentriert zelebrierte das Ensemble hohe Chorkunst. Feinste gestalterische Nuancen der Stimmführung wurden von den Sängern und Sängerinnen auf eine nahezu atemberaubende Weise umgesetzt. Max Reger ist gewiss kein Komponist, der es den Ausführenden seiner Werke leicht macht. Umso erstaunlicher, mit welcher Leichtigkeit der Westfälische Kammerchor die anspruchsvollen Sätze „Unser lieben Frauen Traum „ und „Vom Himmel hoch da komm ich her“ des bayrischen Komponisten interpretierte. Dass die Textverständlichkeit auch in komplexesten Passagen nicht untergeht, dass die Intensität des homogenen Vokalklangs auch im Pianissimo durchgehalten wird, weist den Westfälischen Kammerchor als ein absolutes Spitzenensemble aus.“

Stefan Herkenrath, Westfälische Nachrichten, 29.1.2008


Concerto Grosso
Apostelkirche Münster, 18.10.2008

„Markus Föhrweißer, der den Kammerchor 1978 gründete, zeigte sich erneut als feinsinniger Klang-Modellierer… Wunderbar wie dieser Chor Bögen phrasiert, ein inniges Pianissimo verhaucht.“

Arnd Zinkant, Westfälische Nachrichten, Oktober 2008

„In den Motetten von Knut Nystedt flüsterten Intervalle, Septimen und Sekunden, die als Vorkoster eine Dissonanz abschmecken: die Soprane glänzten mit blitzender Schärfe, Tenöre und Bässe zeigten sich flexibel und intonationssicher… Ovationen im restlos ausverkauften Haus!“

Günter Moseler, Münstersche Zeitung, Oktober 2008


Weihnachtskonzert
St. Lamberti Münster, 26.12.2007

„Jan P. Sweelincks ‚Heute wurde Christus geboren’ war ganz von gläubiger Zuversicht erfüllt, die vom Chor mit einem schwebenden ausgeglichenen Mischklang gesungen wurde. Die noble Eleganz des mit dunklen Konsonanten gefärbten ‚O Bethlehem, die kleine Stadt’ von Ralph Vaughan Williams realisierte der Chor in einem Schwebezustand vokaler Leichtigkeit und präziser Artikulation.“

Günter Moseler, Münstersche Zeitung, 29.1.2007

Stimmungen
Schloss Ahaus, 23.11.2006

„Ein Aushängeschild dieses semi-professionellen A Cappella Chores ist neben der absoluten Intonationssicherheit das ungeheuer dynamische Klangspektrum, die nuancierte geschlossene Agogik und Artikulation, sowie der homogene Chorklang, der besonders im ersten Sopran einen wunderbaren Stimmglanz besitzt. Diese Einheit im Klangkörper, gepaart mit einer abgerundeten Interpretation zeugt von minutiöser zutiefst musikalischer Probenarbeit… Ein niveauvolles Konzert, das in dieser Qualität seinsgleichen sucht.“

Ursula van der Linde-Bancken, Münsterland Zeitung, 26.8.2006


Konzert
Friedenskapelle Münster, 23.10.2005

„Mit allen Mittel der Textausdeutung verstand es der Kammerchor auch, die Lyrik der fünf Gesänge aus Brahms’ op. 104 zu interpretieren… Vollends abgerundeten Flächenklang bot dagegen der ‚September’ aus Wilhelm Stenhammars „Tre Körvisor’, der schließlich wie ein säuselnder Abendwind dezent ausklang, ohne dass darunter die durchweg saubere Intonation gelitten hätte.“

Burkhard Schmitt, Münstersche Zeitung, 26.10.2005

„Die King’s Singers gelten als Könige des A-cappella-Gesangs. Ist ein Werk extra für sie komponiert, bedeutet dies in der Regel höchste Anforderungen an die Aufführenden. Leiter Markus Föhrweißer hat das ‚Time Piece’ von Paul Patterson ausgesucht… Ein humoristisches Stück und unzweifelhaft der Konzerthöhepunkt. Der Chor lässt sich weder von Glissandi oder Clustern noch von einer wilden Uhrwerkfuge aus der Ruhe bringen. Kleine, hervorragend gesungene Soli und choreografische Einlagen runden diesen Vortrag ab.“

Nicolas Hellenkämer, Westfälische Nachrichten, 25.10.2005


Internationales Orgelfestival
Altstädter Nikolaikirche
Bielefeld, 12.6.2004
Der Westfälische Kammerchor … genießt einen Ruf über seine Heimatstadt hinaus, den er unter der Leitung von Markus Föhrweißer in einem Singen von souveränster Stimmschulung und konturenreicher, trennscharfer Klanggebung bestätigte. Herausragend drei herausfordernde Messesätze: Wobei man sich weniger mit Francis Poulencs neoklassizistisch funkelndem Gloria als mit Frank Martins sprechrhythmisch entgrenztem Sanctus aus Profichor-Terrain begab und imponierend bestand.

Michael Beughold, NW, 15.6.2004


(T)traumklang
Überwasserkirche Münster, 3.10.2003

„Zu seinem 25. Geburtstag wagt sich dieser Chor ganz weit vor in die entlegenen Regionen neutöniger Chorliteratur. Aber Föhrweißer weiß, was er seinem Jubilar zutrauen kann. Und der nahm in der rappelvollen Überwasserkirche selbst die größten lautmalerischen Herausforderungen mit Bravour an… Föhrweißers Chor war einfach gut drauf. Von Flüstertönen, über höhnisches Gelächter bis zu Glissandi – mit derlei höherem Akustik-Design glänzte dieser herausragende Klangkörper.“

Markus Küper, Westfälische Nachrichten, 6.10.2003

„Dieser Chor hat sich ein fachkundiges Publikum herangezogen, das ihm willig auch in abgelegene Winkel des Repertoires folgt. Schließlich weiß man auch, dass man bei diesem Chor als Hörer immer auf seine Kosten kommt: Avantgarde-Klänge verschrecken viel weniger, wenn sie in derart silbrigen Stimmglanz gehüllt werden, “

Stefan Heßbrüggen, Münstersche Zeitung 6.10.2003


Präsentation der CD „Deutsche Volkslieder“
Freie Waldorfschule, Münster-Gievenbeck
, 1.6.2003
„…Wer also glaubte, es würde schlicht und volkstümelnd, der war schief gewickelt. Zu erfahren, zu professionell ist der Westfälische Kammerchor als dass er gängige Klischees auch nur ansatzweise bestätigen würde. Markus Föhrweißer weiß: Bei dieser Musik steckt der Teufel im Detail. Und dabei muss man sie nicht einmal künstlich aufpeppen. A cappella, ohne Schnickschnack versenkte sich sein Chor in dieses Liedgut … Keine Schärfen, keine Spitzen – volltönig und in gewohnter Ausgewogenheit strömte der blitzsaubere Chorklang, der es selbst in den verhaltensten Piano-Registern von Brahms „Erlaube mir“ noch enorm farben- und facettenreich zu klingen versteht.“

Markus Küper, Westfälische Nachrichten 3.6.2003


Weihnachtskonzert
St. Lamberti Münster
, 26.12.2002
„Vokalmusik auf hohem Niveau praktiziert der Westfälische Kammerchor Münster. Da war es kein Wunder, dass die münstersche Lambertikirche am Mittwoch bis auf den letzten Platz gefüllt war. Auf dem musikalische Gabentisch, den das Ensemble unter der Leitung von Markus Föhrweißer dort ausbreitete, standen weniger traditionelle Weihnachtslieder, vielmehr anspruchsvolle Vokalmusik aus verschiedenen Stilepochen. Ein Konzert, das bei aller Besinnlichkeit frei von Kitsch war.“

Burkhard Schmitt , Westfälische Nachrichten 28.12.2002

 

Aufführung der Messe c-Moll von Mozart
Konzerthaus Dortmund
, 1.11.2002
„Die unvollendete Messe c-Moll KV 427 führt über den gottesdienstlichen Rahmen hinaus und bietet eindrucksvolle, schwierige Chorsätze, reizvolle Arien und einen ausgeprägten klangvollen Orchesterpart. Der Westfälische Kammerchor Münster (Einstudierung Markus Föhrweißer) erfüllte seine Aufgabe mit ausgeglichenem Gesamtklang, mit bestechend lockerer Fugentechnik und bisweilen explosiven Akzenten.

Westfälische Rundschau, 3.11.2002

Interview mit Markus Föhrweißer

Das Interview führte der Eutiner Journalist Hartmut Buhmann am 22. Oktober 2015.

Der Westfälische Kammerchor Münster, 1978 gegründet und seitdem von Markus Föhrweißer musikalisch geführt, tritt am 8. November ein letztes Mal unter seiner Leitung auf. In diesem Interview spricht Föhrweißer, der am 3. Oktober 65 Jahre alt wurde und im März 2016 auch seine Berufstätigkeit als Leiter der Kreismusikschule Ostholstein beenden wird, über seine Chorarbeit.

38 Jahre Chorleiter, über 400 Konzerte, diverse Auftritte bei über ein Dutzend Chorreisen in Europa und den USA, zuletzt 2014 in der Türkei – was klingt aus all diesen Erfahrungen jetzt am stärksten in Ihnen nach? Dass mir die Gelegenheit geboten wurde, mehr als mein halbes Leben lang mit zum Teil denselben Menschen musikalische Erlebnisse und Erfolge sei es in Konzerten, bei Wettbewerben oder auf Konzertreisen erlebt zu haben.

Was war Ihr Motor, der persönliche Antrieb, der Sie, nur als ein Beispiel für Ihr kontinuierlich großes Engagement, über diese lange Zeit monatlich für ein Probenwochenende über 350 km aus Eutin nach Münster hat reisen lassen? Mit ebenfalls außerordentlich stark motivierten Musikern entsprechend gute Musik zu machen.

Was oder wer hat Sie vor gut 40 Jahren zur Chormusik geführt? Zum einen das eigene Chorsingen, zum anderen der Chorleiter der Musikhochschule in Münster, Prof. Friedrich Wilhelm Kröger.

Bei wem und wo haben Sie sich Inspirationen für Ihre Chorarbeit geholt? In Meisterklassen bei der Lichtgestalt der Chormusik, dem schwedischen Chorleiter Eric Ericson, und natürlich bei Chorsymposien oder Chorfestivals.

Im Repertoire des Westfälischen Kammerchors spielen Werke nordeuropäischer Komponisten wie Stenhammar, Alfven, Rautavaara oder auch Pärt eine tragende Rolle. Woran liegt das? Auf der einen Seite geht der Stammbaum meiner Vorfahren bis zum 30-jährigen Krieg nach Schweden zurück, auf der anderen Seite liegt mir die Natur Skandinaviens, die sich in ihrer guten Chormusik widerspiegelt, sehr nahe.

Was gibt für Sie den Ausschlag, um eine Komposition in ein Konzertprogramm aufzunehmen?
Sie muss einfach gut sein. Natürlich bleibt „gut“ dabei immer sehr subjektiv. Für mich gibt es aber auch objektive Kriterien: Stücke, die ich auswähle, sollten für einen A-cappella-Chor komponiert sein und dem Naturell des Chores entsprechen – uns liegt besonders romantische und moderne Musik.

Sie haben oft zeitgenössische Stücke interpretiert, teilweise auch uraufgeführt (z. B. Knaifel in der Reihe Maschine und Musik). Wie haben Sie die Reaktionen des Publikums darauf empfunden? Gute Musik gut interpretiert hat beim Publikum immer eine Chance, das ist überall der Fall, auch in Münster.

Werden einige dieser Werke Bestand in der Chorliteratur haben? Wie in der Mode existiert auch in der Musik ein Mainstream, dem viele Akteure folgen, aber auch wieder verlassen.

Zu den Glanzstücken des Westfälischen Kammerchors zählen Volkslieder, ob schlicht mundartlich gehalten oder veredelt von Brahms. Erklären Sie bitte Ihre Vorliebe dafür. Musikalischer Ausdruck kann aus meiner Sicht am bestem am Volkslied geübt werden und die Beschäftigung mit ihnen verleiht mir immer eine „musikalische Erdung“.

Bass oder Sopran, für welche Stimmlage haben Sie eine Vorliebe? Ich selber singe in der Baritonlage, deswegen mag ich die „dunkleren“ Töne im vokalen und instrumentalen Bereich lieber als die „hohen“, das betrifft im Übrigen auch die „leisen“ Töne.


Bei welcher Chormusik schalten Sie das Radio ab? Beim sonntäglichen Morgenchoral um 6 Uhr im Bette liegend.

Welche Chormusik macht Sie schwach? Vielleicht „Aftonen“, ein Abendlied von Hugo Alfvén.

Welches Lied hat der Chor am häufigsten gesungen? Und welches einmal und nie wieder? Ich glaube, dass ist das Volkslied „Erlaube mir“ von Johannes Brahms. Wenn ich dagegen vor dem Chor das „ABC auf Flügeln“ von Franz Ludwig erwähne, streikt der Chor sofort.

Mehr als 60 Konzerte gab der Chor in Münster. Welches davon war für Sie der Höhepunkt? Ein Höhepunkt war bestimmt die Präsentation unserer CD „Europäische Chormusik“ bei einem Konzert im Landesmuseum Münster, wo ja auch mein Abschiedskonzert am 8. November stattfinden wird.

Was schätzen Sie am Publikum in Münster? Münster war und ist für mich immer ein Stück Heimat, das spiegelt sich auch in den Reaktionen beim Publikum wider.

Wie geht es nach Ihrem Abschied weiter mit dem Chor?Inna Batyuk, die Direktorin des Theaterchores des Theater Münster, die auch Sängerin unseres Chores ist, wird diese reizvolle Aufgabe übernehmen.

Und was machen Sie musikalisch, wenn Sie im März 2016 auch die Leitung der Kreismusikschule Ostholstein abgeben und Rentner werden? In Ruhe Klavier üben und mich auf musikalische Projekte und Begegnungen mit interessanten Musikern freuen.

Welche Wünsche hegen Sie dafür? Irgendwann die „Matthäuspassion“ von Johann Sebastian Bach dirigieren.



Letzte Frage, verbunden mit der Hoffnung dass dieses Thema noch lange fern bleibt: Welche Chormusik sollte zu Ihrer Beerdigung klingen?

 Das „Erbarme Dich“ aus besagter „Matthäuspassion“ von Bach.