Sozialabbau und Billiglohn! Nicht mit uns!

Wir sind es leid, von Arbeitslosenunterstützung und Sozialhilfe leben zu müssen. Arbeitslose wollen arbeiten, aber nicht zu jeden Bedingungen! Wir willigen in Billigarbeit nur ein, weil wir aufgrund unserer Lage nichts besseres finden können.
Von allen im Bundestag vertreten Parteien heißt es, Arbeit soll immer billiger werden, damit in erster Linie Großkonzerne immer reicher werden.
Dafür sollen wir immer ärmer werden und vor allem der Mittelstand immer schlechtere Löhne bzw. Billigarbeitsplätze anbieten. Je mehr wir genötigt werden können, in solche unsicheren Billigjobs einzuwilligen, desto mehr schaden wir uns als Arbeitslose und Beschäftigte selbst.

Soweit wir also Sozialabbau und Lohnsenkungen hinnehmen, geschah dies nicht, weil wir mit diesen Maßnahmen einverstanden waren, sondern weil wir den Angriffen derer, die sich an uns schamlos bereicherten und bereichern, keine wirksame Gegenmacht entgegenstellen konnten. Dass endlich eine wirksame und dauerhafte Gegenmacht (auch der Gewerkschaften) entsteht, dafür wollen wir aktiv werden!

Für uns ist notwendige Arbeit kein Selbstzweck, kein bloßes Mittel zum Konsum, um schneller miese Arbeit zu vergessen und zum Wohlgefallen der Nutznießer zu denken, solche Tretmühlen seien ewig. Wir sagen: Eine andere Welt ist möglich.
Dafür ist die Vorstellung von einem anderen schöneren Leben und Arbeiten durchzusetzen. Ohne alternative Gesellschafts- und Zukunftsvorstellungen können wir uns heute keine wirkungsvolle Abwehr der Unternehmerangriffe mehr vorstellen!
Mit Stellvertreterpolitik und Kreuzchenmacherei ist Schluss zu machen. Nur wenn wir auf die Strasse kommen, wird sich etwas verändern!

Wir brauchen zwar dringend eine andere Politik, aber keine Regierung und Parteien, die die Belastung der Arbeitslosen immer weiter treiben und damit für uns ausgedient haben!
Eine Regierung, die sich nicht mit den Unternehmern anlegen will, um wirklich aktive Arbeits- markt- und Beschäftigungspolitik durchzusetzen, ist nicht akzeptabel!
Für uns lauten die wichtigsten kurzfristigen Forderungen:

- Sämtliche Sozialgesetze der vergangenen Jahre disziplinieren lediglich Arbeitslose und fördern schlecht bezahlte Arbeit. Mit den sog. Hartz-Gesetzen und weiteren Kahlschlagmaßnahmen der Bundesregierung erklärt man uns lediglich den sozialen „Krieg". Diese Politik im Interesse der Konzerne und Unternehmer schafft keinen einzigen Arbeitsplatz! Sie noch weiter nachzubeten und „mitgestalten" zu wollen, ist perspektivlos und gefährlich! Sie schafft zeitweilig „kleine Vorteile", wird aber auf Dauer den letzten Rest unserer Rechte opfern! Deshalb: Erhalt der Arbeitslosenhilfe! Weg mit den Hartz-Gesetzen und der Agenda 2010!
- Von Arbeitslosenunterstützung, Sozialhilfe oder miesen Jobs an der Sozialhilfegrenze kann man zwar in diesem reichen Land nicht verhungern, aber menschenwürdig zu leben, ist etwas anderes, wie auch jeder gutbezahlte Sparapostel weiß!
- Wir brauchen sofort eine ausreichende soziale Absicherung, die es ermöglicht, auch in Zeiten der Arbeitslosigkeit Fähigkeiten, Wissen und soziale Beziehungen zu erhalten und zu erweitern! Dazu ist der Abwärtstrend in immer größere Armut zu stoppen und umzukehren. Die Mittel müssen von den Reichen und Superreichen geholt werden!
- Wir brauchen weitere Arbeitszeitverkürzungen (30-Std-Woche bzw. 6-Stunden-Tag) bei vollem Lohn- und Personalausgleich, um sofort Arbeitsplätze zu schaffen! Dafür sind auch genug Gewinne da, die wir, die auf Lohnarbeit angewiesen sind, erarbeitet haben und in steigendem Maß erarbeiten!

Wir wehren uns! Wehrt euch mit uns!

Die Initiative „Wehrt euch gegen Sozialabbau !" trifft sich jeden Mittwoch um 14 Uhr im „Malta" in der Achtermannstraße 10 (Durchgang neben der Cuba-Kneipe)