



Bei strahlendem Sonnenschein ging am 16. Oktober die Bundesgartenschau 2011 in Koblenz erfolgreich zu Ende.
3.558.274 Besucher wurden an den 185 Ausstellungstagen elektronisch gezählt und alle waren begeistert von den Parkflächen vor dem kurfürstlichen Schloss, am Deutschen Eck und auf der Festung Ehrenbreitstein. Die herrliche Landschaft des Mittelrheintales, die spektakuläre Seilbahn über den Rhein und vor allem das blütenreiche Gelände mit interessanten Freilandwettbewerben und Hallenschauen machten den Erfolg aus. Wer sich umhörte, konnte am Sprachgewirr feststellen, dass auch viele Gäste aus dem Ausland die Parkwege bevölkerten.
Auch der Wettergott hat in diesem Sommer mitgespielt. Die Sonne lachte nicht nur am letzten, sondern auch an vielen anderen Ausstellungstagen, und erst in der allerletzten Nacht kam der erste leichte Nachtfrost. Zwar gab es neben normalen Sommergewittern am 26. August ein verheerendes Unwetter, doch konnten die Folgen schnell beseitigt werden. Alles in allem war die Bilanz mehr als positiv. Entsprechend gut war auch die Stimmung, als am Abend des letzten Ausstellungstages ein glanzvolles Feuerwerk über dem Zusammenfluss von Rhein und Mosel den Schlusspunkt setzte.
Mit lediglich 2 Millionen Besuchern hatten die Macher im Vorfeld vorsichtig kalkuliert. So können am Ende „Schwarze Zahlen“ geschrieben werden, was allen Verantwortlichen sicherlich gut tut. „Koblenz verwandelt“ war das Motto und, so sagen die Insider, die BUGA 2011 hat die Stadt Koblenz und das ganze Umfeld deutlich sichtbar verwandelt.
Unter den Ausstellern in der Halle und im Freiland sowie auf dem Friedhof waren - Wie könnte es anders sein? - auch wieder etliche unserer Mitglieder zu finden. Zahlreiche Gold-, Silber- und Bronzemedaillen sowie Ehrenpreise konnten Ehemalige Wolbecker Gartenbauschüler und -schülerinnen für ihre Topfpflanzen, Schnittblumen, Stauden, Rosen, Gehölze und Beetpflanzen sowie für Grab- und Standgestaltung mit nach Hause nehmen. Damit in der Fülle der Preisträgerlisten niemand und nichts übersehen wird, sollen hier keine Einzelheiten genannt werden.
Der Glückwunsch für die errungenen Auszeichnungen und die gezeigten Exponate geht an alle Aussteller aus unseren Reihen, dazu der Dank für das Engagement in Sachen Öffentlichkeitsarbeit für unseren Berufsstand.
Am letzten Ausstellungstag gab es im festlich geschmückten Kaisersaal des Schlosses ein mit Spannung erwartetes Highlight.
Die Staatsehrenpreise des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMLV) wurden an die erfolgreichsten Aussteller vergeben. Mit Gold, Silber und Bronze werden jeweils am Ende einer BUGA die Kolleginnen und Kollegen ausgezeichnet, die während der gesamten Ausstellungssaison die meisten Preise eingesammelt haben.
Überreicht wurden diese Preise von Peter Bleser, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium in Berlin, der Ministerin Ilse Aigner vertrat.
Erfreulicherweise war unter den 45 geehrten Ausstellern auch wieder ein „Wolbecker“, nämlich Wilhelm Schwieters aus Legden, Meisterschüler im Semester 1977/78. Seit vielen Jahren zeigt er seine Dahlien auf allen Bundesgartenschauen mit viel Erfolg. Das Sortiment des Spezialisten aus dem Münsterland umfasst alle Dahlienklassen die er als Pflanzen im Freiland und als Schnittblumen in der Halle präsentiert. In Koblenz erhielt er den Staatsehrenpreis in Silber in der Kategorie: Hallenwettbewerb Schnittblumen – Einzelaussteller. „Mehr kann man eigentlich für seinen Berufsstand nicht tun, sie sind die besten Botschafter der Grünen Branche“, so brachte es Heinz Herker bei der Preisvergabe auf den Punkt. Er empfahl: „Nutzen sie die BUGA Beteiligung und die Preise für ihr Unternehmen, um damit zu werben.“
Leider wird das Zeitfenster in den Betrieben für Ausstellungsbeteiligungen und andere Aktivitäten, deren Erfolg sich nicht sofort messen lässt, immer kleiner. Umso höher ist der Einsatz derjenigen zu bewerten, die einmal vom „BUGAvirus“ befallen, immer wieder dabei sind. Bleibt zu hoffen, dass die errungenen Erfolge nun auch entsprechend vermarktet werden können und sich gewinnbringend für die Betriebe auswirken. Zu hoffen bleibt auch, dass andere Gärtnerkolleginnen und -kollegen ein wenig „neidisch“ werden und beim nächsten Mal ebenfalls mitmachen.
In Hamburg wird bereits kräftig gebaut und viele Pflanzen sind schon in der Erde. Die Organisatoren freuen sich über jeden Aussteller, der mitmacht. Sind Sie dabei? Das Motto: „In 80 Gärten rund um die Welt“
Sieglinde Stratmann