Aktionen
- Regionale Schienenstrecken für den Stadtverkehr nutzen
Der VCD hat im Dezember 2008 eine Bürgeranregung (nach § 24 Gemeindeordnung des Landes NRW) an den Rat gerichtet. Es geht darum, das vorhandene Regionalbahnnetz für den Stadtverkehr besser als bisher zu nutzen. Eine Übersicht beschreibt alle Strecken mit möglichen Haltepunkten und Verlängerungen. Zudem wird die Stadtverwaltung aufgefordert, ein zusammenhängendes Konzept für die Schienenstrecken im Stadtgebiet zu erarbeiten und es in die Planungen des Zweckverbands SPNV Münsterland einzubringen.
Konkreter Anlass war die Vorlage des Luftreinhalteplans für Münster, der wegen zu hoher Schadstoffkonzentrationen eine Umweltzone fordert. Ein besserer Schutz vor Emissionen bedeutet auch, erheblich mehr Verkehr auf umweltfreundliche Verkehrsmittel zu verlagern. Das dient dem Klimaschutz, aber auch direkt der Gesundheit aller Einwohner der Stadt. Die optimale Nutzung vorhandener Schienenverbindungen ist dabei ein effektives und kostengünstiges Mittel.
Den Bericht der Westfälischen Nachrichten finden Sie hier als PDF.
- Klimakiller Leerlauf – automobile Skulptur der Umweltverbände
Einige Werke bei der Skulpturen-Ausstellung 2007 nahmen gezielt Stellung zu gesellschaftlichen (Fehl-)Entwicklungen. Dazu gehören die Installation von Isa Genzken vor der Überwasserkirche, "Trickle Down", der Kommentar zum Ausverkauf öffentlichen Eigen¬tums von Andreas Siekmann vor dem Erbdrostenhof, oder "Diffuse Einträge" (die Gülle-Pumpe) am Aasee von Tue Greenfort.
Mit dem automobilen Projekt "Klimakiller Leerlauf" wiesen Münsters Umweltverbände, zur Halbzeit der Skulpturen-Ausstellung im August 2007 und einige Tage vor der Klimakonferenz der Stadt Münster, ihrerseits auf einige Schieflagen hin - im Hinblick auf CO2-Emmissionen und Ressourcenverbrauch, speziell auf die Schieflage der städtischen Verkehrspolitik: Halbierung der Parkgebühren und Parkhausbauten, Sparzwänge beim Busverkehr, Tempo 70 auf Einfallstraßen, Nordtangente und Fortsetzung der Austermannstraße mit Querung des Kinderbachtals.
Die Skulptur "Klimakiller Leerlauf" tauchte an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet auf und gab Anregungen zum Nachdenken, zu Widerstand oder Zustimmung. Beteiligte an dem Projekt waren: VCD Münster, NABU, Umweltforum, BUND und Nütec e.V.
Den Bericht der Westfälischen Nachrichten finden Sie hier als PDF.
- Bus fahren - samstags gratis?
Straßen- und Parkhausbau bringen
immer nur kurzfristig eine Linderung der Verkehrsauswirkungen. Auf Dauer nehmen
die Probleme stetig größere Ausmaße an; sofern man nicht
den Mut zu Alternativen hat.
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- Wartehallen
- mehr Funktionalität gewünscht
Der VCD Münster hat die Wartehallen am Hauptbahnhof begutachtet und dabei funktionale Mängel
festgestellt. Wenn es richtig prasselt - das soll auch in Münster vorkommen
-, spritzt der Regen wieder vom Pflaster hoch. Obwohl genügend Platz
vorhanden ist, fehlt es den Unterständen an Tiefe. Durch die geneigten
Dächer werden die Wartehallen zu regelrechten Windfängen, und wegen
der Unterstandsbreite bieten auch die Seitenscheiben kaum Witterungsschutz.
Dabei kosten die neuen Wartehallen pro Stück 20.000 Euro. Es handelt
sich damit nicht um eine Billiglösung. In Entwurf und Anfertigung wurde
viel Geld gesteckt, doch die Ansprüche der Nutzer wurden nicht angemessen
berücksichtigt.
"Form ohne Funktion", urteilen die beiden VCD-Mitglieder Johannne
Lamken und Wolfgang Wiemers - in Anlehnung an das Bauhaus-Motto 'Form folgt
der Funktion'. Ziel der Presseaktion war, dass sich die Beteiligten noch einmal
Gedanken über eine Nachbesserung machen. "Es wäre schade",
so Wolfgang Wiemers, "wenn Münsteraner und Besucher der Stadt über
Jahre mit den Macken leben müssten, wo noch die Chance besteht, eine
rundum überzeugende Lösung zu verwirklichen".
Tatsächlich sind bei der zweiten Serie die gröbsten Mängel
- zu hoch und 'unsichtbare' Scheiben - beseitigt worden. Doch auch die 'verbesserten'
Wartehallen bieten nicht den erforderlichen Witterungsschutz. Preis-Leistungs-Verhältnis:
mangelhaft.
- Bürgerantrag
Zur Verbesserung der Zufahrt vor dem Hauptbahnhof
hat der VCD einen Bürgerantrag an den Rat gestellt. Der wesentliche Punkt
- Streichung der Parkplätze vor der Post - wurde jedoch von der Mehrheit
abgelehnt. Andere Verbesserungen hielten die Ratsmitglieder für nicht
notwendig.
- Nordtangente
Zur geplanten dritten Nordtangente, die Freiflächen an der Gasselstiege
in Kinderhaus durchschneiden soll, haben wir Kontakte zu den Bürgerinitiativen
geknüpft und am Podiumsgespräch teilgenommen. Wer sich für
das Anliegen der Bürgerinitiativen interessiert, kann folgende Webadressen
anwählen: www.muenster.org/nordtangente
- Stellungnahme zum 2. Nahverkehrsplan, Schlussbericht Mai 2005
Der VCD begrüßt den Entwurf als umfassende Darstellung der Entwicklung speziell der vergan¬genen 10 Jahre sowie der gegenwärtigen Situation des ÖPNV in Münster.
Wir stellen fest, dass sich der Busverkehr in bezug auf Linienführung, Bedienung und Bedie¬nungskomfort erheblich verbessert hat. Darüber erhalten wir auch immer wieder positive Rückmeldung von Menschen, die den städtischen ÖPNV häufiger nutzen. Sowohl im Berufs- und Ausbildungsverkehr wie auch im Einkaufs- und Freizeitverkehr genießen der Münsteraner innerstädtische Busverkehr sowie der Regionalverkehr recht gute Akzeptanz. Das zeigt sich insbesondere bei der Entwicklung der Fahrgastzahlen von 1994 bis 1999 (B4-5 S.34). Das zeigen auch der Erfolg des verbesserten Nachtverkehrsangebots (S.75) sowie die Aussagen des Kundenbarometers (S.40).
Dieses scheinbar sehr positive Bild sollte aber differenziert betrachtet werden:
- Die Fahrgastzahlen der vergangenen vier Jahre liegen erheblich niedriger als in den Jahren 1998 bis 2000.
- Der Anteil des Busverkehrs am Modal-Split in Münster beträgt gerade 11 Prozent, erheblich weniger als im vergleichbaren Osnabrück.
- Dass der Zuwachs bei den Fahrgastzahlen weit unter den Möglichkeiten liegt, beweist aktuell das Beispiel Zürich. Dort hat der ÖV seit langem einen Anteil von sechs von zehn Wege im innerstädtischen Modal-Split. Auf diesem sehr hohen Basiswert erreichten die Verkehrs¬betriebe Zürich im Jahr 2004 einen Fahrgastzuwachs von 7 Prozent.
Den vollständige Text als PDF Datei können Sie hier herunterladen.
Verkehrsclub Deutschland
(VCD)
Kreisverband Münster e.V.
Zumsandestraße 15
48145 Münster
Tel. 0251 / 13 60 23
vcd@muenster.org