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Trio Concertare |
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Werkbeschreibungen
Dauer: ca. 12 min. Robert Kahn gehört zu den vielen Musikschaffenden, die von den Nationalsozialisten in die Emigration gezwungen wurden. Wie viele andere Künstler ist er seitdem bei dem deutschen Musikpublikum in Vergessenheit geraten. Robert Kahn wurde in Mannheim geboren. Er entstammte einer angesehenen jüdischen Kaufmanns- und Bankiersfamilie. 1882 begann Robert Kahn sein Musikstudium an der "Königlichen Hochschule für Musik" in Berlin, das er in München bei Josef Rheinberger fortsetzte. Dem Geigers Josef Joachim, den er im Studium kennen lernte, widmete er seine erste Violinsonate. Der prägende musikalische Einfluss Kahns stand schon früh fest: Brahms, Brahms und Brahms. Kahn lernte ihn 1886 im Hause seiner Tante persönlich kennen. Nach dem Militärdienst ging Robert Kahn zurück nach Berlin, wo er bis 1890 als freischaffender Komponist lebte. In dieser Zeit wurde sein erstes Streichquartett vom Joachim-Quartett uraufgeführt. Hans von Bülow und das "Philharmonische Orchester Berlin" übernahmen die Uraufführung seiner Orchesterserenade. Von 1890 bis 1893 war Robert Kahn Korrepetitor am Stadttheater in Leipzig. 1894 wurde Kahn Klavierdozent an der "Königlichen Hochschule für Musik" in Berlin. 1903 erhielt er dort eine Professur. Der Komponist Günter Raphael, der Geiger Karl Klingler, der Dirigent Ferdinand Leitner und der Pianist Wilhelm Kempff zählten zu seinen Schülern. 1916 wurde er zum Mitglied der "Preußischen Akademie der Künste" in Berlin ernannt. Ihr gehörte Kahn bis zu seiner Entfernung durch die Nationalsozialisten 1934 an. Ab 1933 hatte sich Robert Kahn bereits in die innere Emigration auf den Sommersitz in Mecklenburg zurückgezogen. 1939 emigrierte er schließlich nach England. Hier lebte Robert Kahn bis zu seinem Tode am 29. Mai 1951. Robert Kahns kompositorisches Schaffen umfaßt drei Gattungen: Kahn lebte zwar auch während der gesammten ersten Hälfte des 20. Jhrdt., doch ist er in keinem Falle ein Neutöner, ein sogennanter moderner Komponist. Er blieb stattdessen ganz den Techniken und Ausdrucksformen der Romantik treu. Die Serenade f-Moll ist voller romantischer Gefühle, man sieht die vielbeschworene blaue Blume fast aus der Partitur hervorlugen und die Themen - eines gefühlvoller als das andere - entwickeln sich organisch eines aus dem anderen. Bunt modulierende, klangvolle Überleitungen gehören ebenso dazu wie verhaltene, eher intime Momente. |
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