reduta '90 - Geschichte

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Das Theater „Reduta`90“ (damals „scena`90 gelsenkirchen e.V.) wurde 1990 von den Schauspielern Roman Wieslaw Zanowicz Thesing und Markus Kiefer als 1. Deutsch-Polnisches Zimmertheater in NRW gegründet. Das Projekt und seine Darsteller haben es sich zur Aufgabe gemacht, vordergründig die osteuropäische Bühnenliteratur zu zeigen (siehe Repertoireauflistung). Mit großem Erfolg wurden Stücke von Havel, Mrozek, Jerofiejew, Zanev, Dostojewski und anderen aufgeführt.
 
Im Laufe der Jahre profilierte sich das Theater auch im Bereich Musiktheater, Chanson mit Produktionen wie: „Atmosphärische Konflikte“
 – Liederabend mit Texten von Kästner,
„Das Eisenbahngleichnis – oder Berlin - Warszawa - ohne Visum“ – musikalisch-literarische Collage mit klassischer Musik, Chanson, Literatur, „Das ist nur Transit“ – Kabarett-Chanson mit Texten von Kreisler, Tucholsky, Kästner, „Mimi und Pat“, Chanson-Kabarett, „Rosenkrieg“, Chanson-Musiktheater.
 
Große Resonanz finden auch die Kinderstücke „Don Quijote und Sancho Panza“ und „Wer hat Angst vor Smok?“, bundesweit gespielt, sowie auch alle anderen Produktionen in ganz Deutschland und  Polen unterwegs waren und sind. Theater Reduta verfolgt im Rahmen seiner künstlerischen Arbeit mit Kontinuität folgende Ideen und Ziele:
 
- den Dialog zwischen Ost und West beginnen (damals) und vertiefen (heute),
 
- über die Auseinandersetzung mit der deutschen und polnischen Literatur und Musik, Geschichte beleuchten, Fragen stellen, Verstehen anregen, - über die Zusammenarbeit von deutschen und polnischen Künstlern deren kulturell spezifische Kreativität nutzen
 
- und somit einen lebendigen, grenzüberschreitenden Austausch beider Kulturen als Antwort auf Vorurteile, Rassismus und „Rechte Gewalt“ gestalten. Unser Theater zeigt seine Produktionen
 
- gemäß seines Namens „Reduta“ (Posten), nach dem Prinzip `wichtig ist der Inhalt, nicht der Ort` - als Tournee-Theater an möglichst vielen verschiedenen Orten.
 
Premierenspielorte waren seit 1990:
 
die KAUE in der VHS (Gelsenkirchen)
das Städt. Museum Gelsenkirchen,
das BiS Mönchengladbach,
das Cafe Böll-Theater Coesfeld
das Kulturzentrum Altenberge,
das Zimmertheater Coesfeld,
die Kulturschiene Münster
 
Seit 2002 haben wir quasi ein „Domizil“ und zeigen alle Premieren im Kreativ-Haus Münster.
 
Unser Repertoire ist breit gefächert, umfasst aufgrund der Vielseitigkeit der Künstler Theater, Klassische Musik, Chanson, Musiktheater, Kabarett und Kindertheater. Nachfolgend eine Auflistung gespielter Produktionen: Premieren unter dem Namen  „theater scena´90 gelsenkirchen":                  
 
- 01.09. 1990 - „Protest" (Vaclav Havel) mit Markus Kiefer und RomanThesing, Regie: Thesing
 
- 02.09. 1990 - „Audienz" (Vaclav Havel) mit M. Kiefer und R. Thesing, Regie: Thesing
 
- 03.12. 1990 - „Ein freudiges Ereignis" (Slawomir Mrozek) mit Thesing, Kiefer, Ulli Brökerhoff, Herbert Kaluza und Kemal Demir; Regie: Herbert Kaluza
 
- 04.03. 1991 - „Der stumme Diener" (Harold Pinter) mit Thesing und Dieter Klinge, Regie: Thesing/Klinge
 
- 05.05. 1991 - „Bericht für eine Akademie" (Franz Kafka) mit Kiefer, Regie: Gabi Dauenhauer
 
- 06.12. 1991 - „Der komische Alte" (Tadeusz Rozewicz) von und mit Thesing
 
- 07.03. 1992 - „Don Quijote und Sancho Panza" (nach Cervantes) mit Kiefer und Thesing, Regie: Thesing
 
- 08.05. 1992 - „Die letzte Nacht des Sokrates" (Stefan Zanew) mit Mariola Vogt, Roman Vogt und Thesing; Regie: Thesing
 
- 08.10. 1992 - „Der Großinquisitor" (Dostojewski) mit Kiefer und Thesing, Regie: Roman Thesing
 
Premieren unter dem Namen „Theater Reduta´90":  
                                                    
- 10.03. 1993 - „Atmosphärische Konflikte" (Liederabend mit Texten von Erich Kästner) mit Michaela                                 Tschubenko, Heiner Heusinger, Thesing und Manfred Sasse, Regie: Sibylle Krantz
 
- 11. 04. 1993 -  „Seance" (Ireneusz Iredynski) mit Regina Bode und Thesing, Regie: Wlod Kaczkowski
 
- 12.07.  1993 - „Die Reise nach Petuschki" (Jerofejew) mit Regina Bode, Simone Röbern, Heinrich Jung,                              Kiefer und Thesing; Regie: Kaczkowski
 
- 13.10. 1993 - „Der Indianer will zur Bronx" (I. Horowitz) mit Thesing, Kiefer, Lars Gärtner; Regie: Thesing
 
- 20.02. 1994 - „Der Großinquisitor" (Dostojeswki), Neuinszenierung mit Kiefer, Thesing und dem Theater 407 aus Mönchengladbach; Regie:Roman  Thesing
 
- 01.09. 1994 -  „Ich liebe die einfachen Leute" Polnische Lyrik mit musikalischer Begleitung mit Rita Roring,                      Eva Fels, Joanna Torno, Thomas Deutscher, Raoul Schoregge, Thesing;Klavier: Sasse; Regie: Roman Thesing
 
- 22.11. 1995 -  „Das Eisenbahngleichnis" - Chansonabend  mit Stephanie Holtkamp-Rave, Thesing; Regie: Roman Thesing
 
- 20.06. 1998 - „Das ist nur Transit” - Kabarett – Chanson von und mit Thesing, Klavier: Gabriele Helpap
 
- 09.11. 2000 -  „Mimi & Pat”-Chanson und Kabarett von und mit Rave und Thesing
 
- 26.04. 2002 - „Rosenkrieg“ – Chanson-Musiktheater von und mit Roman & Stefka
 
- 25.11. 2004 - „Berlin – Warszawa“ – Musiktheater von und mit Roman & Stefka
 
- 03.12. 2005 - „Wer hat Angst vor Smok?“ Kinderstück von und mit Rave und Roman Thesing