Grundsätzlich geht es uns in der täglichen Arbeit mit den Kindern darum, dass die Kinder die Kita als einen Lebensraum erfahren, in dem sie sich geborgen und angenommen fühlen können. Von Anfang an war es den Eltern und Erzieherinnen ein Bedürfnis für das kindliche Spiel, den Bewegungsdrang, das Erforschen der Umwelt, Kreativität usw. Freiräume zu schaffen. Schon Astrid Lindgren sagt:
"Kinder sollen mehr spielen, als viele Kinder es heutzutage tun. Denn wenn man genügend spielt solange man klein ist, dann trägt man Schätze mit sich herum, aus denen man später sein ganzes Leben lang schöpfen kann."
Alle Fähigkeiten, die ein Spiel beanspucht und fordert, werden von dem Kind ausgeübt. Konzentration, Entdecken von Zusammenhängen, emotionale und soziale Förderung im Miteinander, Konfliktbewältigung, Anregung der Lebens-und Lernfreude, einhalten von gemeinsam erarbeiteten Regeln, erleben der schöpferischen Kräfte, erfahren der eigenen Grenzen, Hinführung zur Selbständigkeit und Stärkung des Selbstvertrauens. Im Spielen findet das Kind sich ganzheitlich sellbst: emotional, sozial, intellektuell und körperlich.
Das Spiel dient der Ausbildung der eigenen Persönlichkeit und ist die Form der kindlichen Auseinandersetzung mit dem Leben.
Unser Tagesablauf wird deshalb weitgehendst von den Bedürfnissen des einzelnen Kindes und der Gesamtgruppe gestaltet.
Da wir als Erziehende ein Vorbild für die Kinder sein wollen, setzen wir uns in unserer täglichen Arbeit immer wieder neu mit unseren Schwächen und Stärken auseinander.
Viel wichtiger als die Erziehung des Kindes ist die Beziehung zum Kind!
Die pädagogische Haltung des Teams ist gut umschrieben mit den Begriffen ''Aufmerksamkeit'' und ''Einfühlung'' Die Kinder fühlen sich beachtet, gehalten, beschützt und ernst genommen. Zugleich aber auch frei und aktiv in der Gruppe.
Erzieherinnenverhalten sollte immer motivierend sein, Erfolgserlebnisse ermöglichen und das Kind stärken. Das ernst nehmen der Kinder bedeutet auch bei Konflikten zwischen Ihnen nicht gleich einzugreifen, sondern ihnen zu helfen Lösungen zu finden. Das berufliche Handwerkszeug der ErzieherInnen ist deren gesamte Person: die körperliche, emotionale und geistige Haltung trägt zum Ausfüllen der Rolle als ErzieherIn bei. Wie die ErzieherIn ihre gesamte Person in der täglichen Arbeit einbringt, ist von Bedeutung. Hierzu gehören:
Der Einsatz des Körpers, damit ein Kind kuscheln oder toben kann.
Der Einsatz der Stimme laut-leise, streng-zärtlich, fröhlich-ernst.
Das Zeigen von Liebe und Wut - spontan oder zurückhaltend.
Abschließend könnte man sagen: In der täglichen Arbeit mit Kindern gibt es keinen Aspekt der Person, der ohne Bedeutung wäre.
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