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2005   -   100 Jahre St. Josephs - Kirche
an der Hammer Straße in Münster
Am 3. April 1887 hielt der Stadtdechant und Pfarrer von St. Lamberti, Hermann Kappen, einen Vortrag, in dem er die Notwendigkeit der Errichtung einer Notkirche an der Hammerstraße erläuterte: Weil die Einwohnerzahl
"ganz außerordentlich gestiegen sei, namentlich mit der Rücksicht auf die große Anzahl der Schulkinder daselbst sei die Kirche nun unabweisbares Bedürfnis, da diese nur Sonntags zur Pfarrkirche kommen könnten, da dieses zu den Wochentagen der großen Entfernung wegen nicht möglich sei. (...) Der Platz an der Hammerstr. in der Nähe der großen neuen Schule sei bereits ausgesucht; der Plan für die neue Kirche sei bereits entworfen. Dieselbe werde zwar nur Nothkirche sein, indessen in ihren Umfassungsmauern massig und solide hergestellt dreischiffig 100 Fuß lang und 50 Fuß breit und sei für 1500 Menschen Raum." (Bistumsarchiv Münster, Pfarrarchiv St. Lamberti, Karton 102)
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In nur vier Monaten Bauzeit wurde die Filiale der Lamberti-Pfarrkirche errichtet und am 7.7.1888 durch den damaligen Bischof Bernhard Brinkmann feierlich konsekriert und dem hl. Joseph geweiht. Wieder begründet mit Bevölkerungszunahme und Entfernung zur St. Lambertipfarre wurde die St. Joseph Kirche am 1.1.1894 selbständige Rektoratskirche und am 9.5.1897 von St. Lamberti abgepfarrt. Schon im folgenden Jahr sollte die Kirche durch einen würdigen Erweiterungsbau im Osten vergrößert werden, Pläne sollten allerdings für eine ganz neue Kirche, und wie am 11. August 1898 vom Kirchenvorstand beschlossen, für eine Kirche im "gothischen Style" angefertigt werden.
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Unter der Bauleitung der Gebrüder Hertel entstand in zwei Bauabschnitten die neue dreischiffige Basilika mit Querschiff und einem 7/12 Chorabschluss, die am 15.11.1905 von Bischof Hermann Dingelstadt geweiht wurde.
Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche stark zerstört, 1944 gingen die von Brandbomben getroffenen 75 Meter hohen Westtürme und die niedrigeren Seitentürme in Flammen auf.
Den Wiederaufbau leitete der Architekt Franz Wucherpfennig Ende der 1940er und Anfang 1950er Jahre. Die hohen Türme, das hohe Mittelschiffdach mit umlaufenden Steinbalustern sowie die großen Querschiffdächer konnten nicht wiederhergestellt werden.
Eine umfangreiche Innenrenovierung wurde 1976/77 durchgeführt, wobei sowohl die Vorstellungen des II. Vatikanischen Konzils, als auch die Neugotik in Architektur, Figuren und Bildern Berücksichtigung fanden.
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Von 1998 bis 2003 fand eine umfangreiche Außenrenovierung statt, bei der noch verbliebene Kriegsschäden ausgebessert, und die Werksteine von Verschmutzungen gereinigt wurden. Rechtzeitig zum 100-jährigen Bestehen soll die Innenrenovierung, u.a. mit einer Neugestaltung des Chorraumes, abgeschlossen sein.
Quellen und Literatur:
Bistumsarchiv Münster, Pfarrarchiv St. Joseph, Karton 3.
Pfarrarchiv St. Joseph, Chronik St. Joseph, Münster in Westf., Hammer Straße - Band I 1898-1946, S. 9-25, S. 32-55, S. 193 ff.
Markfort, Ursula: Die Sakralbauten der Baumeisterfamilie Hertel im Bistum Münster. Mainz 1996, S. 194-202.
St. Joseph in Münster. Zur Altarweihe am 2. Oktober 1977 durch Bischof Heinrich Tenhumberg. Hrsg.: Kath. Kirchengemeinde St. Joseph. Münster 1977.
Roswitha Bongartz