Arbeitskreis Solidarische Welt
1982 2007![]() 25 Jahre AkSW |
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Arbeitskreis Solidarische Welt St. Joseph |
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25 Jahre Verkauf von fair gehandelten Waren 25 Jahre Hilfe für Menschen in Ländern der "Dritten Welt" |
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Ein Rückblick
Im Februar 1982 tagte der Pfarrgemeinderat in Freckenhorst. In Arbeitskreisen wurden verschiedene Themen behandelt, auch das Thema "Dritte Welt". In dem Protokoll des Arbeitskreises heißt es: "Wir leben mit unserem Wohlstand auf Kosten der "Dritten Welt" . Es ist daher ein Erfordernis der Gerechtigkeit, uns mit diesem Problem auseinander zu setzen, zu versuchen etwas zu ändern und diese Arbeit nicht den "Alternativen" zu überlassen. Denn dann machen wir uns als Kirche besonders bei jungen Menschen unglaubwürdig." Als Ziele sind in dem Protokoll angegeben:
Am ersten Wochenende im Oktober 1982 haben die Mitglieder des Arbeitskreises zum ersten Mal im Vorraum unserer Kirche Waren aus fairem Handel angeboten. Die Gemeinde hat dieses Angebot gut angenommen. So findet seitdem an jedem 2. Wochenende im Monat der Verkauf statt. Seit einigen Jahren werden auch beim Basar und beim Hammer-Straßen-Fest fair gehandelte Waren verkauft. Projekte unserer Gemeinde Mit dem Gewinn aus dem Verkauf und Spenden der Gemeinde werden Projekte unterstützt und so Menschen in Ländern der "Dritten Welt" geholfen, ihre Lebensbedingungen zu verbessern. Papua - Neuguinea Die Missionsstation von Pater Esch, der aus unserer Gemeinde stammt, wurde durch ein Erdbebeben zerstört. Unsere Gemeinde hat geholfen, die Station wieder aufzubauen. Kenia In Kenia haben wir eine Gesundheitsstation unterstützt und Geld für den Kauf von Medikamenten und Kindernahrung zur Verfügung gestellt. Burkina Faso Hier hat unsere Gemeinde den Bau eines Brunnens, die Wiederaufforstung und die Ausbildung der Landbevölkerung finanziell unterstützt. Uganda Für eine Lehrfarm, auf der Kriegswaisen eine landwirtschaftliche Ausbildung erhielten, hat unsere Gemeinde Saatgut, Werkzeuge, zehn Kühe und zehn Schweine finanziert. Sierra Leone Hier wurden mit unserer finanziellen Hilfe Gemeindekrankenpflegerinnen und -pfleger, Gesundheitshelferinnen und -helfer und Hebammen ausgebildet. Brasilien Seit 1990 geht unsere Hilfe an die Kinder der Frei-Alberto-Schule in den Favelas von Sao Luis in Nordostbrasilien. Menschen, die auf dem Land keine Zukunft mehr für sich gesehen haben oder durch Landkonflikte vertrieben wurden, haben hier ihre Hütten in den Schlamm der Meeresarme gebaut. Hier haben die Franziskaner Schulen eingerichtet. Die Schulen sind Holzhütten oder einfache Ziegelbauten, die nicht nur für den Schulunterricht genutzt werden, sondern auch für Gottesdienste, für Treffen der verschiedenen Gemeindegruppen, für den Gesundheitsdienst und für die Alphabetisierung von Erwachsenen. Die Unterrichtsmethoden sind ganz den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler angepasst. Ausgangspunkt ist die Lebenssituation der Kinder, ihre Erfahrungen, ihr Wissen. Sie lernen nicht nur lesen, schreiben und rechnen, sie lernen auch ihre Situation zu erkennen, zu hinterfragen und zu verändern. Jedes Kind erhält täglich eine Schulspeise. Für viele ist es die einzige Mahlzeit am Tag und daher ein weiterer Grund, zur Schule zu gehen, anstatt sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser zu halten. Die Lehrerinnen der Frei Alberto Schule kommen aus den gleichen Wohnvierteln und sozialen Verhältnissen wie die Kinder. Sie sind also mit deren Schwierigkeiten und Lebensbedingungen bestens vertraut. Die Schule ist für die Kinder zu einem Ort geworden, an dem man ihnen mit Herzlichkeit und Verständnis begegnet. Fairer Handel Der AkSW kauft die Waren bei Handelsorganisationen der "Aktion Dritte Welt Handel", überwiegend bei der gepa (Gesellschaft zur Förderung der Partnerschaft mit der Dritten Welt). Diese Organisationen beziehen die Waren von Genossenschaften und vergleichbaren Selbsthilfegruppen von Kleinbauern und Handwerkern aus den "Dritte-Welt-Ländern". Sie zahlen den Produzenten gerechtere Preise, die eine kostendeckende Produktion und die Zahlung fairer Löhne ermöglichen. Bei der Produktion müssen gesetzliche arbeitsrechtliche Mindeststandards eingehalten und der Umweltschutz beachtet werden. Es darf keine ausbeuterische Kinderarbeit genutzt werden. Bildung, Gesundheitsvorsorge und Bewusstseinsarbeit sollen wichtige Aufgaben der Projekte sein. Es sollen Strukturen, in denen Entscheidungen von den Betroffenen gemeinsam gefällt werden, gefördert werden. Durch den Export darf die Selbstversorgung in den betreffenden Gebieten nicht gefährdet werden. Langfristige direkte Lieferverträge, Abnahmegarantien sowie mögliche Vorfinanzierungen erhöhen die Sicherheit der Produzenten. Durch den Kauf von fair gehandelten Waren können wir einen kleinen Beitrag zur Schaffung gerechterer Wirtschaftsstrukturen leisten und den Bauern und Handwerkern zeigen, dass ihre Arbeit Wert hat und sich lohnt, dass sie durch ihre Arbeit ihren Lebensunterhalt verdienen können und nicht Almosenempfänger sind. Arbeitskreis Solidarische Welt St. Joseph Bankverbindung: Zentralrendantur St. Lamberti Konto: 164 707 Sparkasse Münsterland Ost (400 501 50) St. Joseph AKSW Frei Alberto Schule |

