Seit dem 1. Januar 2005 gilt in Münster eine neue Abfallgebührenordnung: Die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM) sind mit einem neuen Gebührenkonzept an den Wertstoff-Markt getreten, das für die einen Entlastungen, für die anderen aber Erhöhungen der Abgaben mit sich bringt.
| Wie das aussieht und welche Neuregelungen sich damit für die Bürgerinnen und Bürger ergeben, wollten wir in einem Interview mit Patrick Hasenkamp, dem Chef der AWM, noch einmal genau wissen: 1. Herr Hasenkamp, die Diskussion um die Müllgebühren ist ja aus gegebenem Anlass so hitzig wie nie: Am 1. Januar ist in Münster eine neue Abfallgebühren-Ordnung in Kraft getreten, die nach Meinung vieler schwer nachvollziehbar ist. Könnten Sie die wichtigsten Neuerungen noch einmal erläutern? Patrick Hasenkamp: Die wichtigste Neuerung ist die Einführung einer Grundgebühr für die Abfallentsorgung. Sie kennen das bereits vom Telefonieren: Sie zahlen eine monatliche Grundgebühr für die Fixkosten und eine Gebühr für die variablen Leistungen, die Sie in Anspruch nehmen. Dieses in vielen Versorgungsbereichen übliche System soll nach intensiver Beratung mit der Münsteraner Ratspolitik nun auch in der Abfallwirtschaft eingeführt werden. weiter... 2. Warum war diese Neuregelung notwendig? Patrick Hasenkamp: Das bisherige lineare Gebührenmodell nach dem Motto: "Wer wenig Rest- und Bioabfall produziert, muss auch wenig zahlen" hatte sich in den vergangenen Jahren zu weit von der tatsächlichen betriebswirtschaftlichen Situation entfernt. weiter... 3. Viele Bürgerinnen und Bürger sind der Meinung, dass die erhobenen Gebühren entschieden zu hoch sind. Ist das so? Patrick Hasenkamp: Nein. Viele Bürgerinnen und Bürger der Stadt Münster messen leider die Abfallgebühren ausschließlich an der Größe Ihres Rest- und Biomüllbehälters und vergessen dabei, welche Leistungen der AWM sie sonst noch in Anspruch nehmen. weiter... 4. Wie schneidet Münster im Vergleich mit anderen Städten einer ähnlichen Größenordnung im Hinblick auf die Gebührenhöhe bei der Müllentsorgung ab? Patrick Hasenkamp: Die AWM haben bis zum Jahr 2002 Spitzenplätze bei Gebührenvergleichen belegt. Der Bund der Steuerzahler hat uns als positives Beispiel hingestellt. weiter... 5. Die grundsätzliche Diskussion um die Abfallgebühren in Münster vermischt sich zurzeit mit der Bewerbung der AWM um die Müllabfuhr in Emsdetten. Welchen Zusammenhang gibt es da? Patrick Hasenkamp: Der wichtigste Zusammenhang besteht darin, dass die AWM anlässlich der Gebührenerhöhung im Jahr 2003 aufgefordert wurden, durch verschiedenen Maßnahmen und unter anderem auch durch regionale Kooperation Beiträge zum Gebührenhaushalt zu erwirtschaften, um die Abfallgebühren zu stabilisieren. Das haben wir auch mit der Bewerbung in Emsdetten versucht. weiter... 6. Wird es auch zukünftig ein Engagement der AWM außerhalb von Münster geben? Patrick Hasenkamp: Grundsätzlich hat das Oberverwaltungsgericht den Weg dahin eröffnet. Inwieweit eine Betätigung der AWM außerhalb von Münster in weiteren Fällen erfolgen soll, entscheidet allein der Rat der Stadt Münster. Vielen Dank, Herr Hasenkamp! Das Interview führte Ute Popko vom Verein Bürgernetz - büne e.V. Aber natürlich wollen wir an dieser Stelle wie immer vor allem Ihre Meinung zu diesem Thema wissen: Wie finden Sie die neue Abfallgebührenordnung? Diskutieren Sie mit und sagen Sie unsin unserem Diskussions-Forum Ihre Meinung! |
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Das Projekt "Stadtgespräch" ist eine Aktion des Vereins "Bürgernetz - büne e.V.". |
| Seit dem 1. Januar 2005 gilt in Münster eine veränderte Abfallgebührenordnung.Deshalb möchten wir an dieser Stelle wie immer Ihre Meinung zu diesem Thema wissen: Wie finden Sie "die Neue"? - Diskutieren Sie mit und sagen Sie uns Ihre Meinung! Zum Diskussionsforum Informationen rund um das Thema Abfallentsorgung und AWM: Andere Städte im Vergleich: |