Am 8. Mai jähren sich zum sechzigsten Mal das Ende des Zweiten Weltkrieges und die Befreiung vom Nationalsozialismus. In Münster kam das Aus des Krieges bereits früher: Ostern 1945 rollten US-amerikanische Panzer durch die bombenzerstörte Innenstadt. Damit war die Provinzhauptstadt Westfalens, der Verwaltungssitz von zahlreichen militärischen und staatlichen Behörden sowie der NSDAP, in alliierter Hand.
Bei dem Beginn der Eroberung Münsters trafen die Amerikaner und Engländer auf eine Stadt, die nach 102 Luftangriffen zu mehr als 63 Prozent zerstört war. Als die ersten amerikanischen Panzer den Prinzipalmarkt erreichten, schien Münster wie ausgestorben. Die Salzstaße, schon damals eine der Hauptgeschäftsstraßen Münsters, war zu diesem Zeitpunkt lediglich eine von Trümmern gesäumte schmale Straße. Nur noch 19 Menschen lebten innerhalb des Promenadenrings, als britisch-amerikanische Panzertruppen und Fallschirmjäger am Ostermontag 1945 von mehreren Seiten aus die Stadt besetzten. "Die Zerstörung der Altstadt von Münster war so komplett, dass man von einem zum anderen Ende der Stadt sehen konnte", so berichtet ein Augenzeuge, der die Besetzung miterlebte.
(aus: Müller, Helmut: Fünf vor Null, Die Besetzung des Münsterlandes 1945, 2. Auflage, Aschendorff 1972.)
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Fotos entnommen aus:
Müller, Helmut: Fünf vor Null, Die Besetzung des Münsterlandes 1945, 2. Auflage, Aschendorff 1972.
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