ÜBERFLÜSSIG ODER (LÄNGST SCHON) ÜBERFÄLLIG?
Braucht der Hindenburgplatz einen neuen Namen?

Rückbenennen, umbenennen, neu bennen - in den letzten 34 Jahren sollte es dem Hindenburgplatz schon x-mal an den Kragen bzw. an den Namen gehen. "Platz des Westfälischen Friedens", "Friedensplatz", "Europaplatz" oder "Schlaunplatz" waren nur einige der Namens-Vorschläge, die dabei zur Debatte standen.

Auch im publikom hat diese Diskussion schon einmal stattgefunden. Bereits 1997 fragten wir in Kooperation mit der VHS "Soll der Hindenburgplatz umbenannt werden?". Damals stimmten 55% der Befragten mit "nein" und 43% mit "ja". 1998 sprach sich dann auch der Rat gegen eine Namensänderung aus.

Jetzt soll der Hindenburgplatz mal wieder einen neuen, alten Namen bekommen: Wenn es nach dem Willen der SPD-Ratsfraktion geht, könnte der größte innerstädtische Platz Münsters schon bald "Neuplatz" heißen.

Dr. Michael Jung und Wolfgang Heuer, die Initiatoren eines entsprechenden Antrags, den die SPD am 13. Februar im Rat stellt, sind der Auffassung, dass Paul von Hindenburg als Reichspräsident erhebliche Verantwortung für die Zerstörung der Weimarer Republik und ihrer Verfassung getragen habe. Womit er sich als Namensgeber disqualifiziere: "Durch die Rücknahme der politisch motivierten Umbenennung aus den 1920er Jahren werde die Konsequenz gezogen aus der Tatsache, dass mit dem aktuellen Namensgeber keine positive Identifikationsmöglichkeit für die Stadtgesellschaft gegeben ist. Zugleich würde mit der Rückbenennung des Platzes in 'Neuplatz' an die alte historische Bezeichnung angeknüpft und auch im Namen die Verbindung des Areals zum angrenzenden Neutor wieder aufgenommen", so heißt es in dem SPD-Antrag.

Vor dem Hintergrund des aktuellen Polit-Dauerbrenner-Themas "Musikhalle" könnte diese Debatte eine ganz besondere Brisanz bekommen. Aber nicht nur deshalb, sondern vor allem, weil wir vor elf Jahren schon einmal im publikom nachgefragt haben, möchten auch wir erneut von Ihnen wissen: Soll der Hindenburgplatz jetzt einen neuen/alten Namen bekommen?Sagen Sie uns hier Ihre Meinung!





Das Projekt "Stadtgespräch" ist eine Aktion des Vereins "Bürgernetz - büne e.V.".

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