Spuren Finden e.V. möchte einen Beitrag dazu
leisten, dass die Opfer des Nationalsozialismus im Münsterland nicht in
Vergessenheit geraten. Das Gedenkbuch-Projekt und das
Stolperstein-Projekt erinnern an Personen, die in der Zeit der
nationalsozialistischen Gewaltherrschaft verfolgt und ermordet wurden.
Sie wurden zu Opfern der menschenverachtenden Rassen- und
Gemeinschaftsideologie der Nazis: Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle,
Geistig- und Körperbehinderte, „Gemeinschaftsfremde“, Zeugen Jehovas und
Menschen, die aus religiösen und politischen Gründen Widerstand
leisteten.
Im Gedenkbuch-Projekt werden Lebensgeschichten
dieser Personen gesammelt, die von Paten recherchiert und dokumentiert
wurden. Das individuelle Gedenken an ein Opfer aus der Nachbarschaft,
dem Verein, der Schule steht im Vordergrund. Das fortzuschreibende
Gedenkbuch hat seinen Platz im Geschichtsort Villa ten Hompel in Münster
(www.muenster.de/stadt/villa-ten-hompel).
Vorstellung eines neuen
Gedenkblattes in der Villa ten Hompel
Das Stolperstein-Projekt, das ebenfalls mit
Patenschaften das individuelle Gedenken fördern möchte, wirkt
unmittelbar und stetig im öffentlichen Raum. Das Erinnerungszeichen in
der Lebenswelt des Opfers schlägt den Bogen in die Gegenwart, indem die
heutigen Anwohner und Passanten in ihrer Alltagswelt mit den Namen der
verfolgten und ermordeten Bürger konfrontiert werden.
Beide Erinnerungsprojekte richten sich an alle
Bürgerinnen und Bürger, insbesondere an Schulklassen und Jugendgruppen. Eine
Internet-Personendatenbank erleichtert die Anfangsrecherche nach den
Schicksalen der Opfer. Spuren Finden e.V. unterstützt die Erinnerungsarbeit,
die zum Verfassen eines Gedenkblattes bzw. zum Verlegen eines Stolpersteins
führt.
Spuren Finden e. V.
Erinnern und Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus im
Münsterland