Alle machen mit!

Die „SPERRE“ erscheint auch 2008, allerdings
mit Ach und Krach. Und so bleibt nichts als viel zu tun.
Die gute Nachricht: „Sperreretter“ kann jetzt
jeder werden.
Das hatten wir nicht erwartet: Als wir in der letzten
Ausgabe der „SPERRE“ auf die katastrophale
finanzielle Situation unserer Zeitung aufmerksam machten,
und sich für uns das Ende schon klar abzeichnete, da gab es
doch zum Teil heftige Reaktionen bei unseren Lesern. Ob
brieflich, persönlich oder per e-mail. Die Resonanz war
stark, sprach für sich und tat auch gut. Kleine Auswahl?
„Seid ihr wahnsinnig geworden, einfach
aufzuhören?“ „Wer soll denn sonst darüber
berichten, was hier gerade abgeht?“ „Für
Musikhalle und Co. ist das Geld da. Aber die
„SPERRE“ wird gegen die Wand gefahren.“
usw. Witzig auch der Kommentar eines anonymen Arbeitslosen:
„Ihr seid die einzige Sperre, die ich als
Arbeitsloser noch akzeptieren kann.“ Oder die
aufgebrachte Frau, die ins Arbeitslosenzentrum MALTA
stürzte: „Kommt denn noch eine Ausgabe und wenn ja,
wann?“ „Leute, macht keinen Scheiß!“ Wie
gesagt, nur ein paar Auszüge.
Nun zum aktuellen Stand: Die komplette Streichung der
Unterstützung für die Arbeitslosenzeitung durch die Stadt
Münster ist Fakt. Das ist so gewollt. Es war verbunden mit
dem Hinweis auf das Straßenmagazin draußen!, das ja auch
keine Unterstützung erhält. Dass das Straßenmagazin vom
Verkauf lebt, und ganz anders konzipiert ist, das wurde
hierbei geflissentlich übersehen (?!). Nun ja, wir wollen
nicht klagen. Kindern von Hartz IV-Beziehern wurde die
Finanzierung von Schulbüchern abgelehnt. Dem gegenüber wäre
die Finanzierung der Druckkosten einer Arbeitslosenzeitung
eine Übervorteilung. Haben wir dann auch sofort verstanden
(Witz). So weit, so schlecht.
Und jetzt kommt das Aber:
Uns ist es gelungen durch Spendenakquise die Herausgabe der
Zeitung für das Jahr 2008 wieder realistisch erscheinen zu
lassen. Sprich: Wir erscheinen auch im nächsten Jahr.
Allerdings reduziert auf vier Ausgaben (Frühling, Sommer,
Herbst und Winter). Gleichzeitig wird unser
Internetauftritt „sperre-online.de“ aktiviert
und permanent aktualisiert. So dass Sie, unsere Leser,
ständig auf dem Laufenden bleiben, beim Thema
Arbeitslosigkeit. Die bekannten Medien plappern doch zu
sehr den neo-liberalen Mainstream. Wir werden auch in
Zukunft sagen, warum die (statistische) Arbeitslosigkeit
abnimmt, und warum die Armut trotzdem zunimmt. Oder wie
viel Menschenwürde im Regelsatz versteckt ist. Oder wie es
ist, ausgegrenzt zu sein. Da sind wir einfach der Wahrheit
verpflichtet.
Perspektivisch geht dies aber nur, wenn die Finanzierung
unserer Zeitung dauerhaft gesichert ist.
Und so geht´s:
Hier kommt unser „Merchandising“ ins Spiel. Was
nämlich auf überraschend gute Resonanz stieß, aber immer
noch mehr Mitmacher braucht, das ist unsere neue
Mode-Kollektion. Denn unter den zahlreichen Rückmeldungen,
gab es auch einige, die in Anlehnung an unser letztes
Editorial tatsächlich fragten: „Wie kann ich
Sperreretter werden?“ Und unsere Antwort heißt:
Lassen Sie sich ein T-Shirt von uns schenken! Für eine
Spende von 100 Euro oder auch mehr (Münster-Pass-Besitzer
auf Spenden-Verhandlungsbasis), schenken wir Ihnen das
ultimative Sperreretter-T-Shirt oder Sperreretterin-T-Shirt
und Sie können, wenn Sie es tragen, zu Recht sagen und auch
optisch kundtun: „Ja, ich habe einen Beitrag
geleistet. Ich bin ein Sperreretter!“
Die Shirts gibt es in verschiedenen Ausführungen und Größen
(XS, S, M, L, XL, XXL) für Kinder, Frauen und Männer.
Detailaufnahmen sehen Sie auf der Rückseite der SPERRE.
Also, geben Sie sich einen Ruck. Gute Taten sind nicht
immer so spaßig und so einfach. Geben Sie Ihren Euros ein
neues zuhause.
noa
Wunschäußerungen zum T-Shirt
unter SPERRE,
Achtermannstr. 7, 48143 Münster
oder
e-mail:
sperre@muenster.de
oder
telefonisch: 0251-511121
Spenden an „Arbeitslose brauchen Medien“ e.V.
Sparkasse Münsterland Ost
BLZ 40050150
Kto.-Nr.: 4011797
Stichwort „Sperreretter“ oder
„Sperreretterin“