"Recht" interessante Urteile und Entscheidungen
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Angemessene UnterkunftskostenIn welcher Höhe Unterkunftskosten als angemessen zu gelten haben, berechnet sich aus dem Quadratmeterpreis im unteren Mietbereich und aus der abstrakt angegebenen Wohnungsfläche. Das Produkt dieser beiden Werte ergibt die Mietobergrenze. Sollte sich keine bedarfsgerechte und menschenwürdige Unterkunft zu diesem Preis finden lassen, dann müssen auch höhere Mietkosten übernommen werden. LSG Hessen L9 AS 124/05 ER vom 21.03.06, nach Sozialinfo Juni 2006 |
Wohngemeinschaft und angemessene UnterkunftskostenFür die Unterkunftskosten einer „reinen“ Wohngemeinschaft sind andere Maßstäbe anzulegen als für eine darüber hinausgehende, gemeinsam wirtschaftende Haushaltsgemeinschaft. LSG Niedersachsen Bremen, L 6 AS 96/06 ER, vom 6.3.06, nach Sozialinfo Juni 2006 |
Zustimmung zum UmzugWer beim Hartz IV-Amt keine Zustimmung zu einem Umzug eingeholt hat, verliert damit nicht automatisch den Anspruch auf Erstattung von Umzugskosten. OVG Bremen, S1 B 85/06 vom 16.3.06, nach Sozialinfo Juni 2006 |
Keine Kürzung von Hartz IV bei möblierter WohnungDas Arbeitslosengeld II darf nicht wegen der Nutzung einer möblierten Wohnung gekürzt werden mit der Begründung, in der Regelleistung sei ein Betrag für die Anschaffung von Möbeln enthalten. Dafür gibt es keine Rechtsgrundlage. LSG Bayern, L 7 AS 6/06 vom 17.02.06, nach Sozialinfo Juni 2006 |
Nachhilfe für Sozialdetektive IDie Unverletzlichkeit der Wohnung ist ein hohes, verfassungsrechtlich geschütztes Gut. Hartz IV-Bezieher müssen Hausbesuche nur gestatten, wenn die Sozialdetektive ihnen konkrete Zweifel an ihren Angaben vorhalten können und wenn ein Hausbesuch diese Zweifel aufklären kann. LSG Hessen, L 7 AS 1/06 ER und L7 AS 13/06 ER vom 30.1.06, nach
Sozialinfo Juni 2006 |
Nachhilfe für Sozialdetektive IIAus dem bloßen Zusammenleben kann nicht darauf geschlossen werden, dass die Partner im Sinne des Verfassungsgerichts füreinander einstehen, selbst wenn es sich über eine längere Dauer erstreckt. Das gemeinsame Vorhalten von Lebensmitteln spricht ebenso wenig für eine eheähnliche Gemeinschaft wie zwei Bettdecken mit der gleichen Bettwäsche oder wie das freie Bewegen des Untermieters in der Wohnung. LSG Niedersachsen Bremen, L 9 AS 89/06 ER, vom 6.3.06, nach Sozialinfo Juni 2006 |
Anwalt-Tipp
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| Melanie wird Mutter. Sie
nimmt erst einmal Erziehungsurlaub und widmet sich danach – unterstützt
durch das Stipendium – der Promotion. So recht will das Vorhaben
nicht vorankommen und Melanie denkt sich, ein Job wäre vielleicht
doch das Richtige, immerhin liegt ihr Studienabschluss schon einige Jahre
zurück. |
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