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Impressum Herausgeber: Shotokan-Karate-Dojo Münster e.V. Bennostraße 7, 48155 Münster Bankverbindung: Stadtsparkasse Münster, BLZ 400 501 50, Konto 570 572 Redaktion: Ines Elzinga Sanddornweg 8, 48165 Münster, Tel. 02501 / 6388 |
Inhalt
BETR.: VEREINSTURNIER...............................................................................
MÜNSTERPOKAL 1994....................................................................................
EINLADUNG AN ALLE JUGENDLICHEN............................................................
WEM FÄLLT DER PASSENDE NAME EIN?.......................................................
EINLADUNG ZUR AUSSERORDENTLICHEN MITGLIEDERVERSAMMLUNG.......
SATZUNGSÄNDERUNGEN (VORSCHLAG DES VORSTANDES).........................
JUGENDORDNUNG (ENTWURF).......................................................................
DEIN DOJO – MEIN DOJO – UNSER DOJO ?.....................................................
FRAUENLEHRGANG IN COESFELD MIT TOMI OCHI.........................................
PORTRAITS DER LEISTUNGSGRUPPE – 2. TEIL –..........................................
LEHRGANG IN MÜNSTER VOM 30.04.1994 BIS 01.05.1994
MIT HIDEO OCHI............................................................................................
ENDLICH, ENDLICH …...................................................................................
NAKAYAMA-CUP IN KREFELD AM 7. MAI 1994..............................................
1. BONSAI CUP ´94........................................................................................
DOJOFAHRT ´94 ODER:
DES FEIGLINGS NEUE KLEIDER....................................................................
CAPOEIRA – ODER:
BEGEGNUNG MIT EINER KAMPFKUNST DER ANDEREN ART........................
LEHRGANG MIT WOLF-DIETER WICHMANN IN KIEL.......................................
PRÜFUNGEN.................................................................................................
Ursprünglich war das Vereinsturnier 1994 für unser Dojo für Samstag, den 3. September geplant, doch findet zu diesem Termin in Münster das „Trimmfestival“ statt, an dem sich unser Dojo auch beteiligen wird. (Nähere Infos hierzu werden wir noch aushängen!)
Der neue Termin lautet: Samstag, 10. September
direkt nach der Mitgliederversammlung
(Einladung siehe unten in diesem DOJOINFO)
Ort: Dojo
Auch in diesem Jahr brauchen wir wieder Eure Mithilfe: Für den Münsterpokal gibt es wieder jeder Menge Dinge zu organisieren und hierfür brauchen wir Eure Unterstützung. Wir wollen daher – wie auch letztes Jahr – uns schon vorher treffen und ein „Team“ bilden. Alle, die Lust und ein wenig Zeit mitbringen, treffen sich daher am
Freitag, den 12. August 1994, um 21:00 (nach dem Training)
Ort: Dojo.
Die „Dojo-Jugend“ hat noch keinen eigenen Namen, doch wir haben trotzdem schon einiges vor! Zunächst einmal soll das erste Treffen schon jetzt geplant werden. Wir wollen uns hier zusammensetzen und die künftigen Aktivitäten organisieren.
Der Vorstand lädt daher alle Jugendlichen (d.h. diejenigen, die zu diesem Zeitpunkt das 21. Lebensjahr noch nicht erreicht haben) zum ersten Jugendtag des Shotokan-Karate-Dojo Münster e.V. recht herzlich ein. Treffpunkt soll unser Dojo sein, und zwar am:
Freitag, den 9. September 1994, um 18:00 Uhr – nach dem Training –,
Tagesordnung:
1. Begrüßung / Formalia / Wahl des Protokollführers,
2. Verabschiedung einer Jugendordnung,
3. Wahl Vereinsjugendausschuß,
4. Verschiedenes.
Es wäre schön, wenn möglichst viele von Euch kommen könnten. Wir zählen auf Euch !!
Euer Vorstand
Mit dem Ziel vor Augen, die Jugend noch besser zu fördern, hat der Vorstand beschlossen eine Jugendordnung einzuführen. Unser Vorschlag für die Jugendordnung ist in diesem DOJOINFO abgedruckt. Hierdurch können für diverse Aktivitäten Zuschüsse/Fördergelder von Stadt und Land beantragt werden. Wenn ich den finanziellen Rahmen auch noch nicht abschätzen kann, so wäre es dennoch dämlich, öffentliche Gelder nicht zu beantragen. Die Gelder werden auf ein gesondertes Jugendkonto fließen und dann ausschließlich für Zwecke der Jugend verwendet.
Da in fast jedem Verein die Jugendabteilung einen eigenen Namen hat, denke ich, daß wir auch einen sinnvollen passenden Namen finden sollten:
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Wanted
Name für die Dojo-Jugend ???
Belohnung: ein T-Shirt (ca. 25,– DM)
Hinweise zur Findung des Namens nimmt jede Jugenddienststelle oder das Jugendwartsfach bis zum 30.08.94 an.
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Bitte beteiligt Euch reichlich! Es kostet Euch nur ein Schmierblatt, einen lustigen Einfall und einen Einwurf ins Jugendwartsfach. Vergeßt nicht auf die Vorschläge Euren Namen zu schreiben. Jeder ist berechtigt mehrere Vorschläge zu machen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, der Vorstand übernimmt keinerlei Haftung, ohne Gewähr, u.s.w.!!!
Max
Der Vorstand lädt hiermit alle Mitglieder des Vereins zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung ein. Sie findet statt
am: Samstag, den 10. September 1994, 15:00 Uhr
– Vor dem Vereinsturnier –
Ort: Dojo (Bennostraße 5).
Tagesordnung:
1. Begrüßung / Formalia / Wahl des Protokollführers,
2. Bericht des Vorstandes,
3. Satzungsänderungen,
4. Verabschiedung einer Jugendordnung,
5. Bericht der Kassenprüfer,
6. Entlastung des Vorstandes,
7. Neuwahl des Vorstandes,
8. Bestätigung des Jugendwartes,
9. Änderung des Haushaltsplanes für 1994,
10. Verschiedenes.
Der Entwurf für die vom Vorstand vorgeschlagenen Satzungsänderungen und die Jugendordnung sind im Anhang an diese Einladung abgedruckt.
Euer Vorstand
Matthias Elzinga, 1. Vorsitzender Ines Elzinga, Stellv. Vorsitzende
Zur Verabschiedung einer Jugendordnung für eine selbständige Vereinsjugend ist es erforderlich, die „Haupt“-Satzung unseres Vereins entsprechend anzupassen. Die Vorschläge des Vorstandes lauten daher wie folgt:
·
Änderung: §
7.6
Alte Fassung:
Zuschüsse für Jugendliche werden auf dem Konto der Jugendkasse verbucht.
Neue Fassung:
Für die Vereinsjugend wird ein eigenes Konto geführt. Alle der Vereinsjugend zufließenden
Mittel sind diesem Konto gutzuschreiben.
·
Neu: §
7a Vereinsjugend
Die Jugend des Vereins führt und verwaltet sich selbständig und entscheidet
über die Verwendung der ihr zufließenden Mittel. Das Nähere regelt eine Jugendordnung.
·
Ergänzung zu: §
11.1
– Festlegung einer Jugendordnung
·
Neu: §
13.10
Der Jugendwart wird von der Vereinsjugend im Rahmen einer Jugendordnung gewählt.
Er ist als Mitglied des Vereinsvorstandes von der Mitgliederversammlung zu
bestätigen.
·
Wegfall: §
14.6 Satz 2
Er (Der Jugendwart) wird nur von den Jugendlichen gewählt.
Mitglieder der Jugendabteilung „ … “ des Shotokan-Karate-Dojo Münster e.V. sind alle Jugendlichen bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres sowie die gewählten Mitarbeiter/innen der Jugendabteilung.
Die … führt und verwaltet sich selbständig und entscheidet über die Verwendung der ihr zufließenden Mittel. Aufgaben der … sind insbesondere:
a) Förderung des Sports als Teil der Jugendarbeit,
b) Pflege der sportlichen Betätigung zur körperlichen Leistungsfähigkeit, Gesunderhaltung und Lebensfreude,
c) Erziehung zur kritischen Auseinandersetzung mit der Situation der Jugendlichen in der Gesellschaft,
d) Entwicklung neuer Formen des Sportes, der Bildung und zeitgemäßer Gesellung,
e) Zusammenarbeit mit anderen öffentlichen und freien Trägern der Jugendhilfe sowie Bildungseinrichtungen,
f) Pflege der internationalen Verständigung.
Organe der Jugend des Shotokan-Karate-Dojo Münster e.V. sind:
· der Vereinsjugendtag,
· der Vereinsjugendausschuß.
a) Die Vereinsjugendtage sind ordentliche und außerordentliche. Sie sind das höchste Organ der Jugend des Shotokan-Karate-Dojo Münster e.V.. Sie bestehen aus allen Mitgliedern der Jugendabteilung.
b) Aufgaben der Vereinsjugendtage sind:
· Festlegung der Richtlinien für die Tätigkeit des Vereinsjugendausschusses,
· Entgegennahme der Berichte und des Kassenabschlusses des Vereinsjugendausschusses,
· Beratung der Jahresrechnung und Verabschiedung des Haushaltsplanes,
· Entlastung des Vereinsjugendausschusses,
· Wahl des Vereinsjugendausschusses,
· Wahl von Delegierten zu Jugendtagen auf Kreis-/Stadtebene, zu denen der Verein Delegationsrecht hat,
· Beschlußfassung über vorliegende Anträge.
c) Der ordentliche Vereinsjugendtag findet – möglichst vor der Mitgliederversammlung des Vereins – jeweils im ersten Quartal des Jahres statt. Er wird von dem/der Vorsitzenden des Jugendausschusses mindestens vier Wochen vorher schriftlich oder durch Aushang unter Angabe der Tagesordnung einberufen.
d) Die/der Vorsitzende des Jugendausschusses kann außerordentliche Vereinsjugendtage, die die gleichen Befugnisse wie die ordentlichen Vereinsjugendtage haben, einberufen, wenn dies im Interesse der Vereinsjugend notwendig erscheint. Für derartige außerordentliche Vereinsjugendtage gilt § 4.c dieser Jugendordnung entsprechend.
e) Die/der Vorsitzende ist verpflichtet, einen außerordentlichen Vereinsjugendtag einzuberufen, wenn dies von mindestens ¼ der stimmberechtigten Mitglieder unter Angabe der Gründe verlangt wird. Der Vereinsjugendtag muß spätestens 4 Wochen nach Eingang des Antrags beim Vereinsjugendausschuß stattfinden. Die Einladung zu diesem Vereinsjugendtag muß den stimmberechtigten Mitgliedern der Vereinsjugend unter Angabe der zur Einberufung führenden Gründe mindestens 2 Wochen vorher zugegangen sein. Tagesordnungspunkte eines solchen außerordentlichen Vereinsjugendtages können nur solche sein, die zur Einberufung geführt haben.
f) Über jeden Vereinsjugendtag ist eine Niederschrift anzufertigen, die von der/dem Vorsitzenden und der/dem Protokollführer/in zu unterzeichnen ist. Sie muß alle Beschlüsse der Mitgliederversammlung im Wortlaut enthalten. Dieses Protokoll wird allen stimmberechtigten Mitgliedern zugestellt.
g) Der Vereinsjugendtag ist ohne Rücksicht auf die Anzahl der Erschienenen beschlußfähig, wenn fristgerecht und ordnungsgemäß eingeladen wurde.
h) Bei Abstimmungen und Wahlen genügt die einfache Mehrheit der anwesenden Stimmberechtigten.
i) Die Mitglieder der Jugendabteilung, die das 10. Lebensjahr vollendet haben, haben je eine nicht übertragbare Stimme.
a) Der Vereinsjugendausschuß besteht aus:
· der/dem Vorsitzenden und seiner/seinem Stellvertreter/in und
· Jugendvertreterinnen/-vertretern, die z.Zt. der Wahl noch Jugendliche sind.
b) Die/der Vorsitzende des Vereinsjugendausschusses vertritt die Interessen der Vereinsjugend nach innen und außen. Ist sie/er nicht volljährig, bestimmt der Jugendausschuß ein volljähriges anderes Jugendausschußmitglied oder ein Mitglied des Vorstandes, welches die Vereinsjugend rechtsgeschäftlich vertritt. Der/die Vorsitzende ist als „Jugendwart“ Mitglied des Vereinsvorstandes.
c) Der/dem Vorsitzenden obliegt die Führung des Vereinsjugendkontos.
d) Die Mitglieder des Vereinsjugendausschusses werden von dem Vereinsjugendtag für 1 Jahr gewählt und bleiben bis zur Neuwahl des Vereinsjugendausschusses im Amt.
e) In den Vereinsjugendausschuß ist jedes Mitglied wählbar.
f) Der Vereinsjugendausschuß erfüllt seine Aufgaben im Rahmen der Vereinssatzung, der Jugendordnung sowie der Beschlüsse des Vereinsjugendtages.
g) Die Sitzungen des Vereinsjugendausschusses finden nach Bedarf statt. Auf Antrag der Hälfte der Mitglieder des Vereinsjugendausschusses ist von der/dem Vorsitzenden eine Sitzung binnen 2 Wochen einzuberufen.
h) Der Vereinsjugendausschuß ist zuständig für alle Jugendangelegenheiten des Vereins. Er entscheidet über die Verwendung der der Jugendabteilung zufließenden Mittel.
i) Zur Planung und Durchführung besonderer Aufgaben kann der Vereinsjugendausschuß Unterausschüsse bilden. Ihre Beschlüsse bedürfen der Zustimmung des Vereinsjugendausschusses.
Änderungen der Jugendordnung können nur von dem ordentlichen Vereinsjugendtag oder einem speziell zu diesem Zweck einberufenen außerordentlichen Vereinsjugendtag beschlossen werden. Sie bedürfen der Zustimmung von mindestens 2/3 der anwesenden Stimmberechtigten.
Ja, wem gehört der Laden denn nun? Genaugenommen dem Ruderverein; aber wir sind Mieter des ganzen Dojos. Also jeder von Euch. Davon merke ich aber leider nur zum Teil etwas.
Beispiel: Dojorenovierung
„Ja, wie kommt denn die schöne Farbe an die Wand und woher kommt die nette Holzverkleidung?“ Ganz bestimmt nicht von den Sandmännchen. Es waren nur 15 (!) von 290 Mitgliedern, die in die Hände gespuckt haben und sich für sich und vor allem für Euch ins Zeug gelegt haben. Vielen Dank von allen an die 15 Helfer.
Doch total enttäuschend war am Donnerstag (15.7.) Eure Reaktion auf meine Frage, wer am 23.7. helfen kann, den Hallenboden zu reinigen (unser Freund Wilhelm besorgt uns extra eine Spezialmaschine und braucht noch 4 (!) Helfer. Es waren von ca. 50 Anwesenden 0 ! Personen bereit, etwas für´s eigene Dojo zu tun.
Sagt mir doch bitte einmal, wofür ich mir eigentlich immer den A… aufreiße. Ich tue es nicht für mich, sondern für´s gesamte Dojo, also für jeden von Euch. Denkt mal darüber nach!
Oss, Seibel
Am Samstag, den 9. April 1994 trafen sich gegen Mittag 13 (natürlich nur weibliche) Karatekas vor dem Dojo, um zusammen zu Frau Ochi nach Coesfeld zu fahren. Da keiner den Weg zum Coesfelder Dojo so genau wußte, brachte Diana eine Wegbeschreibung von Jörgl mit, die uns eigentlich weiterhelfen sollte. Doch leider war Jörgls Mühe umsonst: Keine von uns konnte sich annähernd denken, wie uns diese beiden DIN A7 kleinen Zettelchen zum Ziel bringen sollten. Also mußten wir es auf eigene Faust versuchen.
Zum Glück sind wir so früh losgefahren, daß wir nach längerem Suchen die Halle fanden und sogar noch Zeit hatten, ein dickes Eis zu essen. Vollgestopft gingen wir dann, mit Angst vor Magenschmerzen und Übelkeit, der ersten Trainingseinheit entgegen.
Das Aufwärmtraining übernahm für fast alle Trainingseinheiten Dieter Sowinski. Danach waren wir reif für Frau Ochi, die immer ein Lächeln, vor allem für uns (Noch-) Weißgurte, übrig hatte. „Ist Schwer, ne? Üben, ne?“ Das Training an sich war super.
Am Ende jeder Einheit versuchte die Sportphysiotherapeutin Andrea Bold uns einige Entspannungsübungen beizubringen, die nicht jedem etwas gebracht haben. Sie übernahm für eine Einheit auch das Aufwärmprogramm. Von ihr als Sportphysiotherapeutin haben wir natürlich ein völlig unbekanntes und professionelles Aufwärmen erwartet, aber alle Übungen waren uns bereits bekannt. Lob an unsere Trainer: Fortschrittliches und professionelles Aufwärmtraining!!!
Am Sonntag standen die Prüfungen an: Bettina, Natalie, Sandra, Christiane und wir beide (Katja & Jule) bestanden zum 8. Kyu. Bettina S. zeigte eine tolle Prüfung zum 3. Kyu. an dieser Stelle noch einmal „Herzlichen Glückwunsch“ an alle!
Unser besonderer Dank gilt Diana, die auch zu unserer Betreuung mitgefahren ist. Immer wieder ungeduldig beantwortete sie die ständigen Fragen, wenn es um JKA, DKV, Yokogeri und das Prüfungsprogramm ging, denn für viele war es der erste Lehrgang im Karatedasein. Diana, vielen Dank für Deine Hilfe!!
Katja & Jule
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Diana Kortwinkel, gebürtige Ur-Münsteranerin betrat am 4. Januar 1972 den geweihten Boden unseres Heimatplaneten. Nach einem längeren Vorspiel beim Turnen, begann sie am 20. August 1990 mit dem Karate-Training in dem uns allen bekannten Anfängerkurs. Da muß halt jeder mal durch! Verantwortlich für dieses neuen Mitglied, waren Sonja Welz und Frank „Seibel“ Müller, die zeitweise alle zusammen Arbeitskollegen bei der „HaMü-Versicherung“ waren. Bei solchen Karate-Freaks dauerte es nicht allzu lange und Diana wußte was „Hajime“ und „Oi-Zuki“ bedeutete.
Inzwischen ist Diana schon 4 Jahre dabei, in denen sie sich nicht nur den 3. Kyu erarbeiten konnte, sondern auch zahlreiche Erfolge erzielte. Ihre sicherlich schönsten Erfolge waren 1. Plätze und zahlreiche Plazierungen im Kata in Krefeld, Billerbeck und dem Münsterpokal. Doch dieses Jahr gelang ihr endlich der Durchbruch im Kumite. In Billerbeck erreichte sie neben dem 1. Platz in Kata, den 2. Platz im Kumite und gewann zusätzlich den Technikerpreis des Turniers. In Krefeld gelang Diana gar der Doppelsieg in Kata und Kumite.
Sonja Welz, geboren am 1. Oktober 1966 in Bochum, machte erst in einem fortgeschrittenem Stadium ihrer Karate-Laufbahn Bekanntschaft mit unserem Dojo. Ihre eigentliche Heimat ist das Karate Dojo von Franz Bork und Bernd Millner in ihrem Geburtsort. Am 1. Oktober 1977 begann Sonja das Karate Training zusammen mit ihren beiden älteren Brüdern und ihrem Vater. Auch heute, nach nahezu 17 Jahren ist Sonja, inzwischen 2. DAN, immer noch begeistert dabei. Sie selber sagt dazu: „Da mein Vater immer den Spruch drauf hatte - was wir angefangen haben, bringen wir auch zu Ende - bin ich beim Karate geblieben!“
Daß Sonja mit Leib und Seele beim dabei ist, zeigt auch ihre Verbands- und Trainertätigkeit. Neben ihrer Position als Frauenreferentin im Karate-Dachverband Nordrhein-Westfalen ist Sonja Inhaberin der B-Trainerlizenz. Weiterhin richtet sie regelmäßig Karate- und Selbstverteidigungslehrgänge aus. Im Laufe der Zeit häuften sich durch ihren Einsatzwillen unzählbare Erfolge an. Ihr Paß platzt förmlich vor Eintragungen. Ihre persönlich größten Erfolge feierte Sonja mit einem 3. Platz in Kata bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften 1985 und den 1. Platz mit der Kata Mannschaft bei den Deutschen Meisterschaften 1988.
Jörgl hat es mal wieder geschafft, mir einen Bericht aufs Auge zu drücken, nun gut, ich will sehen, was sich machen läßt.
Zunächst freue ich mich, daß auch unsere Unterstufe an diesem Lehrgang zahlreich erschienen ist. Nachdem einige Frauen von uns neulich erst Frau Ochi auf einem Lehrgang kennenlernten, hatten sie nun die Möglichkeit auch Herrn Ochi und sein wie immer etwas besonderes Training kennenzulernen. Ich hoffe, es hat euch gefallen.
Zur Oberstufe kann ich sagen, waren alle Trainingseinheiten ein absolutes Durchlaßtraining, nur wenige Danträger, die Herrn Ochi vom Training aus Bottrop kennen, waren noch schlimmeres gewöhnt.
In der ersten Einheit fing er direkt mit Kata an im regelmäßigen Wechsel mit einer niedrigeren Heian-Kata zu den etwas höheren Katas wie die Bassai-Dai, Enpi oder Jion.
Das Partnertraining und die Grundschule kamen natürlich in den darauffolgenden Einheiten auch nicht zu kurz, denn wie von Herrn Ochi bekannt ist, legt er sehr viel Wert auf gute Grundschultechniken, die ja wohl auch das „a“ und „o“ sind.
Das bekam dann auch unser Michelin-Lars zu spüren, er hatte sich nämlich lange auf diesen Lehrgang vorbereitet um bei Herrn Ochi seine Prüfung zum ersten Dan zu machen.
Abends fand dann die traditionelle Lehrgangsparty in der Poltertenne statt, es gab gut zu essen und zu trinken. Jörgl startete eine Malaktion für jedermann, es gab nämlich diesmal wieder Klebeschildchen auf die man eigentlich seinen Namen schreiben sollte, die aber dann etwas zweckentfremdet wurden, was allerdings auch viel lustiger war als so ein langweiliger Name der so allein da ´rum stand. Die Gesamtstimmung war wohl ganz gut, selbst Frau Ochi hat es dann von ihrem Sitzplatz zur Tanzfläche gezogen. Herrn Ochi sah man weniger auf der Tanzfläche als am Tresen und wer ihn schon von Feten her kennt, weiß auch das er so einiges vertragen kann. Leider wird das Training am nächsten Morgen dann doppelt so hart, nach dem Motto wer feiern kann, kann auch trainieren. Genauso war es dann auch.
Nach der letzten Einheit war die Stimmung in der Stephanus-Halle sehr gespannt, die Halle wurde dreigeteilt, um in den einzelnen Abschnitten die Prüfungen der verschiedenen Kyu-Grade abzunehmen. Im mittleren Abschnitt befanden sich drei Prüflinge unseres Dojos, Claudia, Angelika und unser Benny, alle machten die Prüfung zum 8. Kyu wobei ich erwähnen möchte, daß Benny eine sehr gute Prüfung ablegte, wobei man mal wieder sehen konnte „Training macht den Meister!“
Euch allen aber mein herzlichsten Glückwunsch!!
Doch was war das, von nebenan erreichten uns laute Schreie, es war Lars der gerade von Herrn Ochi zum ersten Dan geprüft wurde. Wir alle hielten Lars hinter der Wand ganz doll die Daumen und waren mit ihm am zittern. Nach den lauten Kiais zu urteilen mußte es eine starke Prüfung gewesen sein.
Nach einer Weile war es dann wieder ruhig, doch irgendwie tat sich nichts, wir hatten uns bereits vor der Hallentür versammelt aus der die Prüflinge jetzt rauskommen müßten, doch es kam niemand. Einige Minuten hat es dann gedauert bis diese Tür sich öffnete und ein absolut strahlender Lars uns ansah und die Frage bestanden oder nicht bestanden sich erübrigte! Unser Michelin-Lars hatte bestanden und mit dicken Umarmungen, Glückwünschen und einer Fotosession überfielen wir ihn auch direkt. Das gefiel ihm sichtlich sehr guuut!!
Einen schöneren Lehrgangsabschluß kann es ja auch gar nicht geben, somit waren wir alle sehr gut zufrieden und genossen dann noch den Rest des angefangenen Sonntags.
Oss Diana!!
Ich habe meinen 1. Dan ! Da aber nun so viele Unwissende (Prüfung findet unter Ausschluß der Öffentlichkeit statt) mich bedrängen, was denn dort hinter geschlossenen Türen vor sich geht, will ich eines der streng gehütetsten und faszinierendsten Initationsriten hier der Öffentlichkeit preisgeben.
Also, begonnen hat alles eher harmlos. Jeder der Prüflinge bekam eine Nadel und orangenes Nähgarn und mußte unter den strengen Augen von Frau Ochi, die extra wegen dieser Prüfung angereist war, die japanischen Schriftzeichen des Karate in einen jungfräulichen schwarzen seidenen Gürtel sticken. Der Schwierigkeitsgrad variierte hier beträchtlich. Während die Prüflinge zum 1. Dan noch im Schneidersitz verweilen durften und die Hilfe eines Fingerhutes genießen konnten, mußten die Prüflinge zum 2. Dan die gesamte Zeit im Kiba Dachi verharren. Die 3. Dan-Anwärter gar mußten zusätzlich ein japanisches Volkslied pfeifen, und außerdem war ihnen der Fingerhut verweigert (hier war Kime gefragt).
Nachdem die Arbeit erfolgreich beendet war, wurde das ganz normale Grundschulprogramm durchgegangen, vorwärts, rückwärts und seitenverkehrt.
Anschließend gab es zur Stärkung eine Tasse grünen Tee, die allerdings frisch zubereitet am Stück geliefert werden mußte, so daß es sich mit der Erfrischung in Grenzen hielt.
Diese zusätzliche Stärkung war auch von Nöten, denn nun begann das Kumite ! Zuerst wurden ganz normale Kumite-Formen verlangt, und auch die acht Freikämpfe überstanden wir alle recht locker, zudem wir von den jeweils nicht kämpfenden durch rhythmisches Klatschen aufgemuntert wurden.
Einige kritische Situationen hatte ich nachfolgend zu überstehen, als ich mit verbundenen Augen gegen 4 Kämpfer gleichzeitig antreten mußte. Besonders negativ auf mein Stehvermögen wirkten sich die Low-Kicks einer Mitstreiterin aus, die höher gelegene Körperteile offensichtlich, und vielleicht auch glücklicherweise, nicht zu erreichen vermochte.
Auf Grund des entstandenen Beinschadens war es nicht möglich, meine eigentliche Prüfungskata vorzuführen, so daß ich auf die bis dato völlig unbekannte Gankaku zurückgreifen mußte, da hier lange Passagen auf einem Bein bewältigt werden können.
Wie zu erwarten gelang es mir, auch diese Hürde zu meistern und endlich, endlich stand ich vor der abschließenden Probe: In der Ecke der Halle stand ein schmaler Gegenstand von einem schwarzen Tuch bedeckt. Das war es also: Das große Mysterium, das Zentrum der Kunst. Ich zeigte jetzt zum ersten Mal während der Prüfung Nerven und ein feiner Schweißfilm bildete sich auf meiner Stirn. Aber jetzt gab es kein zurück. Herr Ochi zog das Tuch weg und mir stockte der Atem ob der massiven Eichenlatte, die vor meinen Augen erschien. – Ein Makiwara also ! Nun ja, dachte ich, das ist zu schaffen, und erwartete Ochis Anweisungen: „Schlei Blett an mit Kiai, wenn umfällt bist Du 3. Dan.“
Ich schrei mir die Lunge aus dem Hals, aber letztendlich gelang es mir erst, als ich es, auf alt hergebrachte Weise, mit oft geübtem Zuki aus der Verankerung im Hallenboden trieb. „Nun ja, Kiai zu schwach, aber sonst geht es einigermaßen, Du jetzt 1. Dan.“
– Tja, so war das am 01. Mai, und glaubt mir eins: Wer wirklich meint, die Prüfung nimmt einen solchen Verlauf, der sollte schon mal sticken üben ! Das war das Schwierigste für mich ! Ehrlich !
Lars
Kata Damen Unterstufe
(9.-7. Kyu) Karin
Pose 1.
Platz
Kata Herren Mittelstufe
(6.-4. Kyu) Michi
Maibaum 1.
Platz
Olli Lich 3. Platz ( -0,6 )
Kata Damen Mittel- und Oberstufe
(6.-1. Kyu) Diana
Kortwinkel 1.
Platz
Judith
Winter 3.
Platz ( -0,8 /
Unterbew.
)
Maggi Chrzanowski 4. Platz ( -1,1 )
Kata Mannschaft
Mittel- und
Oberstufe (6.-1. Kyu) Judith
Winter, Alex Gilbert,
Diana
Kortwinkel (Vorrunde:
Maggi
Chrzanowski) 2. Platz (
-0,7 )
Kumite Damen Oberstufe Diana Kortwinkel 1. Platz (4:1)
Kumite Herren Oberstufe Andreas Pönisch 1. Platz (5:1)
Peter Mandrella 2. Platz
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Münstersche Zeitung vom 10. Mai 1994 |
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Westfälische Nachrichten vom 11. Mai 1994 |
Am 15.5.94 trafen sich 8 Kids, darunter Judith Mechias, Jan Enste, Peter Chrzanowski, Paul Chrzanowski (8. Kyu), Daniel Tyler, Robin Hofmeister, Stefan Wentker und Heiko Mack (9. Kyu). Dann kamen noch Max, Sabine, Daniels und Heikos Eltern und Nadine, die Schwester von Heiko mit.
Gegen 8:30 fuhren wir dann los. Mit Perversität kamen wir um ca. 10:00 Uhr in Rödinghausen an. (Ein Lob an Asahi Rödinghausen und SKD Bünde wegen der guten Ausschilderung)
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Westfälische Nachrichten vom |
Dann ging´s erst mal ab in die Sporthalle der Gesamtschule. Da wir zu früh gekommen sind, gingen wir ins Café, nach einer interessanten Messung durch Torbögen. Nachdem wir uns ausgeruht hatten, zogen wir uns um und machten uns nach Max´ Anweisungen warm.
„Die Turnhalle war gut ausgeschmückt.“ Die Pokale standen umringt von Bonsai-Bäumen auf einem Tisch. (Daher der Name Bonsai-Cup)
Dann war es soweit, um 11:30 Uhr mußten sich alle Kinder nach Kyu-Grad in einem Flur aufstellen, um mit einem höllischen Spektakel und sehr guter Musik in die Halle zu rennen. Aber es herrschte eine totale Verwirrung, bis sich die Kinder in einer Zweierreihe aufgestellt hatten. Plötzlich peste die Reihe mit 200 Kindern in die Halle ! Danach hielt der Bürgermeister eine Ansprache.
Nach dieser schönen Begrüßung fing das Turnier mit Kata-Mannschaft an. Jan, Peter und Paul (SKD Münster 1) kamen mit guter Leistung ins Finale. SKD Münster 2 (Robin, Daniel und Stefan) schieden leider in der ersten Runde aus.
Dann ging´s weiter mit Kata Einzel. Jan, Peter und Paul kamen ins Finale. Die anderen schieden leider schon vorher aus, obwohl sie sehr gut gekämpft haben. Um 14:00 war Sanbon-Kumite angesagt. Nur Judith, Peter, Paul und Robin schafften es, sich zum Finale durchzukämpfen. Jan, Heiko, Daniel und Stefan schieden trotz ihres guten Kampfes aus. Anschließend hatten wir ca. 30 min. Pause, da konnten wir endlich wieder essen (Hm… lecker!).
Um ca. 16:30 Uhr ist endlich der große Augenblick gekommen: das Finale !!! Der Finalablauf war in vorgegebenen Gruppen. Als erstes war Kata-Mannschaft an der Reihe, wo wir den 4. Platz, weil Paul den Tettsui vergessen hatte, erreicht haben. Dann folgten andere Kata- und Kumite-Gruppen, bis Peter gegen Paul um den 3. Platz im Sanbon-Kumite kämpfen mußte. Der Gewinner war Paul. Robin mußte auch um den 3. Platz im Kumite kämpfen. Er wurde leider der 4.
Als Kata-Einzel-Finale (9.-8. Kyu, 13-14 Jahre, 141cm-160cm) dran war, belegte Jan mit einem guten Ergebnis den 4. Platz, obwohl er als erster gestartet ist. Peter und Paul mußten wieder stechen, diesmal um den 1. Platz. Peter war der gut kämpfende Gewinner.
Zum Schluß war noch das Mädchen-Sanbon-Kumite dran. Da überzeugte uns Judith mit sauberen Techniken und lauten Kiais und belegte damit – obwohl sie nicht in Kumite starten wollte – den ersten Platz.
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Münstersche Zeitung |
Nun kam die Siegerehrung, der Höhepunkt des Tages. Die Siegerehrung wurde mit einer krönenden Musik begleitet. Alle, die einen Platz belegt hatten, bekamen ein T-Shirt, eine Urkunde oder noch einen Pokal dazu. Der Technikerpreis war ein niedliches, kleines Bonsai-Bäumchen. Dann fuhren wir alle zufrieden nach Hause.
Jan, Peter und Paul
Kata Einzel: Peter Chrzanowski 1. Platz
Paul Chrzanowski 2. Platz
Jan Enste 4. Platz
Sanbon Kumite Jungen
141 - 160 cm: Paul
Chrzanowski 3.
Platz
Peter Chrzanowski 4. Platz
Sanbon Kumite Jungen
161 - 170 cm: Robin
Hofmeister 4.
Platz
Sanbon Kumite Mädchen: Judith Mechias 1. Platz
Eines der größten Rätsel unseres Dojolebens erwartete uns am Samstag den 21. Mai 1994, denn die alljährliche Pfingst-Dojofahrt stand vor der Tür. Viele Lichtjahre vom Dojo entfernt, galt es wiederum fremde Welten, unbekannte Lebensformen und neue Zivilisationen zu entdecken. Das Dojo drang dabei in Galaxien vor, die nie ein Rotschlumpf zuvor gesehen hatte. Mit anderen Worten, alle wußten von einer Reise in die Eifel an einen Vulkankratersee, aber wohin genau blieb ein Rätsel. Doch letztlich materialisierte sich das Ziel ... GILLENFELD am PULVERMAAR ... vor unseren, vom K 45 getrübten Augen.
Nachdem alle Würstchen, Steaks und diverse Campingklamotten im Frachtraum verstaut waren, ging es mit Warpgeschwindigkeit 9,4 pünktlichst um 7:00 Uhr MEZ vom Grillmaster ab in Richtung Süden. Eigentlich überflüssig, aber dennoch ist zu erwähnen, daß der Bus schon kurz nach dem Start durch die elementaren Kräfte aller Mitreisenden arg ins vibrieren geriet. Die Begeisterung aller versprach Subraumverzerrungen am laufenden Band. Bus, ahoi!
Diese recht turbulente Busfahrt, mit den vielen und inzwischen schon üblichen Zwischenstopps an diversen Raststätten („Pinkelpausen mit Fotosession“) erfuhr zwei gnadenlose Höhepunkte. Zum einen kann sich unser Dojo rühmen, einen Streifenwagen samt Inhalt zu unserer Fangemeinde zu zählen, und zum anderen hatte ein Getränkemarkt in einer unbekannten Welt unseren konsummäßigen Überfall zu bewältigen (… 30 Kisten plus Zugabe !).
Ihr Ende fand diese Busfahrt, letztlich mit nur ein paar kleinen Umwegen, passend zum Mittagessen. Die Witterung auf diesem Klasse-M-Planenten ließ das Ärgste befürchten. In Windeseile wurden die Zelte aufgebaut, wobei der Besitz eines Hammer zum Einschlagen der Heringe den aktuellen Beliebtheitsgrad ungemein erhöhte. Nachdem alle irgendwie ihre Zelte befestigt hatten, galt die Devise: „Ist es draußen naß, haben wir noch mehr Spaß !“ Schnell wurden eine paar Hot-Dogs, Eis, Lollies, Pizza-Baguettes und Feiglinge eingeworfen. Dank der Einweisung der schon am Vortag angereisten Motorradfahrer fühlten wir uns gleich heimisch, wenn auch sehr naß!
Einige der hartnäckigsten Nahrungssucher nahmen eine lange Strecke in Kauf und eroberten eine Kneipenpizza im naheliegenden Städtchen Gillenfeld, um nach einem langen und genüßlichen Toilettenbesuch etwas Warmes zu verspeisen. Anschließend bereiteten wir die Inhaber schon einmal auf einen Besuch von über 60 Personen am nächsten Abend vor. Direkt im Anschluß an diesen Besuch wurden gleich kistenweise Feiglinge für die durstige Meute besorgt (Ergebnis: siehe 2. Tag!).
Am frühen Abend war es nun endlich soweit, das langersehnte Grillen der Fleischberge konnte beginnen. Ohhhhh! Nein! Der große Schwenkgrill liegt doch nicht etwa im Bus! Oh, doch! Nun galt es zu improvisieren. Schnell wurden aus der felsigen Umgebung dicke Steine herangetragen, so daß nun doch zwei kleine Feuerstellen mit jeweils einem Rost die hungrigen Mägen versorgen konnten.
Das Grillen nahm den üblichen Verlauf. Mit Zunahme des Kalorienhaushaltes stieg auch der Stimmungspegel weiter an, so daß trotz des schlechten Wetters eine unglaubliche Stimmung über dem matschigen Campingplatz am Pulvermaar schwebte. Als es letztlich auch den härtesten Karateka draußen zu naß war, wurden die Feierlichkeiten in den Zelten von neuem aufgenommen. Allerdings bestand auch hier keine Garantie für trockene Klamotten. Das Resümee des 1. Tag in der Fremde ist schnell gezogen. Bewundernswert an diesem Tage war die total geile Laune aller Beteiligten trotz des echt miesen Wetters. Das Motto für den 2. Tag kann eigentlich nur heißen … nochmal, nochmal, nochmal (frei nach dem Dino-Baby!)! Energie!
Nach dieser ersten verregneten, feucht fröhlichen Nacht, wurde die Dojo-Crew am frühen Morgen mit einer unerwarteten Trockenheit beglückt. Im übrigen hinterließ das nächtliche Tropfen auf die imprägnierten Zeltwände und der leidige Kontrollblick auf die glatten Wände des Innenzeltes, neben einem noch nie gekannten Rythmusgefühl auch ein Gefühl der Gemütlichkeit im verschwitzten Inneren der vor allen Übergriffen trotzenden Behausungen.
So gegen 7:30 Uhr MEZ waren die ersten Tumulte auf unserem Zeltplatz zu hören. Also, ab ging´s zum Duschen! In den Duschräumen erwarteten uns leider schon einige andere zitternde Camper, denn die Duschen waren saukalt. Wer sich allerdings dieser Qual aussetzte, brauchte den ganzen langen Tag keine Kälte mehr zu fürchten. Wem dennoch der Frost in die Knochen gekrochen war, setzte sich auf den Wäschetrockner, der durch langanhaltendes Trocknen eine unglaubliche Wärme ausstrahlte.
Anschließend erfolgte dann ein gemütliches Frühstück an der Zeltplatzsammelstelle beim beliebten „Lutscher-Kiosk“. Seibels Brötchenbestellung wurde dankend angenommen, aber ohne ein „Bit“ ging es auch hier nicht ... Prost! Einige der harten Rotschlümpfe bestellten Pizza-Baguettes oder Hamburger! Die Härtesten unter den Harten setzten anschließend das nächtliche Grillen fort! Brrrrr!
Der nun folgende Zeitabschnitt wurde mit kicken (... Scheidti, die nächste Dojofahrt tunnel ich dich aber !), labern, Bier trinken und einer überraschend schnellen Vulkanseeumrundung verbracht. Zwischenzeitlich war unser Technischer Leiter Seibel Müller in die City geheizt, um eine Trainingsmöglichkeit zu erhaschen. Unglaublicherweise stellte Gillenfelds Schuldirektor uns die städtische Sporthalle zur Verfügung. Einzige Bedingung, der Schlüssel sollte bis etwa 22:00 Uhr MEZ wieder in seinem Briefkasten liegen. Für diese Freundlichkeit und für das Vertrauen in einen fremden Chaos-Verein gab Seibel ein paar Tage später einen Fleurop-Strauß in Auftrag.
Gegen 17:00 Uhr MEZ rollte eine Dojowelle einschließlich der gestreßten Campingplatzhelfer in Richtung Gillenfeld los. Ein hypergalaktischer Auftritt von Wonder-Peter (Peter L.) mit seinem flatternden Cape sorgte für kurze Aufregung, dann war aber fix die Trainingshalle gefunden. In den Trainingsräumlichkeiten wurden als erstes die Toiletten und die Duschen inspiziert. Schnell wurden noch einmal die Schilde hochgefahren (… sch … n!), dann der Gi übergestreift und los ging´s! Nach ein paar lockeren Spielchen (Basketball, Volleyball, Kicken und Ringkämpfen) begann das mega harte Training, begleitet von einem strahlenden Sonnenschein.
Eine lange schwindelerregende Gymnastik und hollywoodmäßiges Partnertraining ließen die Karateka-Herzen jubilieren. Vor allem die elfengleichen Bewegungen der Teilnehmer waren höchst bewundernswert. Selbst eine von Scheidti inszenierte Dopingprobe (... Foto der Gi-Hose aus Froschperspektive) fiel erstaunlicherweise negativ aus! Nachdem das Training mit einem Uschaaaaaaaaaaa beendet wurde, erfolgte nun die langersehnte heiße Dusche. Selbst eine Fotoattacke durch unsere Starreporterin Coko in der Herrendusche wurde gelassen hingenommen.
Pünktlich um 20:00 Uhr MEZ stürmten wir dann die schon bekannte Dorfkneipe. Zwar hatten wir uns angekündigt, aber dennoch konnten die Besitzer nicht ahnen, was da auf sie zukommen sollte. Nur soviel, in Münster wären wir bestimmt in Handschellen und weißen Westen abgeführt worden. Die in den folgenden 2 Stunden abgespeicherten Bildfolgen lassen sich in Worten kaum ausdrücken. Deshalb hier ein kurzes und panikartiges Intermezzo des erlebten Wunders:
... Pizza ... Weizen ... Feiglingszeremonien ... La ola, die Welle ... Feiglinge ... Gesang ... Feiglinge ... Panik ... Feiglinge ... Scheiß Tribüne! ... Mau Mau mit Bierdeckeln ... eine Wette ... Panik ... !!!
Nein, so geht es nicht! Ich muß auf eine Sache doch etwas detaillierter eingehen, denn unserem 1. Vorsitzenden wurde ein Superangebot für einen Strip unterbreitet. Wahrlich, wahrlich in diesem Angebot steckte ein unglaublicher Sprengstoff. Und unglaublicherweise stand Mattes plötzlich auf einem Tisch mitten in der Kneipe und wurde unter dem panischen Gebrüll aller Rotschlümpfe von Diana ausgezogen. Dies ist kein Witz! Selbst den anwesenden Nichtrotschlümpfen fiel die Kinnlade in einem Zeitlupentempo in Richtung Bodenbelag. Da! Mattes stand nur noch mit einer roten U-Hose bekleidet auf dem Tisch und zeigte Rolladen gleich sein „Ding“! In diesem Augenblick wurde ein neuer Spruch geprägt, der da heißt: „Nicht am 1. Ausziehenden anpacken!“ Petras anstrengende Aufgabe bestand anschließend darin, unseren Star wieder in seine Klamotten einzupacken. In einem angezogenen Zustand tranken Ines und Mattes mit den gar nicht so verstörten älteren Gästen einen Feigling in alt bekannter Feiglingstradition als Wiedergutmachung. Eigentlich hätte man für diese Show Eintritt verlangen müssen. Auf jeden Fall wird niemand der Anwesenden je diesen Abend vergessen. Anschließend wurden die Klamotten aus der Sporthalle geholt und zurück ging´s zum Pulvermaar.
Der Weg zu dem uns schon bekannten Vulkansee war begleitet von einem extrem lauten Gesang (neuer Katzenklo-Text von Ömi und Diana), von Schafsjagden, von einem Flachmann-Buffallo durch Seibel, einer Skisprungshow von Scheidti und Mäxchen und nicht zu vergessen von einem „Pfwump - wie macht der Wald“ von Tanja „Fratze“ Föllen und Sabine. Letzteres geschah bei einer nicht so ganz durchdachten Erschreckungsaktion. Bei dem obligatorischen „BUUHH“ stürzten Tanja und Sabine aus dem Wald, wobei Tanja direkt von einem kleinen Abhang auf ihren Hintern fiel. Die zu beklagenden Opfer dieser Aktion waren Tanjas zerbrochene Sonnenbrille (... aber es war doch mitten in der Nacht!) und ihre zerrissene Hose.
Dieser unglaubliche Tag ging mit einem Trinkgelage, einem Gesangeswettbewerb (Peter L. bewies als Stevie Wonder durchaus Popqualitäten) und einem Lagerfeuer beendet. Der Gesang allerdings wurde so gegen 24:00 Uhr MEZ eingestellt, da uns die ebenfalls anwesenden Campingplatz Rocker drohten, am frühen Morgen mit ihren Karren unsere Zelte zu umkreisen. Na ja! Unser Schlaf war uns dann doch ein wenig heilig. Irgendwann beamten sich dann alle irgendwie in ihre Kojen. Oh, Oh, gut´s Nächtle!
Der letzte Morgen am Pulvermaar begann eigentlich so wie der vorletzte Morgen, allerdings mit dem Unterschied richtig warmer Duschen. Nach einem Frühstück ... eigentlich einem sehr langen Frühstück an dem uns angestammten Platze, einigen Flaschen Bier und einem Hebammen-Handschuh-Attentat von Dieta, zwangen einige der härtesten Fleischesser die letzten Würstchen in die Knie. An dieser Stelle fällt mir noch Scheidti ein, wie er bei irgendeiner unserer Grillsessions dieser Tage mit einem Steak im Ärmel schreiend über den Zeltplatz lief … das Grauen!
Die nun folgenden Stunden wurden ausgefüllt mit einem rasanten Zeltabbau, kicken, tratschen, Motorradfahren und ... ! Kurz bevor der Bus dann schließlich einlief, erwischte uns noch der letzte Platzregen. Einige unermüdliche Rotschlümpfe wuselten den matschigen Zeltplatz rauf und runter und beseitigten ihn von allem möglichen Unrat. Das war bei strömendem Regen ein spaßiges Vergnügen. Anschließend wurden die 30 Bierkisten abgegeben, die Kaution eingesackt und ab ging es, triefend naß vom Schweiß und Regen in Richtung Heimatplanet. Erst noch ein wenig aufgedreht, dann allerdings etwas ruhiger verlief diese Rückfahrt ohne besondere Zwischenfälle. Es gab zwar einige diverse Ringkämpfe im Businneren, bei denen besonders Tanja Catcherqualitäten offenbarte und einige farbige Lolli-Zungen, dennoch war allen Rotschlümpfen die Anstrengung der letzten Tage anzumerken.
Überhaupt verlief diese Dojofahrt ´94 besser, als alle es vorher gedacht hätten. Trotz des miesen Wetters war Gillenfeld eine ganz besonderes Vergnügen. Einzig Mark, der sich bei einem unbedachten Sprung in den felsigen Vulkansee das Schlüsselbein brach, wird noch etwas an diesem Pfingstwochenende zu knacken haben. An dieser Stelle „gute Besserung“ für Dich.
Hey! Bevor ich es vergesse! Da war doch noch etwas, oder? Ach? Ja! Piep ... Piep ... Piep ... wir haben uns alle lieb!
Jörgl
Name: Einsatz:
Alex G. 5,–
Daniel W. 5,–
Dirk 5,–
Andre Heitorn 5,–
Elvis 5,–
Andi 2 Flaschen Tequila
1 Kasten Erdinger
Ines E. 1 Wochenende in Paris
Max M. 1 Flasche Fernet Branca Minze
Peter L. 1 Flasche Jack Daniels
Frank O. 1 Karton Feiglinge
Michi M. Einladung für beide zum Frühstück
Katja N 1 String-Tanga
Mattes W. 1 Sepp-Herberger-Unterhose
Blümi 1 Flasche Wodka
Pia 1 Eis
Diana K. 1 Ausziehen
Duschen
Petra P. 1 Anziehen
Scheidti 2 Kartons Feiglinge
Farbe für Wohnung
Tanja F 1 Body
Frank O. 1 Besuch Saunaclub „Heidi“
Anke 1 Abtrocknen
Nachdem ich vor zwei Jahren bei der Hochschulsportschau begeistert einer Vorführung in der brasilianischen Kampfkunst Capoeira zugesehen habe, konnte ich an einem Mittwoch im April an einem Training teilnehmen. Das Training sollte um 18.30 Uhr beginnen, und ich war natürlich auch pünktlich da, aber typisch brasilianisch kamen die ersten eine Viertelstunde später. Da ich aber vorgewarnt war, hatte ich mich darauf eingestellt. Der Trainingsraum stellte sich als ein Partyraum dar, der dazu auch noch gerade umgebaut wird. Das heißt, der Boden war total verdreckt und Zementsäcke lagen auf dem Boden, und ich als einziger barfuß. Es gab auch keine Umkleide oder Dusche, aber Improvisation ist eben alles.
Die Gruppe bestand aus 10 Leuten und noch zwei Anfängern außer mir. Zu Beginn des Trainings (ca. 19.10 Uhr) wurde erst mal Musik gemacht. Der Trainer hatte eine Art Flitzebogen, dessen Saite er mit einem kleinen Stock traktierte, die anderen benutzten Tambourine oder klatschten einfach in die Hände, ich bekam zwei kleine Glocken, auf die ich mit einem Stock einzuschlagen hatte. Der Trainer sang auf portugiesisch vor, und wir sangen den Refrain dazu. Da dieses auch auf portugiesisch erfolgte, war dieses nicht ganz einfach. Trotz anfänglicher Unsicherheit machte es aber tierisch Spaß.
Nach ca. 20 Minuten begann dann das eigentliche Training. Dazu wurde, wie auch während des gesamten weiteren Trainings, ständig Capoeira-Musik vom Band gespielt. Dieses half einem nachher bei den Partnerübungen sehr, da immer auf die Bewegungen des Partners eingegangen werden mußte, denn beim Capoeira gibt es kein Blöcke und der Takt der Musik half einem beim Timing der Bewegungen.
Nach dem Aufwärmtraining wurde die Gruppe aufgeteilt und wir drei Anfänger bekamen Bewegungsaufgaben. Das heißt, wir sollten uns im Takt der Musik im Grundschritt bewegen. Beim Capoeira wird sich ständig bewegt, es gibt also kein Abwarten aus einer festen Stellung. Schwierig war für mich vor allem die leicht vorgebeugte Haltung des Oberkörpers, die bei diesen Bewegungen eingenommen werden sollte. Auch Körperspannung war überhaupt nicht angesagt, und der Trainer versuchte mir laufend das Hikite abzugewöhnen, was nicht ganz einfach war. Nach der ersten Grundbewegung kam dann ein Fußtritt hinzu. Dabei wurde das gestreckte Bein von Außen nach Innen über den Kopf des (zuerst imaginären) Partners geschwungen. Als dritte Übung des Abends lernten wir noch eine Vermeidungsbewegung auf diesen Angriff. Dazu wurde einfach in die Hocke gegangen und dann nach schräg hinten wieder aufgestanden. Die Musik half einem dabei das Tempo konstant beizubehalten, auf die Bewegungen des Partners einzugehen und sich nicht ruckartig und zu schnell zu bewegen.
Als Abschluß des Trainings stellten wir Anfänger uns in einem Dreieck auf und mußten auf Kommando die Position durch einen Radschlag tauschen. Danach stellten wir uns wieder im Kreis auf und machten selber Musik, aber im Unterschied zum Beginn des Trainings machten die Fortgeschrittenen innerhalb des Kreises eine Art Kampf. Ich sage ausdrücklich eine Art Kampf, weil es nicht um Sieg oder Niederlage ging, sondern das ganze eine mehr spielerische Auseinandersetzung war. Wurde aus Versehen wirklich jemand berührt, wurde sich sofort entschuldigt. Als die beiden Trainer dann in den Kreis traten wurde es richtig spektakulär: die beiden bewegten sich mehr auf den Händen als auf den Füßen, jede Ausweichbewegung wurde sofort zu einer eigenen Angriffsbewegung weitergeführt, und die Fußtritte wurden zum Teil gesprungen ausgeführt. Die Beweglichkeit und Kraft die dabei zu Tage trat war unglaublich.
Zum Abschluß wurde noch einmal gemeinsam gesungen und damit ging das Training nach 2.5 Stunden zu Ende.
Als Abschlußbetrachtung bleibt übrig zu sagen, Capoeira und Karate zu vergleichen ist eigentlich nicht möglich, dazu sind die Unterschiede zu groß. Die Bewegungen sind ganz anders, es gibt keine Handtechniken, weder als Angriff noch als Abwehr. Kein Kime und keine gestoppte Techniken sondern durchgeschwungene Beine. Die Stellung ist anders usw, usw …
Der größte Unterschied liegt meiner Meinung nach aber bei der Einstellung zum Kampf. Damit meine ich nicht die Vermeidung der Treffer sondern die innere Einstellung. Beim Karate bezieht man die Kraft und die Motivation aus sich selbst und als stärkster Ausdruck kommt unweigerlich der Kiai. Beim Capoeira dagegen wird die Kraft aus der Gruppe, die um einen ist und Musik macht, gezogen und ist somit mehr extrovertiert.
Auf jeden Fall war es ein sehr interessantes Erlebnis, das ich demnächst wiederholen werde.
Ulf
In der neuen JKA-Zeitschrift war für den 28/29 Mai ein Lehrgang mit W.-D. Wichmann in Kiel ausgeschrieben,
und da ich dort eine Übernachtungsmöglichkeit habe, machte ich mich auch auf den Weg. Zum Teil war ich auch von Neugier getrieben, denn ich hatte schon viel von ihm gehört und auch seine Bücher zur Trainingsvorbereitung benutzt. Vor allem Bemerkungen wie „Traditionalist“ und „harter Hund“ prägten meine Vorstellungen. Mit solchen Vorurteilen beladen ging ich dann auch zum ersten Training. Die Oberstufe wurde von ca. 50 Karatekas ab dem 4. Kyu bestritten. Diese geringe Zahl und das Durchschnittsalter von geschätzten 35 Jahren trug zu einer familiärer Stimmung bei. Aber auch Wolf-Dieter Wichmann hatte eine sehr warme und angenehme Ausstrahlung.
Das Training verlief wie erwartet, d.h. es wurde Wert auf korrekte Ausführung von Grundtechniken und auf korrekten Krafteinsatz gelegt. Wichmann war eine korrekte Ausführung viel wichtiger als tiefer Stand oder Schnelligkeit. Dazu lag sein Augenmerk auf Kampfgeist.
Auf die Prüflinge wartete noch ein Extrabonbon. Während jeder Einheit mußten sie ihr Prüfungsprogramm vorführen während er sich Notizen machte, die er ihnen am Abschluß des Training mitteilte. Auch alle Dan-Träger mußten gelegentlich vor der Gruppe einzeln Kombinationen vorführen, die er dann kommentierte. Dieses machte er um seine Kriterien von richtigen und falschen Techniken transparent zu machen, aber auch, um die individuellen aber trotzdem richtigen Ausführungen zu veranschaulichen. Überhaupt versuchte W.-D. Wichmann zu verdeutlichen, nach welchen Kriterien er in Prüfung und Wettkampf urteilt.
Dieser Lehrgang zeichnete sich nicht durch spektakuläre Techniken oder schwierige Katas aus, sondern es wurden Prüfungskombinationen, Grundschulkatas und Prüfungs-Partnerübungen durchgenommen. Aber trotzdem oder vielleicht gerade deshalb hat mir der Lehrgang sehr viel Spaß gemacht. Dieses lag auch an W.-D. Wichmann der viel korrigierte und vormachte und jederzeit ausführlich auf Fragen einging.
Besonders hat mir gefallen, daß Karatekas aus den unterschiedlichen Verbänden teilgenommen haben. So sah man Pässe vom DKV, JKA, alte DKB-Ausweise und auch jemand vom SKI nahm teil.
Wichmann betonte in seinem Schlußwort, daß es nur eine Art von Karate gibt, und die sei unabhängig vom Verband. Jemand, der Karate nicht richtig betreiben würde, der wird es nicht dadurch tun, daß er einem anderen Verband beitritt, und ihm persönlich wäre es völlig egal, in welchem Verband man ist, solange man sich ernsthaft um das Karate bemüht. Er würde Lehrgänge für alle geben.
Auf jeden Fall kann ich Lehrgänge in Schleswig-Holstein nur empfehlen.
Ulf
Jan Enste................................................................................................................ zum 8. Kyu
Alexandra Gilbert.................................................................................................. zum 5. Kyu
Christian Baeumer, Katja & Peter Bakalor, Daniel Bock, Anja Doms,
Petra Eckermann, Frank Elsner, Jochen Elting, Oleg Farber,
Gregor Halfmann, Katharina Janzen, Kirsten Künnemann, Annette Kuhl,
Markus Lüdicke, Ralf Michels, Günter Mokulys, Frank Overkott,
Anna Schmidt-Ehmcke, Oliver Schulz, Katrin & Sebastian Schroer,
Frank Siebelt, Katrin Stracke, Birgit Teigel, Lars & Stephan Tölke,
Dirk Trautmann, Marcus Wierling, David Wietfeld, Bruno &
Gerrit Wigger, Ralf Kögler................................................................................... zum 9. Kyu
Anne Stegmann, Michael Thiemann................................................................. zum 8. Kyu
Angelika Rohrbach, Claudia Fronda, Benjamin Hilleke.................................. zum 8. Kyu
Lars Rohde............................................................................................................ zum 1. Dan
Manfred Blum, Petra Pistor, Silke Dunker......................................................... zum 6. Kyu
Rüdiger Otto.......................................................................................................... zum 2. Dan
Heike Mäder.......................................................................................................... zum 1. Dan
Cordula Peter......................................................................................................... zum 4. Kyu
Anke Walbrink...................................................................................................... zum 7. Kyu
Uwe Pregla............................................................................................................. zum 5. Kyu
Dirk Prause............................................................................................................ zum 4. Kyu
Peter Lanwehr....................................................................................................... zum 1. Kyu
Frank Ohm............................................................................................................. zum 4. Kyu
Mattes Elzinga...................................................................................................... zum 1. Kyu
(Sorry, die Infos sind mal wieder unvollständig – Eure Redaktion)