Sem;kolon intern! "Protokolle" der Sem;kolon-Aktivitäten von 2003 an bis heute. Von verschiedenen Autoren.

2017:

19.01.2017

Zum ersten Treffen in 2017 kamen ins "Spooky's" Jana, Katja, Christoph, Jürgen, Martin und Werner. Zwei andere hatten abgesagt.
Zunächst diskutierten wir die Möglichkeiten einer Radiosendung von Sem;kolon im Bürgerfunk des Lokalsenders hier. Dann hatten wir ein großes Pensum an Texten vorzustellen und zu besprechen. In vielfältiger Weise berührten die meisten das Thema "Blumengarten", von inhaltlich bis hin zu einem blumigen Ausdruck. Leider wagte der Urheber des Stichworts, Werner, noch keine Kostprobe seines Könnens vorzustellen.
Um ein neues Stichwort für Februar zu bekommen, fragte Katja zwei Frauen, die im Hintergrund saßen: aber

16.02.2017

Es waren im "Spooky's" da: Jana, Laureen, Katja, Christoph, Martin und Jürgen. Ruth hatte sich entschuldigt. Jürgen, Katja und Christoph besprachen ihre Lesung, die sie am 17. März im Coworking "Watermark" an Münsters Hafen geben. Es folgte die Besprechung von vier Texten vierer Autorinnen und Autoren in respektvoller, fairer und akribischer Weise. Auf das Stichwort für das Treffen im März kamen wir selbst: Amerika. Zur Zeit brennt jedem dazu etwas unter den Nägeln ...

16.03.2017

Ins "Spooky's" kamen an diesem Abend: Jana, Katja, Laureen, Christoph und Martin. Abwesende hatten sich entschuldigt. Jana, Martin und Katja trugen ihre Hausaufgaben zum Thema Amerika vor. Wir besprachen die Texte ausführlich und detailliert. Einige wunderte es, dass Christoph mal nichts mitgebracht hatte. Er entschuldigte es mit dem Stress, den er zur Zeit hat. Für ein neues Stichwort für das nächste Mal fragten wir eine kleine Gruppe neu ankommender Gäste: Auto

17.03.2017

Lesung !

Ins "Watermark" wurden Katja, Christoph und Jürgen von Sem;kolon eingeladen, um eine Lesung zu geben. Dazu gab es live Gitarrenmusik von "Oh Sinclair". Die Büroflächen von Frau Kossak und ihrer Mitarbeiterin Frau Papadamaki liegen am Kreativkai in Münster. Tagsüber werden im Coworking einzelne Büros untervermietet. Nun sollte mit Sem;kolon die erste kulturelle Abendveranstaltung gestartet werden. In einer Art "Wohnzimmer"-Atmosphäre fanden gut 20 Zuhörer Platz. Alle gaben ihr Bestes, Autorin, Autoren und Matthias Hirt alias "Oh Sinclair". Das Publikum spendete viel Beifall und war sowohl von den Texten als auch von den Liedern sehr angetan.

27.04.2017

Teilgenommen am Sem;kolon-Treffen im "Spooky's" haben Christoph, Jürgen, Katja, Laureen, Martin, Ruth und neu Laura. Jana hatte rechtzeitig abgesagt. Es gab viele Lösungen der Hausaufgabe "Auto", so dass es ein langer Abend wurde. Ruth gab eine Runde aus. Vielen Dank dafür! Und wir konnten Jürgen zu seinem Preis in einem Kurzgeschichtenwettbewerb gratulieren. Seinen prämierten Text trug er uns vor. Christophs neues Buch im sonderpunkt Verlag erscheint bald. Der Titel ist "Urbanicity". Wir besprachen eine Spezial-Hausaufgabe. Festgelegt wurde, ein Drabble zu schreiben. Drabbles sind Texte mit exakt 100 Wörtern. (Die Überschrift zählt nicht dazu.) Der Drabbletext muss drei bestimmte Wörter enthalten. Entweder 'Straße – Gitarre – Bar' oder 'Zwetschgenkern – Messingspäne – Hostie'.

24.05.2017

Gut besucht war das Treffen von Sem;kolon in der Rock- und Blueskneipe "Spooky's"! Zu den acht Autorinnen und Autoren zählten Jana, Ruth und Laureen, des weiteren Martin, Jürgen, Christoph, wieder dabei Laura und neu und die Atmosphäre auf sich wirken lassend Mona. Katja war im Urlaub. Christoph signierte und verteilte sein neues Buch "Urbanicity". Martin gab bekannt, dass sein neues Buch nun in den Druck gegangen sei. Heiter und dennoch respektvoll besprachen wir sechs Lösungen der Drabble-Hausaufgabe. Am Ende trug Mona noch eine Kindergeschichte vor. Von ihr kam auch das neue Stichwort für den nächsten Termin: Schnurrpfeiferei

Sem;kolon im Juni 2017

Der Abend war heiß. Und mit Jana, Mona, Ruth, Laura, Martin und Christoph gab es erfrischende, kreative und neue Texte zum Stichwort "Schnurrpfeiferei", was als Herausforderung galt. Lyrik präsentierte zudem noch Jana. Sem;kolon beschloss, im Juli eine Sommerpause zu machen. Um das Stichwort für den nächsten Termin wurde Laura gebeten: Rauchverbot Das Treffen fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

9.08.2017

Im "Spooky's" trafen sich Mona, Martin, Jürgen, Katja, Christoph und Laura. Die fehlenden hatten sich entschuldigt. Ausführlich wurden mehrere Hausaufgabentexte zum Stichwort "Rauchverbot" respektvoll besprochen. Katja kündigte an, dass am 21.08.2017 auf WDR 5 einer ihrer Krimitexte als Hörspiel gesendet wird. Für den nächsten Termin fanden wir selbst das neue Stichwort: Blase

14.09.2017

Im sturmgeschüttelten Münster trafen sich im "Spooky's" Jana, Martin, Christoph, Katja und Mona. Andere hatten vorher abgesagt. Zunächst wurde organisatorisches besprochen. Bei der Facebook-Seite von Sem;kolon findet ein Wechsel der Administration von Christoph zu Katja statt. Katja brachte zudem einen Vorschlag für die Hausaufgabe für das nächste Mal mit. Skurrile Fotos, bei Twitter gefunden, sollen uns zu einem Text inspirieren. Sie wird sie per Mail an uns alle senden. Ungewöhnlich und gut! Jeder von uns hatte einen Text dabei, aber nicht alle zum Thema "Blase" Als die Reihe an Mona kam, und sie wieder einen Text für Kinder vortrug, machten wir uns Gedanken darüber, ob Sem;kolon das richtige Forum für sie sei.

12.10.2017

Am Abend eines schönen Herbsttages trafen sich im "Spooky's" gut gelaunt Laureen, Jana, Martin, Christoph, Jürgen und neu Jonas. Jürgen gab einen aus. Danke, Jürgen! Abwesende hatten sich entschuldigt. Es gab von vier Sem;kolon-Mitgliedern die Lösung der Hausaufgabe. Intern verteilte alte Fotografien, die zu einem Text inspirieren sollten. Jana verfasste dazu ein Drabble (einen kurzen Text mit exakt 100 Wörtern). Weiterhin stellte Jana ein zweites Drabble vor und Christoph Gedichte. Jonas wurde gebeten, das Stichwort für eine neue Hausaufgabe zu nennen: kleine Fluchten

24.11.2017

Nach einigen Absagen trafen sich im proppenvollen "Spooky's" Katja, Jana, Christoph und Martin. Wir erledigten organisatorische Dinge, dann gab es zur Lösung der Hausaufgabe "kleine Fluchten" ein Gedicht und eine Kurzgeschichte. Jana las noch eine länger angekündigte Weihnachtsgeschichte für Kinder vor. Jeder nahm zu den Werken des anderen Stellung, wobei auch mal über Missverständnisse diskutiert werden musste. Es wurde entschieden, dass es noch einen Termin für ein Sem;kolon-Treffen im Dezember gibt. Wegen des Stichworts für eine neue Hausaufgabe befragten wir die Bedienung, die gerade an den Tisch kam: Preußen

14.12.2017

Getroffen haben sich das letzte Mal in 2017 im "Spooky's" Martin, Katja, Christoph, Jürgen und Ruth, die Weihnachtsschokolade mit brachte. Vielen Dank! Neu dabei: Daniel, den wir freundlich begrüßten und der den Altersdurchschnitt sehr senkte. Andere konnten leider nicht. Wir gratulierten Jürgen zum 1. Platz beim „5. Landschreiber-Wettbewerb“, Respekt und Hochachtung! Zur Lösung der Hausaufgabe „Preußen“ wurden drei Texte vorgetragen und ausführlich besprochen. Jürgen trug sein Gedicht vor, mit dem er den Preis gewonnen hatte. Es gab einen Text außer der Reihe, und Daniel las den Anfang einer Kurzgeschichte vom Bildschirm seines Laptops vor. Daniel sollte das Stichwort für die neue Hausaufgabe liefern: Duckface


2016 - Jubiläumsjahr Sem;kolon: 25-jähriges Bestehen!

21.01.2016

Zum ersten Sem;kolon-Treffen im neuen Jahr fanden sich im "Spooky's" ein: Jana, Katja, Laureen, Christoph, Martin und neu Christian. Die fehlenden Autorinnen und Autoren hatten sich rechtzeitig abgemeldet.
Nachdem wir Christian über Sem;kolon informiert haben, gab es in freier, offener, gelöster Atmosphäre drei Texte zu besprechen. Katja und Martin hatten sich mit dem Stichwort "Textiltapete" auseinandergesetzt. Christoph trug Beiträge aus seinem Blog vor. Intensiv und respektvoll gab es dazu Verbesserungsvorschläge sowie Fragen und auch Lob. Christian trug noch ein Textfragment vor, welches er in seiner alten Kladde fand. Er wurde "genötigt", das Stichwort für die Hausaufgabe im Februar zu nennen: Warentrenner (gemeint sind die Stäbe, die man zwischen seinen Waren und die des nächsten Kunden auf das Band an der Kasse des Supermarkts legt)

18.02.2016

Eingetroffen im "Spooky's" waren Christoph, Jana, Jürgen, Katja und Martin. Wieder dabei vom letzten Mal auch Christian. Fehlende Autorinnen und Autoren hatten sich freundlicherweise abgemeldet.
Nach organisatorischen Fragen gab es eine Menge selbstverfasster Texte zum Thema "Warentrenner". Ob als Lyrik oder Kurzprosa, alle Werke wurden sowohl respektvoll als auch kritisch besprochen. Der eine oder andere nahm gute Tipps mit nach Hause.
Unter den vielen Diskussionen, die bei den Treffen immer entstehen, war die Frage, für wen ein Autor schreibt, interessant. Für die Welt oder für sich selbst, das schien uns die Spannbreite zu sein.
Die wohl neue Bedienung im "Spooky's" kam auf "Hund", als wir sie nach einem spontanen Wort für die Hausaufgabe fragten.

16.03.2016

In einer mal kleinen Runde trafen sich im "Spooky's" Jana, Ruth, Christoph und Martin.
Im Verlauf des Abends gab es zwei Textproben zu hören. Einmal ein Gedicht von Jana. Und dann einen Science Fiction von Martin, der das Hausaufgabenthema "Hund" mit aufnahm. Beide Werke erhielten ihre respektvolle Aufmerksamkeit und angemessene Kritik.
Eine männliche Bedienung wurde nach einem Wort befragt, welches ihm spontan und ohne zu überlegen einfallen sollte: "Torte." Wir nahmen dies als Stichwort für die nächste Hausaufgabe.

27.04.2016

Nach leider vielen Absagen aus unterschiedlichen Gründen trafen sich im "Spooky's" noch Katja und Christian. Zwei Texte zur "Hausarbeit" Torte wurden besprochen und das neue Stichwort "Leere" gefunden.

19.05.2016

Zu einer heiteren und angenehmen Runde trafen sich im "Spooky's": Katja, Jana, Laureen, Martin, Christoph und Jürgen. Mehrere Lösungen als Lyrik und Prosa der Stichworte "Leere" und "Torte" wurden besprochen. Christoph brachte Kurzprosa mit, die als lyrische oder rhythmische Prosa eingestuft wurde.
Zur Feier des 25-jährigen Bestehens der Autorengruppe legten wir einen Termin für eine Lesung im November dieses Jahres fest. Auch mit der Arbeit an einem Programm wurde begonnen.
Um ein neues Stichwort für die Hausaufgabe zum nächsten Mal zu erhalten, überrumpelten wir eine uns unbekannte blonde Bedienung mit vielen Piercings und Tattoos: assoziieren.

23.06.2016

Nachdem im "Spooky's" Martin, Jana, Jürgen, Katja und Christoph drei selbst verfasste literarische Lösungen der Hausaufgabe "assoziieren" besprochen und das Weltgeschehen kommentiert haben, wurde ein neues Stichwort für eine "Hausaufgabe" gesucht. Es wurde vom Reservierungskärtchen des Tisches "reserviert" genommen. Bei der Vergabe eines neuen Termins hat man die Urlaubszeit berücksichtigt.

11.08.2016

Zunächst widmeten sich Katja, Christoph, Jürgen und Martin im "Spooky's" der Organisation der Jubiläumslesung von Sem;kolon. Es werden nun Locations angeschrieben. Dann wurden drei selbstverfasste literarische Texte gründlich und fair besprochen. Einer enthielt mit "reserviert" das Stichwort der Hausaufgabe. An ein neues Stichwort kam die Autorengruppe, indem die Bedienung gefragt wurde, was ihr als erstes Wort ohne Nachzudenken einfällt: Banane

September 2016

Wir, das waren Jana, Laureen, Christoph, Martin und Jürgen, besprachen zunächst die Jubiläumslesung. Katja, die aus gesundheitlichen Gründen fehlte, hatte die Location "SpecOps" für uns gebucht. Vielen Dank dafür! Ruth musste sich übrigens auch entschuldigen.
Dann begannen wir mit der Arbeit an den Hausaufgabentexten zum Stichwort "Banane" oder anderen Texten. Es wurde gelobt, kritisiert und auf Schwachstellen hingewiesen.
Auf das neue Stichwort "schwarze Katze" kamen wir, weil uns eine reale, junge schwarze Katze zu später Stunde besuchte. Im Oktober sind zwei Trefftermine.

14.10.2016

Im "Spooky's" fanden sich ein: Jana, Katja, Ruth, Christoph und Jürgen. Es war eine konstruktive und ideenreiche Runde, denn die Organisation und der Ablauf der nächsten Sem;kolon-Lesung wurde besprochen. Wir fanden aber auch noch Zeit, um respektvoll und fachkundig einen "schwarze Katze"-Text und zwei weitere zu besprechen. Am Ende blieb die "schwarze Katze" als Stichwort bestehen und wir dachten uns noch "rasieren" als Option aus, denn Ende Oktober sehen wir uns ja wieder.

28.10.2016

Jana, Katja, Christoph, Jürgen und Martin trafen sich im "Spooky's", um zunächst Organisatorisches zur bevorstehenden Lesung zu besprechen.
Dann gab es vier Texte zu den Themen "schwarze Katze" und "rasieren". Und Katja brachte noch einen Entwurf mit. Alles wurde freundlich und an den Texten selbst besprochen.
Wir legten ein neues Treffen für nach der Lesung fest und fragten die Bedienung, welches Wort ihr spontan einfällt: schlotzig (Dies soll die Konsistenz von Risotto sein)
Wir freuen uns auf die Lesung im November und hoffen auf viele Gäste, die die Vielfalt von Sem;kolon erleben wollen.

18.11.2016 - Jubiläumslesung

Sem;kolon liest ! Zum 25-jährigen Bestehen der Autorengruppe das 12. Mal. Im gut gefüllten "SpecOps" in Münster wurde ab 19 Uhr vielerlei Literatur und je individuelle Stile präsentiert. An dem Abend waren die Autorinnen und Autoren Christoph, der auch das Publikum begrüßte und die Lesung in den Kontext der Sem;kolon-Geschichte stellte, sowie Jana, Martin, Ruth, Jürgen und Katja. In einem ersten Durchgang wurden Sem;kolon-Hausaufgabentexte vorgestellt, nach der Pause wählten die Sem;kola Buchauszüge, Romanauszüge und weitere Texte zum Vorlesen aus.
Sem;kolon dankt dem freundlichen Team vom "SpecOps" für die Gestaltung der Bühne nach unseren Wünschen, dem Einstellen der Mikrofonanlage und der Beleuchtung.
Wir saßen noch länger zusammen und gingen zum Abschluss einen Happen essen.
Von der Lesung wurde von Christine Bertels, Medienpädagogin der VHS, eine Audioaufzeichnung gemacht.

2.12.2016

Im "Spooky's" in großer Runde trafen sich Jana, Katja, Laureen, Christoph, Martin und Jürgen. Neu war Werner. Hörproben der Jubiläumslesung wurden verteilt. Und wir besprachen die Möglichkeit, im neuen Jahr eine Radiosendung im Bürgerfunk zu gestalten.
Von fünf vorgetragenen Texten, die alle fair besprochen wurden, hatten drei das Stichwort "schlotzig" aufgenommen. Und die anderen beiden Werke zeigten, dass Hausaufgabentexte kein Muss sondern freiwillig sind.
Werner war zum ersten Mal bei uns, daher durfte er ein neues Stichwort für das Treffen im neuen Jahr finden: Blumengarten


2015:

9.01.2015

Das erste Sem;kolon-Treffen im neuen Jahr gestaltete sich anspruchsvoll, freundlich und lang anhaltend. Im "Spooky's" fanden sich ein: Katja, Christoph, Martin und neu Claudia Berghorn, Verfasserin des Blogs "Literaturstadt Münster", und Jürgen Flenker.
Nach gegenseitigem Kennenlernen und Austausch wurden selbstverfasste Texte vorgestellt und sowohl anerkennend als auch kritisch unter die Lupe genommen. Und die Wirtin Dagi spendierte dazu wieder die beliebten Schokoküsse.
Wir legten den nächsten Termin fest und von Claudia stammte spontan das Stichwort für die Hausaufgabe für das nächste Mal: Brille

6.02.2015

Zum Februartermin fanden sich im "Spooky's" Christoph, Katja und Martin ein. In lockerer, freundlicher Atmosphäre wurden von allen eigene Texte vorgetragen, zum Teil auch zum Thema "Brille". Geradezu genial war die Hausaufgabenlösung von Martin. Wir legten den nächsten Termin fest und von unserer sympathischen Wirtin Dagi kam das Stichwort für die nächste freiwillige Hausaufgabe: Knoblauch

13.03.2015

Zu einer Runde im "Spooky's", die man nicht anders als gemütlich nennen konnte, trafen sich Christoph, Katja und Martin. Nach der Kritik an eigenen Texten, wobei Christoph, so Katja, einen wirklich guten und runden ablieferte, fand sich ein neues Stichwort für eine Hausaufgabe: "Motivation". Scherzhaft meine Katja, ihrer sei schon fertig: "Ich habe keine..."

10.04.2015

Zu einem langen, relaxten Abend traf sich Sem;kolon im "Spooky's" in einer "Herrenrunde": Christoph, Jürgen und Martin. Katja hatte sich entschuldigt.
Zum Hausaufgabenthema "Motivation" glänzten Martin mit einem inneren Monolog eines Vorstandsmitglieds über "Humankapital" und Jürgen mit dem Gedicht "Von Ziegen lernen".
Christoph, von dem übrigens das Stichwort "Motivation" stammte, präsentierte außer der Reihe eine Reminiszenz an die allererste Party, bei der die Musik von "Queen" eine Rolle spielte.
Per Spontanabfrage kam das Stichwort für die nächste freiwillige "Hausaufgabe" von der netten Bedienung mit kurzen grünen Haaren, "Nirwana"-T-Shirt und verschieden farbige Socken: Baum

15.05.2015

Eingefunden haben sich am reservierten Tisch im "Spooky's" Christoph, Jürgen, Katja und neu Jana, die eine Autorengruppe suchte und uns deshalb kennenlernen wollte. Martin hatte sich rechtzeitig entschuldigt. Es wurde ein langer entspannter Abend.
Christoph begann mit etwas autobiographischem, was Katja durchaus als Literatur einordnete.
Jürgen trug ein Gedicht und Katja Kurzprosa vor, die die Hausaufgabe "Baum" berührten. Dazu gab es viele Anregungen, Anmerkungen und Fragen in einer lockeren Atmosphäre.
Jana las abschließend eine Szene aus ihrem Roman vor, dessen Genre Fantasy ist. Kritik, Verbesserungsvorschläge und Lob gab es respektvoll auch hierzu.
Jana hat sich anscheinend bei uns wohl gefühlt und wir mit ihr. Ob sie gleich zum nächsten Termin wiederkommen kann, hängt von ihrer Urlaubsplanung ab.
Als freiwillige Hausaufgabe für das nächst Mal haben wir uns entschlossen, eine Adaption zu schreiben. Das heißt, man nimmt eine frei wählbare Passage, eine Szene oder ähnliches aus einer klassischen Vorlage - wir einigten uns auf "Winnetou I" von Karl May - und setzt die Vorlage in die eigene spezifische Sprache und Stil mit eigenen Ideen um. Es ist jedem selbst überlassen, was aus der Vorgabe gemacht wird. Ein Gedicht schreiben, in ein anderes Genre versetzen, es persiflieren oder Schauplätze oder anderes ändern. Mitzubringen ist bitte die Kopie aus dem Original und der eigene Text zum Vergleich.

12.06.2015

Warmer Sommer in der Stadt. Christoph, Katja, Jürgen und neu Ulla, die sich einen Eindruck von Sem;kolon verschaffen wollte, trafen sich im "Spooky's".
Das Thema der Hausaufgabe, eine Adaption einer Passage aus dem Buch "Winnetou I", wurde dreimal und völlig unterschiedlich gelöst. Als Gedicht, Neuverfassung der ersten Seite des Romans mit einem anderen, schwermütigen Ton und anderen Inhalten als im Originaltext und als Parodie.
Ulla stellte ein Gedicht vor und wurde gefragt, welches Wort ihr spontan einfällt. "Pizza." Somit ist dies das Stichwort für eine freiwillige Hausaufgabe für den Termin im Juli. Für diesen Termin beschlossen wir, auch Fotos von uns selbst mitzubringen. Sie sollen aus der Zeit sein, in der man 13 bis 17 Jahre alt war, und nur sich selbst darstellen. Die Fotos dienen als Grundlage für die Hausaufgabe zum August.
Für die Sommermonate verlegten wir aus organisatorischen Gründen die Trefftermine auf den Donnerstag.

16.07.2015

Sommer in der Stadt: Zu einem langen entspannten Sem;kolon-Abend trafen sich im "Spooky's" Martin, Katja, Jürgen und Christoph.
Nach Absprachen und Organisatorischem reichte Martin seine gelungene Karl-May-Adaption nach. Die anderen trugen ihre Hausaufgaben zum Thema "Pizza" vor.
Für die Hausaufgabe im August losten wir untereinander Jugendfotos von uns aus, die zu Texten inspirieren sollen.
Wie gelegentlich in der Sommerzeit der letzten Jahre findet auch das nächste Treffen unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Sem;kolon im August 2015

An einem sehr warmen Abend fanden sich zusammen: Christoph, wieder Jana, Jürgen und Martin. Katja hatte aus Urlaubsgründen abgesagt. In privater Atmosphäre wurde gut gegessen, getrunken, eigene Literatur unter die Lupe genommen und reichlich diskutiert.
Jana lieferte ihre "Karl-May"- und "Pizza"-Texte nach. Und besondere Beachtung fanden die Storys, die zu den getauschten Jugendfotos entstanden sind.
Ein komplett gelungener Abend bei dem sich aus einer Debatte das Stichwort für eine neue Hausaufgabe fand: Fremdbestimmung

10.09.2015

Im "Spooky's", Münsters Rock- und Blueskneipe, trafen sich Christoph, Jana, Jürgen, Katja, Martin und, um mitzuerleben, ob es etwas für sie ist, Laureen.
Nach einigen organisatorischen Angelegenheiten, wozu auch das 25-jährige Jubiläum von Sem;kolon nächstes Jahr gehörte, begannen wir mit unserer Textarbeit.
Katja reichte ihren Text zur "Foto-Hausaufgabe" nach und brachte ihren "Fremdbestimmungstext" mit. Aus Rücksicht auf ihre angeschlagene Stimme nahmen wir nur die Kopien entgegen. Es gab dann zum Stichwort "Fremdbestimmung" noch drei Lösungen, die ausführlich besprochen wurden.
Dann ließen wir den Abend in einem angenehmen und anregenden Austausch ausklingen. Jana regte die Gründung einer "Arbeitsgruppe Roman" an, die sich öfter treffen könnte, um sich gegenseitig bei längeren Projekten zu unterstützen. Das stieß bei einigen auf reges Interesse. Laureen wurde zum neuen Stichwort befragt: herausgerissen

15.10.2015

An einem recht herbstlichen Abend wurde das Sem;kolon-Treffen im "Spooky's" von einem großem Ensemble kreativer Köpfe besucht.
Christoph, Jana, Jürgen, Laureen, Martin und seit langer Zeit wieder: Ruth und Max!
Katja hatte sich aus gesundheitlichen Gründen abgemeldet.
Alte, neue und alte neue Sem;kolon-Teilnehmer freundeten sich direkt an. Es war ein Abend, bei dem Spaß und Niveau die Decke anhob!
Ruth begann mit einem Text, nein, einer szenischen Lesung zum Hausaufgabenthema "herausgerissen". Einen Hausaufgabentext lieferte auch Martin ab. In ihrem eigenen Stil verfasste Texte stellten Max und Christoph vor. In Jürgens Kurzprosa rettete Uli Hoeneß' vergeigter Elfer den Schulmontag. Laureen konnte ihr erstes Kapitel ihres Jugendromans vorstellen und Jana das siebte ihres Werkes. Alle Texte wurden eingehend und konstruktiv besprochen und die jeweiligen Autoren nahmen viele gute Anregungen mit nach Hause. Als alter neuer wurde Max nach einem Stichwort für die Hausaufgabe zum nächsten Treffen befragt: Hummeln im Arsch

13.11.2015

Anwesend im "Spooky's" waren Christoph, Jana, Jürgen, Laureen, Martin, Max und Ruth. (Katja musste leider absagen.) Also eine ganze Menge Autorinnen und Autoren, um die Vielfalt literarischen Könnens zu steigern und eine Menge Aspekte vorgetragener Texte zu besprechen und sich gegenseitig Hilfestellungen zu leisten. Der Abend war lang und vergnüglich. Eher aus Versehen hat die Bedienung uns unser Stichwort für die nächste Hausaufgabe geliefert: die kleine 14

3.12.2015

Zum letzten Treffen in diesem Jahr fanden sich im "Spooky's" ein: Jana, Martin, Christoph, Katja, Jürgen, Ruth und neu Ilka, die sich die Runde anschauen wollte, um zu überlegen, ob Sem;kolon etwas für sie ist. Laureen und Max hatten leider abgesagt.
Das Stichwort "Die kleine 14" wurde als Hausaufgabentext sowohl von Ruth und Jürgen als auch von Martin vorgetragen. Martin tauchte dabei unterhaltsam und tief in die Zahlentheorie ein. Jana brachte zwei Texte außerhalb des Themas in die Runde. Alle Literatur wurde konstruktiv und respektvoll besprochen.
Als 'dienstältestes' Sem;kolon-Mitglied erzählte Christoph von der Geburtsstunde der Autorengruppe im Jahr 1991. Pläne wurden besprochen, wie man zum Jubiläumsjahr 2016 beispielsweise eine Lesung gestalten könnte.
Ilka wurde nach einem spontanem Einfall zu einem neuem Stichwort befragt: Textiltapete


2014:

10.01.2014

In der Rock & Blueskneipe "Spooky's" in Münster trafen sich zum ersten Sem;kolon-Termin für das Jahr 2014: Katja, Ruth, Martin und Max. (Christoph war in Urlaub.) Die anstehende Sem;kolon-Lesung im Theaterpädagogischen Zentrum Anfang Februar wurde geplant. Dazu wird es noch ein zusätzliches Treffen geben. Aber auch die Besprechung, Kritik und Verbesserung von eigenen mitgebrachten Texten fand ihren Raum.

26.01.2014 Treffen zur Lesungsvorbereitung

Katja, Ruth, Christoph, Martin und Max planten in lockerer Atmosphäre die Lesung im TPZ am 7. Februar und kamen zu respektablen Ergebnissen. Als man das "Spooky's" verließ, war man sich einig, dass diese Lesung für alle eine gute Erfahrung werden wird, für das Publikum wie für uns!

07.02.2014 - Sem;kolon liest !

Es war ein großer Abend für Sem;kolon in der aktuellen Besetzung Katja, Ruth, Christoph, Martin und Max im Theaterpädagogischen Zentrum (TPZ) in Münster. Urte war entschuldigt. Das Foyer des TPZ war mit Besuchern dicht gefüllt und die Autorinnen und Autoren nach einem Warm up und kurzen Proben (inklusive Beleuchtungseinstellung für die beste Ausstrahlung) in top Form. Dem Publikum wurden abwechslungsreiche Texte und die je eigenen Stile der Gruppenmitglieder geboten. Freundlich und offensichtlich gut unterhalten spendeten die Zuhörer viel Applaus. Am Ende eines äußerst gelungen Abends klimperte und raschelte es in der "Spendenbox" zugleich.

07.03.2014

An einem milden Vorfrühlingsabend trafen sich im "Spooky's" in freundlicher Atmosphäre Katja, Ruth, Christoph, Martin und Max. Zunächst wurde überlegt, welches Interesse Sem;kolon an einer Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Münster hat. Zur Sem;kolon-Lesung im Februar merkte Christoph noch an, dass es die beste seit vielen Sem;kolon-Jahren war. Dann wurden zwei Texte zum Hausaufgabenthema "Andromeda" besprochen, die von Martin und Christoph stammten. Für ein neues Stichwort zum nächsten Treffen fragte Max einfach die Leute am Nebentisch. "Sonderbar" wurde genannt.

04.04.2014

Es trafen sich im "Spooky's" Katja, Ruth, Christoph, Martin, Max und neu: Gabi Sutter. Gabi ist in Münster bekannt als Autorin, Schauspielerin und "Malfrau". Nachdem wir kurz über organisatorisches sprachen, trug Max zwei äußerst gelungene Gedichte zu den Hausaufgabenthemen "Andromeda" und "sonderbar" vor. Von Leuten mit Macken handelten die Reime in verschiedenen Dialekten von Gabi, die uns gut gefielen. Mit seinem Text war Martin selbst nicht zufrieden, weshalb Ruth vorschlug, ihn in einen Dialog umzuwandeln. Atmosphärisch dicht war Katjas Text, der gut ankam, doch auch einige logische Fragen aufwarf. Um an ein neues Stichwort für die Hausaufgabe zum nächsten Mal zu gelangen, ging Martin die Fußballfans fragen, die am anderen Ende des Kellerraums ein Spiel sahen. Er kam mit "Hamburg" zurück.

23.05.2014

Es trafen sich an einem lauschigen Abend Katja, Ruth, Christoph, Martin und Max im "Spooky's". In heiterer und respektvoller Atmosphäre stellten wir unsere vier Texte und einen Limerick vor und besprachen sie, gaben Verbesserungsvorschläge und kamen darüber ins Gespräch. Katja und Max wurden eingeladen, Textproben für die Sem;kolon-Homepage einzureichen. Auf das neue Thema für das nächste Treffen kam spontan die Wirtin mit Herz, Dagi: "Zahnschmerzen".

18.07.2014

In gemütlicher Runde setzten sich privat Katja, Christoph und Martin zusammen und besprachen ihre zahlreichen Texte. Es gab eine interessante Diskussion zum Thema "Künstlertum und Handwerk" beim Schreiben.

29.08.2014

In äußerst angenehmer Atmosphäre auf einem privaten Treffen besprachen Katja, Ruth, Christoph und Martin ihre geschriebenen und mitgebrachten Texte zum Thema "Krebs" und verlebten einen lauschigen Spätsommerabend. Das neue Stichwort für die Hausaufgabe ist: "Hört auf!"

15.10.2014

Das Sem;kolon-Treffen Anfang Oktober versammelte alle zurzeit aktiven Autorinnen und Autoren. Katja, Ruth, Christoph, Martin und Max. Privat, in angenehmer Atmosphäre, fand ein fruchtbarer Austausch statt. Das Stichwort "Hört auf!" erwies sich dieses Mal für keinen als lösbar. So wurden zwei Texte ohne Hausaufgabenbezug von Christoph vorgestellt und von den anderen besprochen und kritisiert. Am Ende meinte Martin zu ihm, er hätte harsche Kritik mannhaft eingesteckt. Wir suchten einen Tag für den nächsten Termin, der offen für Interessierte sein soll, und diskutierten die Aspekte des neuen Stichworts: "Autorin" bzw. "Autor".

20.11.2014

Anwesend in der Keller-Lounge des "Spooky's" waren Katja, Ruth, Christoph, Martin, Max und neu: Christian Regenbrecht.
Zu Beginn des Treffens erklärten Max und Ruth, dass sich ihre Interessen verlagert hätten und sie nicht mehr kommen würden. Wir anderen respektierten dies und bedauerten es zugleich sehr. (Der Verfasser dieser Zeilen atmete deswegen zu Hause erst mal eine Tafel Schokolade ein ...)
Des Weiteren wurden alle selbstgeschriebenen Texte zum Thema "Autorin / Autor" vorgelesen und besprochen.
Christian stellte sich vor und gab eine Probe seines Könnens.
Da die anderen früher gehen mussten, saßen am Ende noch Katja, Christoph und Martin beisammen und vereinbarten "Weihnachten" als neues Stichwort für die "Hausaufgabe" und legten einen Termin für ein Sem;kolon-Treffen im Dezember fest.

19.12.2014

Das Sem;kolon-Treffen musste leider ausfallen.


2013:

1.02.2013

Im gediegenen Ambiente des "Spooky's" trafen sich zum ersten Mal im neuen Jahr Ruth, Urte, Christian F. (der spät kam und früh wieder ging), Christoph und Martin. Ela und Carlder mussten leider absagen.
Zunächst ging es um die Sem;kolonlesung im April. Sem;kolon ist von der Volkshochschule Münster eingeladen worden, im Rosta-Buchladen zu lesen. Es wurde gefragt, wer teilnehmen könnte. Christoph bekam eine SMS, dass Ela und Carlder schon mal dabei sind. Martin kann gar nicht teilnehmen, da er zum Lesetermin verreist ist. Christian wird lesen und Christoph auch. Bei Ruth und Urte hängt es von beruflichen Dingen ab, ob sie mitmachen können.
Christoph hatte eine Ansprache über das Wesen und Entwicklung von Sem;kolon für die Lesung vorbereitet, die er auch vortragen würde. Ela und Carlder würden sie per Mail bekommen. Die Anwesenden gaben ihr ok dazu. Nachdem noch einige andere organisatorische Dinge besprochen wurden, konnte dann die Textarbeit beginnen. Übrigens veranstaltet Ruth auch eine Lesung mit einer Kollegin. Unter dem Thema "Eisbären im Exil" findet ein Abend im Friseursalon "Lockvogel" am Samstag, 16. Februar in Münster statt.
Zum Hausaufgabenthema "Farbe" machte Martin mit seinen Science-Fiction orientierten Text den Anfang. Die Auslöschung der Menschheit wird aus der Sicht eines älteren Mannes berichtet, der zunächst die vielen Farben eines Tals beschreibt. Dann werden die Kommunikationsprobleme zwischen den Menschen und der fremden Macht mit dem Vergleich beschrieben, dass Farbe als Konzept nur Sinn macht, wenn man nicht farbenblind ist.
Bei Ruth und Urte kam der Text nicht so gut an. Sie kritisierten z. B. die "ungebildeten Waldarbeiter" und die Überheblichkeit der Hauptfigur. Urte könne sich nicht mit ihr nicht identifizieren oder mitempfinden. Worauf Martin einwendete, dass ja nicht jede Figur sympathisch sein müsse. Christian F. betonte die gute Schreibweise. Christoph fand es gut erzählt und ein interessantes Thema, ihm war der Protagonist jedoch zu alt, um ihn als Zielgruppe zu erreichen.
Urte brachte nun "Abschied vom Vater", den Christian sehr atmosphärisch fand. Es kämen viele Farben vor. Christoph erahnte etwas
unter der Oberfläche der Beziehung der Hauptperson zu ihrem Vater, dass er fast als "Kindesmisshandlung" deutete. Urte gab zu, dass es noch einen weiteren Teil des Textes gäbe. Dann teilte sie eine Spielerei mit dem Titel "Drachentöter" aus. Das erinnerte uns an die Siegfried-Sage.
Der nächste Text kam von Christoph, hatte zwar nichts mit dem Thema "Farbe" zu tun, doch wollte er ihn auf der Sem;kolon-Lesung vortragen. Er kam ausgesprochen gut bei allen an. Martin hatte nichts daran zu mäkeln. Christian fand es actionreich und dass er im Präsens gehalten sei, wirke gut. Ein dialogreicher Text mit dem Kontrast von Aggression und Fürsorge, merkte Martin an. Die beiden Autorinnen in unserer Runde fanden, dass Christoph ihn gut für die Lesung verwenden könne.
Martin erkundigte sich über das Verfahren zum Veröffentlichen von Texten auf der Facebook-Seite von Sem;kolon und erzählte vom Deutschen Schriftstellerforum im Internet, bei dem er Mitglied ist. Christian F. ließ uns Kapitel IV seines Lokalkrimis da.
Ruth verteilte die Kopien eines Textes geschrieben fürs Radio. Christoph kritisierte, dass er zu literarisch sei, um für das Radio zu sein. Martin meinte, Radio sei viel zu flüchtig - gehört und dann weg - Geschriebenes könne man immer wieder lesen. Ruth kam es dabei auf die Wortklänge finnischer Orte an. Das nächste Werk von ihr hatte direkt mit Farbe zu tun: "50 Schattierungen von Gelb", das sie aber nicht verteilte. Sie nannte eine Liste von 50 Dingen, die gelb sind. Christoph fand es ganz interessant und witzig. Martin fragte, ob es eine bewusste Reihenfolge gäbe, was Ruth verneinte und uns fiel auf, dass die Partei FDP fehlte.
Der neue Termin wurde gefunden und von der Bedienung an der Theke vom Spooky's kam das Stichwort für die neue Hausaufgabe: "Ostkurve".


15.03.2013

Im Vorfeld des Treffens im "Spooky's" schickte uns Carlder eine Rundmail, in der er seinen Entschluss mitteilte, auf unbestimmte Zeit nicht mehr bei Sem;kolon mit zu machen. Höflich verabschiedete er sich bei jedem von uns.
So fanden sich in der Rock und Blueskneipe Ruth, Urte, Christoph und Martin ein. Christian F. hatte sich für diesen Abend entschuldigt und für Ela ist die Situation so, dass sie ohne die Mitfahrgelegenheit mit Carlder auch nicht mehr zu unseren Treffen nach Münster kommen kann.
Wir besprachen diese neue Situation erst mal. Es unser aller Meinung, dass für Ela und Carlder die Tür von Sem;kolon jederzeit offen steht. Da diese beiden übrigens auch nicht an der bevorstehenden Lesung teilnehmen werden, wird sich Christoph mit Christian F. treffen, um ein abendfüllendes Programm für die Lesung auszuarbeiten, das die Gruppe würdig vertritt, denn auch die anderen sind ja an diesem Termin verhindert.
Von den Anwesenden hatten Christoph und Martin Texte mit. Christoph begann mit einer Sache über Schlaflosigkeit. Urte konnte sich damit identifizieren, es sei aber nicht dynamisch, eher philosophisch und auch abgeklärt. Ruth fand es statisch, es sei aber Wahrheiten darin, die eben Wahrheiten sind. Und bei dem Titel "Und da muss noch was gehen" fand sie, dass die geschilderte Person doch "Realist" sei. Martin fand es sehr rational und stringent, fragte sich daher, ob das bei Schlaflosigkeit möglich wäre. Alle fanden, dass "4 Uhr morgens", die Worte, mit denen der Text beginnt, eine schreckliche Zeit sei.
Martin erkundigte sich, wie die anderen so schrieben, er bräuchte immer etwas Abstand zum Text, um zu sehen, wo er etwas ändern müsse. Ruth und Christoph meinten, sie seien "Runterschreiber", Christoph sagte auch "rauschhaftes schreiben", wobei er es danach eben bearbeitet. Ruth sprach von "99 % Inspiration und 1 % Transpiration", während Martin das eher fifty-fifty sah und dem Handwerk Bedeutung beimaß. Er fand übrigens, dass ihm die Schule die Literatur "total versaut" hätte und er erst viel später wieder den Zugang fand. Urte konterte und Ruth meinte, sie hätte ja Literaturwissenschaft studiert.
Martin brachte dann seinen Text mit dem Titel "Ostkurve", was ja auch das Stichwort zur Hausaufgabe war. Es ging um einen Arbeitslosen, dem alles "vertraut, zuwider und egal" war und mal in der D-Jugend Fußballspieler war und nun Fan seines Dritt-Liga-Vereins war. Für Christoph wurden zu viele Klischees bedient, worauf Martin meinte, das höre er hier öfter. Er fände es schwer, diese aus dem Text rauszuwerfen. Christoph könne Martin Arbeitslose nennen, die anders wären. Ruth verstand die Atmosphäre gut, aber ihrer Ansicht nach würde zu viel erklärt, worauf Martin ein konkretes Beispiel haben wollte. Martin kam mit einem Spruch aus dem Deutschen Schriftstellerforum im Internet: "Don't tell it - show it!"
Christoph warf die Frage auf, ob man etwas erfinden kann, wovon man keine eigene Erfahrung hat. Worauf Urte sofort mit dem Beispiel von Karl May kam, der ja all die Wild West Bücher geschrieben hatte, ohne dort gewesen zu sein. Wir mussten sofort an Texte von Christian F. denken, in dem seine beiden Protagonisten Fortsetzungen zu Karl May schreiben wollten.
Wir einigten uns auf das Stichwort für die Hausaufgabe: "Himmel". Und das nächste Treffen im "Spooky's" ist am 10. Mai 2013.

11.04.2013 - 10. Lesung von Sem;kolon

Die Jubiläumslesung der Autorengruppe auf Einladung der Volkshochschule Münster durch Gregor Bohnensack-Schlößer, der auch den Abend moderierte, wurde von Christian F. und Christoph Aschenbrenner am 21. März in der Kulturkneipe "Frauenstraße 24" vorbereitet. Sie stellten mit ihren Texten ein Programm zusammen, das die Gruppe repräsentieren sollte.
Christian wurde jedoch kurz vor der Lesung krankgeschrieben und durfte nicht in der Öffentlichkeit auftreten.
So begann um 20 Uhr im Rosta-Buchladen eine Solo-Lesung mit Christoph Aschenbrenner für Sem;kolon vor Publikum meist im Studentenalter, die bis 21:30 Uhr dauerte. Immer wieder erklärte und erläuterte Christoph das Wesen und Schaffen der Autorengruppe. Er stellte seinen Bezug zu Sem;kolon her, indem er erzählte, wie z. B. bei uns die "Hausaufgaben" funktionieren und er die Lösung einer solchen vortrug.
Mit Gregor Bohnensack-Schlößer ergab sich ein gutes Teamplay. Fragen aus dem Publikum wurden von dem Autor frei beantwortet.
Am Ende bekam der Sem;kolon-Autor Applaus und Lob für seine vielfältigen Texte.

10.05.2013

Im jetzt nun auch Raucher freien "Spooky's" trafen sich Ruth, Urte, Christoph und Martin. Christan F. war weder erschienen noch hatte er sich gemeldet. Ruth hatte noch selbstgemachten Rhabarberkuchen mitgebracht.
Christoph stellte die Möglichkeit vor, von Sem;kolon Texte für die "LiteraturLine" von Münster auf zusprechen. Ruth, Martin und er waren interessiert. Martin schlug außerdem vor, sich im warmen Sommer doch auch mal in einem Biergarten, also draußen, zu treffen.
Christoph und Ruth hatten Texte zur Lösung der Hausaufgabe "Himmel" mitgebracht. In Christophs Text geht es um die Beschreibung eines Tagesablaufes von jemandem, der am Ende sprichwörtlich "abhebt". Ruth fand, dass es schön sei, dass er nicht stirbt, was wohl der Titel des Textes nahegelegt hätte. Urte war anderer Meinung, er sei weg, also tot. In einer Zeitangabe wurden sieben Minuten verwendet, was Urte sehr gut nachvollziehen konnte, denn fünf Minuten entsprächen einigen Tätigkeiten einfach nicht. Martin war die Beschreibung an einigen Stellen sehr detailreich, aber dann auch voller Löcher. Dazu sagte Ruth, sie wisse genau, wie der Protagonist sich rasiert, aber sie wisse nichts über seinen Job. Dazu meinte Urte, das sei auch nicht relevant, denn für sie geht es mehr um ihn selbst, und sie sagte, dass der Typ eine größere Beziehung zu seiner Wohnung als zu Menschen hat. Martin stellte fest, dass der Protagonist Rituale praktiziere und geradezu pingelig sei, worauf Ruth feststellte, dass er sehr in seiner eigenen Welt lebt. Martin lobte den Text schließlich als atmosphärisch sehr dicht, und Christoph ließ sich von Urte bei einer Textpassage in Zeichensetzung beraten.
Ruths Text "Das Vorstellungsgespräch" kam allgemein gut an. Er war spaßig, hatte eine überraschende Wende und Martin sagte sogar, von den Texten, die er bis jetzt hier bei Sem;kolon gehört hätte, sei dieser am besten. Christoph fand es gut, wie das Vorstellungsgespräch beginnt, nämlich mit ganz allgemeinen Fragen, die die Situation auflockern sollen, wie das allgemein üblich ist, dabei aber schon die Pointe beinhalten. Es war für Ruth neu, so viele Dialoge zu schreiben, aber wir fanden, dass sie das gut gemacht hatte. Urte fand den Umstand, dass die meisten Engel schwul seien, ziemlich passend und müsse Ruth beim schreiben viel Spaß gemacht haben, bei all den Skandalen in der Kirche. Der Bewerber hieß Benedikt, was natürlich auf den zurückgetretenen Papst gemünzt war, etwas, worauf Christoph, warum auch immer, nicht sofort kam. Und Gott sah aus wie Woody Allen, daher kamen wir darauf, über einige Filme zu sprechen.
Das Stichwort für die nächste Hausaufgabe fiel der Bedienung an der Theke ein: "Karussell".

16.08.2013

An einem lauen Sommerabend trafen sich im "Spooky's" Ruth, Urte, Christoph und neu: Max. Erstmals im Keller der Rock und Blueskneipe bei ausreichend Platz und Ruhe traute sich Max dann auch, zuerst seinen Text zur Hausaufgabe "Karussell" vorzutragen. Er machte das engagiert und nahezu szenisch, und auch die Länge von über vier Seiten fiel bei der durchaus heiteren und satirischen Begegnung einer alten Dame mit dem Tod in der Gondel eines Karussells nicht ins Gewicht. Urte lobte den Vortrag und die Wendungen, die der Text nahm. Christoph merkte ein paar Details an, die für ihn nicht stimmig waren, und Max nahm die Vorschläge gerne auf. Im Text reinigte sich die alte Dame im Karussell von Erbrochenem, daher fragte sich Christoph, ob das möglich sei, worauf Urte meinte, dieser Person, wie sie geschildert sei, würde sie das zutrauen. Ruth fand noch eine Stelle redundant. Max fragte, ob die Begegnung mit dem Tod nun stattgefunden hätte oder nur von der alten Frau eingebildet sei. Für Urte hat sie stattgefunden und Ruth und Christoph fanden, das könne man jedem Leser selbst entscheiden lassen.
Der Text von Chrizzy schilderte nach Max Ansicht einen einsamen "Nerd" in seiner Wohnung. Verstörend wirkten auf die anderen die Einschübe in wörtlicher Rede, die Beschimpfungen enthielten. Ruth sprach von einer Abgespaltenheit der Person, Christoph später von Schizophrenie. Urte kam es teilweise so vor, als seien die Beschimpfungen Textzeilen von der Musik, die der Protagonist gerade hört, aber diese Lesart funktioniere nicht. Max schlug vor, den Text anders enden zu lassen, indem die Beschimpfungen an den Chef der Hauptfigur gerichtet seien und nicht, wie Ruth es interpretierte, eine Selbstbeschimpfung sind, die im Gegensatz zur coolen Hauptpersönlichkeit ständen. Das Wort "Karussell" tauchte zwar auf, aber sonst gab es keinen Bezug zur Hausaufgabe.
Ruth hatte recherchiert, dass sich Karussells in Nordamerika anderes herum drehen als hier, und sie wollte einen Hitchkock-Film sehen, in dem es zum Schluss eine Karussell-Szene gibt, um sich inspirieren zu lassen.
Als wir selbst mal das Stichwort für eine neue Hausaufgabe fanden, nämlich "Undercover Callboy", ließen wir den Abend gemütlich ausklingen.

20.09.2013

Zu dieser Jahreszeit nun nach Einbruch der Dunkelheit trafen sich im "Spooky's" zu einer produktiv-freundschaftlichen Runde: Ruth, Urte, Christoph, Martin, Max und neu Katja.
Katja hatte unsere Website gesehen und auch einen eigenen Text zum Thema der Hausaufgabe geschrieben, womit sie den Anfang machte. Ihr "Undercover Callboy" befand sich in der Hand von russischen Gangstern und wurde von einem SEK der Polizei befreit. Max applaudierte und wir anderen ebenfalls. Die Geschichte sei durchgehend spannend und dialogisch erzählt, meinte Christoph. Urte und Max wiesen darauf hin, dass die Spannung kippt, wenn der Protagonist monologisiert und anfängt zu erklären. Ruth sagte: Erklären sei eine Falle. Urte lobte die Stimmung, die aufgebaut wurde, erzeugt durch Begriffe wie "schwitzen". Dann diskutierten wir alternative Enden, denn Max meinte, es sei halt schon so, dass die "Kavallerie" kommen müsse, um die Hauptperson zu retten. Katja gab zu, dass sie in der Kürze der Zeit, die ihr zum Schreiben zur Verfügung stand, die Geschichte eben "noch nach Hause bringen" wollte, irgendwie beenden wollte.
Max fragte sich auch, ob der "Undercover Callboy" hätte sterben können. Ruth fand, das ginge nicht, da aus der Ich-Perspektive erzählt würde.
Weiter ging es mit einem Text von Ruth, der aus einem kurzen Zeitungsartikel und einem Protokoll einer polizeilichen Befragung bestand. Martin bewunderte es, wie Ruth aus der Vorgabe der Hausaufgabe so etwas zustande bekam. Bei dem Stichwort fragte er uns, was wir denn an dem Abend, wo er nicht dabei war, geraucht hätten. Der Text gefiel uns sehr gut. Max meinte, er sei szenisch, und Katja fand ihn sehr unterhaltsam und er hätte eine gute Idee. Wir überlegten, ob Ruth den Zeitungstext nicht nach dem Protokoll setzen sollte, doch Martin fand, beide Teile hätten eine gute Balance von Informationen, die sich ergänzen.
Christoph hatte mal einen etwas längeren Text dabei. Es ging um einen älteren Mann, einer Ehekrise und dem "Undercover Callboy". Urte fand nicht in den Text, der Anfang hätte sie nicht mitgerissen. Martin meinte, den ganzen ersten Absatz könne man ersatzlos streichen. Ruth wies auf einen dicken Fehler hin, weil die Worte "nachdenklich" und "sinnierend" direkt hintereinander gebraucht, doppelt sind. Katja fand nicht, dass der erste Absatz vollkommen wegzulassen sei, er weise schon auf den weiteren Verlauf und enthielte auch stimmungsmäßig Anklänge von Einsamkeit.
Gelobt wurde bei dem Text dann die Wende, weil ansonsten nichts passiert wäre. Unterschiedlich wurde dann der Schluss bewertet, während Ruth dem Protagonisten nicht gönnte, seine Ehe zu retten, fand Katja gerade das eine schöne Idee. Bei Max entstanden Bilder in seiner Vorstellung wie bei einem Film durch die Art wie Christoph schreibt, wie z. B. die nächtliche Autofahrt. Alle waren sich einig, dass es keiner Auflösung bedarf, was der "Spezialservice" des Callboys sei, den Christoph ja nicht genannt hatte. Es würde dem Text also nicht fehlen. Martin wies noch auf einen Tempi-Fehler hin.
Dann brachte Max den witzigsten und gelungensten Text des Abends. In einer Art Kinder- oder Märchengeschichte, in der der Callboy ein "Tagelöhner" war, ließ Max dem Protagonisten seiner Tätigkeit nachgehen - in aller Deutlichkeit - ohne auch nur ein "versautes" Wort zu gebrauchen. Eine Meisterleistung! Katja fragte, ob man diesen Text auch Kindern vorlesen könne. Und Max sagte, er habe ihn seiner Mutter vorgetragen, sie hätte dann am Ende nach der Pointe gefragt. Wir meinten, es sei unsere "Brille", die wir aufhaben, die hinter dem Text das Rotlichtmilieu sehen. Martin lobte die Kreativität, mit der Max sich dem Stichwort angenommen hatte.
Zuletzt trug Martin seinen Text zum Thema "Karussell" vor. Katja fand ihn detailreich geschrieben. Christoph lobte dann das Ende, da sich das Geschehen als Traum herausstellt, denn Christoph meinte, die Schilderung eines Schwindelanfalls oder von Höhenangst sei für ihn nicht so spannend. Urte überlegte, ob es nicht eher eine Panikattacke sei. Martins Intension diesen Text zu schreiben, war, zu vermitteln, was Höhenangst sei, wer sie nicht kennt. Das sei gelungen, meinten wir.
Als uns mittendrin freundlicherweise die Wirtin etwas Süßes spendierte, hatte sie sich schon ein Stichwort für die nächste Hausaufgabe überlegt: "Respekt".

18.10.2013

An einem Abend, wo es viele Erstsemesterpartys in der Stadt gab und der Vollmond klar und groß am Himmel stand, trafen sich im "Spooky's" Katja, Ruth, Christoph und Martin.
Zunächst wurde über die anstehende Lesung im Internet bei "Münster literarisch!" gesprochen. Die Aufnahmen dazu seien noch zu machen. Schließlich erklärte sich Christoph bereit, die Tontechnikerin bei der VHS anzurufen, die letzten Fragen zu klären und Termine zu vereinbaren.
Mit einem Text zur Lösung der Hausaufgabe "Respekt" begann Martin. Wo denn da der Respekt wäre, fragte Christoph gleich. Er bestehe in der Respektlosigkeit des Protagonisten, meinte Martin, worauf Ruth und Katja einwendeten, dass es dafür dann eigentlich der falsche Titel sei. Doch Martin nenne alle seine Hausaufgabentexte nach dem Stichwort, so hier also eben auch "Respekt". Ruth fand, "Der Besuch" wäre als Titel passender. Christoph überlegte, ob die Stelle, die die Erinnerung an frühere Diskussionen mit dem Vater der Hauptfigur enthielt, vielleicht zu streichen sei, obwohl sie ihm für den Textfluss passend erschien. Dagegen meinte Katja, sie würde diese Passage nicht streichen, da sie dem Leser den Charakter des Protagonisten etwas näher bringt. Alle waren sich einig, dass die Klammer in dem Satz: " Der Linke von ihnen (aus seiner Sicht gesehen) […]" wegzulassen wäre. Katja meinte, dass zu der Figur einer atheistischen Person nicht der Ausruf "Allmächtiger" passen würde, Ruth meinte es passe und Christoph sagte: "Das ist ja der Witz." Katja fragte noch nach dem Begriff "Muster an Ordnung", worauf Martin und Christoph noch andere solcher Begriffe als geläufig einfielen, wie "Muster an Tugend" oder "Muster an Fleiß". Außerdem fiel Martin selbst ein logischer Fehler zu Beginn seines Textes auf.
Christoph machte weiter mit einem Text, der wohl Betroffenheit bei den anderen auslöste, da der Schluss an reale Vorgänge in Münster anzuknüpfen schien. Martin wies auf den Tempusfehler dieser Passage hin. Damit habe er seine Schwierigkeiten, meinte Christoph, während Ruth das schon als Christophs Art zu schreiben hinzunehmen schien. Katja war von dem Schluss des Textes eher enttäuscht, sie hätte bei dem Aufbau der Geschichte eher etwas anderes erwartet, wie "Angst vor Zombies" oder der "großen Spinne". Ruth musste sich wiederholen, indem sie sagte, dass das Ende von Christophs Text viel zu erklärend sei, und Martin hätte sich auch lieber Andeutungen gewünscht und die "autistische Lebensweise" des Protagonisten weiter ausgemalt. Katja fragte noch, wie Christoph ausgerechnet dieser Text zum Thema "Respekt" eingefallen sei, worauf Christoph erläuterte, dass er eigentlich nur das Wort "respektieren" eingebaut habe, um es als Hausaufgabe hin zu biegen, denn, so erklärte er, die Hausaufgaben bei Sem;kolon seien nicht so streng zu sehen.
Über Entstehung und Hintergründe der mitgebrachten Texte wurde an diesem Abend überhaupt reichlich gesprochen. Als Katja ihren Text vortrug, wies sie im Anschluss darauf hin, dass das Ende verloren gegangen sei, aber es jetzt gerade gut und passend zum Thema Respekt funktioniere. Das fand auch Ruth, es dürfe nicht weiter gehen. Martin meinte zu dem Text, es sei der Stil von Grimms Märchen. Obwohl in sich stimmig und gut vorgetragen konnte Christoph zu dem Text nichts sagen, da ihn moderne Märchen nicht ansprechen. Spätestens zu dieser Zeit des Abends vermissten wir Urte und Max.
Ruth beendete die Literaturarbeit an diesem Abend mit dem vorzüglichen Text "Sturm in Verzug". Gelobt wurde sie wegen der außergewöhnlich originellen Wortwahl, den Details, die sofort das Ganze entstehen ließen, und die lustigen (und wohl öfter in Ruths Texten vorkommenden) Fischarten. Martin meinte, besonders diese Details bringen die Authentizität, auch wenn sie vollkommen erfunden wären. Katja fand es gut, wie Ruth die Worte in Beziehung zueinander setzt. Wir fragten uns, warum die Geschichte mit einem genauen Datum begänne, Martin meinte, das sei ja eigentlich irrrelevant. Katja fand den Schluss erklärend, also wäre Ruth genau in die Falle hineingetappt, vor die sie selbst immer warnt. Auch Martin empfand diese Stelle als Antiklimax. Christoph jedoch sprach sich für ihre Berechtigung aus, für ihn ist das die Wende, womit dieser Text dann ausklingen kann.
Ein neuer Termin für das nächste Treffen wurde gesucht und gefunden. Und die Bedienung wurde gefragt, was ihr als erstes Wort einfällt. Da sie "Fuchs" sagte, ist dies nun unser nächstes Hausaufgabenthema.

22.11.2013

Im "Spooky's" trafen sich Katja, Ruth, Christoph, Martin und Max. Es gab zunächst einige organisatorische Dinge zu klären, worunter auch fiel, dass Sem;kolon im Februar 2014 wieder eine Lesung machen möchte! Sie soll im Theaterpädagogischem Zentrum, dem "TPZ", in der Achtermannstraße in Münster stattfinden. Näheres wird noch bekannt gegeben.
Dann ging es wie immer an die Textarbeit. Zum Thema "Fuchs" hatte jeder einen selbstverfassten Text mitgebracht, den er vortrug, während die anderen gleichzeitig in den Kopien mitlesen konnten. Dazu gab es Meinungen, Kritik und Anregungen in freundlicher Atmosphäre.
Am Ende des Abends fanden wir einen Termin für das nächste Sem;kolon-Treffen und Christoph hatte einen Vorschlag für ein neues Thema, der sogenannten Hausaufgabe: "Heuchler". Er wurde gemeinsam angenommen.

29.11. bis 27.12.2013

Sem;kolons "Internet-Lesung" auf den Webseiten der Stadt Münster bei "LiteraturLine". Hör- und Leseproben online abrufbar.

13.12.2013

Während draußen Frosttemperaturen herrschten, trafen sich im "Spooky's" zum letzten Mal im Jahr 2013 in angenehmer Atmosphäre Ruth, Christoph, Martin und Max. Wir vermissten Urte und Katja. Ruth brachte für alle Plätzchen mit. Selbstgebacken! Danke, Ruth!
Unsere Lesung wurde weiter geplant. Sie ist am 7. Februar 2014 im TPZ in Münster. Dann hatte jeder einen Text zum Hausaufgabenthema "Heuchler" dabei, der vom Verfasser vorgetragen wurde, während die anderen in den Kopien mitlesen konnten. Diese Texte besprachen und kritisierten wir ausführlich und machten gegebenenfalls Verbesserungsvorschläge.
Ruth fand das neue Stichwort für die nächste - wie immer freiwillige - Hausaufgabe: "Drei Könige".

2012:

20.01.2012

Zum ersten Treffen des Jahres im Café Montmarte erschienen Ruth, Carlder, Christian F. und Christoph. Erst sondierte Carlder neue Facebook-Kontakte.
Christoph überzeugte mit einem handwerklich gelungenen Text mit einer lakonischen Grundstimmung. Ruth meinte, da tut jemand, als sei er abgeklärt und steht über den Dingen. Christian sah auch Arbeiterrechte darin tangiert. Carlder tröstete nonverbal.
Ruths Werk warf drei Schlaglichter auf die Silvesternacht. Wenn auch sprachlich tiptop fanden die anderen keinen Bezug der drei Teile zueinander. Carlder korrigierte viele Formulierungen im Mittelteil als nicht stimmig.
Christian F.s Text war der Beste des Abends. Ein weiterer Text mit Joe und seinem WG-Bewohner auf der Suche endlich Geld zu machen. Diesmal wollten sie Winnetou Teil 5 schreiben. Es gab viele gute Pointen und Lacher.
Der nächste Termin für Sem;kolon ist zum 17. Februar festgelegt. Es gibt auch ein Stichwort für die Hausaufgabe. Aus der Süddeutschen Zeitung wurde per blindes Fingertippen das Wort "Tagesthema" gefunden.

17.02.2012

Zum Treffen von Sem;kolon kamen Ruth, Carlder, Christian F., Christoph und neu Ela.
Den Beginn machte Carlder mit einem Text über Tagesthemen und verunglückter Emanzipation. Ruth sah in den Formulierungen eine große Nähe zu Loriot. Im Laufe der Textbesprechung fanden wir schnell heraus, dass es zwei Texte waren, die zusammengeschrieben waren, da der Mittelteil eine andere Dichte hatte, wie Ruth meinte. Carlder gab zu, den Rahmen auf der Kloschüssel geschrieben zu haben. Christoph kritisierte die zu langen Sätze, die das Verb am Ende zu weit weg rückten. Das sollte aber der Gag sein. Ela fühlte sich durch den Text unterhalten und musste ein-, zweimal schmunzeln.
Christophs Schilderung über die Wende im Leben eines Arbeitslosen wurde gut aufgenommen. Ela bemerkte Fakt für Fakt und Kurzsätze. Ruth mochte Details, merkte einen logischen Fehler an und fand den Text lakonisch. Carlder fand das Wort "und" zu oft verwendet und den Verlauf immer deprimierender, was Ruth im Gegenteil fand.
Ela wartete mit Lyrik auf. ‚"Auf der Parkbank erfroren!" sei nicht der richtige Titel, meinte Christian, da er das Wesentliche vorweg nimmt. Die erste Strophe und eine Zeile wurden von der Gruppe richtig gut bewertet, in die Kritik gingen zu sehr poetisierte Stellen. Die Idee sei gut und berührt, doch die Umsetzung sei zu literarisiert.
Ruths Text "Telegramm" fand großen Anklang. Er überzeugte Christoph. Carlder vermutete Autobiographisches. Die Gruppe erkannte eine Steigerung vom Realen ins Irreale. Es war wieder eine Schwester-Bruder Beziehung Thema, wie öfter in Ruths Werken. Ela fand, dass die Protagonistin verloren wirkt und sich daher ins Puzzlespiel versinkt. Der Text sei auch fertig, es fehle nichts und hat einen durchgehenden Handlungsstrang.
In Christians Text fand eine Fortsetzung von den Bemühungen von Joe und seinem Mitbewohner statt, Winnetou 5 zu schreiben. Schließlich setzten sie sich hin und guckten Tagesthemen und verquickten die Nachrichten für den Plot ihres Buches. Carlder applaudierte. Ruth fand den Text gut, fand aber auch, dass es die schwächste Geschichte der Reihe "Eurozone" sei.
Der nächste Sem;kolontermin wurde für den 16. März 2012 festgelegt. Ela als Neue durfte das Stichwort für die Hausaufgabe angeben: "Größe".
Außerdem peilt Sem;kolon eine Lesung im Café Montmartre an. Termin: Sonntag, 22. April 2012. Beginn: 18 Uhr.

16.03.2012

Zum letzten Treffen vor der Lesung trafen sich im Café Montmartre an unserem Stammtisch: Ela, Ruth, Carlder und Christoph.
Zuerst präsentierte Christoph seinen Text "Sudden Death", der in Hinblick auf die Lesung viel zu schnell vorgetragen war und den Zuhörern mehr Raum geben sollte. Carl gefiel die Schreibe. Ruth bemerkte zwei Teile, einen erzählenden und einen kalkulierenden. Christoph erklärte den letzten Satz als Bibelformulierung, worauf Ruth sagte, dass seine Texte schon was Psalmenartiges haben.
Ruth fragte nach und fand dann auch den Bezug zur Hausaufgabe "Größe".
Ela glänzte mit dem Text "Max". Max ist ein zehnjähriger Junge der bei einem Streit der Eltern den Begriff "Größe" aufgeschnappt hat und ihn nicht deuten kann, aber es mit allen Mitteln versucht. Ela hat sich über Recherche intensiv mit "Größe" auseinandergesetzt. Ruth gefiel das Bruder-Schwester-Thema. Carl dozierte über das Trauma von Max und kritisierte, dass man aus langen Sätzen zwei hätte machen können. Christoph fand, der Text sei gangbar und so sollte ein Text aussehen. Er wollte noch zwei Plattitüden streichen.
Carlder schrieb ein Gedicht mit Aussagen zur philosophischen Deutung von "Größe", dabei arbeitete er mit großem und kleinem Schriftsatz, was Christoph sehr gelungen fand. Es passen Inhalt, Aussage... und Form, ergänzte Ruth. Wie wir vermuteten, ist ihm das Werk nebenbei eingefallen und hat es auf seinem Smartphone festgehalten...
Ruths "Wachstumsschmerzen" ging um Alice (im Wunderland), die erwachsen wird. Christoph meinte dazu, es würden salbungsvolle Sätze verwendet, halt Psalmenartig. Ela kam beim Zuhören mit der Fülle der Informationen nicht zurecht. Carl meinte, mit den letzten Formulierungen stimme was nicht. Er findet gut, dass die Grinsekatze jetzt Google hat. Außerdem lobte er Ruths eigenen Style, der Widersprüche in Widersprüchen gut herausarbeitet und zum Lachen bringt, auch, wenn man manchmal nicht weiß, warum. Wir lobten die gute Vortragsweise Ruths. Später brachte Ruth noch einen zweiten Text, den sie auf der Lesung bringen wird. Da haben wir einfach nur geklatscht.
Jetzt galt es noch, die Eckdaten für die Lesung festzulegen und die Aufgaben zu verteilen. Das bekamen wir auch ganz gut hin.
Daher gibt es im April kein Treffen, sondern die Lesung von Sem;kolon im Café Montmartre, am Sonntag, 22.04.2012, 18 Uhr, Eintritt ist frei.

Sonntag, 22.04.2012 - Lesung

An einem teils regnerischen Sonntag marschierten Ela und Christoph mit dem Sem;kolon-Pult durch die Tür des Cafés Montmartre. Es fand die erste Sem;kolon-Lesung seit sechs Jahren statt. Mit wechselndem Publikum kam die Gruppe auf ca. 20 Zuhörer.
Christoph ließ sich die Musikanlange vom Wirt erklären, damit jeder Autor mit seiner Lieblingsmusik von CD angekündigt wurde.
Um 18 Uhr gestaltete Sem;kolon ein gut 1 1/2 stündiges Programm in folgender Reihenfolge: Christian F., Ruth, Christian F., Christoph, Christian F. und Carlder. Alle gaben ihr Bestes und übertönten Geschirrgeklapper und Geräusche von der Theke.
Neben dem Beifall bekam Sem;kolon viele positive Rückmeldungen und den Wunsch: "Macht weiter so!"

18.05.2012

Spärlich besetzt war das Treffen mit Ruth, Christoph und unterstützend Urte. Neben kurzen Reflexionen über die Lesung wurden auch zwei Texte vorgetragen.
Christoph begann mit seinem Lampenfiebertext, in dem es um einen geht, der kein Lampenfieber kennt, dafür aber einen Zeitgenossen schildert, der sich durch Aufregung und Nervosität den Auftritt vermasselt. Ruth fand, dass der Nervöse distanziert beschrieben sei und man ihn erkennt, aber nicht sein möchte. Es wurde die Frage gestellt, inwieweit der Protagonist symphytisch ist, weil Lampenfieber etwas Normales ist. Urte wartete bis zum Schluss des Textes, dass er doch noch versagt. Großartig fand Ruth den Passus aus der Vergangenheit der Hauptfigur und meinte: "Soll ich mit verstellter Stimme einen Kommentar von Carl abgeben?"
Der nächste Text kam von Ruth. Er trug zwar keinen Titel aber hatte es in sich. Christoph war begeistert und rief spontan: "Cool!" Es sei wieder ein echter Ruthscher Text mit vielen irrwitzigen Rätseln. Natürlich erntete Ruth wieder den Spruch: "Ich weiß nicht, was du nimmst, aber nimm die Hälfte." Urte befand die Detailgenauigkeit für gut. Der Inhalt des Textes ist schwer wieder zu geben. Im Grunde wacht nur ein Mann auf und fährt zum Flughafen, um einem anderen Mann seinen Koffer zu übergeben. Doch die Schilderung hat etwas kafkaeskes und ist voller traumatisierenden Einzelheiten.
Das nächste Treffen findet privat statt, da im Café Montmartre die Sommerzeit beginnt, wo von Juni bis August früher geschlossen wird. Das Stichwort für die Hausaufgabe fand spontan Urte: "Der Pianist".

22.06.2012 (Treffen privat)

Ela, Ruth, Urte, Carlder und Christoph trotzten dem Trend das Fußball EM Viertelfinal-Spiel Deutschland gegen Griechenland zusehen und machten einen intensiven Literaturabend, der bis Mitternacht ging. Die deutsche Mannschaft gewann auch ohne uns.
Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt, Ruth hatte sogar einen Kuchen gebacken.
Insgesamt wurden sieben Texte besprochen. Zwei "Lampenfiebertexte" standen noch aus von Ela und Christoph. Vier Texte von Urte, Ruth, Ela und Carlder zu der aktuellen Hausaufgabe "Der Pianist" gab es. Und Christoph trug noch "Fahrt aufnehmen" vor.
Es sei hier nur die herausragenden Werke genannt. Ruth schrieb von einem Auftragskiller, der auf einem Konzert einen Pianisten erschießt. Carlder ging sehr lange auf den Text ein. Wie wir alle war er voll Lob, stellte aber gegen Ende des Textes einen Rollentausch fest: Der Killer müsste bei den Schuldgefühlen eine Frau sein.
Urtes Debüt war rund erzählt und es fehlte nicht an schönen Beschreibungen, wenn auch so Christoph: "Historisch schlampig." Zu dieser Zeit des Abends wurde noch mal eine alte Sem;kolon-Richtlinie erläutert: Autor und Text-Erzähler sind immer getrennt zu betrachten.
Carlder hatte einen längeren Text, dessen Anfang er las und abstimmen ließ, ob er weiter lesen sollte. Drei zu eins Stimmen waren gegen das Weiterlesen, wohl auch wegen der fortgeschrittenen Stunde, man konnte sich aber schon ein Bild von der "Geistergeschichte" so Christoph und der bildhaften Beschreibung wie bei Henry James, wie Urte meinte, machen.
Im Juli findet zum ersten Mal in der Geschichte von Sem;kolon ein Treffen außerhalb von Münster statt. Es ist wieder privat und mit Grillen und Übernachtung ist sehr viel Zeit nicht nur die Hausaufgabe "Privatpatient" zu besprechen, sondern auch einander andere Texte und Klassiker vorzustellen. [Anmerkung: Das Treffen fand nicht statt.]

20.07.2012

Im Café Eckstein's trafen sich Ruth, Urte, Christian F. und Christoph. Erst trug Urte ihren Text "Allein" vor - mit deutlicher Stimme gegen den Cafébetrieb. Sie hatte versucht, die Hausaufgabe "Privatpatient" so zu lösen, indem sie Zeilenanfangsbuchstaben fett formatierte, die von oben nach unten auf der Seite "Privatpatient" ergaben. Das war natürlich eine 'Mogelpackung'. Ansonsten war der Text schlüssig und gut erzählt. Es gab einige starke Bilder, zum Beispiel wie beschrieben wurde, was in einer Glühbirne passiert, wenn der "Stromkreis nicht mehr unterbrochen ist". Ruth meinte allerdings an einigen Stellen sei zu viel erklärt. Inhaltlich geht es um eine Frau, die nachts aufwacht und meint, es ist noch jemand in der Wohnung und nachschaut. Dabei hat sie eine Reminiszenz an ihren Opa, der leugnete, in der NSDAP gewesen zu sein. Christoph fiel noch auf, dass die Frau in Socken geschlafen hat, und er teilte die Menschen in diejenigen auf, die mit oder ohne Socken schliefen…
Ruth legte zu ihrem Text ein Foto von einer rauen Küstenlandschaft mit einem rostigen Stab und einem Seil bei. Das Bild kam auch zum Schluss der Geschichte vor. In dem Text geht es um einen Erben, der eigentlich ein Haus auf einer Insel kaufen wollte. In atmosphärischer Dichte wird ein Sturm auf der Insel beschrieben. Dann springt die Erzählung immer wieder in die Vergangenheit. Es wird von dem Verstorbenen berichtet, der sein Geld mit Videotheken gemacht hat, die zu den indizierten Filmen auch "Accessoires wie Handschellen, Peitschen, Lederriemen oder einfach eine Spritze" anboten. Der Notar bei der Testamentseröffnung erinnert an Oskar Werner in dem Film "Fahrenheit 451", was mal wieder Ruths Vorliebe für Filme zeigte. Wir fanden, dass es eine schöne, schlüssige Geschichte ist, die gerne weiter gehen könnte. Christian fand allerdings, dass er nicht auf den Punkt bringen könne, worum es eigentlich geht. Christoph sagte dazu, dass das Bild mit dem Wind, der versucht, Fenster und Rahmen auseinanderzudrücken, eine Metapher für das Ganze sein könnte. Urte fand die Videothek mit den 'Spezialitäten' gut.
Christoph hatte Gedichte mitgebracht und kündigte sie als "schwülstig" an. Es handelte sich ausschließlich um ältere Werke. Er begann mit "Erwachen", das gut ankam und wie ein Lied wirkte - etwa aus einer Wagneroper oder wie von Rammstein. Urte fand das Bild "härener Sack" schlampig! Tatsächlich hatte sich Christoph von einem Song der Guano Apes inspirieren lassen. Die nächste Lyrik "Ich suche" wurde sofort von Christian F. erkannt: "Anybody seen my Baby?" von den Rolling Stones hat da Pate gestanden. Wegen der Zeile "Manchmal schlug sie mich wie Mutter" sagte Urte: "Du hast es mit Mutter?!" Sie erinnerte sich an den Text von Christoph auf der Sem;kolonlesung "Ich hatte keine Mutter, ich habe keine Mutter, ich werde keine haben". Das nächste Stück "Liebeslied auf die Staatsgewalt" gefiel und Urte fand es auch schön vorgetragen. Der Sado/Maso Inhalt wäre, so Christian, wie Rammstein "Polizisten" von Extrabreit weiterschreibt. "Meggas" wurde gelobt als Dadaismus, da nicht ein Wort einen Sinn-Inhalt hat. An dieser Stelle bemerkte Ruth, dass sie es sehr schwer findet, Gedichte zu schreiben. Christoph wurde gefragt, warum er jetzt keine Gedichte mehr schreibt. Er führte dies darauf zurück, dass er nicht mehr so viel schreibt wie früher. Wenn er etwas ausdrücken wolle, dann verdichte er es immer, das sei ein Stilmittel, dann wurde entweder Lyrik oder wenn es nicht reicht, Prosa daraus. Das Gedicht "Ohne Titel" kam unter die Kategorie ‚schwülstig' und "Ostern" enthielt christliche Kernaussagen zur Auferstehung, was aber eine Auftragsarbeit war.
Christian F. zitierte aus seinem Leserbrief an eine münsterische Zeitung über die Rückbenennung des Schloßplatzes in Hindenburgplatz in Form eines Gedichtes von Günter Grass. Christoph staunte über die Leistung wie Günter Grass zu dichten. Außerdem las Christian seine Hausaufgabe zu "Der Pianist" vor, indem anachronistisch große Musikgenies zusammentreffen, um einen jungen Pianisten beim Vorspielen zuzuhören. Urte fand es "historisch schlampig", aber die einzelnen Verhaltensweisen von Beethoven, Mozart u. a. gut recherchiert und getroffen. Ruth könnte es sich als Theaterstück vorstellen. "Was für ein Haufen!" Eine schöne Idee und Christian F. will den Text im neuen Sem;kolon-Forum einstellen.
Es wurde beschlossen, das nächste Mal wieder ein Privattreffen zu veranstalten. Das Stichwort für die Hausaufgabe fand Christoph: "Sommer", der dieses Jahr noch keiner war.

17.08.2012 (Treffen privat)

Ein Balkon über einen Hinterhof war der Ort des Sem;kolontreffs für Ruth, Urte und Christoph bei nahezu 30 °C. Bis gegen 22:30 Uhr tranken die Frauen meist Wein und Christoph Coca Cola und es gab selbstgebackenen Blaubeerkuchen. Die Ankündigung der Sem;kolon-Lesung im nächsten Jahr im VHS-Programm wurde gezeigt.
Christoph begann die Textarbeit mit seinem "Diesen Sommer". In dieser Kurzprosa wird prominent von einer Maßnahme des Arbeitsamtes erzählt. Ein Teilnehmer macht sich über die Behinderung eines anderen Teilnehmers Gedanken. Sie führen auch zu negativer Kritik. Das Thema war gut literarisch aufbereitet. Urte fand, dass das Werk eine ganz andere Sommerrealität beinhalte. Wobei Ruth meinte, der Inhalt des Textes habe weniger mit dem Hausaufgabenthema 'Sommer' zu tun. Die Schilderung des Behinderten sei gelungen, so Urte. Christoph fragte nach, ob man über Behinderte überhaupt etwas Negatives sagen 'darf'. Worauf Ruth sagte: "Absolut." Man dürfe sie nicht diskriminieren, sie aber auch nicht bevorzugen aufgrund ihres Handicaps. Und Urte: Über den Behinderten in der Geschichte würde ja nicht gehässig geredet, er sei eher sympathisch und der erste Teilnehmer mache sich eher kollegiale Gedanken. Die letzten beiden Sätze fanden die Frauen gut: "Der Bus kommt. Er ist nicht klimatisiert." Das drückt die Ausweglosigkeit und Schicksalshaftigkeit von dem Personenkreis in solchen Maßnahmen aus. Wir alle hatten Erfahrungen in Maßnahmen vom Arbeitsamt. Ruth merkte allerdings an, sie hätte den Satz - "Er ist nicht klimatisiert." - weggelassen, da sie Andeutungen liebt. Urte war noch eine wörtliche Rede vor den Schlusssätzen rätselhaft. Sie konnte nicht zuordnen, wer sie spricht. Es ging - klischeehaft, wie Ruth meinte - um die schlechte Situation von Teilnehmern in solchen Maßnahmen. Ruth schlug vor, es als Stimme aus dem Off zu nehmen, bis Christoph zugab, dass er das dem ersten Teilnehmer zuordne, obwohl Urte es nicht schlecht findet, wenn solche Stellen irritieren und zum Nachdenken anregen. Außerdem verwendete Christoph in dem Text eine Anspielung auf einen Kinderbilderband, den Ruth als Kind auch mal hatte. "Hier fällt ein Haus, dort steht ein Kran und ewig droht der Baggerzahn oder Die Veränderung der Stadt" von Jörg Müller (erschienen 1976).
An dieser Stelle wurde über das neue Forum auf der Homepage von Sem;kolon gesprochen. Christoph erklärte einige Funktionen.
Mit Textarbeit ging es bei Urte weiter. Sie bezeichnete ihre Arbeit als 'Fragment' und es hatte nicht mal einen Titel. Nach dem Lesen verkündete Christoph, er hätte eine Gänsehaut bekommen. Ruth lobte die atmosphärische Dichte des Textes und machte einen Formulierungsvorschlag an einer Stelle. Es ging in dem Werk um ein Geschwisterpaar, Schwester und Bruder, das in der Zeit nach dem 2. Weltkrieg in einem Kornfeld liegt. Sie befinden sich in der russisch besetzen Zone und die Mutter der beiden möchte eigentlich fliehen, doch der Vater ist noch vermisst. In schönen Bildern wird der Sommer, das Thema der Hausaufgabe eingefangen. Ruth betonte die 'klaffenden Öffnungen an der Oberfläche der Steilküste, wo die Schwalben nisten' als "krass". Christoph fragte Urte: "Du hast es mit dem Krieg?" Worauf Urte lachend bejahte. Christoph meinte, dass sich Urte von Mal zu Mal steigere. Ruth kannte das Mädchenbuch, aus dem die Schwester dem Bruder im Kornfeld vorliest. Es behandelt die Zeit des 1. Weltkriegs und heißt "Nesthäkchen". Zudem hatte Urte einen DDR-Liedermacher zitiert. Ob "zweitbester Sommer" Klauen wäre, fragte sie. Ruth: Nein, es sei ein Verweis. Der Text sollte weitergeschrieben werden.
Als Ruth ihre Sache lesen wollte, stellte jemand in der Nachbarschaft laute Reggae-Musik an. Es passte zu diesem schönen Sommerabend. Ruth war mit ihren etwa sieben ganz kurzen literarischen Blitzlichtern auf den Sommer mit dem Titel "Männer ohne Sommer. Ein Klagelied." (was die Verdrehung eines Buchtitels ist,) selbst nicht zufrieden. Dabei kamen die Formulierungen und Inhalte gewohnt witzig und hintergründig daher. Es wurde zwar eine Passage als die schwächste ausgemacht, doch andere brachten zum Lachen. Z. B. ein Taucher, der sich in den Taucheranzug gepinkelt hatte und seiner Partnerin verkündet, dass sei Essen für eine ganze Woche - dabei meinte er natürlich eigentlich die gefangenen 'Meeresspinnen'. Ruth erklärte ein Wort, das sie verwendete, "Apnoetauchen" ist Tauchen ohne Sauerstoffflasche. Damit ist erlaubt, sich Meerestiere zu jagen, denn mit Beatmung wären die Fischbestände zu stark dezimiert. Auf Christoph wirkten Ruths Sommerbilder wie Comics. Ruth stellte ihre Arbeit aufgrund von mangelnder Struktur, Komposition und Zusammenhang in Frage. Wir anderen fanden aber gut, sich aus verschieden Richtungen einem Thema zu nähern.
Dann ließen wir den Abend mit guten Gesprächen ausklingen. Wir redeten von Erfahrungen aus Schreibwerkstätten, wo es manche durchgeknallte Leute gäbe. Christoph fasste zusammen, dass es gegenüber Autoren die Vorurteile gäbe, dass sie mit Buch oder Lyrik schreiben anfangen müssten. Er berichtete von einem Fall einer älteren Frau, die unbedingt ihre Lebensgeschichte aufschreiben wollte und die gesamte Auflage ihres Buches im Keller stapele...
Das nächste Sem;kolontreffen ist wieder öffentlich im Café Montmartre und wir fanden das Stichwort "Geburt" für die Hausaufgabe.

14.09.2012

Nach der Sommerzeit fanden sich wieder im Café Montmartre ein: Ela, Ruth, Urte, Carlder, Christian F. und Christoph.
Carlder machte den Anfang mit seinem fünfseitigen "Geburt eines Gedanken" worin es um Definitionen der Liebe geht. Urte meinte, wenn es Carlder nicht vorgelesen hätte, hätte sie den Text nach der ersten Seite weggelegt, da er ausdrucksstark liest. Christoph fand das Werk 'laberisch' statt literarisch. Ruth merkte an, dass der Zyniker im Text keiner sein könne, wenn die Betrachtungen mit der positiven Erinnerung an den Film "Love Story" enden. Und Urte meinte noch, dass die Hausaufgabe voll erfüllt sei, eben 'Geburt - eines Gedanken'.
Ruths Text brachte viele Lacher hervor. Er behandelt wieder das Bruder-Schwester Thema, wie oft in Ruths Werken. Urte lobte die Spitzfindigkeit und die Namenswahl "Henrietta". Carlder blies einen roten Luftballon mit weißem Schriftzug "gut" auf... Ruth fragte in die Runde, ob die erzählende Person in der Geschichte ein Mann oder eine Frau sei. Carlder meinte, sie sei weiblich, weil es Ruth vorgetragen hat, und sich dabei dachte, es wäre jemand wie Ruth. Ela fand die Rolle aber komplett austauschbar, es müsse nur mal ein Mann lesen. Das Thema der Hausaufgabe war komplett gelöst.
Ela trug nun ihren Geburt-Text vor. Es wird von einer 14-jährigen mit einem traumatischen Erlebnis erzählt, dessen Grund erst in einer Zeitungsnachricht aufgelöst wird. Christian F. fand das gut, Ela sollte aber mehr kürzen. Und er fand die Folge von "Gesamtschule" und "gesamte Schülerinnen und Schüler" in einem Satz etwas unglücklich. Urte war das Verhalten einer Person in der Situation zu krass. Ela argumentierte dagegen. Ruth fand den Kursivdruck gut, der bei den Gedanken des Mädchens eingesetzt wird. Carlder lobte die Stimmung und Atmosphäre und setzte dann zu einer ausufernden Besprechung handwerklicher Fehler an, die er für unverzichtbar hielt.
Als nächster brachte Christoph seine Hausaufgabe mit dem Titel "Die Zigarettenmarke" zu Gehör. Christian F. würde ihn gerne lesen und er funktioniere auch, aber er wirke eher wie die Momentaufnahme innerhalb einer Reihe von Texten mit dem gleichen Protagonisten, außerdem sei der Titel nicht passend, weil er nur eine Nebenhandlung erfasst. Ela waren die Sätze zu kurz. Urte mag es, wenn von einer konkreten Situation aus Flashbacks kommen wie in Christophs Geschichte. Christian F. fügte noch hinzu, dass die Kurzgeschichte wie ein literarisch aufbereiteter Tagebucheintrag wirke, und Carlder konnte zu dem Text keine Distanz finden, da er den Autor viel zu gut kenne.
Urte kam mit einer Weihnachtsgeschichte an. Sie spielt in New York und ist auch aus persönlichen Erfahrungen entstanden. Christoph kritisierte, dass man das Geschilderte schon kenne, es also nichts Neues sei. Zudem sind die Charaktere zusammengewürfelt, was heißt, dass die Summe der Teile nicht die beabsichtigte unvergessliche Stimmung beschreibt. Christian F. schlug vor, nicht bloß die Personen zu beschreiben, sondern sie reden zu lassen. Ela stimmte Christoph nicht zu, sie würde solche Verhältnisse und Begebenheiten aus dem Text nie in Deutschland vermuten. Ruth war Urtes Schreiben voreingenommen, da sie auch den Schauplatz kennt. Alle waren sich einig, dass das Thema, hier Christi Geburt, erfüllt war.
Christian F. reagierte auf die immer wieder bei Sem;kolon auftauchende Diskussion zu Literatur versus Poetry Slam mit der Gegenüberstellung zweier Text aus den jeweiligen Bereichen. Zuerst ging es in dem literarischen Text um eine Fehlgeburt, was das Thema der Hausaufgabe erfüllte. Christoph fand ihn gut, es wurden Wiederholungen einzelner Phrasen eingesetzt, die er für Christian stilistisch fand und das Bild am Ende stünde für die ganze Geschichte. Ruth war anderer Meinung, ihr war es zu kitschig und zu viel 'Neonlicht'. Carlder lobte die dichte Atmosphäre. Das Kontrastprogramm war natürlich der Poetry Slam Text. Lustig und ohne Anspruch auf Genauigkeit der Fakten. Carlder sagte gleich: "Dazu sage ich nichts!" Als Ruth etwas im Text richtigstellen wollte, rief Carlder: "Darüber willst du nicht ernsthaft reden!" Christian F. konstatierte, dass jeder gelacht hätte, sogar Christoph und damit sei das Ziel erreicht gewesen.
Das nächste Treffen ist wieder im Café Montmartre im Oktober. Das Stichwort für die Hausaufgabe erschien Carlder zufällig auf seinem iPhone.

26.10.2012

Im "Chico Picante" fanden sich Ela, Ruth, Carlder, Christian F. und Christoph ein. Bei Hot Dogs und Kartoffelecken mit Bier und Coca Cola fand ein eher ungewöhnliches Sem;kolon-Treffen statt.
Ruth machte den Anfang mit einem guten Text, den sie auf der Sem;kolon-Seite bei Facebook einstellen möchte. Es sei daher nicht mehr darüber verraten. Der Titel wurde zwar von Carlder infrage gestellt, doch Christian F. fand, dass der Titel so wie er ist, besser wirke.
Christian F. trug dann zur Hausaufgabe "Code eingeben" ein Gedicht vor, das Carlder bis auf eine nicht richtige Wortwahl gut fand. Es wurde noch darüber gesprochen, ob es bei wörtlicher Rede in Gedichten Anführungszeichen geben müsse. Christoph fragte Christan F.: "Seit wann schreibst du Gedichte?" Desweiteren brachte Christian F. noch den Anfang einer Kriminalgeschichte mit Lokalbezug an. Carlders Interpretation eines Fans, der Zigarettenrauch ausblies, stieß auf Kritik und wurde als überinterpretiert gemahnt. Er meinte dann, dass es ja nur eine von einer Mehrzahl von Interpretationen sein könnte, und es würde im positiven Sinne bedeuten, dass Christians Text Bilder im Kopf entstehen ließe.
Carlder verteilte als nächstes Zettel mit zwei überklebten Textteilen, die zunächst nicht in Augenschein genommen werden sollten. In der Geschichte ging es perfekt um die Lösung der Hausaufgabe "Code eingeben". Auch, wenn nicht klar wurde, wo der Protagonist ist oder wer er ist und das Ende offen war, hielten wir es für eine guten Text, wo nicht extra drüber stehen bräuchte: "Ein Beispiel für Erzählkunst, von Carlder". Carlder fragte einige Male nach, ob das Ende ok sei. Denn er hatte den Text Testpersonen vorgelesen, und die fanden, dass ein Ende fehle. Wir fanden das nicht. Nun lüftete Carlder das Geheimnis der zwei verdeckten Textstellen, es waren zwei alternative Textenden. Auch jetzt war die Meinung in der Gruppe, dass der Text so gut ist, dass er ohne sie auskäme.
Christoph fuhr mit einer Geschichte außerhalb der Konkurrenz der Hausaufgabe fort. Seine Zuhörer waren sehr in den Bann gezogen, von etwas, wie dann Christan F. sagte, wovon er nicht wüsste, ob es Traumtext, Traumwahn oder ein Drogenerlebnis sei. An einer Stelle jedoch wurde die Stimmung gebrochen, und Christoph fragte nach, ob er das nicht einfach streichen solle, wozu er ermuntert wurde. Carlder hatte ein Problem mit einer Formulierung, die, wie ihm Christoph überzeugen wollte, in den nächsten Worten dahinter richtig gestellt wird. Auch Ruth hatte das so wie Christoph verstanden.
Ela kam mit einem Gedicht zur Hausaufgabe an, zu dem zu dieser Stunde des Abends nicht mehr viel gesagt wurde. Carlder sah noch unstimmige Formulierungen darin.
Als Rausschmeißer warfen Ruth und Carlder noch je einen Text in die Runde. Carlder ein Gedicht mit Foto und Ruth etwas "Intellektuelles" mit einem Zitat von Franz Kafka am Ende.
Wir bedankten uns bei Christian F., der auf die Schnelle einen Ersatztreffpunkt finden konnte. Denn das Café Montmartre hat die Schließungszeiten geändert, so dass sie für uns nicht mehr akzeptabel sind. Christian F. regte sich darüber auf, wie man seine Stammgäste so verprellen kann. Das "Chico Picante" kann aber keine Dauerlösung sein, bemerkten besonders Ruth und Christoph. Für Christoph kam keine "literarische Stimmung" auf, zudem vermisste Ruth den Wein. So ist jetzt Sem;kolon auf der Suche nach einer passenden Location für das nächste Treffen. Eine Idee ist es, bei "Peperoni", dem Gemüsekulturladen nachzufragen. Dort ist die Gruppe bei dem Besitzer Djahan gut bekannt. Das Stichwort für die Hausaufgabe hat sich übrigens Ruth ausgedacht.

30.11.2012

Nachdem die Suche nach einem Ort für das Treffen mit der Reservierung eines Tisches im "Spooky's" beendet war, fanden sich dort ein: Ela, Ruth, Urte, Carlder, Christian F., Christoph und neu Martin. Im stimmungsvollen Ambiente, das allen sehr gut gefiel, verteilte Ruth erst mal selbstgebackene Plätzchen an alle für die Adventszeit. Danke schön!
Christian F. begann die Literaturarbeit mit dem dritten Kapitel seines Krimis und hatte darin die Hausaufgabe "Verschluss" untergebracht: Der Kommissar Gernert bekommt als running gag den Reiß-"Verschluss" seines Anoraks nicht auf. Carlder lobte, dass das Satzzeichen Semikolon mal in einem Text von Sem;kolon auftaucht. Christoph fand eine Figur in dem Text unglaubwürdig: Der Doktorand der Geschichtswissenschaften würde, so meinte Christoph, einen Geschichtsgruppen-Stammtisch haben - ja, eine Frau in der Disko aufreißen können - nein. Ela fand den Reißverschluss-Gag zu oft benutzt. An dieser Stelle berichtete Martin von einem deutschen Schriftstellerforum im Internet, wo man richtig zerrissen wird. Worauf Carlder antwortete: "Hier herrscht nicht die Kompetenz." Zu dem Reißverschluss meinte Ruth noch, man könnte es vielleicht damit verbinden, dass die Ermittlung hakt. Carlder fragte, ob Christian F. für den ganzen Krimi schon einen Plan entworfen hätte, und Christian meinte, ja, er hätte ein Storyboard. Carlder lobte zudem den Fluss in der Erzählung und das regionale darin. Nach diesem Teil wäre er nun auf Fortsetzungen gespannt. Martin brachte noch eine sprachliche Verbesserung ein: Wo es "an Spekulationen glauben" hieße, müsste es "sich an Spekulationen beteiligen" heißen.
Als nächstes stellte Martin seinen Text "Code eingeben", die Hausaufgabe vom letzten Mal vor. Ela fand es erst mal zu schnell vorgetragen. Christoph lobte den guten Erzählfluss und die gut gesetzten Details. Urte wies auf zwei logische Fehler hin. Dann tauchte die Frage nach dem Titel auf, denn in dem Text, in dem es um einen verlassenen Ehemann geht, der in der Stammkneipe eine Frau anspricht, die ihm in direkter Weise ein Angebot macht, sollte der "Code" wohl das Signal, die Art und Weise sein, wie man bestimmte Absichten erreicht. Urte fand zu viele Klischees in dem Text, wobei Ruth meinte, das passe zum Protagonisten und Martin erklärte, dass er eben in dieser eingefrästen Rille lebt. Carlder sagte: "Den Mann hast du verstanden. Die Frau nicht." Das Ende fand er traurig und hätte ihn berührt. Denn: "Er geht um die Ecke und weint", mutmaßte Carlder. Für Ruth kamen in dem Text zu viele rhetorische Fragen vor. Ela meinte jedoch, gerade die Fragen bringen ihr die Hauptfigur nahe. Christian F. lobte die Wortwahl, fand nur eine Metapher etwas zu platt. Allerdings hätte er mehr Spannung in dem Text gewünscht, denn wenn jemand so wunderbar schreiben könne, warum verbleibt dann der Text so statisch?
Zur Sem;kolon-Homepage gab Martin die Rückmeldung, dass er fand, dass das Protokoll für Außenstehende keinen Sinn ergäbe, da man ja die besprochenen Texte nicht mit geliefert bekäme. Ruth fand dazu, dass sie sich die Protokolle in ihrer Anfangszeit bei der Gruppe angeschaut hat, um zu sehen, worauf bei uns geachtet wird und wie etwas gemacht wird.
Als nächstes brachte Ela ihren Text "Alte Wäsche". Christian F. fand spontan, dass es ein guter Text sei, denn es passiere so einiges, er sei kraftvoll und spannend. Auch Christoph fand den Text gut, wenn man(n) sich auf die Gedanken einer Frau einlässt. Ruth fand ihn eher langweilig. Es geht um einen Kellerschlüssel, der sich nicht finden lässt, obwohl er offen an der Stelle liegt, wo er sonst immer liegt. Die Protagonistin will in den Keller um Wäsche zu waschen, es scheint, dass sie aus Bequemlichkeit unbewusst den Kellerschlüssel nicht findet. Doch zum Schluss des Textes stellt sich heraus, dass sie davor bewahrt wurde, auf Einbrecher im Keller zu treffen... Martin bemängelte die vielen Kommata- und auch Rechtschreibfehler und gab an, mal an den Kopf geworfen bekommen zu haben, dass es eine Unverschämtheit gegenüber dem Leser (oder Rezensenten) sei, einen noch nicht überarbeiteten Text vorzustellen. Carlder forderte Ela auf, mehr Distanz zu den Protagonisten in ihren Texten einzunehmen, wobei Ela meinte, sie hätte das getan. Zur Hausaufgabe "Verschluss" passte das Tagebuch der Tochter, dass die Frau in der Geschichte offen herumliegen sieht und dann nimmt um es zu lesen: "[...] so was gehört nun wirklich unter Verschluss."
Urte fuhr mit einem weiteren Hausaufgaben-Text fort. Martin formulierte, dass es sehr lange dauert, bis der Leser aufgeklärt wird, was die Geschichte aussagen will, es sei ja fast schon quälend, so lange im Unklaren zu sein. Ruth fand gerade das gut. Sie fand auch die Bruder-Schwester Beziehung in dem Text gut und den Ton, in dem der Text erzählt ist. Carlder mochte sich dem anschließen, ihn störte nur die automatische Tür in einem Plattenbau, doch das wurde von Urte geklärt. Carlder: "Toller Text!"
Weiter mache Ruth mit einem Text ohne Titel in dem es aber um einen "Verschluss" letztendlich ging. Martin fand den Text gut und wies auf zwei sprachliche Ungenauigkeiten hin, die diskutiert wurden. Christoph fand: "Ein echter ruthscher Text!"
Christoph brachte einen Text außer Konkurrenz, also nicht zu einem Hausaufgabenthema. Er wurde von Martin als Fragment wahrgenommen. Carlder meinte, es gäbe keine Vor- und keine Nachgeschichte aber genau einen großen emotionalen Moment. Bei den anderen löste er Rätsel aus. Ela fand gar nicht in den Text hinein und Martin mutmaßte bei dem Protagonisten entweder Paranoia, Schizophrenie oder auf Drogen, eine extrem subjektive Sicht, worauf Ruth sagte: "Dann nimm mal die Hälfte, von dem, was du sonst nimmst." Urte meinte: "Das ist nicht Christoph." Auch Carlder, der oft Christoph in dessen Texten wieder fand, weil er ihn schon so lange kennt, findet ihn in dem vorgestellten nicht wieder.
Rauswerfer waren dann zwei Texte von Carlder. Zum "VerSchluß" wurde angemerkt, dass er was hat und dass er deprimierend sei. Ruth hob eine Formulierung hervor, die sie besonders mochte. Und der zweite war eine erotische Momentaufnahme, die Urte in solch einer Dichte nicht aushalten könne, es sei denn es sei von Carlder interpretiert.
Das "Spooky's" könnte Sem;kolons neues Stammlokal werden. Es gefiel allen da sehr. Zum Stichwort für das nächste Mal wurde einfach einer der Kellner befragt, was für ein Wort ihm als erstes einfiele.

2011 (20 Jahre Sem;kolon):

14.01.2011

Zur ersten Sitzung im Jubiläumsjahr von Sem;kolon trafen sich im Café Montmartre Carlder, Christian F. und Christoph.
Christian brachte einen Fluchtbericht von Stargard (Pommern) nach Ahlen aus der Zeit von 1945. Der Bericht beruht vollkommen auf Tatsachen und ist für einen Familienchronisten geschrieben. Das durchweg gut erzählte Werk brachte die Frage auf, ob nicht zu viel Autobiographie der Literatur schade.
"Dem Kinde" war ein gelungenes Gedicht von Carlder, das bis auf den Autor so keiner richtig verstand, zum Glück erklärte es uns der Meister höchstpersönlich. Es geht um die Selbsterkenntnis als Zeitreise anhand der Metapher des Kindes.
In der Kneipenatmosphäre gut vorgetragen war der Text von Christoph, der ein Weihnachtsbekenntnis enthielt und noch unter den Weihnachtsgeschichtenvortrag für seine Kollegen abzubuchen war. Carlder fasste es lakonisch zusammen: "Genieß den Applaus und sei froh, dass sich niemand näher damit beschäftigt."
Es wurden noch Möglichkeiten des Feierns des 20jährigen Bestehens der Autorengruppe besprochen, z. B. eine Jubiläumslesung. Das Café Montmartre bot sich da an.
Nächster Termin: Café Montmartre, 25. Februar 2011

25.02.2011

Zur zweiten Sitzung im Jubiläumsjahr von Sem;kolon kamen bloß zwei ins Café Montmartre: Christoph und neu Ruth.
Christophs Text "Arschkarte" ging um den Tagesablauf eines Arbeitslosen. Ruth merkte dazu an, dass das Thema gut in unsere Zeit passe, man sich in den Protagonisten gut einfühlen kann, es gute Bilder und Details gäbe. Sie lobte die "Selbstverarsche" der Textfigur.
In dem Text "Land" von Ruth geht es um ein Geschwisterverhältnis. Der Bruder sei überheblich, merkte Christoph an. Die Schwester sucht die Beziehung hinter sich zu bringen und es wird ein famoses Bild benutzt. Überhaupt sei der Text flüssig und abwechslungsreich geschrieben. Metaphern blitzen regelrecht auf! Zu verbessern wäre eine Erklärungslücke und den Text an einigen Stellen zu straffen.
Es ist dann noch ein erfolgreicher Abend für die Literatur herumgekommen. Nächster Termin steht ja schon fest: 11. März 2011

11.03.2011

Zur dritten Sitzung im Jubiläumsjahr von Sem;kolon gab es volles Haus im Café Montmartre: Ruth, Carlder, Chritian F. und Christoph. Christian ließ noch mal den Text "Münster ist nur ein Gerücht" lesen, der im Internet veröffentlicht wurde. Außerdem legte er noch ein Gedicht vor, dass, wie Ruth meinte, vertont werden könnte. Es ging um die Befreiung aus dem weltweiten Netz sozialer Kontakte durch die Funktion "delete". Carlder gefiel dabei die "Voodoo"-Komponente, der Kontrast, den Namen erst mit Papier und Bleistift durchzustreichen.
Christoph ließ noch mal "Arschkarte" vom letzten Mal lesen. Worauf Christian bemerkte, dass der Text statisch sei, was aber gut zum Thema passe. Und Carlder - seit vier Jahren Nichtraucher - bekommt bei Christophs Texten immer Lust aufs Rauchen.
Einen exzellenten Text mit dem Titel "Unter Tage" legte Ruth vor. Carlder hatte sofort ganz starke Assoziationen, denn die Beschreibung eines Leibeigenen in Stollen ließe viele Interpretationen zu.
Carlder brachte einen Auszug aus einem Erotik-Text mit und wollte schlicht wissen, wie er die Protagonistin nennen soll, was ein langes Namenvorschlagen hervorrief.
Nächster Termin am 15. April 2011.

15.04.2011

Die vierte Sitzung im Jubiläumsjahr von Sem;kolon besuchten: Ruth, Christian F. und Christoph.
Christoph brachte die Abschrift seines Radiobeitrages zum 20jährigen Jubiläum von Sem;kolon, der aber nicht gesendet wird. Es war zwar kein literarischer Text, regte jedoch an, dieses Jubiläum bekannter zu machen.
Christian trug zwei Texte vor. Einmal handelt es sich in witziger Art um das Verschwinden des Protagonisten, und zwar buchstäblich. Zum anderen eine Abhandlung was passiert, wenn man dem Navigator des Autos zu politische, die Liebe betreffende und den Sinn des Lebens abhandelnde Fragen stellt. Beide Texte wurden ob ihrer Versprachlichung gelobt und enthielten einen satirischen Unterton.
Ruth legte ein sprachliches Schmuckstück vor. Jeder Satz, so Christian, sei für sich was Besonderes. Inhaltlich gibt es Fragezeichen. Und auch die Überschrift ist nicht ganz so passend, aber die geschilderte Liebesgeschichte hat etwas.
Man einigte sich darauf, wieder eine Hausaufgabe in Angriff zu nehmen, und kam auf Mai-Geschichte. Der nächste Termin ist 20. Mai 2011

20.05.2011

Ruth, Carlder und Christoph besuchten das fünfte Treffen im Jubiläumsjahr von Sem;kolon.
Den Anfang machte Christoph mit dem Text "Mai-Glück", der mit der Schriftstellerei zugunsten einer realen Liebe abrechnete. Carlder lobte die Kürze, in der trotzdem eine Vielfalt angesprochen wurde, und Ruth bestätigte mit dicht geschrieben.
In der äußerst heiteren Runde brachte Carlder noch fünf Kurzzeiler, die alle mit "Alles neu macht der Mai…" begannen und von Schock bis Pervers alles boten.
Ruths zwei Texte bestachen durch die Ruthschen Assoziationen, wie Christoph meinte. "Frühlingsgefühle" war rückwärts geschrieben, und Carlder merkte an, es stecke so viel Traurigkeit drin. "Ausgang", der zweite Text, fand Christoph "durchgeknallt". Ruth musste einen Hinweis zur Interpretation geben, die beiden andern standen im Dunklen. Beide Texte von ihr wurden hochgelobt.
Man ließ einen jungen Mann, der das Lokal verlassen wollte, ein Wort sagen, das die nächste Hausaufgabe sein sollte: "Ja, geil!".

23.09.2011

Zum sechsten Treffen im Jubiläumsjahr von Sem;kolon und nach der langen Sommerpause trafen sich Ruth, Carlder, Christian F., Christoph und als Special Guest Angela.
Es begann mit einem Auszug aus einem Projekt von Christian über Vampire. Leider tauchten zu viele Klischees und Unstimmigkeiten darin auf. Carlder fand eine Beobachtung in dem Text gut, dass der Schmerz beim Biss eines Vampirs an der Wirbelsäule entlangfährt.
Bei dem Text von Ruth "Übersicht" polarisierten sich die Anwesenden. Die einen fanden ihn stark, besonders wegen der "abgeschnittene Fingerkuppen" (in einer Großküche) und weil da mal ein Handlungsstrang erkennbar war. Die anderen fanden den Text schlicht langweilig.
Carlder wartete mit dem Kurzprosa-Text "Neues von Paul…" auf, indem der Autor wortwörtlich den Protagonisten sterben ließ. Man fragte sich, ob man die auflösende Pointe nicht weglassen könnte.
Carlder zweites Werk ließ Fesselfantasien freien Lauf, fesselte aber die Zuhörer nicht so stark.
Christophs Text "IC 2322" ließ Carlder spontan ausrufen: "Ein echter Aschenbrenner". Ruht lobte die Beobachtungen und Details. Christian sah darin Klischees, wurde aber überstimmt.
Das Thema zum nächsten Mal entnahmen wir aus einem Artikel einer herumliegenden Süddeutschen Zeitung: "…oder einen draufmachen zu gehen." Der nächste Termin ist der 28. Oktober 2011

28.10.2011

Beim siebten Treffen im Jubiläumsjahr von Sem;kolon trafen sich Ruth, Christian F. und Christoph.
Erst reichte Christoph eine Einladung des LWL zu einer Tagung rund, für die sich Christian interessierte.
Dann brachte Ruth ihr Fragment "Gehen" vor. Wieder handlungsfrei war der Text atmosphärisch. Der Hausaufgabensatz "einen draufmachen gehen" kam vor, wie auch bei den beiden anderen in ihren Werken. Christian kam darauf, dass David Bowie ähnlich zufällig mit Songtexten gearbeitet hat, wie Ruths Text erscheint. Er meinte: "Wir wissen nicht, was du nimmst, aber nimm die Hälfte."
Christophs Text war gegen das Ausbeuten der Arbeiterschicht und kam recht gut an und wurde mit der Hilfe der anderen sprachlich und grammatisch zu recht gerückt.
Das Highlight des Abends war Christian F.s pointierter, stringenter, knackiger Text über die vermeintliche Abschaffung der Eurozone. Es erinnere ein bisschen an die Falco und David Texte, meinte Christoph und Ruht sagte, an den Locations der beiden Protagonisten könne man sich in Münster orientieren.
Zuletzt wurde noch mal eine Lesung diskutiert und Vorschläge gesammelt. Wieder aus der Süddeutschen Zeitung stammt das Stichwort der Hausaufgabe: "Schnäppchen". Nächster Termin: 25. November 2011

25.11.2011

Das Treffen von Sem;kolon fand am Freitag etwas verspätet im Café "Eckstein's" statt. Ruth las einen frischen Text über Airports, Christian F. die Fortsetzung des "Eurozonen"-Textes: "Gedanken zur Einführung einer Ouzo-Zone", wodurch auch die Aufgabe "Schnäppchen" erfüllt war.
Man könnte sich zur Lesung der "Aasee-Dichter" am 18.12. um 18 Uhr im Montmartre treffen.

2010:

15.01.2010

Zum ersten Treffen des neuen Jahres kamen: Christian F., Christoph und Wolfgang.
Zunächst legte Christian eine drollige und auch blutreiche Story über die Freiwillige Feuerwehr von Dolberg vor. Wolfgang meinte, er kenne von Christian durchaus Storys mit steilerer Klimax und interessantere Enden. Und ob man nicht was Neues schreiben könnte, fragte Wolfgang nach.
Christophs Gedicht (?) fiel ganz durch. "Nennst du es Gedicht, weil ich sich dreimal reimt?" Es sollte wohl eher ein Rap sein. Wolfgang meinte, man könne nicht einfach Neid und Eifersucht schreiben, man sollte es be-schreiben. Die nächste Un-prosa kam auch von Christoph, der die Verführung einer Frau nur mit den Worten des Mannes bildlich machen wollte. Technik und Idee wurden als gut befunden, Wortwahl sei oftmals antiquiert. In Wolfgangs "Finnischer Abend" ging es um die Nostalgie der Erinnerungen. Ein Gedicht ohne Reim, aber mit Zeilenbrüchen. Eine nüchterne Situationsbeschreibung. Dann brach zum Thema Off-Literatur oder Pop-Literatur oder Poetry-Slam eine große Debatte über den Kunstbegriff und Qualität und nicht Qualität aus. Dem entgegen entstand das Thema der Hausarbeit: "Ich wache auf, und weiß nicht, wo ich bin…" Nächster Termin 12. Februar.

12.02.2010

Zum zweiten Treffen von Sem;kolon in diesem Jahr kamen zwei: Christoph und Stefan. Christoph legte zur Lösung der Hausaufgabe "Ich wache auf und weiß nicht, wo ich bin" einen kleinen Foto-Comic vor. Stefan hatte mit dem Text "W-W-E-W" zum Thema nichts vorgelegt. Daher bleibt die Hausaufgabe bis nächstes Treffen bestehen. Stefans Text handelt von der Schülererfahrung, wie einen die Lehrer, obwohl eine Meinung geäußert, schlecht benoten. Im Ganzen lustig erzählt, aber Christoph meinte, zu schnell vorgelesen und Text sei zu lang.
Die Gaststätte "Blechtrommel", wo sich Sem;kolon trifft, macht mit der Gruppe keine festen Termine mehr! Wir können natürlich kommen und den Gruppenraum besetzen, wenn er frei ist. So setzten wir einen Termin für den 12. März 2010 um 20 Uhr an, ohne zu wissen, ob wir in den Gastraum ausweichen müssen.

12.03.2010

Zum März-Treffen von Sem;kolon waren dabei: Carlder, Christian F., Christoph und Stefan. Wir konnten in der Blechtrommel den Gruppenraum belegen.
Die Hausaufgabe "Ich wache auf und weiß nicht, wo ich bin…" versuchte Christoph mit einer Art Foto-Comic zu lösen, was aber bei Schreiberlingen fehl am Platz war.
Christian F. wurde für seinen Text mit dem Titel "Übersprungshandlungswichsen" sehr gelobt. In Umschreibungen gelang es ihm, die passende Wirkung und Deutlichkeit zu erzielen. Carlder: Bester Text von Christian, den er bisher kenne.
Der Text des Abends war von Carlder. Tote fette Frauen, mehrfaches Kotzen und amputierte Gliedmaßen - Quentin Tarantino wäre stolz auf ihn gewesen! Bestimmt kein Text für sensible Gemüter, auch kein Text mit sehr originellen Splattermotiven, aber faszinierend arrangiert und komponiert.
Stefan hatte zur Hausaufgabe eine Übung mit gebracht. Automatisches Schreiben - zehn Minuten lang einfach nur schreiben, wie es einem in den Kopf kommt. Es gelang ihm sogar eine schöne Pointe. Dann stellte uns Stefan den Anfang seiner Fantasy-Geschichte vor. Nicht zu lang und pfiffig war der Epilog. Das erste Kapitel ist so gut geschrieben, wie er flott spricht.
In der anschließenden Kickerrunde versuchte zwei Nieten (Christoph und Stefan) den Meister (Carlder) zu besiegen. Vergeblich.
Neuer Termin wird am Freitag, 20 Uhr, 9. April 2010 in der Blechtrommel sein.


9.04.2010

Das Treffen ist wegen Fehlen der kompletten Mannschaft ausgefallen. Im Nachhinein ärgerte sich Christian F., da er doch eine tagesaktuelle Geschichte bis Freitag fertig gebracht hat. Neuer Termin: 14. Mai 2010, 20 Uhr in der Blechtrommel

14.05.2010

Es trafen sich: Carlder, Christian F. und Christoph. Es wurde vermisst: Stefan.
Christian lieferte eine Story nach Zeitungsmeldungen und er löste die Aufgabe bravurös, wie Carl meinte. Christophs Blogliteratur war eingängig geschrieben, es wurden wieder die Fotos dazu bemängelt, denn in der Literatur soll der Text die "Bilder" liefern. Carlder las zu schnell einen Gedankenzeit-Text, den der Protokollant nicht verstand. In der Diskussion zum Schluss fiel der Begriff: Pseudointellektuell. Nächster Termin ist der 9. Juli voraussichtlich in der Blechtrommel.

9.07.2010

Draußen vor der Blechtrommel in sommerlichen Temperaturen fanden sich zusammen: Carlder, Christian F., Christoph und Stefan.
Aus seinem zweiten Buch trug Christian den Opener vor. Obwohl der Text "Abgemeldet" gedruckt wird, fand er keinen Anspruch bei Sem;kolon. Christoph sagte: "Sem;kolon findet, das ist eine flache Geschichte". Carlder fehlte etwas, z. B. die Pointe. "Das Ende macht es kaputt." Und er fügte hinzu: "Es fehlt die unsinnige Logik." Aber die Erzählweise sei gut.
Endlich fand die Gruppe wieder ein Thema für die Hausaufgabe: Eine Jugendgeschichte mit der Zielgruppe 12 - 14 jährige.
Neuer Termin: 20. August 2010, 20 Uhr in der Blechtrommel.

20.08.2010

Im Café Eckstein's trafen sich Christian F. und Christoph. Der Ortswechsel war notwendig, da die Blechtrommel geschlossen ist.
Allerdings war die Lautstärke (Straße und Musikbeschallung) erheblich, gegen die die Autoren anlesen mussten.
Beide Autoren haben die Hausaufgabe gemacht: Text für Jugendliche von 12 bis 14 Jahren. Christian legte eine Geschichte, die noch zu einer Erzählung ausgeweitet wird, die um ein Handy ging, das eine magische Funktion hat. Ein Junge vom Land muß in die Schule in der Stadt und hat erst mal Schwierigkeiten Anschluß zu finden - mit dem Handy eröffnen sich Möglichkeiten.
Der Erzählfluß sei gelungen, die magische Handyfunktion kann man schlucken, heutige Jugendliche werde ja mit Handy geboren. Es wurde kritisiert, daß einmal ein Ich-Erzähler auftauchte, der gar nicht hinpasst.
Christoph schrieb über zwei Schuljungs die sich zu einer Mutprobe anstacheln. Dazu wurde angemerkt, daß er seinem Stil treu geblieben ist, sich aber der Erzählfluß ändert, wenn man für so eine Zielgruppe schriebe. Ein veraltete Formulierung wurde kritisiert.
Sem;kolon trifft sich am 24. September. Ort wird noch bekannt gegeben. [Anmerkung: Der Termin fand nicht statt.]

19.11.2010

Carlder, Christian F., Christoph, Joachim und als Special Guest Angela trafen sich im Café Montmarte. Erst las Christian den Text "Literatur-Groupie", indem ein Poetry-Slamer nach einer sehr harten Nacht einen Herzanfall erleidet. Christoph: "Literarischer Text über Poetry-Slam". Mit Tiefgang und Anspruch, obwohl obszöne Formulierungen vorkamen, die Joachim nicht tragbar fand.
Joachim las unzugängliche Gedichte, die bis auf das Letzte, einer Kneipenatmosphärenbeschreibung, nicht gut bei den anderen ankamen.
Christoph las seine Weihnachtsgeschichte für seine Kollegen auf der Arbeit vor. Es wurde klar, daß zwar sein unverwechselbarer Stil hervorstach, nicht aber der Text. Die Bedienung des Cafés unterbrach den Lesenden mit den Worten: "Kann ich noch was bringen?" Carlder: "Ja, einen guten Text!"
Nächstes Treffen wieder im Café Montmarte, am Freitag, 14. Januar 2011.

2009:

23.01.2009

Im neuen Jahr zum ersten Sem;kolontreffen anwesend: Carlder, Christian F. und Christoph.
Christian startete mit dem Text "Der zweitbeste Roman der Welt", bei dem Carlder nichts zu meckern hatte, es sei eine nette Idee, man würde es gerne lesen, es sei gut geschrieben, es sei ein Seitenhieb auf Roman- und Filmmacher. Einzig ein "schwuler Chinese" wäre fehl am Platz. Christoph wollte sich nicht äußern, was Christian F. in der ganzen Zeit von Sem;kolon noch nicht erlebt hatte.
Christoph las einen selbst verfassten Artikel über Urheberrecht in der Antike. Christian fand ihn satirisch, war begeistert. Carlder fand ihn hochintellektuell und meinte, der Autor hätte recherchiert und dabei geschwitzt. Die Frage blieb offen, ob der Text ernst gemeint war oder nicht. Christoph braucht ihn für ein Seminar an der Universität.
Carlder fand in seinen Unterlagen ein Gedicht von Sem;kolon-Gründer Dieter Rehnen: Dichter. Der Vortrag erinnerte Christoph an eine Publikumslesung bei einer Buchveröffentlichung, wo Dieter Erster wurde.
Desweiteren kam von Carlder das Gedicht über "Katz und Maus". Es gab nicht viel zu sagen, außer, dass Christian F. darin die Rollenbeziehung Frau/Mann sah.
Der Prosatext von Carlder "Beim Leben zuhören" war cool gelesen, eine Premiere, wie Carlder angab, denn es ist schwer Stimmengewirr zu lesen - aber auch zu schreiben, was gut gelungen war. Die Technik, die Carlder benutzte, war neu.
Christoph hatte Teelichter mit gebracht. Ein Zettel forderte auf: "Zünde eine Kerze für Sem;kolon an!" So erhellten drei Kerzen das Gedenken an Sem;kolon…

27.02.2009

Es trafen sich Christian F. und Christoph.
Erst las Christian seine Glosse und Poetry-Slam Text "Münster ist nur ein Gerücht". Amüsant wurde bewiesen, dass es Münster gar nicht gibt, es sei nur ein Fake. Der Text würde auch ohne aktuelle Zeitungskenntnisse funktionieren, meinte Christoph.
Christoph wartete mit einer anderthalb Seiten langen Story auf, in der er Jugenderinnerung mit heute verband und eine gute Idee umsetzte. Christian lobte den Erzählstil, vermisste am Ende jedoch noch einen Knaller.
Nur eine Kerze zum Gedenken an Sem;kolon wurde angezündet.
Nächster Termin: 13. März 2009

13.03.2009

Ein lustiger Abend mit Carlder und Christoph.
Carlder las mit sehr gutem Vortrag eins seiner Prosastücke vom i-Phone vor. Christoph brauchte länger, um hinter den Verlauf des Textes zu kommen, doch dann erwies er sich als Juwel.
In gewohnter Form als Kopie zum Mitlesen legte Carlder noch ein Gedicht nach, das die Tragik des Menschseins zum Inhalt hatte. Sülzig, meinte Christoph. Es war mal wieder die Frage nach Originalität und wie-viel-Gefühl-verträgt-ein-Gedicht.
Christoph trug einfach noch mal seinen Text von letzten Mal vor, da 100 % der Anwesenden ihn noch nicht gehört hatten. Erstaunlicher Weise wurde wieder an einer Stelle ein optischer Abstand gefordert, der Titel sei wieder scheiße, aber ansonsten sei er handwerklich sauber gemacht. Carlder meinte, man erkenne Christoph sofort an den Kurzsätzen. Der Schlussabsatz setze Akzente. Dann machten wir uns noch lustig über einzelne Formulierungen, indem wir sie anders interpretierten, weil sie, wie Carlder meinte, nicht richtig seien.
Überlegt wurde, dass man wieder das Stichwort für die Hausaufgabe einführt, um zum Schreiben zu motivieren.
Zwei Sem;kolongedenkkerzen wurden angezündet. Neuer Termin am 24. April 2009.

24.04.2009

Es war keiner da. Nur Christoph saß eine Stunde nutzlos herum. Eine Kerze wurde für Sem;kolon angezündet.
Nächster Termin: 29. Mai 2009

29.05.2009

Gekommen sind Christian F. und Christoph. Erst las Christian eine Poetry-Slam Text über die Möglichkeit Vegetarier und Fleischliebhaber an einen Tisch zu bekommen: Man narkotisiert das Reh, amputiert die Keulen und setzt das Reh auf Holzrollen. "Du hast es raus", meint Christoph zur Routine, die es Christian ermöglicht, laufend gekonnte, lustige Slam-Texte zu schreiben.
Ein weiterer Text von Herrn F. gestaltete sich literarisch. Wiederholt wurde das Wort "nachdem" an den Anfang eines Absatzes gestellt um zum Finale zu führen, dem Selbstmord eines Vereinsamten. Christoph schlug vor, den Wasserturm wo (gut!) der Suzident "den letzten Schritt vollzieht", zum Ende des Textes auftauchen zu lassen, nicht vorher.
Quo vadis Sem;kolon? Christoph schlug vor, eine Sommerpause bis September zu machen. Christian war eher für einen Juni-Termin. Man einigte sich, dass Christian F. zum Juni-Termin pünktlich da sein wird, das Protokoll schreibt und den Abend leitet. Dazu wird er eine Anzeige in der Szene-Zeitung "Ultimo" schalten, eine Rundmail aus seinem "Wortwurf"-Verteiler senden und noch Leute persönlich einladen. Christoph möchte sich erst mal zurückziehen.
Christoph traf mit seinem Text "Pink Panther" die Atmosphäre eines Quentin Tarantino Films, fand gute Wortwendungen und konnte den Clou bis zum Schluss geheim halten.
Der nächste Termin ist am Freitag, 26. Juni 2009, 20 Uhr in der Blechtrommel. Es gibt ein Hausaufgabenthema: Grenzerfahrungen.

26.06.2009

Am Freitag, 26.6.2009, war Christian F. in der "Blechtrommel" zwischen 20 und 21 Uhr anwesend.
Es gab Gespräche mit dem Zapfer, u.a. wurde der nächste Termin festgelegt:
10. Juli, 20 Uhr.
Das war's.

10.07.2009

C + C + C = Sem;kolon. Carlder, Christian F. und Christoph waren anwesend.
Carlder startete mit dem Text "Werbepause", den er vom i-Phone vorlas. Das ergab sich spontan, schöner wäre es gewesen, die anderen hätten Kopien vom Text vor sich liegen gehabt. In einer Werbepause erinnert sich jemand an seine verstorbenen Eltern und erkennt eine erstaunliche Verdrängung um den Tod der Mutter. Es geht um das, was Eltern einem verbauen können. Christian meinte dazu: Thema langweilig, aber Carlder kann schreiben.
Christian F. legte mit "Ausgebrannt" einen stimmigen, komischen Text vor, an denen die anderen noch Verbesserungswünsche äußerten, die er gerne annahm. Carlder meinte mehrmals: Die Idee ist gut!
Christoph kam mit seinem "Der Ausbruch" auch gut weg. Er wurde für seine Fähigkeit, originelle und starke Formulierungen zu finden, gelobt. Alles in allem eine runde Runde. Sem;kolon macht Sommerpause bis zum 18.09.2009.

18.09.2009

Nach der Sommerpause der Autorengruppe trafen sich in der Blechtrommel Christian F. und Christoph. "Ihr seid überbesetzt", meinte ironisch der Zapfer an der Theke.
Christian F. begann mit dem Text: "Grenzerfahrung. Berlin 1988" Die beklemmende Atmosphäre im Grenzübergang Friedrichstraße wurde deutlich geschildert. Das Werk ist als gelungen zu betrachten, während Christoph einige Grundpunkte der Erzählstruktur in Frage stellte. Aber zu zweit macht es keinen Spaß, dieses auszudiskutieren.
Christoph las einen älteren Text, der schon im Sem;kolon Buch 4 veröffentlicht wurde: "Ein Duft von Himbeer" Christian gefielen daran die Kontraste. Das Werk lebt davon, die Exzesse eines Jugendlichen zu schildern und dagegen eine Fantasiewelt zu setzen. Es gab einen Stilfehler, den F. bemerkte, den man auch schön hätte ausdiskutieren können.
Neuer Termin: 23. Oktober.

23.10.2009

Sem;kolon: Null Punkte. Einzig Christoph saß in der Blechtrommel und wartete auf niemanden, wie sich nach einer halben Stunde rausstellte. 1.800 Sekunden an einer Cola nippen.
Nächster Termin: 13. November

13.11.2009

Anwesend: Carlder, Christian F., Christoph und neu Stefan. Carlder und Chrizzy lasen im "Duett" aus ihren spaßigen Mailwechseln vor. Christophs Part war bla bla, Carlder erreichte eine höhere literarische Leistung, meinte Christian. Christian wartete mit einem "Kowalski-Text" auf. In "Beschleunigte Zeit" ging es um Zeitnah und Zeitnähe, letzteres versuchte Carlder als "Unwort" wegzudiskutieren. Stefan las einen Ausschnitt aus einer wie Fantasy angehauchten Geschichte, die die anderen als lebendig und bildhaft lobten. Carlder ging voll Elan an die Feinkorrektur. Unter dem Motto: Wenn man Bilder zeigt, muss der Pinsel an der richtigen Stelle ansetzen - kritisierte er von Satz zu Satz. Als letztes legte Christoph noch seine Zusammenstellung "Blog-Literatur" vor. Drei Texte mit Fotos. Von Carlder kam, lass die Bilder weg. Jeder der anderen hatte eine Vorliebe für einen anderen Text. Es ging um einen Tagebucheintrag, eine Stimmungsbeschreibung und wie Carlder sagte: Realismus trifft Romantik oder Philosophie den 3-Groschenroman. Carlder meinte noch, es lässt einen nicht kalt. Und Christian F. schlug vor, es als Anfang eines Besinnungskalenders zu sehen. Insgesamt eine heitere, fruchtbare Runde. Sem;kolon macht Weihnachtspause und trifft sich am Freitag, 15.01.2010 wieder.

2008:

18.01.2008

Zur ersten Runde im neuen Jahr trafen sich Vera, Christian F., Christoph, Jörg, Norbert und Wolfgang.
Christian F. eröffnete den Abend mit einem Text über Phantomschmerzen, der sehr anschaulich aber umzustellen war. Desweiteren von ihm ein Gedicht, das einfach gut die Wut über die Hausaufgabe Denkendes Plasma zeigt.
Christoph legte einen Krimi mit Science-Fiction Elementen vor, um die Hausaufgabe zu lösen. Bei dem Text hatten die anderen aber Schwierigkeiten zu folgen, zum Schluss verdichtet sich der Text ins Unverständliche. Lediglich die Tatsache, dass der Erzähler in seine eigene Geschichte eingreifen und beeinflussen will, wurde gelobt. Man riet ihm, die Anspielungen auf Star Wars rauszunehmen, da dies so gar nicht in einen Krimi passe, aber Christoph verweigerte sich wieder.
Veras Text ging um eine verängstigte Mutter, die eine Winterbergwanderung macht, und neuen Mut nach einer Totgeburt findet. Sprachlich ausgezeichnet mit vielen frischen, unverbrauchten Bildern, allerdings auch so weit getrieben, dass es Verständnisschwierigkeiten gab. Niemand der anderen wusste z. B. dass Hühner schneeblind werden.
Norbert lud mit einem Weihnachtsgedicht zu seiner Lesung ein. Das Gedicht wurde ziemlich zerpflückt. "Pseudokritische Lyrik für Blöde", kam von Wolfgang. Aufgrund des hoffnungslosen Grundtenors des Textes fragte Christoph, ob es so etwas wie einen Alterspessimismus gibt. Dann wartete Norbert mit einem weiteren Gedicht auf. Es ging in altertümlicher Sprache um einen Hofnarr, der eine Frau liebt, die er nie bekommen würde. Christoph: "Perfektes Gedicht. Nur im falschen Jahrhundert." Bilder und Metaphorik wurden gelobt, die Metrik nicht. Es gab noch einen Prosatext von Norbert, in dem romantische Naturbetrachtung auf die modernen Probleme unserer Zeit treffen. Mit dem Text setzten wir uns lange auseinander. Einige hielten die desperaten Teile für unvereinbar, andere lobten gerade das als Idee, aber es funktioniere nicht. Allgemein hielt man es mehr für eine Predigt oder etwas aus einer Esoterikzeitung. Und Wolfgang: "Das Bedürfnis, etwas zu schreiben, macht noch keinen guten Text."
Christina F. las für Wolfgang noch mal sein Gedicht vor, der es fast ganz als medizinisch korrekt absegnete. Und Wolfgang rappte ein Gedicht über den Notarzt. Cool!
Beendet wurde der Abend mit einer fruchtlosen Debatte über politische Weltanschauungen, die so gar nichts literarisches mehr an sich hatte.
Gefunden wurden der 22. Februar als neuer Termin und "Stadt" als neues Stichwort.

22.02.2008

In regnerisch dunkler Nacht trafen sich gerade mal vier Sem;kolonisten: Axel, Carlder, Christian F. und Christoph.
Alle hatten die Hausaufgabe "Stadt" dabei. Christoph machte den Anfang mit der "Psycho-Stadt". Ein Text, der nicht Betroffenheit wecken sondern eine Abrechnung sein soll. An dem Werk wurden die Langeweile, die Allgemeinheit und der Aufbau kritisiert. Für Axel war es wenigstens noch ein ‚Schmunzeltext'.
Axel glänzte mit "Ute ist doof". Die Geschichte von einem Referenten, der eine große Lösung bei der Neubebauung eines Stadtviertels verhindern will, dabei Reminiszenzen an alte Protestzeiten und Ute, die ihn verschmähte, erlebt. Carlder lobte Axel für "Druselviertel" als Gott der Namensfindung. Das gute Tempo des Textes wurde auch gelobt.
Carlder machte weiter mit seiner Reihe ‚Neues von Paul'. Kurz ließ er im "Stadtgespräch" Paul einen Menschen suchen. Die Anderen irritierte eine Formulierung, fanden den Text aber ansonsten gut. Und im Blick des Freundes von Paul konnte alles liegen, es wurde von Carlder offen gehalten. Christian F. erinnerte das an die Herr Keuner-Geschichten von Berthold Brecht.
Christians F.s Stadt-Geschichte war ein Traum mit dem Titel "Stadtleben". Es war gut erzählt, sprachlich makellos, doch Christoph kritisierte die Pointe, die ihm zu flach war. Man fragte sich, was der Träumer im realen Leben sei. Im Text kommt der Begriff ‚aristokratische Nase' vor, und Carlder fragte sich, wie so etwas aussieht. Der Text war - wie immer - Poetry-Slam tauglich.
Carlder gab noch zwei Reime zum Besten. Beim ersten lachte Christoph auf, warum auch immer. Die beiden anderen jedoch konnten eher nichts damit anfangen. Der zweite Reim war raffiniert durch die optisch/graphische Gestaltung auf dem Papier, und man konnte es von unten nach oben lesen.
Christoph hatte die Idee zu dem neuen Stichwort: Berg und Tal. Ein anderer meinte, dann könne er endlich über Frauen mit großen Titten schreiben. Neuer Termin: 14.3.

14.03.2008

Von uns trafen sich Axel, Christian F., Christoph und Wolfgang in der Blechtrommel.
Da unsere Runde unter Schwund leidet, überlegten wir, wie und welche passende Autorinnen oder Autoren wir einladen könnten, um bei uns mitzumachen.
Mit der Textarbeit fing es bei Christian F. an, da er die Hausaufgabe "Berg und Tal" löste. Er las "Todessturz", bei dem eine Tochter sich gegen den Vergewaltigungsversuch durch den Vater wehrt, ihn erwürgt und ins Tal stößt. Unterbrochen wurde der Text jeweils von Passagen aus dem Gebet des Vater unsers. Als erstes stellte Axel die Plausibilitätsfrage, ihm kam das Werk nicht schlüssig vor. Christoph lobte die monotone Unterbrechung durch das Gebet im Spiegel der Tat, würde aber komplett auf den Samenerguss des Vaters verzichten und fand, dass das Thema niemanden mehr hinterm Ofen hervorlockt. Alle, inklusive Autor, fanden, dass einige Hintergründe plastischer herausgearbeitet sollten.
Christoph legte einen surrealen Text vor. In "Zeit biegen" gibt es eine Assoziation halluzinatorischer Ereignisse. Christian F. fand schnell heraus, dass das Werk sinnfrei ist. Es würde ihn an das Bild von Salvador Dali mit den weichen Uhren erinnern. Axel und Christian F. bescheinigtem dem Autor in Stil, Sprache und Atmosphäre ein Kleinod geschaffen zu haben. Axel: "Ein Schmunzler". Wolfang fand die Sätze verschieden gut. Als Lyriker hätte er mehr auf Unverbrauchtheit der Bilder geachtet.
Axel las aus seinem Roman "Dämmerung" das vierte Kapitel in Paris. Wir spürten, dass der Stil leichter, lustiger und atmosphärisch geworden ist. Das Timing von heiteren und ernsten Passagen schien perfekt. Christian F. lobte die Stellen, die den ganzen Roman voranbringen. Christoph fragte ein paar sprachliche Stellen nach. Am Ende des Kapitels gehen die beiden Protagonisten miteinander ins Bett. Hier gab es zwischen Christian F. und Christoph gegensätzliche Meinungen. Beide saßen sich auch am Tisch wie immer diagonal gegenüber. Christian fand das Ende kitschig und versuchte es an der Sprache zu belegen und schlug indirekte Rede vor. Christoph verneinte das, und meinte, es sei realistisch beschrieben und gut, wie es ist. Wolfgang und Axel fanden, so etwas sei immer sehr schwer zu schreiben.
Christian F. brachte einen Pausenfüller: Gesichter. Die genaue Beobachtung einer archetypischen Konferenz, wie Christoph meinte. Bewusst hatte Christian ausgespart, um welche Art von Konferenz es sich handelt.
Zum Ende brauchte Wolfgang vier Gedichte zur Lösung der Hausaufgaben "Stadt" und "Berg und Tal". 'Schöne Aussicht' und 'Topgraphie' fanden Gefallen, es waren Axels "Schmunzler", und er meinte, Topographie könne man nur mit medizinischen Kenntnissen schreiben. In beiden Gedichten geht es um Körpererkundungen mit Bildern aus Naturlandschaften. Münster II und Münster VI kritisierten wir. Münster VI sei nicht, wie Wolfgang angab, neutral, sondern kritisch und negativ. Der Autor gab zu, damit sei er noch fertig. Wie in VI wurde auch in Münster II ein Platz in Münster beschrieben - der Domplatz nach dem Markt. Axel fragte, ob der Müll, den die Kehrmaschinen wegmachten, denn liegen bleiben sollte? Und Christoph sprach von der Dramatik der Narzisse, die der Müllabfuhr entkommen konnte. Worauf Axel von der Pißnelke sprach. Wolfgang konstantierte die heftige Wirkung seiner Gedichte.
Neues Stichwort für das nächste Mal kam von Axel: Unwichtig. Neuer Termin: 18. April 2008.

18.04.2008

Zuerst wurde das Vorwort eines neuen Buches vorgelesen, das auf Wahrheitsgehalt geprüft und als lustig abgehakt wurde.
Die Runde bestand diesmal aus: Axel, Carlder, Christian F. und dem Überraschungsgast - Gaby. Carlder, Christoph und Gaby kennen sich aus einem Blog im Internet und es war schön, sich mal ganz in echt zu erleben. Carlder hatte sie per Auto abgeholt.
Da Christian F. wieder mit dem Essen als erster fertig war, las er einen Text mit dem Arbeitstitel 'Carina'. Es geht um das Ende einer Beziehung und das herbeigeführte Ableben einer Fliege. Die Hausausgabe 'Unwichtig' war gelöst. Christoph störte, dass er mehr von der Frau in dem Text erfahre als über den Protagonisten. Für Carlder passte alles. Gaby fand den Text nicht spannend und bedauerte die tote Fliege.
Im Text von Christoph ging es um einen jungen Kerl, der unter Schlaflosigkeit leidet. Axel lernte etwas dazu: Er wusste nicht, was ein Schweißtisch ist, ein fester Arbeitsplatz zum verschweißen von Metall in einer Fabrik. Gaby meinte, der Typ im Text ist ein Außenseiter. Lange wurde um die richtige Schreibweise eines Satzes gerungen, der dann doch richtig war, nur halt in der Form nicht von allen verstanden. Carlder meinte: Ein Spätkiller, und bezog sich auf eine Kurzgeschichtenreihe von Christoph mit dem Protagonisten Killer, der nun im neuen Text seine Lehre als Schweißer machen könnte. Gelobt wurde die knappe kurze Sprache. Das Wort 'Unwichtig' kam vor, also Hausaufgabe gelöst.
Später am Abend trug Christoph noch "45 Minuten" vor, aber Gaby störten die Zeitsprünge und Christian F. würde den Text weiter ausbauen.
Carlder kündigte an, nun Müll in den Schmutz zu werfen und zog die Hausaufgabe raus. 'On Blog' liest sich unverständlich, wortverschraubend und ist daher unwichtig - Hausaufgabe gelöst. Ein Schmunzler. Ein zweiter Text über die Emanzipation wurde vom Stil und Vortrag mit der Art von Loriot verglichen. Christian F. und Axel fanden 'On Blog' aber besser.
Aus Axels "Großbaustelle", dem Roman 'Dämmerung', gab es ein weiteres Kapitel. Christian F. fand es erst ab einem Déjà-vu des Protagonisten spannend. Ein Zimmerwechsel erschien ihm zu lang und einige Ausführungen zur Beziehung des Protagonisten mit seiner Silke einfach zu kitschig. Christoph fand eine Problemstelle beim Hintereinander von indirekter und direkter Rede. Für ihn war der Einfall vom Stücken Marmelade am Mundwinkel des verliebten Mannes, dass zu spontanen Sex führte, sehr originell und witzig. Carlder lobte auch den Satz: "In der Nacht war mein Bett unberührt geblieben, jetzt sieht es ganz anders aus. Viel schöner, denn Silke liegt ja noch drin." Für Gaby wäre es kein geeigneter Roman, den sie zu Ende lesen würde, denn es kämen ihr zu viele Dialoge vor. Das ist halt Geschmacksfrage. Trotzdem meinte Christian F.: Der Roman gilt jetzt schon als nicht mehr verfilmbar.
Christian zog noch einen Text raus, der über klassische Lesungen und Poetry-Slams geht, den er Christoph gewidmet hatte, der dann sagte, dass er diesen Text literarischer als "Carina" fand.
Ein neuer Termin war schnell gefunden: Der 16. Mai d. J. Und das neue Hausaufgabenstichwort kam von Gaby: E-Gitarre.

16.05.2008

Nach und nach trafen zum Treffen ein: Axel, Christian F., Christoph, Jörg und Wolfgang. Es gab insgesamt vier Lösungen zum Thema der Hausaufgabe "E-Gitarre".
Bei Christoph war der Text viel zu autobiographisch, die Atmosphäre nicht dicht genug und eher was für ein Tagebuch. Christoph verteilte noch einen Sachtext zum Stichwort.
Christian F. wurde für seine Idee gelobt, die Strukturaufteilung jedoch sei obsolet und der Schlußsatz siffte schon (Christoph).
Jörg legte ein Gedicht vor, in dem bloß das Wort "Gitarren" vorkam. Kritisiert wurde Form in Bezug auf Bedeutung, gelobt originäre Metapher, die jedoch in Allgemeinbildern untergingen.
In Wolfgangs Gedicht wurde eine Band beschrieben und das Erleben der Musik.
Axel legte an dem Abend den Höhepunkt mit seinem Text "Schmeckerling" vor. Es geht um einen Protagonisten, dessen Leidenschaft der Cunnilingus ist. Sprachlich unverdorben und feinsinnig war das Werk ein Genuss.
Christoph legte mit "Ein- und Ausweg" einen Anal-behafteten Text vor, den die Sem;kolonisten spaltete. Die einen fanden Witz und Lebendigkeit darin, andere sahen darin ein plumpes, einfallsloses Werk.
Ein weiterer Text von Christoph, "8 Minuten", wurde lediglich von Axel in seiner Stimmigkeit gelobt, die andern exerzierten den Totalverriss.
Jörg trug noch einige seiner Gedichte vor, die unterschiedlich angenommen wurden. Die Tendenz der Kritik ging aber gegen Daumen runter, nicht zuletzt wegen des genuschelten Vortrages.
Als letztes gab Wolfgang noch das Gedicht "Drei", das guten Anklang fand.
Christoph fand das Stichwort für die nächste Hausaufgabe: Blinddarm. Der neue Termin ist der 27. Juni 2008, wobei auf die Fuballfans Rücksicht genommen wurde, weil an dem Tag keine Begegnung statt findet.

27.06.2008


Es treffen sich an diesem Sommerabend Axel, Christoph und Christian F. im Hinterzimmer der "Blechtrommel".
Christian F. hat zwei Texte mitgebracht, der erste zur Hausaufgabe "Blinddarm". Die Kurzgeschichte ist eine Fortsetzung der "Annemarie"-Geschichte. Es geht um Manfred, der wegen einer Blinddarmentzündung nicht zu Annemaries Beerdigung kann. Axel meint, der Text erzeuge in ihm nix. Christoph findet den Text lustig und nicht literarisch genug. Mit den Sternchen, die im Text zur Kenntlichmachung der Abschnitte gesetzt hat, wird Christoph irritiert, aber möglicherweise eine neue Lesegruppe erschlossen. Die Hausaufgabe ist jedenfalls erfüllt, mehr aber auch nicht.
Der zweite Text trägt den Titel "Der Klavierspieler" und hat autobiographische Züge. Es ist der Blick auf das Leben eines Pianisten, meist Prosa, aber es wird dreimal ein Gedicht wiederholt. Christoph findet den Text "psychologisch interessant", Axel schlägt vor, das Gedicht nur am Anfang und am Ende des Textes zu bringen und die Frau näher zu beschreiben, für die der Klavierspieler am Ende noch ein einziges Mal spielen will. Zumindest ist es der Rohstoff für etwas Längeres mit mehr Detailbeschreibungen, z.B. wie ein Zehnjähriger die Anlieferung eines Klaviers erlebt. Insgesamt ist der Text "zu selbstverliebt" (Christoph).
Gegen die Kritik wendet Christian ein, er hätte wenigstens Texte mit. Daraufhin fällt der Satz des Abends von Axel: "Ist man gezwungen, Sachen zu loben, die man nicht loben will - nur weil man nichts dabei hat?" - Nein, ist man nicht.
Das nächste Treffen ist am Freitag, 15. August, um 20 Uhr in der "Blechtrommel". Das Thema ist offen, aber Texte sollen mitgebracht werden.

15.08.2008

Nach der Sommerpause traf sich spät am Abend: Christian F., Christoph und nach gut einem Jahr wieder dabei Lisa.
Erst wurden Tipps zum Brechen von Schreibblockaden ausgetauscht, dann las Christoph seinen Text "Der Lauf". Es handelt sich um eine Momentaufnahme mit Kindheitserinnerungen. Die anderen sagten dazu, dass es sich bei dem Protagonisten um einen Loser handelt, es würde an die Kurzgeschichten von Clemens Meier erinnern, und dann ging die Kritik in die Tiefe, ob Christoph nicht mehr aus der Wut der Hauptfigur machen sollte, damit der Spannungsbogen nicht abfällt.
Christian F. beschreibt in "Sonntag" einen 'Jammerlappen', der aus Frust über das Junggesellenleben geheiratet hat, nun die Verliebtheit und den Sex vermisst, denn Sonntag kommen ritualisiert immer die Schwiegereltern. Die Intension ist klar und wurde auch erfüllt. Es gab einige Überlegungen, was man hätte anders machen können. Z. B. in der dritten Person Singular schreiben oder eine Passage der Wiederholung zu streichen, wozu zum letzten Christian F. meinte, das sei ein Stilmittel.
Am Ende recherchierte Lisa für ihr neues Drehbuch, indem sie den Mann bei den andern ansprach.
Nächster Treff wieder ohne Thema am 19. September 2008.

19.09.2008

In der gleichen Besetzung wie letztes Mal trafen sich an dem Abend: Lisa, Christian F. und Christoph.
Drei Autoren, die drei Texte mitbrachten, die sehr unterschiedlich waren, Christian F.stellte aber fest, in jedem kommt Sex vor…
Wir stellten erst unsere Texte vor, machten im Thekenraum eine Raucherpause und gingen dann zurück in den Gruppenraum zur Kritik, denn - man erinnert sich - der Gruppenraum hat Rauchverbot!
Christian F. stellte einen Text vor, der noch keinen Titel hatte, den er schon bei einem Poetry Slam erprobt hatte. Es ging um ein Paar, das nach Frankreich fuhr. Sie hielten irgendwo an und hatten Sex im Auto, wobei sie von einem Spanner gesehen wurde, worauf der Protagonist den Mann zusammenschlug. Lisa fand das Ende krass. Der Text ist formal und inhaltlich sehr gut. Christoph hatte Schwierigkeiten mit den Rückblenden, und er sah einen literarischen Fehler, der lange diskutiert wurde.
Lisas Text hieß "Viel zu jung", in dem es um eine Frau geht, die sich harten Sex "abholt". Christian mäkelte daran rum, dass das Wort "Schwanz" nicht so oft verwendet werden dürfe, während Christoph durchaus die Intention der Wiederholung verstand. Im Ganzen wirke der Text atmosphärisch dicht und dürfe nicht "entmystifiziert" werden.
Christophs "Die Maurer" war ein kurzer Text, der die Atmosphäre der 70er in einer Momentaufnahme einfing, der von den anderen für gut befunden wurde.
Nächster Treff: 10. Oktober 2008

10.10.2008

In der Standardbesetzung, Lisa, Christan F. und Christoph, traf sich Sem;kolon zu einer etwas skurrilen Sitzung.
Zwei Texte wurden gebührend besprochen. Christophs "Vis-a-vis" wurde für gut befunden und erhielt stilistische Verbesserungen, die angebracht waren. Eine kurze Diskussion entstand über Körperbehaarung an Intimzonen, doch auch das konnte geklärt werden.
Christian F.s Prolog für eine Erzählung kam gut an. Die Besprechung verlor sich jedoch, denn Christians erstes Buch wird veröffentlicht, ein Kurzgeschichtenband, und wir nutzten den Moment, um gröhlend am Klavier Lieder zu singen… Als erster floh Christoph aus der Runde, er musste seinen Bus kriegen. Lisa und Christian saßen noch lange zusammen und erzählten sich was.
Nächster Termin der 21. November 2008.

21.11.2008

Christian F. war da. Christoph war da. Eduard mit Freundin war da. Lisa war mit dem Auto unterwegs, wurde vom Schneesturm erwischt, drehte um und kam sicher wieder Zuhause an.
Texte wurden keine gelesen. Es wurden zweimal Kopien herumgereicht. Ein Poetry-Slam Text von Christian F. und eine Weihnachtsgeschichte von Christoph.
Eduard hat vor, ein Buch zu veröffentlichen.
Vor Jahresende wollen sich die meisten nicht mehr treffen. Daher soll der nächste literarische Treff von Sem;kolon am 23. Januar 2009 sein, sofern der Termin von dem Lokal "Blechtrommel" bestätigt wird.

2007:

19.01.2007

Das erste Treffen im neuen Jahr bracht folgende Teilnehmer mit: Vera, Christian F., Axel, Peter, Christian N. und Christoph. Neu: Sabine.
Begonnen wurden mit organisatorischen Dingen. Wie schon angedacht in den Rundmails der Gruppe wird 2007 das Projekt "Sem;kolon Buch 5" in Angriff genommen. Die meisten Autorinnen und Autoren sagten ihre Teilnahme zu. Anders als in den vorherigen Sem;kolon-Anthologien wird diesmal ein Verlag zur Finanzierung des Druckes gesucht. Christian N. spricht mit dem Oktober-Verlag und Christoph trifft sich zunächst mit dem Chef des Agenda-Verlages. Das neue Buch soll einen Querschnitt der aktuellen Arbeit und Zusammensetzung von Sem;kolon bieten.
Desweiteren will Sebastian Laukötter eine Lesereihe in Münster aufziehen, für die er Teilnehmer sucht. Dazu erklärten sich einige Sem;koloner bereit. Das ganze startet im März oder April.
Dann konnte es mit den Texten los gehen. Vera legte zum Hausaufgabenthema "gegenüber" eine längere Geschichte vor, die über Teenagerliebeswirrungen ging und gut aufgenommen wurde. Bei der Diskussion kam auch die Frage auf, soll man vorher alles planen, bevor man schreibt? Christoph beschrieb, wie er grundsätzlich aus dem Bauch heraus schreibt.
Christian N. las drei "Kapriolen" aus dem Zyklus über den kleine Fritz, der ganz unbedarft seinen Opa, den Hund der Tante, zwei ältere Tanten nebst drei Cousinen aus dem Leben scheiden lässt. Zum einen wurden die gereimten Streiche begeistert aufgenommen, es gab aber auch Stimmen, die meinten, da wäre die Luft raus, oder es wäre da und dort etwas zu ändern.
Christoph legte mit "Spaß am Einkaufen", einen aus dem Leben gegriffenen und nachvollziehbaren Text vor, der natürlich wieder ausgiebig grammatikalisch nachgebessert werden musste.
Mit "Forsythien" brachte Christian F. zum Thema "gegenüber" nach Auffassung einiger den Text des Abends. Sprachlich, inhaltlich sehr gekonnt ausgearbeitet und dargestellt. Außerdem las er noch von der Anästhesistin Annemarie, die sich verliebte und ihr Date mit Selbstgekochtem bewirten will, bei dem Versuch, die Forellen zu betäuben, daran leider aber stirbt. Christoph fand die Wendung in dem Text, "zwei Finger in die Scheide stecken" wunderbar, Sabine fand's ekelhaft.
Den Rausschmeißer machte Christian N. mit dem Gedicht Sprachverfall, was noch eine Diskussion über Jugendsprache und Konzentrations- und Aufmerksamkeitsspanne von jungen Leuten mit sich brachte. Mann, sind wir alt! ;-)
Von Sabine kam das Stichwort für die nächste Hausaufgabe: "Schaff endlich Struktur in dein Leben!" Termin im Februar am Freitag, den 9.

9.02.2007

Ins "Protokoll" soll vermerkt werden, dass Christian F. und Christoph überaus pünktlich da waren und dumm rum saßen... Des weiteren sind erschienen: Angelika und Peter, Sabine. Und nach langer Abstinenz von der Gruppe: Wolfgang. Den älteren besser bekannt als Wosch.
Zur Textarbeit: Den Anfang machte Christian F., der als einziger die Hausaufgabe löste. Seine Protagonisten David und Falko versuchten mit Hilfe von Merkzetteln "Raus aus dem Chaos!" zu kommen. David und Falko tauchten später am Abend noch mal auf.
Sabine legte zwei Gedichte vor, die schon älter und leider nicht kopiert waren. Christoph ließ kein gutes Haar an dem ersten Sprachwerk, das er sonst nur von 15jährigen zu kennen meinte. Sabine kümmerte die Kritik nicht.
Angelikas Text beruhte auf eine wahre Begebenheit und beschäftigte sich mit dem Loslassen wollen/können/müssen eines Mannes von seiner verstorbenen Frau. Hier haute Wolfgang heftig aufs Holz. Er kritisierte fehlende Originalität. (Anmerkung des Verfassers: Es war wie in alten Zeiten!)
Bei Christoph tauchten die Protagonisten aus Christian F.s Text wieder auf. Zu David und Falko gesellte sich in fünf Episoden ein Ich-Erzähler, und alle drei soffen und prügelten sich durch die Weltgeschichte.
Wolfgang las Gedichte und kam damit gut an.
Dann ging es noch um Poetry-Slams, die Authentizität von Kneipen in Texten und Christian F.s neue Frisur. Peter: "Du siehst 10 Jahre jünger aus, aber damit musst du leben."
Während Angelika las, wurde Christoph, der ganz im Text versunken war, von Wosch gefragt: "Schläfst Du? Du schnarchst!"
Es wurde noch mal darüber gesprochen, eine Broschüre für Lesungen aus aktuellen Texten zu machen. Christian F. wird außerdem bei der lokalen Zeitung anfragen, ob man nicht was zu Sem;kolon bringen wolle.
Das Stichwort kam von Angelika. Es ist zugleich das Motto eines Schreibwettbewerbes, bei dem es den Abdruck in einer Anthologie zu gewinnen gibt: "Wein." Nächster Trefftermin: 9. März.

9.03.2007

Am Freitag, 9. März 2007, trafen sich in der "Blechtrommel" Axel (superpünktlich), Angelika und Peter (pünktlich) mit den verspäteten Vera, Christoph, Christian N. und Christian F. zum Thema "Wein".
Einzig Angelika hatte mit "Ein ganz besonderer Tropfen" einen Text geschrieben, der das Thema absolut erfüllte. Mit einer überraschenden Pointe am Schluss geht es um eine Weinprobe; es gibt einen guten Dialog, doch sollte der Text am Anfang ein wenig gekürzt werden. Christian N. las drei Gedichte aus seinem Archiv zum Thema "Wein", wobei das zweite besonders amüsant war. Christian F. hatte den bereits bekannten Text "In vita veritas" so umgeschrieben, dass die beiden Protagonisten Falko und David Wein trinken. Christoph trug zwei Texte, ebenfalls mit den Figuren Falko und David, vor: "Hausbesuch" und "Streit?". "Streit?" wurde als die bessere Kurzgeschichte angesehen und lebt besonders durch den Einfall, das sogenannte Heinz-Rühmann-Spiel einfließen zu lassen, bei dem keine Wörter auszusprechen sind, die es nach den Zeiten der "Feuerzangenbowle" gibt... - Eine herausragende Besonderheit: Christoph notierte sich tatsächlich einen Verbesserungsvorschlag von Axel in seinen Unterlagen!
Axel selbst las die Fortsetzung seiner "Flucht aus der Wüste", ein gut geschriebener Science-fiction mäßiger Text. Kleine Änderungen wurden vorgeschlagen, damit der Text atmosphärischer und emotionaler wird. Vera trug die umgeschriebene Fassung aus ihrem Jugendbuch vor, der Anfang ist nun erheblich besser. Es gibt noch gewisse Längen, aber insgesamt ist der Text jugendgemäß und gut.
Als Zugaben las Christian F. noch eine etwas traurige Geschichte über eine alleinerziehende Frau ("Er sieht ihre Tränen nicht") und abschließend trug Christian N. zur Stimmungsaufhellung noch sein amüsantes Gedicht "Gute Nacht" vor.
Das nächste Treffen findet statt am Freitag, den 13. April 2007 um 20.00 Uhr im Hinterzimmer der Blechtrommel.
Thema: "Alleinerziehend". Neue Texte zum Thema, die für alle Teilnehmer kopiert sind, werden erwartet.

13.04.2007

Anwesende: Maike, Vera, Axel, Christian F., Christoph und Wolfgang. Die Sitzung dauerte von 20 bis 23 Uhr.
Christian erzählte vom Erlebnis Leipziger Buchmesse inklusive Essen im Auerbachs Keller, dem Originalschauplatz aus Goethes Faust. Dann legte er einen Text vor, der entfernt mit dem Thema "Alleinerziehend" zu tun hatte. Gelobt wurde die Makellosigkeit und der Rhythmus des Textes. Über eine Zugfahrt von Ost nach West stellte sich bei Vera eine Gänsehaut ein. Der Text geht auf eine Kindheitserinnerung Christians an eine Liedzeile im Radio zurück, die er nach vielen Jahren im Internet recherchieren konnte.
Vera trug eine knappe, peppige, originell formulierte, von allen für gut befundene Geschichte vor, die einen Kater schildert, der seine Menschen endlich mal erziehen musste. Am Ende des Abends fiel ihr Bilderbuchtext "Wächst Gemüse an Bäumen?" eher durch und entfachte eine große Diskussion über a) schreibt man Kinderbücher für die Kinder oder für die Erwachsenen, die sie vorlesen und b) ist es besser eine Form auszufüllen oder los schreiben und c) braucht ein Text eine Message? Vera brachte außerdem noch Axel ihre Kritikpunkte zu seinem Romankapitel mit.
Christophs Alternativtext war ein realer Brief an das Literaturbüro Ostwestfalen-Lippe, in dem er sich deutlich bis unverschämt über die Vermeidung von Werbung für Bildungsbürgertum-Veranstaltungen äußerte. Die anderen fanden es lustig und in der Rechtschreibung - wie immer - fehlerhaft. Dann klagte Christoph noch, dass er nun mit dem Fahrrad zurück die Berge (in Münster!) hoch fahren müsste und sicher auch noch Gegenwind haben würde, wobei festzustellen sei, dass die anderen wohl alle Athleten sind...
Nächster Termin: 11. Mai 2007.Hausaufgabe: Erzähltext in der Vergangenheitsform nur eine Seite.

11.05.2007

Erschienen: Vera, Christian F., Christoph und Wolfgang.
Los ging es mit einem Prosatext von Wolfgang, von Hause aus eigentlich Lyriker. Sprachlich gut erzählte Banalsituation mit Sprüngen ins Plusquamperfekt. Ham gut gelacht.
Als nächstes zwei David & Falko Stories von Christoph. Die eine war vergessenswert. Die andere hatte Witz und Idee.
Mit einer Parabel legte Christian F. die Lösung der Hausaufgabe vor. Es gab einiges rein zu interpretieren und war in salbungsvoller Sprache, was dem Text angemessen erschien.
Veras Text war originell und gut geschrieben. Es wurden die Namensfindungen der Personen bewundert und der leichte Stil.
Christoph teilte den anderen mit, dass Christian Nachtigäller in Kontakt mit einer Buchhändlerin ist, die Sem;kolon zu einer Lesung einladen würde.
Wosch legte noch zwei Gedichte vor. Das erste war von den Bemühungen ein Gedicht zu schreiben mit neuen, originären Worten. Bestnote in Wortwahl und Wortneuschöpfung. Das zweite Gedichte enthielt Wörter mit der Vorsilbe "un-", was den Titel "Verantwortung" in Korrespondenz stehen ließ.
Christoph schloß den Abend mit einem weiteren Falko & David Text ab, der den einen zu deutlich, den anderen berechtigt und wiederum den letzten überflüssig erschien.
Nächster Termin: 15. Juni 2007. Hausaufgabe: Ein Sonett schreiben oder über ein Sonett schreiben

15.06.2007

Um den Sem;kolon-Tisch saßen diesmal: Vera, Axel, Christian F., Christoph und Wolfgang. Aus vergangenen Sitzungen wieder aufgetaucht: Norbert. Und neu: Caro, die aus Oberhausen angereist kam, und Helmut.
Startschuß machte Christoph mit zwei neuen "Falko & David" Geschichten. Gelobt wurde der lakonische Stil, die Bukowski Nähe. Schwierigkeiten gab es mit dem Wechsel von Auktorialem und Ich-Erzähler, wobei sich Christoph nicht auf Vorschläge einließ. Vera fand es gut geschrieben, mag die Typen in den Kurzgeschichten immer noch nicht, und Wolfgang verglich es mit einer TV-Serie, die man mag oder nicht. Ihm ist es zu flau.
Christian F. legte ein Text um ein Sonett vor. Eine Mann trifft Frau Geschichte, wo das kitschig ausgefallene Sonett als Liebesbeweis gelten sollte. Man lobte den Telegramstil im Prosatext, (den Aschenbrenner-Stil).
Wolfgangs konkretes Sonett war ein Missgriff. Es hatte Jandl Nähe, aber wurde von der Qualität nicht erreicht. Auch die Form eines Sonett sei nicht erfüllt.
Veras legte drei Sonette vor, die alle sehr gelobt wurden. Norbert redete davon, dass es seinen Begriff der 2. Moderne für Sonette erfüllte. Geschickt waren von ihr Wortwahl und Wortneuschöpfungen. Und es hatte ihr auch total Spaß gemacht, obwohl sie noch nie Gedichte geschrieben hatte.
Spätestens an dieser Stelle entbrannte eine fürchterliche Debatte über den Kunstbegriff, wobei sich besonders Wolfgang und Norbert in die Haare bekamen.
Norbert legte dann ein englisches Sonett vor, das etwas reserviert aufgenommen wurde, da fraglich war, ob es von einem altersgeilen Bock handelte. Anschließend las er eine kleine, eigene Literaturtheorie über die 2. Moderne vor.
Axel schlug das Sonett tot, in dem er in einem Sonett die Aufgabenstellung verdammte. Dann las er aus einem Nachruf, das die Aufgabenstellung für einem Wettbewerb war. Es ging um eine Kindesmisshandlung.
Vera hatte zum gleichen Wettbewerb auch einen Nachruf geschrieben und ihre Katzengeschichte verwendet. Christoph, den wohl der Amnesiestrahl getroffen hatte, ließ sich von Vera Punkt für Punkt erklären und verstand es immer noch nicht...
Den Abschluß machte Helmut mit heiteren Gedichten, die auf diversen Poetry-Slams bestanden hatten.
Neuer Termin: 27. Juli 2007.
Von Caro, die es sich erst mal ansah, kam das Stichwort: Soziopath.

27.07.2007

Das Sem;kolon-Schiff stach mit 5 Mann Besatzung in die weite See der Literatur. Mit an Bord: Axel, Christian F., Christoph, Norbert und Wolfgang.
Christoph verteilte zunächst die Ausschreibung zu einem Hörspiel- und Kurzgeschichten Wettbewerb der Universität Münster mit dem Thema "Miete". Auch über einen Drehbuchwettbewerb vom Filmservice Münsterland wurde gesprochen.
Christian F. las den dritten Teil seiner Falko und David Geschichten vor. In der Arbeit fehlt es in der ersten Hälfte an Tempo. Der Text hatte Erfolg auf einem Poetry-Slam in der Frauenstraße 24 (Kneipe), und es wurde darüber diskutiert, ob es etwas anderes ist für Zielpublikum zu schreiben oder für die Literatur. Zu dem nahm Christian F. in dem Text konkrete Publikumswünsche (Schokoladenfondue) auf.
Christoph (um die 40) verkündete, er habe seinen Zyklus fertig, worauf Wolfgang (Arzt) meinte: "Das interessiert uns nicht." Gemeint war aber, dass Christoph seine letzte Falko & David Story vortrug, die ziemlich ein Flop bei den anderen war. Dennoch betonte Christian F. immer wieder, dass in Christophs Texten seine Biographie mit einem echten Falko in den 90ern niedergeschrieben wäre. Insgesamt bekamen Christian F. und Christoph viel Schelte für das ganze Falko und David Projekt. Sie hätten sich in etwas verrannt.
Wolfgang trug ein neues Gedicht zum Thema 'Soziopath' vor, der Titel, "F40.1", ist der ärztliche Diagnoseschlüssel für soziale Phobie. Das Gedicht kam gut an, es spielte anvantgardistisch mit Sprache.
Dann las Axel ein redigiertes Kapitel aus seinem Roman und hörte sich Vorschläge betreff eines gewünschten zügigeren Tempos an.
Am Schluß zitierte Norbert sein Gedicht "Persönlichkeit garantiert" aus einer so eben erschienen Anthologie, es wurde gut aufgenommen.
War noch was? Ja, über den Harry Potter Hype wurde gesprochen, der neue Termin für den 24. August festgelegt, und das Stichwort "Miete" wurde deshalb genommen, um für den Wettbewerb für die Uni etwas zu tun. Und so wurde der reine Männerabend aufgelöst.

24.08.2007

An diesem warmen, lauschigen Sommerabend trafen sich: Maike, Vera, Axel, Christian F., Christoph, Norbert und neu: Lisa aus Bünde.
Nobert begann mit der Lösung zur Hausaufgabe 'Miete' mit einer Satire über eine Studenten-WG in der in der Badewanne offensichtlich der Teufel seinen Fußabdruck hinterlassen hatte. Es wurde diskutiert, ob der Text nicht besser in Rückblenden erzählt werden sollte, wobei einige meinten, Norberts "salbungsvolle" Sprache passe besser zu einem chronologischen Ablauf.
Maikes Miettext war sehr gelungen. Sprachlich gut, gute Idee, wenn auch manchmal Längen.
Christian F.s Miete-Story ging um ein verpatztes Candle-Light Dinner auf Elfeinhalb Quatratmetern. Einigen fehlte etwas in der Geschichte. Es war unentschieden, ob sie traurig oder lustig ist.
Veras "Dreisternehotel" ging auch um die Lösung der Hausaufgabe, und handelten von zwei Stadtstreichern, "Nase" und "Schnarcher", auf der Suche nach einer Bleibe. Gelobt wurden poetische Wendungen, dass die Perspektive der beiden gut getroffen war und das gute Ende für die Obdachlosen.
Christoph überraschte mit seinem "Alternativtext" Parfüm: es sei ein sinnlicher, poetischer, impressionistischer Text über eine Busfahrt mit Dufterlebnis.
Über Axels Romanauszug wurde am längsten diskutiert. Einige fanden ihn sehr gelungen, weder kitschig noch unromantisch. Im Laufe der Diskussion wurde dann die Erzählweise immer mehr in Frage gestellt. Schließlich verriet Axel den Schluss seines Romans.
Einige große Themen des Abends waren auch Drehbücher, Christian F.s neues Hemd und Maikes Baby.
Als neuer Termin wurde der 14. September gefunden und das neue Stichwort heißt: Eigentum (im Gegensatz zu Miete).

14.09.2007

Wie üblich zu dieser Jahreszeit im Dunkeln und bei leichtem Sturm trafen sich in der Blechtrommel: Axel, Carlder (nach längerer Pause), Christian F., Christoph und Vera. Als besonderen Überraschungsgast und nach einigen Jahren wieder vorbeigeschaut: Iris!
Mit der Lösung der Hausaufgabe "Eigentum" begann Christian F. Erst eine Traumsequenz mit einer skurrilen Untersuchung beim Amtsarzt, die hätte plastischer sein können und dann mit einem Song, den er vorrappte. Vera legte ein Gedicht vor, das nach Meinung der anderen auch für einen Poetry-Slam geeignet wäre. Mit dem Neologismus "Kein daysing" löste Christoph die Hausaufgabe schlüssig und lustig. (Bemerkung: Hausaufgaben hatte Christoph schon lange nicht mehr gemacht.) Außerdem hatten er und Axel noch einen Beitrag zum Stichwort "Miete". Axels Geschichte spielte in einer WG, deren Bewohner skizziert wurden. Ein Konflikt zeichnete sich schon ab, daher rieten die anderen, nicht noch einen vierten Bewohner einzuführen, wie Axel es vor hatte. Dann beriet man über alternative Anfänge.
Christophs Miettext war außerordentlich originell und sprachlich gut geschrieben. Das poetische Ende polarisierte die Anwesenden.
Carlder trug ein Gedicht vor, das er extra für diesen Abend geschrieben hatte: "Tritt ein..."
Spontan vertonte und sang Christian F. den Text am Klavier, das immer im Gruppenraum steht. Es war sagenhaft. An einer Stelle sangen Christian und Carl Duett. Des weiteren gelang es Christian auch, Veras Gedicht vokal zu rappen.
Es wurde das Stichwort "Fähre" für die nächste Hausaufgabe gefunden. Kam von Carlder, der bei seiner Herfahrt beinahe in den Rhein gewassert wäre. Nächster Termin: 26.10.07

26.10.2007

Es war ein reiner Herrenabend mit Axel, Carlder, Christian F., Christoph und Wolfgang.
Carlder fing mit einem total verkitschtem Gedicht an, das aber durchaus Berechtigung hat zu existieren, weil man damit Frauen unter Bäume kriegt. Des weiteren löste er die Hausaufgabe "Fähre" und brachte eine Diskussion ohne Ende über die Auflösung in Gang, die der Autor nicht geben wollte.
Christian F. glänzte mit seiner 'Psychohose', die durch allen Ulk auch das ernste Thema der Stigmatition von psychisch kranken Menschen ansprach. Uneinig war man sich, ob statt Psychose eher Autismus die Diagnose bei dem Protagonisten gewesen wäre. Anschließend wurde Christian F.s Gedicht "Nachtfähre" ziemlich kritisiert. Es wurde von großen Worten gesprochen, die überflüssig seien.
Wolfgang las zwei Gedichte, die zu 'Fähre' passten. Das erste war für die anderen völlig unverständlich. Beim zweiten entdeckte Christoph die Motive, die anderen meckerten weiter.
Axel brachte seinen Wettbewerbstext zur Ausschreibung der Uni unter dem Thema "Miete" mit. An dieser Stelle sei Sem;kolonautorin Maike gratuliert, die dort den 3. Platz geschafft hat. Die Runde fand Axels Text nur mäßig spannend mit vielen hoffnungsvollen Momenten.
Christoph las erstaunlicher Weise erst zu so später Stunde seinen Text "Kälte". Obwohl eigentlich von den anderen gut bewertet wurde, krankte das Werk doch an seinen Zeitsprüngen und überhaupt am Weltschmerzgejammer. Noch ein kurzer Text Christophs über die Provinz, wo man herkommt, animierte Christian F. (leider) wieder zu einer spontanen Vertonung am Klavier.
Der Musiker las noch "Frau am Telefon", ein Stück, das auf Poetry-Slams Erfolg hatte. Bei uns wurde das Ende noch korrigiert. Und Wolfgang schilderte anhand seiner Notizen die Idee für den Uni-Wettbewerb, zu deren Ausführung er nicht mehr kam.
Es wurde spät. Einige kickerten noch, während sich die anderen an der Theke festhielten. Neuer Termin: 16.11.2007 Und neues Stichwort: Telegramm

16.11.2007

Axel, Christian F., Christoph, Norbert und neu Lia trafen sich zu gewohnter Stunde. Nach dem sich alle ausgiebig vorgestellt hatten, las Christian F. zwei Versuche zu 'Telegramm'. Der erste wurde als Glosse identifiziert und der zweite als Text mit Pointe. An beiden Werken wurde gemäkelt aber auch gelobt.
Christophs Text über einen, der sich vornimmt höflich zu sein, aber dann ein Menschenfeind wird, schien vom Alltag eines manisch-depressiven zu handeln, die Motivationen waren aber unklar, der Umbruch nicht nachvollziehbar. Über ein Telegramm hat Christoph noch einen Satz geschrieben, der intelligent und unterhaltend war. Nach längerer Diskussion meinte Christoph: "Mehr brauchen wir dazu nicht sagen." Axel: "Kommt in die Ablage."
Axel las drei Seiten aus seinem Roman vor. Dort stellt die Protagonistin schnell die Gretchenfrage. Es bahnt sich der Konflikt Religion - Wissenschaft an. Am Schreibstil wurde lange kritisiert, der den Leser ermüdet.
Norbert versuchte sich an abstrakter Poesie, mit der er das Denken brechen und zur Meditation anregen wollte. Bei der Diskussion fielen Begriffe wie: 12 Ton Technik, konkrete Poesie, Krebsumkehrung, Quickie, Assoziation, Palindrom, Atmosphäre, Mandala und Splitting-Screen. Die meisten fanden, dass das, was Norbert sich vorstellte, einfach nicht funktionierte.
Guter Dinge und guter Laune wurde der Abend beendet. Neuer Termin: 14.12.2007. Neues Stichwort für die Hausaufgabe von Lia: Getränkewunsch.

14.12.2007

Bei der Jahresendsitzung von Sem;kolon waren dabei 9 Männer oder 3 neue, 2 Brüder, 3 aus Krefeld, 2 Sem;kolon-Veteranen und die halbe Poetry-Slam-Szene Münsters oder: Arno, Axel, Carlder, Christian F., Christoph, Eduard, Jörg, Mark-Stefan und Wolfang.
Es gab eine bombige Stimmung und viel unterschiedliche Literatur. Besonders erwähnt sei das Erscheinen von Mark-Stefan Tietze, der nach sieben Jahren wieder bei uns reinschaute: Inzwischen schreibt er in Frankfurt für das Satiremagazin Titanic.
Mark-Stefan wusste auch von Corinna Stegemann zu berichten, die in Berlin lebt und schreibt. Da wir bei den Veteranen waren, spielte Carlder von seinem i-Phone einen Song von Peter Stallknecht ab.
Christian F. erklärte den Poetry-Slam in der Frauenstraße 24 am nächsten Sonntag und will mit Sem;kolon-Ex-Mitglied Klaus Woestmann die Organisation im nächsten Jahr übernehmen.
Literarisch machte Christoph den Anfang mit der Hausaufgabe 'Getränkewunsch', einem Meta-Text über das Schreiben oder einem Insider-Text über uns. Es endete mit einer Bildpointe, d. h. ein Foto von Carlder wurde als Schluss des Textes eingefügt, es kam gut an, obwohl Mark-Stefan es ein bisschen billig fand, auch, wenn er den Text sonst lobte.
Carlders 'Getränkewunsch' spielte in einem surrealen Gasthaus. Christian F. meinte, der Text wirke von Carlder gesprochen mehr, als selbst gelesen. Daraufhin sagte Mark-Stefan: Man müsse das Gesprochene textuell einbinden. Das Wort 'textuell' notierte sich Wolfang…
Mark-Stefan glänzte mit einer Satire wie in alten Tagen. Der Text wurde von uns handwerklich gut und sicher gemacht, zynisch und witzig beurteilt. Ein echter Tietze eben!
Christian F. brachte an dem Abend wohl die versauteste Geschichte mit Tittenfick und auf den Bauch kacken. Dabei ging es nur um die Lösung der Hausaufgabe mit dem Titel: 'Gorilla oder die einzig wahre Geschichte über Falko'. Axel: "FALKO?!" Über diesen Text konnte er aber lachen. Auf uns wirkte der Text etwas protokollarisch, aber vom Timing gut. Es war ein echter Poetry-Slammer-Text, was somit die Diskussion über Literatur versus Poetry-Slam auslöste. Auf der einen Seite küsst die Muse und auf der andern wird auf Zielpublikum geschrieben. Zum letzteren meinte Eduard: literarische Huren…
Arno las aus seinen Hauptstadtgeschichten. Höhepunkt der Geschichte, war die Erinnerung einer Frau an einen Mann in der U-Bahn, der voller Kotze war und ständig fragte, wo man sich hier vernünftig umbringen könnte. Ihr Besuch holt die Schnapsflasche raus und sagt: Das war ich in der Zukunft. Von uns wurden der Stil und die Idee gelobt, wir regten zu mehr Wiederholungen an, um es surrealer wirken zu lassen. Zu einer Stelle äußerte Mark-Stefan: Das war jetzt nicht ganz stringent, was die Erzählperspektive angeht. Die Lacher wollte er nicht verstehen…
Eduard und Arno versuchten noch einen kurzen Text von Arno über den Papst vorzulesen, den dann Carlder vorlas, weil die beiden jeweils zu sehr kichern mussten. Carlder schob ein Drachengedicht von ihm hinterher, an dem Pathos bemängelt wurde. In einer Denkpause, wo alle still waren, warf Christian F. ein: Es reimt sich. Was aber widerlegt wurde. Carl bezeichnet solche Gedichte als Sekundgeburten, denn sie würden in kürzester Zeit entstehen.
Wolfgangs Gedicht 'Abendlied' kam sehr gut bei uns an. Es war romantisch, nicht kitschig, mit starken Metaphern. Die erste Hälfte wirkte konstruierter, währen die zweite wärmer daher kam, wie es Carlder formulierte. Klar, sagte Christoph, da hat er auch den Kamin angemacht. (Ein Kaminfeuer wurde im zweiten Teil des Gedichts erwähnt.) Mark-Stefan ließ sich die Funktion und Sinn von Zeilenumbrüchen von Wolfgang erklären.
Den literarischen Abschluss machte Jörg mit der Geschichte 'Die Liebesnüchterne' und einem Liebesgedicht, wobei seine Gedichte demnächst veröffentlichen werden sollen.
Jörg startete gut mit fast lyrischen Detailbeschreibungen einer alkoholkranken Frau, verlor sich dann in konstruierten Milieu-Kenntnissen und schleppte den Hörer hinter sich her. Inmitten der Stille unseres Zuhörens warf Carlder ein: Darf ich masturbieren?
Es gab viele konstruktive Tipps zur Rettung des Textes, die Jörg auch dankbar annahm, denn er kenne wenig Leute, die auch etwas Literarisches zu seinen Texten sagen können.
Der Abend ging noch etwas heiter weiter. Als neues Stichwort wurde 'Denkendes Plasma' und als neuer Termin der 18. Januar 2008 festgelegt.

2006 (15 Jahre Sem;kolon):

Am 20.01.2006 versammelten sich Angelika, Carlder, Christoph, Christian, Jutta, Axel und erstmalig Peter (von Angelika mitgebracht). Zunächst wurden die Hausaufgabentexte zu 'OlgaWolga' vorgestellt. In Anbetracht dessen, dass das Thema ja von einigen mit wenig Begeisterung aufgenommen worden war, kam eine überraschend große und vor allem vielseitige Sammlung an Texten zu Stande. Alles begann mit Christoph (der das Thema eingebrockt hatte, um genau diesen Text schreiben zu können) und einer gestrengen polnischen Busfahrerin mit blonder Günstigfrisur und Familie. Ein humorvoller Text, der positiv aufgenommen wurde. Carlder brachte eine Frontliebe mit "Der Deutsche Der Winter Die Wolga und Olga" mit überzeugendem Spannungsaufbau und dichter Atmosphäre. An Jutta's Aufgabenlösung über die Begegnung einer Lesbe(?) mit einer in Deutschland gestrandeten Russin wurde der zu plötzliche Sinneswandel der Protagonistin bemängelt. Axel's Text als Beschwerdebrief an einen Ehevermittler sorgte für wohlwollendes Schmunzeln, und Angelika überraschte mit einer Reihe von Limericks "Olgas Vollgas", Auch Christian überraschte - allerdings mit einem ernsten Text, in dem der Klassenkamerad einer Selbstmörderin sich Vorwürfe macht...
Dann wurde das zweite Kapitel von Axels Romans "Dämmerung" vorgestellt, Carlder las sein Gedicht "Turmlauf", das allgemein überzeugte, Jutta stellte die Vampirgeschichte "Tschardasz und schwarzer Samt" vor und, bevor sie den Abschluß des Abends mit dem "Bundesbahnblues" einläutete, referierte Christian noch über den nicht ausgebrochenen Frühling und die Schwierigkeit, gelungene Enden für Geschichten zu schreiben. Nächste Hausaufgabe: "Unsichtbar"

Die Hütte war am 20.02.2006 warm und trocken. Daran erfreuten sich Angelika, Jutta, Peter, Axel, Christoph und Carlder.
Vermisst wurden Maya und Christian. Nach kurzen Erörterungen über Be-,Über- und Unempfindlichkeiten von Autoren im Allgemeinen und Axel im Besonderen, gab Carlder den Denkanstoß Sem;kolon-Autoren (endlich!) auf Platte zu bannen. Interessiertes Gemurmel allerseits. Christoph setzte dazu den Schlusspunkt mit der Zusage, sich um einen Studiotermin beim Radiosender zu bemühen. Kurz angerissen wurde noch das Thema erste Lesung 2006, wann-wo? Einhellige Meinung dazu: Zuerst Sender- und Studioaufnahme abgehakt wissen. Stellvertretend für den leider wirklich unsichtbaren Christian, gab Carlder dessen Text "Rau Reif" zum Besten. Pietätvolle Anteilnahme von allen. Christoph stellte sich in seiner Lösung der Hausaufgabe erfolgreich der Problematik leichter Korrekturarbeiten, auszuführen von Reisenden im Zeitkontinuum. Danach folgte Jutta mit einem Beitrag über "unter die Haut gehende" Momentaufnahmen. Beide Arbeiten wurden als bemerkenswert eingestuft. Peter kam mit einem Engel, der immer zu schnell für andere war und nicht sehr anspruchsvoll, wenn es um den Genuß von Kaffee ging. Die Idee wurde für gut befunden, an der Umsetzung gab es kleine Mängel. Carlder ließ ein junges und ein altes Pärchen sichtbar und ein kleines Mädchen unsichtbar werden. Axel und Angelika entzogen sich der Hausaufgabe mit knappen Worten (wobei die von Angelika sympathisch amüsant waren...)
Zum guten Ende kamen Axels Bemühungen, eine dörfliche Gemeinschaft, via den modernen Segnungen der Eisenbahn, mit der Kreisstadt zu verbinden. Es gab da nur ein 'klitzekleines' Problem mit dem Fahrkartenautomaten...Alles in allem: Daumen rauf!
Sprüche des Abends: Axel: "Zeig mal!" Carlder: "Geh mal dahin, ich brauch ein Zielobjekt." Angelika zu Carlder: "Der Salat steht zwischen uns." Hausaufgabe für das nächste Mal: Plätschern.

Am 17.03.2006 leitete ein sprudelnder Wasserfall (der einzelne Autoren etwas ins Schwimmen zu bringen schien) den Abend mit dem Thema "Plätschern" ein. Dabei: Marianne (das 1. Mal), Axel, Christian, Christoph, Carlder, Maya und als "Der potentielle Leser": Frank. Vermisst wurde Jutta (und der vierte Tisch).
Eingeleitet wurde der Treff mit Mariannes 1. Seite eines Romanes, der den Tisch spaltete: in einen Teil, der konstruktiv kritisierte und einen anderen, der jegliche Kritik versagte. Nach Besprechungen zur anstehenden ;-CD lies Carlder machtmachende Worte in loser Gedichtform plätschern. Danach bot Axel "Brot und Spiele", lies aber die Ursache seines Plätscherns im Dunkeln, was gelobt wurde. Christoph brachte ein altes Plätschern mit, legte jedoch mehr Wert auf die Beachtung der Historie dieses Textes, was daraufhin kontrovers diskutiert wurde. Christian bot eine neue mordsmäßige Badewannen-Story, der lobende Würdung zuteil wurde. In Mayas Geschichte fehlte das Plätschern völlig, dennoch wurde der Text als handwerklich sehr gelungen und das Thema als gut umgesetzt von allen gelobt.
Am späteren Abend stellte Christoph noch die von ihm vorgesehenen Texte für die CD zur Auswahl -ebenso wie Axel- vor.
Neuling Frank wurde verpflichtet, das nächste Hausaufgabenthema vorzugeben, "Sommer" fand aber - weil zu 'unspezifisch' - eher nicht so den rechten Beifall der Autorenschaft.

Am 21.04.2006 erstmalig anwesend: Katja (nein, nicht Steffens !) Weiter bevölkerten die Blechtrommel: Christoph, Christian, Angelika, Peter, Jutta, p.L. Frank, Maya und (später) Axel. Carlder wurde vermisst (insbesondere in seiner Eigenschaft als Juttas Sprechbremse). Zunächst wurden Neuigkeiten und Details zum Produktionsstand der CD erörtert; dann gab es die Lösungen zur Hausaufgabe "Sommer": Christoph verbrachte ihn im Kühlhaus, Maya im Stau auf der Autobahn, Christian lieferte zwei Gedichte zum Thema ab. Angelika's Story, in der die Protagonistin auf der Couch der Trostworte:"Nächsten Sommer..." gedachte, lieferte die Vorlage für Christophs Wortschöpfung "Männerfäule". Da Axel, Peter, Jutta und Katja keine Hausaufgaben zu bieten hatten, nutzte Christian noch die Gelegenheit zum Vortrag eines weiteren Kurz-Krimis, der bei allen Anwesenden großen Gefallen fand.
Alle Texte wurden konstruktiv kritisiert und gewürdigt. Während einer Diskussion zur Notwendigkeit des berühmt-berüchtigten Sem;kolon-Nebels ("Rauchen muss nicht sein, aber Kacken schon...") erntete folgender Spruch des Abends Gelächter von Rauchern und Nichtrauchern: "Passivkacken gefährdet aber auch die Gesundheit". Katja (erklärte "Quoten-Ossi/In" des Abends") erntete abschließend noch den allergrößten Jubel für das neue Thema der Hausaufgabe: "Tagebaurestloch". (Danke, Katja!)

Den 12.05.2006 in der Blechtrommel genossen bei sommerlich warmen Rauchschwaden: Angelika, Peter, Axel, Frank, Maya, Carlder, Christoph und Katja. Zunächst wurde der Stand der CD-Produktion, sodann von Christoph und Carlder vorgelegte Entwürfe des Labels eingehend diskutiert und Verbreitungswege besprochen. Danach trug Stichwortgeberin Katja vier Lösungen der Hausaufgabe "Tagebaurestloch" vor, die eingehend reflektiert, diskutiert und kritisiert wurden. Axel nahm in seinem Tagebaurestloch die Geschäftspraktiken und Einstellungstests einer "Suspekta GmbH" satirisch unter die Lupe und Peter legte zum Thema eine Gedichtzusammenstellung vor, die sich mit der Phonetik der Worte Tage Bau Rest und Loch gekonnt auseinandersetzte. Angelika erntete für ihre vorgelegte - mit Bravour gleich mehrfach gelöste ! - Hausaufgabe einstimmige Bewunderung. Verbesserungsvorschläge gab es dafür dann erwartungsgemäß keine mehr, jedoch war den Autoren (Christoph, Carlder und Maya), die keine Lösung liefern konnten, damit klar, das deren Musen wohl einen einträglichen Nebenjob bei Angelika angenommen hatten...
Christoph beschrieb noch "Chrizzy's Kampf gegen die Welt" und Peter vergab als neues Stichwort das Thema "Entscheidung".
Spruch des Abends: "Das ist Frauenpsychologie, das versteh' ich auch nicht" - "Das kommt vielleicht dann im 2. Teil..."
Für ein paar Sem;koloner endete der Abend verschwitzt am Kickertisch - hier wurde dann mal verloren oder auch mal nicht gewonnen...

Ein lauer Sommerwind wehte am 16.06.2006 in die Blechtrommel: C. Nachtigäller, Peter, Angelika, Frank, Maya, Axel, Carlder, C. Aschenbrenner und den Poetry-Slam-Gewinner Christian Feischen. Zunächst verteilte Carlder die CD-Bestseller an die Besteller, dann gings an die Hausaufgaben. Christian N. legte sein Tagebaurestloch vor und kommentierte die Thematik im direkten Anschluß mit einem gedichtlichen Wunsch. Es folgten Entscheidungen: Christian N. traf nach komplizierten schlicht eine einfache, Peters Disponent entschied sich zu gehen, während Angelikas Protagonist in seiner eigenen Welt bleiben wollte. Der neue Christian (F.) entschied sich für eine konjunkturelle Zuversicht, WÄHREND Axel sich entschlossen hatte, sich zwei Seiten lang der Thematik zu verweigern, was von einigen mit Unverständinis kommentiert und von Maya als "vertane Zeit" kritisiert wurde. Den Vogel schoß diesesmal C.A. mit "Die Neue" ab. Es wurde vorgeschlagen, diesen Text als "Sem;kolon-Einstiegswebseite" zu publizieren. (Entscheidung des Autors darüber steht aus.)
Dann folgte die Kür mit Angelikas "Pocke" einem WM-Gedicht - frei nach Schillers Bimbam, Christian N.s Fjord-Mord (dessen klitzekleiner Fehler eines fehlenden Motivs bemängelt wurde) und der 2. Teil von C.A.s "Chrizzys einsamer Kampf gegen die Welt" der auch den Spruch und Lacher des Abends inspirierte: "Wirklich ein stark autistischer Text"...
Es steht zu vermuten, dass das nächste Hausaufgabenthema: "Eine erotische Geschichte" von mindestens einem Autoren bereits in der Nacht gründlich recherchiert wurde...

Am 14.07 2006 fanden sich in der Blechtrommel ein: Angelika, Peter W., Axel, Christian F., Christoph - die anderen: verloren im Nirwana. Dezente Erotik in den Hausaufgabentexten: Musik-lieb-haber" von Angelika, "Bimbam" von Peter, der einen sehr guten Text von allen gelobt ablieferte. Christian F.s Text mit Kniff, Axel fehlte einen Tacken mehr Erotik, und er sagte zu dem
männlichen Part in Christophs Geschichte: "Der Typ ist ein Arschloch." Die lost Members bitte ihre Texte nachreichen! Ein freundlicher, friedlicher Abend. Nächstes Stichwort: "Hass" (schreibt man das so richtig nach der Rechtschreibreform?) Termin: 11. August 2006. Es wurden Ideen zur nächsten Lesung diskutiert. Die meisten waren der Meinung, daß ein Oberthema oder Motto mehr Publikum ziehen würde, und Angelka betonte, daß die Texte Qualität haben müssten, und nicht wie einmal beim Peperoni, wo sie und Peter Gast waren. Desweiteren bot sich Christian F. an, eine Location klar zu machen, wo er den Wirt kennt. Termin sollte gleich, wenn möglich im Oktober/November d. J. festgelegt werden. Auch könne er sich um die Werbung kümmern. Christoph fiel ein Stein vom Herzen - ein Stein? Ein Gebirge!

Samstag, 9. August 2006. Ortstermin für die Sem;kolonlesung. Es trafen sich Jutta, Christian F. und Christoph mit dem Wirt der Kneipe "Eckstein's". Das Lokal ist an der Ecke Wolbecker Straße / Sophienstraße. In der modernen und gediegenen Räumlichkeit werden wir ein Mikrofon brauchen. Und Christian F. wird in den Pausen Klavier spielen. Gregorios, der Wirt, möchte, dass der Eintritt frei ist. Den Leuten von Sem;kolon hat die Location gut gefallen, und Gregorios freut sich auf unseren Auftritt am 9. November.

Am 11.08.2006 versammelten sich Christoph, Peter, Angelika, Christian F. und Jutta. Da sich diverse organisatorische und zwischenmenschliche Probleme angesammelt hatten, wurde ein großer Teil des Abends für die Klärung dieser Dinge aufgebracht, bevor zur eigentlichen Textarbeit übergegangen wurde. Die Ergebnisse in Kürze: Die Webadministration geht als Aufgabe an Christoph über, um die Arbeitslast besser zu verteilen und jederzeit ein schnelles Reagieren auf dringliche Anliegen zu ermöglichen, wird es einen Co-Administrator geben, der oder die im Notfall einspringen kann. Als nächstes steht die Planung für die Lesung im November an und es wurde beschlossen, dass alle zum nächsten Treffen Texte mitbringen sollen, die sie auf der Lesung gerne präsentieren würden, damit eine gemeinsame Linie gefunden werden kann. Den Anfang mit den Hausaufgabentexten zum Thema machte Christian F. mit einem Text über eine frustrierte Lehrerin, der im Laufe eines Telefonats klar wird, wen sie eigentlich für ihre Misere verantwortlich macht und gegen wen sie ihren 'Hass' richtet. Der Text wurde von allen als sehr nachvollziehbar und einfühlsam empfunden, jedoch wurde vorgeschlagen, ihn noch um ein paar Kleinigkeiten zu erweitern, die die Rolle des Direktors besser hervorheben. Christoph amüsierte mit einem Text über die Schattenexistenz eines Sommerhassers, was eine Diskussion auslöste, ob man in einem solchen Fall überhaupt von Hass sprechen kann, oder ob es sich eher um ein abgemildertes "mag I net" Gefühl handelt.
Peter hatte sich in seinem Text mit der Wut eines Fussballers über einen unfairen Mitspieler und ungerechte Schiedsrichterentscheidungen auseinandergesetzt. Angelika verarbeitete das Hassthema in einem Raptext, der durch Rhythmus und knackige Reime zu überzeugen wusste. Jutta hatte sich geweigert, textmäßig zu hassen, stellte aber dafür einen weiteren Text über Fussball vor. Auch Frauen gucken Fussball. Nur anders. Als nächster Termin wurde der 29.9. vereinbart, Hausaufgabenthema ist "Narrenzeit"

29.09.2006. Anwesende: Angelika, Peter W., Christian F., Christian N., Axel, Carlder, Christoph. Erst organisitorische Angelegenheiten zur Lesung. Durch ein überzeugendes Statement von Christian F. wurden die Bedenken an die Location ausgeräumt. Absprachen über neuen Ortstermin, Beschallung, Bestuhlung, Plakatierungen, Motto und Texteauswahl wurden getroffen. Christoph gab durch Schilderung von seiner Lesungsteilnahme im Stadtweinhaus Impulse für künftige Sem;kolonlesungen. Bei der Textarbeit wurden 10 Texte und Gedichte und ein Cartoon vorgestellt. Peter Wobbes "Golf-Strom" kam gut erzählt und mit Slapstickeinlage daher, stellte aber nicht ganz zufrieden. Christian F.s "Die Entdeckung des Buchs Hugo" wurde als sinnfrei und daher gut bezeichnet, ebenfalls wurde "Und jetzt alle" gelobt, es bliebe einem das Lachen im Halse stecken, wenn auch noch weiter daran zu arbeiten ist, wie ein paar Stimmen meinten. Angelikas "Zum Affen machen" erwies sich als rundum gelungen, perspektivisch nuanciert erzählt.
Carlders Gedichte "Narrenzeit" und "Gärtners Traum" bestachen durch Vollendung von Form und Inhalt, was bei dem einen der feinsinnige Humor, war bei dem anderen die schlichte Schönheit, die beeindruckte. Christophs Text "Die Lehrerin" rief ob des Titels
Neugier hervor, verwirrte ob der Durchführung, konnte aber wie auch sein "Stadtweinhaus" durch originelle Wendungen und Formulierungen Freunde gewinnen. Christian N. glänzte mit der Ballade "Schützenfest", einer neuen Szene aus dem "Wildhüter"
und einem Cartoon über das Bein, das nicht ganz allein dasteht... Eine muntere Runde, die den Raum vollquarzte, was aber nicht so zur Wirkung kam, denn das Fenster war oft lange auf... Neuer Termin: 27. Oktober 2006. Neues Stichwort der Hausaufgabe: Rauchfrei. Wo war übrigens Katja? Jutta war in Urlaub. Und Maya verhindert.

Mittwoch, 11. Oktober 2006. Zweiter Ortstermin für die Sem;kolonlesung. Zusammen kamen Angelika, Axel, Christian F., Christoph und vom Ecksteins Gregorius und Peter. Wichtigste Information: Die Lesung findet jetzt am Freitag, den 10. 11. statt!
Desweiteren wurden Entwürfe für Flyer und Plakate besprochen, Standort des Lesepults und Klaviers bestimmt (Angelika und Christian F. spielen live zwischen den Lesenden), und noch all die anderen wichigen, unverzichtbaren Kleinigkeiten überlegt.
'"Das wird schön", sagte Gregorius, der Wirt.

27.10.2006. Anwesend: Angelika, Jutta, Peter W., Christian F.,Axel, Carlder und Christoph. Wegen Krankheit abwesend: Christian N. Sem;kolon bereitete sich auf die Lesung im Ecksteins vor. Werbematerial wurde verteilt. Anzeigen und Pressemitteilungen von einzelnen übernommen.Die Atmospähre war produktiv und harmonisch.Daher wurde eine zufriedenstellendes Programm für die Lesung aufgestellt. Als einziger löste Christian F. die Hausaufgabe"rauchfrei" mit einem Text, der auch auf derLesung zu hören sein wird. Ebenso stellte Peter W. einen neuen Text vor, der auf die Lesung kommt. An beiden Texten wurden Verbesserungsvorschläge eingebracht. Axel und Angelika lasen auch Lesungstexte, die noch nicht jeder kannte.Dabei wurde unter realen Bedingungen geübt, denn bei Angelika rauschte das Personal der Blechtrommel in den Raum und die Autorin mußte mit den Irritationen fertig werden...Carlders Teilnahme an der Lesung ist noch offen, da sein Kommen von geschäftlichen Verpflichtungen abhängt.Christoph hatte eine Rezension zu einem Buch statt einer Hausaufgabe geschrieben.Neuer Termin: 24.11.2006. Stichwort für die Hausaufgabe: "Besenschrank" (Stammt vom Thekenwirt...) Zum Abschluß haben vier Sem;koloner noch den Kickertisch gequält.

10. November 2006. Die Kneipenlesung von Sem;kolon im Ecksteins war rundum gelungen.Es lasen: Christian F., Peter W., Jutta, Axel, Christoph, Angelika und Christian N. (Als running gag wurde Carlder mehrfach angekündigt, wenn er noch kommen würde - leider erschien er nicht.) Musikeinlagen: Angelika und Christian F. spielten Klavier, einmal sang Christian F. noch und Jutta ließ es sich nicht nehmen, zum Abschluß des Abends ihren "Bundesbahnblues" zu intonieren. Gut 25 Gäste waren speziell für uns gekommen, es gab aber auch noch einige, die nicht wegen uns gekommen waren. Das machte eben das Spezifische an einer Kneipenlesung aus, man hatte lediglich selektiv die Aufmerksamkeit der Anwesenden, aber damit sind alle Autoren professionell umgegangen! Axel machte gern und gut Begrüßung und Ansagen. Alexander Müller, ehemaliger Mitarbeiter des Bennohauses, zeichnete das ganze Event digital
auf. Christoph sprach vor seinen Texten noch ein paar Worte zum 15jahrigen Bestehen der Gruppe und was in diesem Jubiläumsjahr alles von uns geleistet wurde. Highlight auf dieser Lesung waren Christian N.s Gedichte und wurden mit dem meisten Applaus bedacht. Alle haben ihr bestes gegeben und waren mit dem Ergebnis gut zufrieden. Da konnte man auch die Pannen mit den Ankündigungen in der Presse verschmerzen oder alberne Ablehnung des traditonellen Sem;kolonpultes. Tatsächlich hat die Gruppe in dieser personellen Konstellation noch nie zusammen gelesen, hat das aber mehr als gut hingekriegt. Zur Aftershow blieben die Autoren noch lange da sitzen, wo sie waren - im Eckstein's.

23.11.2006. Es trafen sich Christian F. und Peter. W. Die anderen hatte entweder die Grippewelle dahingerafft, oder sie hatten anderweitig zu tun. Neu: Vera und Meike. Texte: Christian F.s "Besenkammer" und Meikes "Stille" als Kurzprosatexte. Vera stellte das erste Kapitel ihres Kinder-/Jugendromans vor. Alles wurde ausführlich besprochen. Es wurde ordnungsgemäß geraucht und den neuen Trefftermin auf den 15. Dezember gelegt. Neues Stichwort: "Kinder"

15.12.2006. Zum Ende des "Geschäftsjahres" versammelten sich folgende "Aufsichtsräte": Maike, Vera, Axel, Christian F., Christian N., Carlder und Christoph. Neu: Andreas.
Den Anfang machte Carlder mit einem BesenkammerRAP. Mutig tonierte er Styles mit den entsprechenden 4-Letter-Words.
Vera trug eine Kinder-Weihnachtsgeschichte vor, die von Maria, Josef, Erzengel Gabriel und dem Jesuskind handelte. Der Text wurde entsprechend gewürdigt und besprochen. Allerdings meinte Carlder: "Hier sitzen nur Atheisten", und Christoph sagte, es hätte ihn gelangweilt.
Maikes Text zum Hausaufgabenthema behandelte eine sensible Angelegenheit: Eine Frau hatte ihr Kind in der Schwangerschaft verloren. Der Text wurde nach Sem;kolonmanier sprachlich zerpflückt.
Desweiteren lösten die Hausaufgabe: Axel, Carlder, Christan F. und Christian N. Christian N. legte mit "Geschichten von Fritz" gewohnt humorige Reime vor. Carlder (ver-)dichtete die Situation einer verlassenen Schwangeren. In Christian F.s Text überlebte knapp ein Vater mit seinem kleinen Sohn den Besuch bei einem schwedischem Möbelhaus. Hier wurden einige Verbesserungsvorschläge laut. Axel schilderte eindrucksvoll die Spielsucht eines Jungen, der seine Spielekonsole im Besenschrank vor seiner Mutter versteckt, wobei gleich die Hausaufgabe vom letzten Mal mit gelöst war.
Christophs Text um eine gestörte Frau, die als Kind missbraucht wurde, bekam Respekt, alle anderen wünschten sich nur, Christoph würde noch an Fehlern und Sprache feilen, was er mit den Sprüchen kommentierte: "Da schreibe ich lieber 'nen neuen Text" oder "Das ist Aufgabe des Lektors!" Worauf mal wieder alle die Augen verdrehten. Vera wusste von ihrer Erfahrung mit Lektorinnen zu berichten, und dass diese sehr streng seien. Andreas warf ein, dass es wohl schwierig sei, einen heruntergeschriebenen Text noch mal zu überarbeiten, worauf Axel meinte: "Das mache ich 100 mal."
Notiz am Rande: Christoph zu Carlder: "Halts Maul!" Axel verstummt. Christoph zu Axel: "Dich meinte ich nicht." Axel zu Christoph: "Das wäre mir auch egal."
Axel präsentierte eine spannende Geschichte, in der es um eine Flucht in die Wüste ging, wobei nicht ganz klar war, wovor der Flüchtende flüchtete, was neugierig auf mehr machte. Der Text bekam gute Kritiken und es stellte sich heraus, dass es der neue Anfang eines Romans von Axel war, den die meisten schon kannten und nicht viel mit anfangen konnten.
Andreas brillierte mit kaberettistischen Texten, gekonnt vorgetragen, die halt Performance-Literatur seien und daher "nicht aufs Papier passten".
Christian F. brachte noch einen am Nachmittag in einem Tonstudio produzierten Song mit, den er komponiert und gesungen hatte. Und Christian N. machte das Schlußwort mit dem Gedicht über die Einkaufsqual am 23. Dezember.
Neuer Termin (im neuen "Geschäftsjahr"): 19. Januar 2007. Stichwort: Gegenüber

2005:

Der 21.01.2005 war für die Männer (Wosch, Christoph, Carlder und Klaus) ein Albtraum. Außer ihnen nämlich dabei: Bärbel, Nicole, Maya und neu: Gipsy und Schlappy. Hausaufgabengerecht wurde die Blechtrommel selbstverständlich so vernebelt, dass die Kellnerin - nach Luft ringend - schließlich das Fenster öffnete. Vorher tastete Bärbel sich aber bei der "Fahrt" durch den Nebel hindurch, schuf Carlder damit Wände, und legte WoSch Sonett, Haiku und eine "Gestalt" zum Thema vor. Mayas "Nebel-Leben" bot viel Suppe und Realität, Christoph hielt sich nah an eine Blechtrommel-Hinterzimmer-Zustandsbeschreibung. Sogar Schlappy hatte einen Anflug von Nebel in ihrer Duschgeschichte (an der sich nicht alle erwärmen konnten ;-) eine Nebelblindheit wurde von Gipsy hervorragend rübergebracht - nur von Nicole und Klaus steht die Hausaufgabe noch aus. Bei dann geöffnetem Fenster lies WoSch eiskalt den Winter vordringen, trug Gipsy einen sehr gelungenen Sem;kolon-Einstiegstext vor, brachte Carlder ein Gemüsegedicht auf den Tisch und brach Nicoles "Traumfischerin" auf. Weiter ging es mit zwei Teilen von Chrizzys Städtegeschichte, die allenthalben lobend (und ob der unerwarteten Perspektiven, auch überrascht) gewürdigt wurde. Weit nach Mitternacht gab Maya noch einen Tip, wie man Nachbarinnen von der eigenen Türklingel fernhält. Der Abend war prall gefüllt mit Kurzweil (der Blick auf die Uhr überraschte alle Anwesenden), und die Blechtrommel wird wohl weitere zwei Tage mit der Entsorgung der "Hausaufgabe" beschäftigt sein... Neue Hausaufgabe: Ein Spiel aus Selbst- und Fremdwahrnehmung. Spruch des Abends: "Alles ja schön, aber... der Inhalt erschließt sich mir gar nicht."

TeilnehmerInnen am 11.03.2005: Maya, Nicole, Bärbel, Klaus, Carlder, Christian, Wolfgang und Christoph (mit der "Popperfrisur"). Gipsy und Schlappy wurden offensichtlich vermisst. Texte über Texte füllten den Abend, bis die AutorInnen müde nach Hause "krochen". Mit seinem Text von der Schilderung einer Prüfungssituation löste Carlder excellent die Hausaufgabe. Christians Lösung war ein Gedicht, das im Zoo spielte. Er und Nicole reichten auch ihre "Nebel-Hausaufgaben" nach. Letztere überzeugte durch ihren "Kürzesttext" "Expo 2000". Klaus ließ in "Schattenwurf" einen (münsterischen) Radfahrer verenden. An die aktuelle Hausaufgabe machte sich Maya mit einer stimmungsvollen Zugfahrt und, in einem zweiten Text, beim sensuellen Sonnenbaden mit viel Einbildungskraft. Bärbel vermurkste eindeutig die Aufgabenstellung. In einem zweiten Text glänzte sie aber bei der Schilderung einer Warteszene in einem Flugzeug. Die Gruppe machte hier noch einige Verbesserungsvorschläge. "Popper" Christoph verfehlte die Aufgabe, lieferte dennoch einen guten Text, der nur etwas Startschwierigkeiten hatte, Mißverständliches beinhaltete und deshalb vom Autor noch mal remixed & remastered wird. Christian erheiterte mit Wildhüter Teil 8. Das Werk des "Meisters" umfasst schon knapp 100 Seiten! Wir frohlockten! Neue Hausaufgabe: "Frühling" (Möge er endlich kommen!!!)
Spruch des Abends: Christian: "Möchte einer ein Pullmoll?" Christoph: " Du mit Deinem Pullmoll! Die kannst du dir in den A**** [zensiert] schieben!" Christian: "Was glaubst du, wo die her kommen?"

Anwesend am 22.04.2005: Maya, Christoph, Carlder, Christian, Klaus und (Überraschung!) Gipsy und Schlappy. Sieben Autor'n, Männern und Frau'n, Nicht- oder Raucher, Fleisch- oder Käseesser (wer weiß das schon?) katholisch, evangelisch oder ausgetreten/weggetreten, legten Hausaufgabenthema und nächstenTrefftermin fest, besprachen und kritisierten Texte.
Klaus muss seine Hausaufgabe "Frühling" nachreichen, las aber immerhin einen SommerSonneStrandundMeer-Text vor. Christoph glänzte mit einem Anti-Frühlingstext, Maya entfernte blumig einen beim Frühjahrsputz störenden Herrn, Carlder ließ einen Romantiker für das erste Lächeln des Frühlings danken, Christian plädierte für den weiblichen Artikel vor "Frühling", Gipsy erarbeitete eine gelungene Frühlingsimpression, Schlappy brachte nach verregnetem Frühlingsanfang die herbstliche Wendung (kritisiert wurde die Ausführung, nicht die Idee!). In Christians Wildhüter (Teil 9) wurde dann offenbar, dass Mann (Steffen) einen "sportlichen Fahrstil" besitzt und Frau (Katja) unter "Verbal-Diarrhö" leidet. Und schlußendlich legte Christian noch zwei seiner Cartoons vor. Dann wurde die Lesung im "Olymp" besprochen und das Ende des Treffs mit der neuen Hausaufgabe eingeläutet: Thema "Papst" (Och neee... ) (DOCH!)
Spruch des Abends von Klaus: "Äh... ich bleib' jetzt nur hier sitzen."


Christoph saß dann am 20.05.2005 unfreiwillig eine beängstigende halbe Stunde ALLEIN unter Frauen: Maya, Nicole, Bärbel, Schlappy und Gipsy, dann kamen erst die Männer Carlder und Christian.
Für die Lesung im Olymp wurde die Reihenfolge der Lesenden, Bühnenaufbau, Moderation und Aftershow besprochen sowie Werbemittel begutachtet. Die neunte Hausaufgabe "Papst" wurde sehr unterschiedlich gelöst: Zwei Gedichte (von Christian und Carlder) thematisierten die Moneten, die ein Mann ohne Taschen an der Kleidung so anhäufen kann. Ein Gedicht von Nicole monierte die Hausaufgabe selbst. In Mayas Text wurde er zum Kosename für’s männliche Genital. Ungelöst blieb die Aufgabe von Bärbel, die eher ihre Vergangenheit in Bolivien aufarbeitete. Schlappy entdeckte die Piper mit Automatischem Propeller Solar Turboantrieb - genial! Gipsys Gedichtversuch über den Inhaber des Hlg. Stuhls blieb in Reim- und Formfehlern stecken. Christoph verfasste eine Erzählung, in der Papst und Antichrist paktieren. Weitere Texte: die nachgereichte Frühlings-Aufgabe von Nicole über eine Frau, die bewusst den Herbst "golden" erleben will; Maya vermittelte in vier kleinen Sätzen absolute Heimatlosigkeit, Gipsy lieferte einen satirischen Bericht über eine "WALDI" Einkaufsjagd, die aber noch überarbeitet werden sollte. Christian - mit älterem Papstgedicht, 30-Dichter-Gedicht, Gedicht über ein Ekel und "Was Frauen wollen, aber Männer wünschen" und dem Anfang des letzten Kapitels "Wildhüter": lieferte so auch den Spruch des Abends: "... ich glaube, ich litt unter Verbal-Diarrhöe..." Neue Hausaufgabe: "Bier"

Am 11.06.2005 fand statt der Lesung "Ausnahmen-Zustaende" (das "Olymp" konnte wegen eigener finanzieller Schwierigkeiten kurzfristig die vorgesehenden Räumlichkeiten nicht mehr zur Verfügung stellen) ein außerordentliches Treffen - nicht in der Blechtrommel - statt. Dabei: Gründervater Dieter und Frau Dani, Klaus, Christian, Christoph, Carlder, Maya, Gipsy und Schlappy und Nicole. Es gab einen Rückblick auf die vergangenen Sem;kolon-Jahre, aktuelles wurde besprochen und an Gründungsziele und -wertvorstellungen der Gruppe wurde erinnert. Klarzustellen war aus aktuellem Anlass, dass bei Sem;kolon ein "Literaturanspruch" nicht definiert worden ist und auch zukünftig jeder selbst Schreibende - wie "qualitativ hoch- oder minderwertig" seine Werke auch dem einzelnen Autor erscheinen mögen, jederzeit freien Zutritt zur Gruppe hat. Der Abend endete spät und es wurden Konsequenzen gezogen.

Am 15.07.2005 um Punkt acht in der Blechtrommel erschienen: Maya. Ein halbes Stündchen verspätet kamen Gipsy und Schlappy. Maya legte ihre Lösung der Hausaufgabe "Bier" vor, die von den Anwesenden als -detailgetreu beobachtet- gelobt wurde. Für ihren längeren Text über einen einmaligen Montagmorgen erhielt sie einige wertvolle und umsetzbare Korrekturvorschläge. Gipsy`s Gedicht "Zeit" wurde als akustisch wie auch visuell gelungen und treffend umgesetzt, bewertet. Der Abend in kleiner Runde war lust- und lauschig. Neue Hausaufgabe: "Leere". Spruch des Abends: "Sem;kolon überlebt. Alles!"


Am 19.08.2005 in der Blechtrommel war die holde Weiblichkeit mal wieder in der Überzahl (was bekanntlich nicht am Erscheinen der Frauen, sondern am Wegbleiben der Männer liegt!) Anwesend in der Blechtrommel: Maya, Carlder... und neu: Angelika !
Nur Maya hatte die Hausaufgabe dabei, die konstruktiv verrissen wurde - dennoch aber verbesserungswürdig erschien. Angelika präsentierte "3-2-1-meins" mit der prickelnden Lösung einer Gewissensfrage. Für das Ende ihres Textes wurden dann noch einige interessante Variationsmöglichkeiten diskutiert. Carlder las Iris' "Mila II" - leider aber (aufgrund der schon fortgeschrittenen Zeit) nur drei Seiten - was von den Anwesenden mehr als bedauert wurde: Fortsetzung ist unbedingt erwünscht!!! Der Abend war mehr als spannend und abwechslungsreich. Spruch des Abends "Sem;kolon soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen..."
Neue Hausaufgabe: "Kopfschmerzen".

Im Hinterzimmer der Blechtrommel fanden sich am 16.09.2005 ein: Jutta (zum ersten Mal), Axel (zum ersten Mal) und Christoph (mal wieder). Nach dem Kennenlernen trug zunächst Jutta engagiert den ersten Text vor. Es ging um einen Wicht, der Herrn Fridolin besucht. Weiter ging es mit dem "Schmuddelhaus" von Axel. Darauf trug Christoph seinen Text "Festival" zum Sem;kolonstichwort "Leere" vor. Es wurde über das Schreiben diskutiert. Axel ist jemand, der auch noch nach zwei Jahren an einem Text arbeitet, Jutta schreibt viel und nimmt gerne an Internetschreibforen teil. Christoph schreibt's einfach runter.
In der zweiten Runde trug Jutta ihre "Drabbels" (Kurztexte mit der Beschränkung auf 100 Wort-inklusive Überschrift) vor, Axel bot "Mit dem Taxi in Lima", Christoph las zur Hausaufgabe "Bier" sein "Das erste Komplettbesäufnis". Jutta fehlte an dieser Geschichte etwas - Christoph jedoch ging es bei der Umsetzung um Abbildung von Realität.
Die Diskussionen, Kritiken und Anregungen hielten ein freundliches, entspanntes und brauchbares Niveau. Den Rausschmeißer machte Jutta mit "Die Geschichte eines Missionars", die einen schönen Abschluß des Abends ermöglichte. Neue Hausaufgabe: "Fernbedienung"

Der Abend des 14.10.2005: Anwesend - Maya, Angelika, Jutta, Axel, Christian, Carlder und Christoph. Die drei neueren bringen Sem;kolon zum Eigentlichen zurück:Texte, Texte, Texte (kein Anspruch auf Vollständigkeit, es waren verdammt viele): Axel konstruierte mit "Strategie" zum Thema Fernbedienung einen verwickelten Plot. Außerdem trug er einen Text über schöne Füße im Treppenhaus vor. Angelikas "Mother's Finest" war handwerklich gut gemacht und handelte von einem Telefonat zwischen Mutter und Tochter. Carlder brachte eine Leseprobe, bei der es uns kalt den Rücken runter lief. Jutta löste die Aufgabe mit einer Sequenz über eine Unsichtbare, zudem verfasste sie ein englisches Gedicht, aus Spam-Mail-Betreff-Zeilen. Christoph reichte seinen Kopfschmerztext nach, der verschiedentlich diskutiert wurde - die Meinungen gingen in Richtung Hardcoresingle-Bekenntnis. Maya und Christian lösten die Fernbedienungsaufgabe thematisch gleich: Als ferne Kellnerin. Er in Gedichtform - Maya als Shortstory. Ihr zweiter Text "Maßnahme" war Lösung der Kopfschmerz-Hausaufgabe. Auch die Hausaufgaben Leere und Bier wurden von Christian gelöst. Doch wie immer verdiente "Der Wildhüter" die meiste Aufmerksamkeit und wurde als Bonbon zum Schluß präsentiert. Kapitel 10 bis 12 schließen die "Heldentaten" von Katja und Steffen ab. Christian bekundete, nun etwas Ernstes schreiben zu wollen - was ihm so richtig keiner abkaufte. Jutta stahl mit ihrer niederrheinischen Frohnatur Carlder diesmal die Schau. Es war eine homogene Runde, in der alle auf ihre Kosten kamen. Was wieder blieb, war ein vollgequalmter Raum, den der Katastrophenschutz versiegelte...
Spruch des Abends: "An dem Tag hatte ich Schwierigkeiten mit dem Komma." Neue Hausaufgabe: Ahhh (als Ausruf mit variabler Anzahl von a's und h's)

Als Quadrilogy am 11.11.2005 erschienen: Angelika, Axel, Christoph und Carlder. Christian wurde vermisst und Jutta fehlte als niederrheinisches Pendant und Sprechbremse für Carlder... Die sem;kolonische Quadrilogy heizte mit Texten ein und qualmte den Raum voll, dass es eine wahre Freude war. Angelikas Lösung der Hausaufgabe "Ahhh" war das Ende eines "Notfalls"; Carlders "Ahhh" - ein "Aarrghh" - ließ alle Deutungen offen und riet dem Leser: Denk selber! Christophs "Ahhh" tauchte innerhalb einer verschmitzten Jugenderinnerung in der Musik von PinkFloyd auf. Das "Ahh" von Axel, ein "Argh", schilderte die Erfahrungen eines DJs, die, wie Axel bemerkte, zum Teil sehr autobiographisch sind. Die Quadrilogy brachte durchweg sprachliches auf hohem Niveau, kritische Verbesserungsvorschläge wurden ausgetauscht. Nur Christoph wollte zwei Passagen in einem seiner Texte nicht umstellen, so sehr sich auch die anderen den Mund fusselig redeten. Nach der Pflicht die Kür von Axel und Christoph: Axel präsentierte eine wunderbare Satire über Politik und Hilfe für Krisengebiete mit dem Protagonisten "Herbert Schüsselbein". Die von den anderen nicht erkannte Provokation in "Innere Werte" und "Lebensbilder", die entstünden, wenn die Welt nur noch drei Jahre existierte. Auch Christoph brachte mit "Tag Null" Endzeitliches mit sehr dichter Atmosphäre, das nachdenklich stimmte und gelobt wurde. Er erzählte mit "Einen Weihnachtsbaum für Oma Elsbeth" noch eine ältere Geschiche, die er demnächst vor Publikum vortragen wird und die hier als gelungen eingestuft wurde. Um Mitternacht löste sich die Quadrilogy auf. Zurück blieb ein vollgequarzter Raum mit einer Halbwertzeit von mindestens drei Jahren. Neue Hausaufgabe (von Axel): "Lichtblick".

Letztmalig in 2005 am 09.12.2005 anwesend: Angelika, Axel, Christian und Christoph, der den Abend voll abwechslungsreicher, unterschiedlicher und interessanter Texte mit dem "Lichtblick" eines Büromenschen eröffnete: Nach ärgerreichen Arbeitstagen erwarten diesen die Krautwickler daheim. Der Schöpfer des Stichworts - nämlich Axel - hatte bemerkenswerterweise keine Lösung zustande gebracht. Dafür brillierte Angelika mit einem pummeligen Mädchen, das der Bulemie verfällt, einen Selbstmordversuch knapp überlebt und das Licht am Ende des Tunnels sieht. Die Gruppe kritisierte eine Stelle als nicht glaubwürdig. Christian hatte Weihnachtsgedichte - auch das schon bekannte, herzerwärmende Weihnachtsmarktgedicht - dabei, beteuerte aber, er habe kein Problem mit Weihnachten. Sein "Lichtblick" bot sich dennoch in der Überlegung eines Mannes, sich beim Holzhacken von Gliedmaßen zu trennen, um zur ersehnten Weihnachtsruhe zu kommen, die die Verwandtschaft sonst vereiteln würde. Der "Wildhüter" zeigte sich um das Kapitel "Muttiert" erweitert, in dem Steffen seine Mutter besuchen muß. Ein Text voll witziger Einfälle und Beobachtungen, die reinste Wahrheit sind, und nichts als die Wahrheit... Angelika brachte einen Text über Lichtblicke aus einer ihrer Anthologieveröffentlichungen. Zwar ein gut geschriebener Text über eine Alltagsbegegnung an einem grauen Novembertag und mit "Elvis" in einer roten Ente, jedoch für Christoph viel zu brav, so dass eine Diskussion - über angepasstes und extremes Leben auf der einen, und kleine, nette Dinge, die auch ihre Berechtigung hätten, auf der anderen Seite - entbrannte. Schließlich beendete Axel mit dem ersten Kapitel seines gut gemachten und zum Weiterlesen einladenden Romans die Runde. Bemängelt wurde nur, dass bestimmte Grübeleien des Protagonisten an so früher Stelle nicht passten. Kapitel 2 gibts beim nächsten Treffen.
Das Hinterzimmer der geschätzten Blechtrommel bot gerade mal zwei Tische, an denen die Autoren sitzen konnten. Vielleicht sind die anderen zur Nikotinentgiftung... Neue Hausaufgabe: "OlgaWolga" oder "WolgaOlga" ...

2004:

Am 16.01.2004 waren dabei: Nicole, Maya, Christian, Christoph, Wolfgang, Carlder, Dieter, und Klaus, der einen ausgab (Danke, Klaus!). Es wurde von Gedichten über Kurzgeschichten, Gesellschaftssatire bis hin zu psychologischen Monologen alles geboten. Die Frage "Frau und Kleiderschrank" konnte allerdings nicht ausreichend geklärt werden. Stell Dir vor: Ein Raum ist vollgequalmt und niemand macht das Fenster auf! Das ist Sem;kolon, wie wir es lieben: Immer frisch *gähn*, on the top (Zitat aus einem Gedicht "Hängetitten") und aktiv:
"Kann ich jetzt eine Bratkartoffel essen?" "Du darfst sogar zwei essen!" (Das war der Spruch des Abends...)


Der 13.02.2004 war ein großartiger Abend mit folgenden Teilnehmern: Maya, Carlder, Christian, Christoph, Dieter, Klaus, Wolfgang, Peter und als Gast: Lucia. Neben vielfältigen Texten, von Gedichten über Kurzprosa mit den Themen "Dichten über das Dichten" oder "Aussteiger" und "Pilz - die Tannen zapfen", kam auch der Gedanke zu neuen Lesungen von Sem;kolon auf den Tisch - laßt Euch überraschen! Die anwesenden Männer zickten anfangs ziemlich rum! Doch dann haben wir uns alle auf das besonnen, was wir wirklich können: Literatur machen und sie kritisieren! Bravo Sem;kolon!
Spruch des Abends: Carlder: "Ich glaub' ich bin im falschen Film!" - Klaus: "Nur, dass es deiner ist!"

Beim letzten vorösterlichen Treff am 19.03.2004 waren folgende Hähne und Hennen anwesend: Maya, Wolfgang, Dieter, Peter und Christoph. Von fast allen wurde die "Hühneraufgabe" gelöst; es gab das legefaule Huhn Ludmilla, einen Text 'Wie schreibe ich einen Hühnertext' und den Gockel Ferdinand, dem die emanzipierten Hühner übel mitspielten. Gedichte aus einer Schreibwerkstatt kamen ebenso gut an wie ein Text über eine Kindesentführung, der als authentisch und angemessen empfunden wurde. Lediglich ein Weihnachtssong/-Text versagte vor den Kritikern. (Möglicherweise in Ermangelung jedes auch nur entfernt vermuteten Huhnes...)

Anwesend am 16.04.2004 (einmal von rechts nach links um den Tisch): Dieter, Nicole, Peter, Wolfgang, Klaus, Maya, Carlder, Christoph, Christian. Hauptthema diesesmal natürlich: Die Sem;kolonlesung am 8. Mai im Peperoni. Dazu gab es das ultimative Fotoshooting, die Festlegung der Reihenfolge und konkretes Timemanagement der Autoren. Die Hühneraufgaben von Klaus, Carlder und Christian wurden besprochen und Gedichte von Wolfgang, Christians Wildhüter Teil III und Mayas 'Auftragskiller' ebenso gewürdigt. Das Stichwort der neuen Aufgabe lautet: "Brille".

Am 08.05.2004 fand die erste Lesung des Jahres im Peperoni-Gemüseladen in Münster statt.

Unwettern und anderen Feierlichkeiten trotzend, waren am 11.06.2004 in der Blechtrommel versammelt: Wolfgang, Christoph, Carlder, Maya, Klaus, Nicole und zum ersten Mal: Joachim.
Dieser stellte zuerst sich und einige seiner Werke vor. Dann wurden die Lösungen der Brillenaufgabe vorgetragen; auch von Joachim, der ein passendes Gedicht in seinem Fundus aufgestöbert hatte. Wosch's Brille strandete in Gedichtform, Christophs Brille lag in der Psychiatrie, in Mayas Text trug sie ein Blinder. Klaus nutzte die Sehhilfe lediglich als Einstieg zu einem neuem Weltentwurf mit einem kubusförmigen Globus, Nicole versuchte sich mit einem gereimten Gedicht über die rosarote Brille. Carlders Idee zur Lösung der Aufgabe wuchs/wächst sich zu einem Derrick-ähnlichen Taktrat aus, das in Fortsetzungen vorgestellt werden soll. (Carlder bat bereits bei den ersten Seiten mehrfach um Unterbrechung, welche aber einhellig von den übrigen Sem;kolonern nicht gewährt werden konnte... !) Nach Würdigung der Aufgaben trug Maya noch eine vergeschichtlichte Nachrichtenmeldung und den Tod einer Taxifahrerin vor. Als neues Thema zum nächsten Treff wurde "Vanilleeis" festgelegt. Der Abend war gesellig, lauschig und heiter.

Am schönen Sommerabend des 23.07.2004 setzte sich die Runde zusammen aus Maya, Christoph, Christian, und zum ersten Mal: Claudia. Die "Sem;kolon-Live-CD" mit dem Mitschnitt der ersten Lesung 2004 wurde verteilt und über eine weitere Lesung gesprochen, die beim nächsten Treffen vorbereitet werden soll. Christian trug seine "Hausaufgaben" über 'Brille' und 'Vanilleeis' vor und glänzte mit der Fortsetzung des "Wildhüter" Teil IV. Christophs Hausaufgabe über Vanilleeis erwies sich als ego-sexuell, Maya sülzte mit ihrem Vanilleeis rum, meuchelte einen ungewollten Liebenden und fand schließlich Gefallen mit einer "Lausbubengeschichte". Claudia ließ sich bei "Nomaden" das Wasser reichen, für den Aufbau des "Hinkende"n Textes gab es Kritik. Wir freuen uns, sie beim nächsten Mal wieder in unserer Runde zu haben, (die dann hoffentlich wieder etwas größer ausfallen wird... !!) Das neue Stichwort lautet: "Achselhaare" ...

Am 27.08.2004 ging es ab, aber wie ! Dabei: Maya, Nicole, Claudia, Carlder, Wolfgang, Klaus, Christian, Christoph und Joachim. Die Reihenfolge der Autoren für die Hairline 2007-Lesung wurde festgelegt. Christoph erntete "härteste" Kritik für sein vorgelegtes Werbeplakat. Noch ausstehende Hausaufgaben zu 'Vanilleeis' und 'Achselhaar' wurden vorgetragen. Carlder bestach durch einen phantasieanregenden Text zum Genuss von 'Vanilleeis'. Kritisiert wurde allein ein Abschnitt, der so technisiert klang, dass er als Nachbauanleitung genutzt werden könnte. Hervorgehoben seien auch Claudias "Achseltierchen", aus einer heiteren SF-Sequenz und Christians "Wildhüter" Teil V, der für ungebrochen königlichen Spaß sorgte. Erwähnt sei noch Klaus, der es schaffte, beide Hausaufgaben in einem einzigen Vierzeiler unterzubringen; aber dafür keine positive Kritik zu hören bekam. Ebenso stießen Joachims Werke nicht auf Gegenliebe.
Den Spruch des Abends lieferten diesmal Wolfgang und Christian, die Störer von der Hinterbank: "Wir werden hier gleich noch auseinander gesetzt." Hausaufgabe diesmal: Lesungsvorbereitung und Plakate verteilen.

Am 24.09.2004 waren beisammen: Claudia, Wosch Dieter, Christian, Christoph, Carlder, Maya und Klaus. Details der bevorstehenden Lesung wurden besprochen und die PR-Arbeit von Christoph und Maya gewürdigt. Es wurden Reiseerlebnisse geschildert und der Job eines Briefzustellers unter die Lupe genommen. Christians Wildhüter-Fortsetzung spaltete diesesmal den Tisch, Klaus präsentierte einen langen maritimen Blick in den Osten und Mayas Text wurde konstruktiv verrissen. Einzig Woschs Werke ernteten einhelligen Beifall.
Weitere Premiere am Rande: Wosch und Carlder waren einer Meinung!
Hausaufgabe: Keine. Spruch des Abends: Christoph zu Christian: "Weißt Du, was ich letztens gelesen hab? N' Hörbuch!"

Am 02.10.2004 las die Autorengruppe im "Friseursalon "Hairline 2007"" in Münster

Am 12.11.2004 gab es gleich zwei neue weibliche Gesichter: Gabriele und Bärbel. Weiter waren dabei, in der Reihenfolge des Auftretens: Christoph, Maya, Ruth, Carlder, Wosch, Klaus und Nicole.
Christoph informierte zunächst über den Radiobericht zur letzten Lesung und verlegte textlich und atmosphärisch dann Liverpool in den Ruhrpott. Er lässt uns mit Spannung auf den nächsten Teil seiner Story warten. Dank Woschs Gedicht konnten die Anwesenden dem Münsterwetter entfliehen und einen Minuten-Urlaub am warmen Meeresstrand verbringen. Gabriele ließ kleine Italienträume im alltäglichen Büro-grau-in-grau aufblitzen. Klaus erntete für seine Darstellung des Alterns im Krankenhaus vollstes Lob, ebenso wie Nicole, die der Frau im Spiegel einen Liebesbrief schreiben wollte. Auch Maya bekam mit einem "Selbstfindungstext" Lob - allerdings nur für den letzten Absatz; konnte aber mit ein paar "vorweihnachtlichen" Zeilen die Kritiker wieder besänftigen. Ruth bot mit ihrem Text gedanklich/gefühlten - männlich/weiblichen Diskussionsstoff. Bärbel stellte in einem Fantasytext den Charakter einer "Lehrlingshexe" und deren erste Prüfung(en) vor. Schlußendlich ließ Carlder uns an seinen "Kleinen Weisheiten" und "Solchen Tagen" teilhaben und sorgte dann mit einer "Freikopf"-Kurzfassung für den Spruch des Abends: "Abgestürzt und Flügelbruch - von Dir hab ich jetzt echt genug..." Hausaufgaben-Thema: Hafen.

Beim letzten Treffen des Jahres am 10.12.2004 waren in der gemütlichen Blechtrommel anwesend: Maya, Nicole und Bärbel (für die Frauenfraktion), Carlder, Christoph, Christian, Klaus und Wosch. (Männer, die keiner Vorstellung bedürfen...) Der Abend verlief lang, lustig, laut und wild! Selten wurden so viele Texte vorgetragen und besprochen. Zuerst wurde die Hausaufgabe "Hafen" vorgestellt. Bärbels "Es", kroch aus dem Wasser, um die "Menschin" wiederzusehen, Maya fand Zuflucht im Hafen vor mächtigem Sturm, Klaus beobachtete die Ankunft des holländischen Weihnachtsmannes in Rotterdam, Nicole sinnierte über Form und Wirkung von Häfen, Carlder ließ den Hafenmeister seines Amtes walten, Christophs Werk über Hafen und "Hafen der Ehe" wurde als zu lang kritisiert, in Christians Hafen wurde Herr Schulz eine Last los und Wosch lieferte in seinem Gedicht Impressionen zum Hafen in Münster. Desweiteren veranlasste ein Gedicht die Gruppe zu einer spontanen Schreibaktion. Christian knallte uns den "Kategorischen Instinktiv" vor die Füße, außerdem wurde der Wildhüter köstlich fortgesetzt und ein Weihnachtsmarkt wortwörtlich gesprengt! Christoph erreicht langsam Kultstatus mit seiner Städtegeschichte, von der er weitere zwei Kapitel vorstellte. Maya trug noch Kurztexte/-gedichte(?) vor, einer inhaltlich ein Hilfeschrei, der andere in ihrer beliebten Tradition - beide lobend gewürdigt. Carlder wollte einen Liebesbrief schreiben und schien "Zu wissen, dass..." Außerdem lieferte er den Spruch des Abends: "Mein Problem ist keins... und ich habe es nicht gemerkt - das ist mein Problem." Nächstes Thema: Nebel.

2003:

Am 28. März 2003 mit Iris, Dieter, Heiner, Wolfgang, Peter, Christian, Carlder und Christoph gab es Texte und Gedichte, Peter spielte zwei eigene Songs auf der Gitarre - Lagerfeueratmosphäre...

Am 26. April 2003: Mit Iris, Wolfgang, Carlder, Peter, Dieter, Christian und Christoph waren wieder Meilensteine frischer Literatur zu erleben: Kurzprosa, Gedicht, Romanauszug, Songtext. Eine Runde zum wohlfühlen.

Am 30. Mai 2003 waren dabei: Iris, Melanie, Ruth, Heiner, Wolfgang, Peter, Carlder, Dieter, Christian, Christoph. Außerdem: Reporter des Bürgerfunks und des Bürgerfernsehens! Vorgetragen wurden Perlen sem;kolonischer Dichtkunst, wobei ein Text nichts, aber auch gar nichts aussagen wollte und deshalb wohl den größten Beifall erhielt...

Am 04. Juli 2003 fand die erste Lesung der Autorengruppe zur Eröffnung der Peperoni-Gemüsebühne statt.

Am 18. Juli 2003 mit Peter, Nicole, Dieter, Christian, Christoph, Carlder, Iris, Wolfgang und Gast Melanie gab es Wortspiele mit Computerbegriffen, Opus über einen Opernbesuch, 'Killer' die zehnte, Momente der Andacht, den Romanauszug "Raya", einen Beitrag zum Uniwettbewerb "Schönheit" und Live an der Gitarre vorgetragene Songtexte. Ein lauschiger Abend mit viel Literatur vom Feinsten.

Am 29. August 2003 wurde von Nicole, Ruth, Diana, Christian, Wolfgang, Carlder, Christoph und Michael Sinnliches, Nachdenkliches, Provokantes, Cooles, Gedichtetes, Realsatirisches, Pointiertes, Makelloses und Diskussionswürdiges für Kopf und Herz vorgetragen. Ein hochgradig munterer Abend mit viel Literatur. Zitate des Abends: "Hast du dir wirklich was dabei gedacht?" und "Ich hab jetzt gerade nicht zugehört."

Am 17. Oktober 2003 mit Nicole, Diana, Wolfgang, Christian, Carlder, Christoph, Peter, Sonja, Robert, Klaus und als Special Guest: Udo. Präsentiert wurde u.a. konkrete Poesie und ein Protestsong (von jenseits der Mauer, als sie noch stand...). Zitat des Abends: "Das ist ja mal wieder ein typischer Carlder..."

Am 28. November 2003 waren dabei: Maya, Nicole, Sonja, Wolfgang, Dieter, Christan, Klaus, Carlder und Christoph mit kitschfreien Gedichten zum Advent, in Tiere-oder-Dinge-hinein-versetz-Geschichten, und dem "Blues", der sich verpissen sollte.
Der gute Vorsatz für das kommende Jahr wurde gefasst: Das Projekt: "Sem; kolon goes CD..." in Angriff zu nehmen. Short-short-Story des Abends: Christian zu Christoph: "Ich weiß genau, was du jetzt denkst." Christoph: "Na dann bestell doch!"

 

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Autorengruppe Sem;kolon in Münster




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