SeHT-NRW

27. 08. 2008

Fachtagung 2008

Abgelegt unter: Allgemein — SeHT @ 23:04
Stark sein trotz Schwächen
Persönliche Kompetenzen entwickeln und fördern
Kooperationsveranstaltung Bundesvereinigung SeHT e.V.,
Katholisch Soziales Institut (KSI), Bad Honnef und
Bundesvereinigung Aufmerksamkeitsstörung Deutschland (BVAD)
am 18./19. Oktober 2008 in Bad Honnef
Jeder Mensch hat Stärken und Schwächen. Menschen mit Teilleistungsschwächen oder AD(H)S sind oft primär mit ihren Schwächen konfrontiert, fühlen sich auf ihre Fehler reduziert. Gerade für Menschen mit ausgeprägten Schwächen ist es umso wichtiger, auf anderen Gebieten Stärken bei sich zu entdecken und zu entwickeln. Eltern, aber auch Erzieher(innen) und Lehrer(innen) können ihren Kindern dabei helfen und diese Stärken fördern.Kinder, Jugendliche und Erwachsene müssen lernen, ein realistisches Selbstbild zu entwickeln, Belastungen und Enttäuschungen wegzustecken, das eigene Gefühlsleben auszubalancieren und ihre sozialen Fähigkeiten zu verbessern. Dann können sie kompetent und selbstbewusst den Anforderungen des Alltags, des Familienlebens, der Schule und des Berufs gegenübertreten. Eltern, Erzieher(innen) und Lehrer(innen) müssen Kinder bei diesem Lernprozess ermutigen und ihnen Rückhalt geben. Das geht aber nur, wenn sie sich selbst stark und nicht schwach erleben.Die Tagung möchte in Vorträgen Wege aufzeigen, wie persönliche Kompetenzen entwickelt und gefördert werden können, und in Workshops praktische Impulse dazu geben. Für Kinder und Jugendliche gibt es eigene Programmteile.

Herzlich eingeladen sind:
Alle daran Interessierten, speziell aber Menschen mit Teilleistungsschwächen oder einem Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom (AD(H)S). Davon selbst Betroffene, Eltern von Betroffenen, aber auch Pädagog(inn)en und andere Fachleute, die Betroffenen helfen möchten.

Fachliche Auskunft:
Annette Mund, Vorsitzende der Bundesvereinigung SeHT e.V.,
Zeisigweg 4, 53639 Königswinter, e-mail: tagung@seht.de


Tagungsprogramm

Samstag, den 18. Oktober 2008
9.45 Uhr Treffen Schüler- und Kinderbetreuung im Vortragssaal
10.00 Uhr Begrüßung, Grußworte: Hubert Hüppe, MdB, Beauftragter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für die Belange der Menschen mit Behinderungen; Waltraud Polenz, Schirmherrin SeHT e.V. u.a.
Impulse zum Tagungsthema
11.00 Uhr Vortrag: „Vom Kind zur Person. Wie können Eltern ihre Kinder in der emotionalen
Selbstwerdung unterstützen?“

Dr. med. Khalid Murafi, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, Lüdinghausen-Seppenrade
12.15 Uhr Vorstellung der Arbeitskreise
12.30 Uhr Mittagessen
14.30 Uhr Arbeitskreise
AK 1: Stärken entwickeln: Der emotionale Entwicklungsprozess vom Baby- bis zum Jugendalter
Dr. med. Khalid Murafi
AK 2: Stärken fördern: Die Rolle der Eltern; wo ist Hilfe möglich, wo ist Hilfe begrenzt?
Karl Gajewski, Realschullehrer und Schulpsychologe beim Institut für schulische Fortbildung und schulpsychologische Beratung (IFB) Speyer in der Außenstelle Pirmasens
AK 3: Förderung sozialer Kompetenzen bei Kindern und Jugendlichen
Stefanie Wekenmann, Dipl.-Pädagogin, Dipl.-Psychologin, Universität Tübingen, Psychotherapeutische Hochschulambulanz am psychologischen Institut, Arbeitsbereich Kinder und Jugendliche
AK 4: Stärken sehen: Wie sehe ich mich selbst – wie sehen mich die Anderen? (Rollenspiele)
Inge Diefenbacher, Dipl.-Psychologin, Psychotherapeutin, Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutin, Psychologische Beratungsstelle Caritasverband Mannheim e.V.
AK 5: Tanz-Workshop
Fehmi Taneri, Tanz- und Theaterpädagoge, Münster
AK 6: Hörbuch-Workshop: Erstellen eines Hörbuches unter Anleitung eines Studiotechnikers. Für 8 bis 10 Personen.
Voraussetzung: Flüssiges Lesen.
Maximale Vortragslänge pro Person: 5 Minuten
Schülertreff und Kinderbetreuung:
16.00 Uhr Kaffe, Fortsetzung der Arbeitskreise bis 17.30 Uhr
18.30 Uhr Abendessen
20.00 Uhr Abendprogramm

Sonntag, den 19. Oktober 2008
8.00 Uhr Gottesdienst (offenes Angebot)
8.30 Uhr Frühstück
10.00 Uhr Vortrag: „Entwicklung und Förderung von sozialen Kompetenzen“
Stefanie Wekenmann, Dipl.-Pädagogin, Dipl.-Psychologin, Universität Tübingen, Psychotherapeutische Hochschulambulanz am psychologischen Institut, Arbeitsbereich Kinder und Jugendliche
10.00 Uhr Selbstbehauptungsworkshop: Angebot für Jugendliche und junge Erwachsene
Jürgen Flamm, Polizeibeamter, 2. Kyu Shotokan Karate
11.15 Uhr Erfrischungen
11.30 Uhr Fishbowl: Berichte aus den Arbeitskreisen
Moderation: Dr. Roman Nitsch, Dipl.-Psych., Leiter der Abteilung Kind, Jugend, Familie und der Psychologischen Beratungsstelle des Caritasverbandes Mannheim e.V.
12.45 Uhr Schlussworte zur Tagung
13.00 Uhr Mittagessen
Ende der Veranstaltung
14.00 Uhr Offene Mitgliederversammlung Bundesvereinigung SeHT e.V.
Wir laden auch Gäste herzlich dazu ein.
Hinweis: Die Tagung kann als berufsbezogene Fortbildungsveranstaltung durch die jeweilige Schulleitung genehmigt werden.

Anmeldung/Tagungsort: ab sofort bis spätestens 15. September 2008
Bitte drucken Sie das Anmeldeformular aus und senden es ausgefüllt und unterschrieben an:

KSI
Selhofer Str. 11
53604 Bad Honnef
Stichwort: SeHT-Tagung

Tel.: (0 22 24) 955-401, Fax (0 22 24) 955-101, Email: dampke@ksi.de


Fachliche Auskunft:
Annette Mund, Zeisigweg 4, 53639 Königswinter, Tel. (0 22 44) 87 33 83, Email: tagung@seht.de

Kosten der Tagung (Tagungskosten, Unterkunft, Verpflegung)
- Erwachsene 130 EUR
- Jugendliche bis 17 Jahre, Studenten und Arbeitslose 75 EUR
für SeHT-Mitglieder:
- Erwachsene 75 EUR
- Jugendliche bis 17 Jahre, Studenten und Arbeitslose 30 EUR
Kinder bis 3 Jahre und jedes 3. und weitere Kind einer Familie sind frei
Tagessatz ohne Übernachtung: 60 EUR, SeHT-Mitglieder 35 EUR

28. 05. 2008

Herzliche Glückwünsche

Abgelegt unter: Allgemein, Willkommen — SeHT @ 22:17
Wir gratulieren unserem Mitglied
Herrn Regierungspräsidenten Dr. Peter Paziorek
ganz herzlich zu seinem 60. Geburtstag am 29.05.!
Wir wünschen ihm alles Gute, Glück und Gottes reichen Segen!
Monika Pelz-Brambrink
Vorsitzende SeHT –NW e.V.

07. 05. 2007

Erfolgreiche Fachtagung von SeHT NW e.V.

Abgelegt unter: Allgemein — SeHT @ 20:35

Der Verein SeHT „Selbständigkeits – Hilfe  bei Teilleistungsschwächen e.V.” hielt am Samstag, dem 5. Mai 07 im Marienhaus am St. Franziskus-Krankenhaus, Münster eine erfolgreiche Jahrestagung der Landesvereinigung Nordrhein-Westfalen ab.
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Thema:“ Kinder, Jugendliche  und Erwachsene mit Teilleistungsschwächen, ADHS, Hochbegabung, Asperger-Syndrom“.
Der Vorsitzende der Landesvereinigung  Karl-Heinz  Jestädt konnte nach Verlesung  eines Grußworts des Herrn Regierungspräsidenten Dr. Twenhöven als Schirmherrn unter den Anwesenden den Bundesvorsitzenden Herrn Dr. Walter Herrmann und Frau Waltraud Polenz aus dem Bundesvorstand, und über 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüßen: Eltern, betroffene Junge Erwachsene, aber auch Erzieher und Lehrer, Schulberater, Studenten der Sozialpädagogik und Politiker sprachen über Strukturierungshilfen im Alltag.

Neue Therapie-Ansätze fordern, Eltern als Experten zu beachten, sowie von Umwelt, Schule und Berufswelt,  sich verstärkt an Schwächen wie auch den Stärken von Betroffenen anzupassen.
In seinem Vortrag gab Herr Dr. Spitczok von Brisinski  von der Rheinischen Klinik Viersen, Hinweise für Therapie und Pädagogik  aus Diagnosekriterien: Neben außergewöhnlichen Begabungen zeigten Hochbegabte z.B. außergewöhnliche Zurückhaltungen,  Schwächen im Sozialkontakt. Nach dem Konzept seiner Klinik werde gezielt, aber stationär nur kurz gearbeitet, dann werden Empfehlungen an die Eltern gegeben, z.B. für außerschulische  Kontakte u. a. in (Sport-)Vereinen  zu sorgen.

(In Münster gibt es von SeHT umfangreiche Programme mit professioneller Hilfe in kleinen Gruppen !)

Frau Prof. Dr. phil. Annette Schröder, Landau, sprach in ihrem Vortrag  über Pädagogische  Hilfeansätze für „ Kinder, die aus dem Rahmen fallen“. Die Ursachen für unkontrolliert verlaufende Informationsvermittlungs – schwächen führten zu Störungen im Arbeitsgedächtnis.
Es ist heute noch wissenschaftlich ungeklärt , ob der Grund neurobiologischer Stoffwechselstörungen sind. Zukunftsplanung  müsse in einem „multimodalen Arbeitsansatz“ trainiert werden. D.h.:
Lernen systematisch lernen,
ruhiger Arbeitsplatz ,
verbale Einfachheit im Arbeitsalltag, Verständlichsein, 
weniger Konflikte vorprogrammieren.

In drei Arbeitskreisen, moderiert von Frau Dipl. Sozialpädagogin  Elisabeth Leifheit, beschäftigten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Förderung der Hochbegabten (Leitung  Frau Dr. med. Fischer-Ontrup)
Anregung zu neuen Lernherausforderungen, – genügend Bewegungsmöglichkeiten in der Schule;

Strukturhilfen im Alltag (Leitung Frau Dipl. Pädagogin  und Psychotherapeutin Annette Assmann): Probleme erkennen und zeitig  helfen; Lernen im Alltag;

Bewegtes Lernen mit Teilleistungsschwachen  oder bei Asperger-Syndrom: (Leitung Frau Jutta Gorschlüter, Dipl.-Sozialpädagogin und  Kommunikationsberaterin)
Therapien nicht  24 Stunden, sondern 2x wöchentlich, Schulalltag muss  Lernen in Bewegung ermöglichen (z.B. 3 Sitzplätze im Klassenraum für ein Hochbegabtes Kind mit Aspergersyndrom).

Die Arbeitskreisergebnisse  konnten im Plenum zusammengestellt  vorgetragen werden und wurden lebhaft diskutiert.

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