Der Verein SeHT „Selbständigkeits – Hilfe bei Teilleistungsschwächen e.V.” hielt am Samstag, dem 5. Mai 07 im Marienhaus am St. Franziskus-Krankenhaus, Münster eine erfolgreiche Jahrestagung der Landesvereinigung Nordrhein-Westfalen ab.
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Thema:“ Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Teilleistungsschwächen, ADHS, Hochbegabung, Asperger-Syndrom“.
Der Vorsitzende der Landesvereinigung Karl-Heinz Jestädt konnte nach Verlesung eines Grußworts des Herrn Regierungspräsidenten Dr. Twenhöven als Schirmherrn unter den Anwesenden den Bundesvorsitzenden Herrn Dr. Walter Herrmann und Frau Waltraud Polenz aus dem Bundesvorstand, und über 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüßen: Eltern, betroffene Junge Erwachsene, aber auch Erzieher und Lehrer, Schulberater, Studenten der Sozialpädagogik und Politiker sprachen über Strukturierungshilfen im Alltag.
Neue Therapie-Ansätze fordern, Eltern als Experten zu beachten, sowie von Umwelt, Schule und Berufswelt, sich verstärkt an Schwächen wie auch den Stärken von Betroffenen anzupassen.
In seinem Vortrag gab Herr Dr. Spitczok von Brisinski von der Rheinischen Klinik Viersen, Hinweise für Therapie und Pädagogik aus Diagnosekriterien: Neben außergewöhnlichen Begabungen zeigten Hochbegabte z.B. außergewöhnliche Zurückhaltungen, Schwächen im Sozialkontakt. Nach dem Konzept seiner Klinik werde gezielt, aber stationär nur kurz gearbeitet, dann werden Empfehlungen an die Eltern gegeben, z.B. für außerschulische Kontakte u. a. in (Sport-)Vereinen zu sorgen.
(In Münster gibt es von SeHT umfangreiche Programme mit professioneller Hilfe in kleinen Gruppen !)
Frau Prof. Dr. phil. Annette Schröder, Landau, sprach in ihrem Vortrag über Pädagogische Hilfeansätze für „ Kinder, die aus dem Rahmen fallen“. Die Ursachen für unkontrolliert verlaufende Informationsvermittlungs – schwächen führten zu Störungen im Arbeitsgedächtnis.
Es ist heute noch wissenschaftlich ungeklärt , ob der Grund neurobiologischer Stoffwechselstörungen sind. Zukunftsplanung müsse in einem „multimodalen Arbeitsansatz“ trainiert werden. D.h.:
Lernen systematisch lernen,
ruhiger Arbeitsplatz ,
verbale Einfachheit im Arbeitsalltag, Verständlichsein,
weniger Konflikte vorprogrammieren.
In drei Arbeitskreisen, moderiert von Frau Dipl. Sozialpädagogin Elisabeth Leifheit, beschäftigten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Förderung der Hochbegabten (Leitung Frau Dr. med. Fischer-Ontrup)
Anregung zu neuen Lernherausforderungen, – genügend Bewegungsmöglichkeiten in der Schule;
Strukturhilfen im Alltag (Leitung Frau Dipl. Pädagogin und Psychotherapeutin Annette Assmann): Probleme erkennen und zeitig helfen; Lernen im Alltag;
Bewegtes Lernen mit Teilleistungsschwachen oder bei Asperger-Syndrom: (Leitung Frau Jutta Gorschlüter, Dipl.-Sozialpädagogin und Kommunikationsberaterin)
Therapien nicht 24 Stunden, sondern 2x wöchentlich, Schulalltag muss Lernen in Bewegung ermöglichen (z.B. 3 Sitzplätze im Klassenraum für ein Hochbegabtes Kind mit Aspergersyndrom).
Die Arbeitskreisergebnisse konnten im Plenum zusammengestellt vorgetragen werden und wurden lebhaft diskutiert.