Das Projektkonzept

Die heutige Arbeitswelt verlangt zunehmend qualifizierte Arbeitskräfte, die Initiative, Selbständigkeit und eigenverantwortliches Handeln zeigen. Insbesondere Hauptschüler haben Schwierigkeiten, in der modernen Arbeitswelt ihren Platz zu finden. Die Schulwerkstätten sollen die Jugendarbeitslosigkeit, die insbesondere Schüler mit Hauptschulabschluss trifft, präventiv und proaktiv bekämpfen. Mit den Werkstätten werden Lern- und Erfahrungsräume eröffnet, in denen die Schüler ihre Fähigkeiten erproben können und Ich-Stärke, Selbstvertrauen, Motivation und Erfolgszuversicht gewinnen.

Beschreibung der Schulwerkstätten

Das Projekt richtet Schulwerkstätten (z.B. in den Bereichen Metall, Maler, Friseur, Holz und anderen Sparten) ein, die die Schüler in ihrer freien Zeit über zwei Jahre in Klasse 9 und 10 freiwillig besuchen.

Die Schüler verpflichten sich zu Beginn schriftlich, regelmäßig anwesend zu sein. Diese Verpflichtung wird auch von den Eltern der Schüler unterschrieben. Sollte ein Schüler öfter als zwei Mal unentschuldigt fehlen, wird er in der Regel von der Schulwerkstatt ausgeschlossen.

Die Werkstätten werden von einem Meister / Ausbilder in dem jeweiligen Fachbereich geleitet. Er überprüft die Anwesenheit und meldet fehlende Schüler an die Paten und den Projektbegleiter. Der Projektbegleiter informiert den Ausbilder, wenn ein Schüler bereits krank gemeldet ist. Bis zu 5 Schüler/innen werden von einem Projektbegleiter der Rotarier (Pate) betreut. Sie besuchen die Werkstätten ein- bis zweimal im Monat, begleiten und beraten ihre Schüler und führen bei Fehlzeiten Gespräche mit den Erziehungsberechtigten.

In den Klassen 9 starten ab dem Schuljahr 2011/12 die Werkstätten "Holz" und "Friseur/Gestalten". In den Klassen 10 (ab dem Schuljahr 2012/13) erfolgt dann ein Wechsel in außerschulische Ausbildungszentren. Vorgesehen sind Werkstätten für Metallberufe und Restaurantfachleute in den Räumen des HBZ. Sie können in den Folgejahren - nach Bedürfnissen des Arbeitsmarktes - auf weitere Bereiche ( z.B. Maler/Lackierer, Bauberufe ) ausgeweitet werden, so dass möglicherweise auch Werkstätten der Kreishandwerkerschaft ( z.B. im Lehrbauhof ) mit einbezogen werden. So  können die Teilnehmer der Schulwerkstätten innerhalb der 2 Jahre zwei verschiedene Tätigkeitsfelder durchlaufen.

Pro Schulwerkstatt sind bis zu 10 Schüler/innen vorgesehen. Die Schüler werden von den Klassenlehrern vorgeschlagen und von der Schulleitung und der Klassenkonferenz bestätigt. Halbjährlich erfolgt eine Besprechung von Ausbildern, Klassenlehrern, Sozialarbeitern und Paten, bei der u. a. über Fortschritte, Probleme und Hilfen beraten wird. Jeweils zum Ende des Schuljahres erfolgt eine schriftliche Beurteilung der Teilnehmer des Projektes.

Schüler, die die Schulwerkstätten erfolgreich absolvieren und

  • regelmäßig teilnehmen
  • keine unentschuldigten Fehlzeiten aufweisen, auch nicht in der Schule
  • Interesse und Engagement zeigen
  • an ihren schulischen Leistungen insbesondere in den Fächern Deutsch und Mathematik arbeiten

erhalten von den Rotariern

  • ein Zeugnis der Ausbilder und Paten, das bei jeder Bewerbung hilfreich ist
  • die Unterstützung und Hilfe bei mindestens fünf selbständigen Bewerbungen in ihrem Wunschberuf
  • Unterstützung bei der Suche nach einem geeigneten Ausbildungsplatz
  • Die Zusicherung, zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden.