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ZUM GELEIT
Nach langem Bemühen ist es der Freien Künstlergemeinschaft "Schanze" nunmehr gelungen, eine Plattform für ihre Ausstellungen zu finden, die dem Streben und dem Können der in dieser Gemeinschaft zusammengeschlossenen Künstler angemessen ist. Namens des Rates und der Verwaltung der Provinzialhauptstadt Münster sprechen wir den Mitgliedern der "Schanze" zu diesem Ereignis unsere herzlichen Glückwünsche aus. Möge die "Schanze" von ihrem neuen Standort aus noch stärker als bisher die Möglichkeit finden, in die Breite zu wirken und auch diejenigen anzusprechen, die der bildenden Kunst der Gegenwart bisher ferner gestanden haben. Der neue, schöne Ausstellungsraum im modernen münsterischen Hauptbahnhof sollte Stützpunkt für ein intensives Wirken werden, das den Namen unserer münsterischen und münsterländischen Künstler weithin bekanntmacht.
Die Arbeit der "Schanze" ist mit dem Kulturleben Münsters seit den Tagen ihrer Gründung vor fast vierzig Jahren eng verknüpft. In dieser Zeit haben die "Schanzen"-Mitglieder manche Auszeichnung und manchen Künstlerpreis in ihre Vaterstadt heimbringen können. In den Ausstellungen der großen Kunstzentren des In- und Auslandes waren sie vertreten. Die "Schanze" hat Münster Ehren eingebracht. Es muß daher Verpflichtung der Bürgerschaft sein, den Künstlern auch in ihrem heimatlichen Raum die notwendige Beachtung zu schenken, die als Grundlage ihres Schaffens unentbehrlich ist. In diesem Sinne begleiten unsere herzlichen Wünsche die Künstler in das neue Heim.
Oberbürgermeister und Stadtdirektor
1958