„Ich habe bis zu meinem 28. Lebensjahr sehr stark gestottert. In der Schule habe ich fast nie etwas gesagt. Einmal bin ich sogar 11 km zu Fuß gegangen, weil ich mich nicht traute, eine Zugfahrkarte nach Greven zu kaufen. Vor dem Telefonieren hatte ich immer große Angst, wenn es klingelte bin ich schnell weggelaufen.  

Seit 1979 gehöre ich jetzt schon der Stotterer-Selbsthilfegruppe an. Da habe ich mich von Anfang an sehr wohl gefühlt. Da lacht keiner über mich, es sei denn, ich erzähle Witze. Heute kann ich das sehr gut. Mittlerweile halte ich schon seit vielen Jahren in ganz Deutschland Seminare für die Stotterer-Selbsthilfe, wodurch ich auch anderen Betroffenen helfen kann. Das macht mir sehr viel Spaß! Manchmal halte ich auch Vorträge an der Uni Dortmund. Ich habe meine Erfolge hauptsächlich der Stotterer-Selbsthilfe zu verdanken.

Seit Januar 2008 fühle ich mich “wie geheilt“. Über meine neuesten Erkenntnisse drehen wir gerade einen Film, zu dem ich auch eine Begleitbroschüre schreibe. Ab Ende 2009 ist der Film bei der Stotterer-Selbsthilfe NRW erhältlich. Der Titel lautet: Leichter sprechen und sich wohler fühlen (Praktische Hilfen für stotternde Menschen).“

Berthold, Havixbeck

   

„Ich war erst 16 Jahre alt, als ich zum ersten Mal an einem Gruppenabend der Stotterer-Selbsthilfegruppe Münster teilnahm. Jetzt bin ich schon seit 8 Jahren aktiv mit dabei. Dank des Telefon-Trainings hat sich meine Angst vor dem Telefonieren erheblich verringert. Auch bei Vorstellungsgesprächen fühle ich mich immer sicherer, weil wir diese in Rollenspielen geübt haben.
Ich habe in der Selbsthilfegruppe gute Freunde gefunden, mit denen ich mich auch in der Freizeit gerne treffe. Jedes Jahr besuche ich zwei Wochenend-Seminare, bei denen ich mir weitere Anregungen hole. Natürlich haben wir dort auch viel Spaß zusammen.“

Oliver, Ascheberg

   
1990 kam ich in die Stotterer-Selbsthilfegruppe. Da würgte ich noch an den Worten, und unverdaulich erschienen mir alle sozialen Situationen. Angst und Scham ließen wenig Bewegungsspielraum für mutige Lebensexperimente. Die Begegnung und der Austausch mit anderen Stotternden hat mich ermutigt, beflügelt und erfinderisch gemacht. Immer kleiner wurde das Geht-nicht, immer größer das Schaff-ich. Seit 2002 bin ich Logopädin, Fortbildungs- und Seminarleiterin. Die Worte sind mein tägliches Werkzeug, Kommunikation meine Leidenschaft geworden. Dazu hat ganz maßgeblich die Stotterer-Selbsthilfe beigetragen.“

Dorothea, Münster

   

„Seit August 2006 bin ich in der Stotterer-Selbsthilfegruppe Münster. Im Juli 2007 habe ich an der Kasseler Stottertherapie teilgenommen. Ich nutze die Treffen der Selbsthilfegruppe, um die in der Therapie erlernte Sprechweise zu vertiefen. Vor meiner Therapie hatte ich oft große Schwierigkeiten beim Telefonieren. Jetzt telefoniere ich gerne, sogar am Arbeitsplatz! An einem Gruppenabend habe ich einen längeren Vortrag über meine Lieblingstiere, die Koala-Bären, gehalten
(s. www.koala-darup.de). Bei einem Infoabend unserer Selbsthilfegruppe habe ich sogar vor 50 Leuten einen kurzen Vortrag gehalten. Auch das klappte ziemlich gut.“

Sebastian, Nottuln

   

„Ich habe Bewerbungsgespräche in Rollenspielen geübt. Das hat sich gelohnt! Die Mitglieder der Selbsthilfegruppe gaben mir wertvolle Tipps. So konnte ich mich - auch mit Stottern - positiv präsentieren. Ich habe den erhofften Arbeitsplatz bekommen!“

Christian, Münster

   

„Ich bin seit 10 Jahren in der Stotterer-Selbsthilfe. Durch intensive Arbeit an meinem Stottern - auch als Referent - habe ich meine Einstellungen und Ziele verändert. Ich habe die Angst und Scham vor dem Stottern verloren; es war eine Befreiung. Dadurch konnte ich beruflich die Position eines stellvertretenden Personalleiters erreichen. Der tägliche Umgang mit den Mitarbeitern und Behörden, auch das Telefonieren, ist für mich selbstverständlich geworden.“

Johannes, Lüdinghausen

 
Was hat mir die Stotterer – Selbsthilfegruppe gebracht ?