Patenfamilien dringend gesucht !

Projekt: Familienpatenschaften

Vielen Menschen in Rumänien, vor allem kinderreichen Familien sowie alten und kranken Menschen, ist das bevorstehende Weihnachtsfest kein Grund zu großer Freude, denn ihnen fehlt Grundlegendes, was zum Leben notwendig ist. Oft leben sie am Rand der Dörfer in provisorischen Behausungen. Armut bedeutet für sie auch immer: soziale Ausgrenzung. In vielen Fällen fehlt es an für uns so selbstverständlichen Dingen wie Lebensmittel, Kleidung, Wärme oder Medikamenten. Die Kinder können nicht zur Schule gehen, weil es an den finanziellen Möglichkeiten zur Schulausstattung fehlt.

Solchen Familien möchten wir helfen. Da aber die klassischen "Hilfstransporte" in dieser Form nicht mehr möglich sind und wir in erster Linie nachhaltig und dauerhaft helfen wollen, haben wir mit dem Projekt Familienpatenschaften begonnen. Wir suchen dringend engagierte Einzelpersonen, Familien, Gruppen und Kreise, die eine Patenschaft für solch eine Familie übernehmen möchten. Aufgrund einer regelmäßigen (monatlichen) Geldspende soll gezielt und konkret geholfen werden. Ein Beispiel: Statt jährlicher Paketsendungen kann es unter Umständen sinnvoller sein, einmal eine Kuh oder eine Ziege zu kaufen, wovon eine Familie für längere Zeit leben kann. Gleichzeitig wird so Arbeit geschaffen und die Famlie erreicht eine größere Unabhängigkeit.
Mit den rumänischen Familien stehen wir durch zahlreiche Besuche und durch unseren rumänischen Sozialarbeiter vor Ort in ständigem Kontakt und können Sie so über alle Entwicklungen informieren. Gemeinsam mit den Familien in Rumänien und den Patenfamilien in Deutschland wollen wir überlegen, wie am besten und sinnvollsten geholfen werden kann. Manchmal reichen 20-30 Euro im Monat, um vieles zu verändern.

Falls sie die Übernahme einer Patenschaft überfordert, können sie uns auch mit Einzelspenden bei der Arbeit an diesem Projekt unterstützen. Wir sind auf ihre Hilfe und finanzielle Unterstützung angewiesen !
 
 

Nr:   1

Luminita und Ioan Buhazi

Kinder:  Cosmin (2 1/2 Jahre), Liviu (8 Jahre)
Großeltern:  Olivia und Chirion (Die Großeltern wohnen mit im Haus.)
Wohnung:
Die Familie wohnt in einem durchschnittlichen rumänischen Dorfhaus. Das Haus besitzt zwei Zimmer. Zum Haus gehört ein Hof und ein kleiner Garten.

Arbeit und Verdienst:
Ioan Buhazi ist als Zimmermann in Mediasch tätig. Für 10-12 Stunden Arbeit täglich verdient er 2.000.000 Lei (etwa 60 Euro). Luminita Buhazi ist nicht werktätig und hat damit kein Einkommen. Der Großvater bezieht nach 40 Jahren Arbeit eine geringe Rente von unter 25 Euro.

Gesundheit:
Der Großvater Chirion Buhazi ist lungenkrank. Aufgrund der finanziellen Situation der Familie ist er jedoch nicht in Behandlung.

Der große Sohn Liviu hat eine Anämie (d.h. eine ?Blutarmut?, eine Verminderung des Hämoglobins und der roten Blutkörperchen im Blut).  Diese Krankheit wird mit Eisen-Präparaten und Vitamin-Tabletten zur  Stärkung der Abwehrkräfte behandelt. Die Mutter war mit Liviu in einem Krankenhaus, wo die Krankheit diagnostiziert wurde. Aufgrund der  schlechten sozialen Versorgung durch die Krankenkassen ist es der Familie nicht möglich, alle verschriebenen Präparate zu kaufen. Liviu machte auf uns    einen sehr ruhigen und auch etwas schwachen Eindruck.

Der kleine Sohn Cosmin hat eine Allergie gegen verschiedene Obstsorten.Die Allergie äußert sich durch Hautausschlag. Die Allergie trifft die Familie    schwer, da der eigene Garten - mit seinen Früchten etc. -eine kostenlose und    an sich gute Versorgungsquelle ist.

Eigensicht:
Aus Sicht der Familie ist das größte Problem, finanzieller Natur. Durch das  geringe Einkommen ist selbst die Grundversorgung der Familie kaum     möglich. Ioan hat uns berichtet, dass einige der Dorfbewohner, im Sommer    für zwei Monate in Westeuropa arbeiten und sich dort das zur Versorgung    der Familien nötige Geld verdienen. Sein Ziel ist es, mit seiner Arbeit genug    zu verdienen, um ein Auskommen zu haben.

Vorschläge zur Hilfe:
Unser Eindruck war, dass man sehr sinnvoll helfen kann, indem man der Familie zweckgebunden Geld für die, für die Kinder nötigen,     Medikamente zukommen läßt. Es ist auch eine Unterstützung beim    Kauf von Wintersachen und festen Schuhen denkbar.

Weiterhin wäre es längerfristig sinnvoll, die Familie beim Kauf eines Schweins oder einer Kuh zu unterstützen. Beides ermöglichte der     Familie eine  Anhebung des allgemeinen Lebensstandards und gäbe    ihnen eine gewisse finanzielle Unabhängigkeit. Weiterhin ist natürlich sicher alles willkommen, was den Alltag dieser Familie etwas aufhellt.
 

Nr:   2

Jurtkasch Ioan

Angaben zur Person: Ioan Jurtkasch ist 55 Jahre alt und lebt allein.

Wohnung:
Er bewohnt ein Zimmer in einem Neubau-Block. In der Haus gibt es nur einen Stromzähler, der den Stromverbrauch des ganzen Hauses misst. Die entstehenden Kosten werden nach der Abrechnung gleich unter den     Bewohnern geteilt. Da Ioan Jurtkasch keine Rente bezieht, ist es darauf angewiesen, wo es nur geht zu sparen. Da er beim Strom durch die Situation im Haus nicht sparen kann, bezieht er nun überhaupt keinen Strom mehr    und muss auch nichts mehr zum Gesamtstromverbrauch beitragen. Das Zimmer befindet sich in einem schrecklichen Zustand. Da es kaum geheizt wird, ist alles sehr muffig. Darüberhinaus müßte es dringend     renoviert werden.

Arbeit und Verdienst:
Ioan Jurtkasch ist arbeitslos und bezieht keine Rente. Er ist durch eine Krankheit arbeitsunfähig.

Eigensicht:
Zum einen besteht ein Grundproblem der Versorgung. Da Ioan Jurtkasch keine Rente bezieht, ist er auf Geschenke und Almosen angewiesen. Konkret    wünscht er sich eine Hilfe zum Lebensunterhalt und bessere      Lebensumstände.

Vorschläge zur Hilfe:
Wir schlagen vor, Ioan Jurtkasch bei der Anschaffung eines Stromzählers finanziell zu unterstützen. Weiterhin ist die Finanzierung oder Teilfinanzierung der Renovierung seines Heims denkbar. (Die Kosten hierfür halten sich in Grenzen, da der Arbeitslohn in Rumänien viel geringer ist.) Unter Umständen wäre auch eine finanzielle Unterstützung von Ioan Jurtkasch denkbar. Eine solche Hilfe würde seinen Alltag und die Grundversorgung erheblich erleichtern.
 

Nr:   3

Oltean Ana

Angaben zur Familie:
Ana Oltean ist 45 Jahre, verheiratet und hat acht Kinder. Sechs der Kinder leben noch zu Hause. Das Kleinste ist zwei Jahre und die Älteste vierzehn Jahre alt. Der Ehemann von ihr ist ohne Arbeit. Die Großmutter lebt mit im Haushalt.

Wohnung:
Familie Oltean bewohnt zu neunt (Eltern, Kinder und Großmutter) eine kleines Bauernhaus. Das Haus ist ein durchschnittliches Haus in einem rumänischen Dorf und besitzt 2 Zimmer. Zu dem Haus gehört noch ein     kleiner Hof und ein Garten. Das Haus besitzt einen Gas- und Stromanschluß.

Arbeit und Verdienst:
Der Ehemann von Ana Oltean ist arbeitslos. Ana Oltean verdient etwa 2 Millionen Lei und bekommt noch etwa 400.000 Lei Kindergeld. Das entspricht etwa 75 Euro. Sonst hat die Familie keine Einkommen.

Nr:   4

Rapa Anghel und Chirila Angela

Kinder: 5 Kinder im Alter von 13,10,9,4 und einem Jahr

Gesundheit:
Zwei der Kinder sind geistig leicht zurückgeblieben.

Wohnung:
Die Familie lebt in ärmlichsten Umständen in einer fast verfallenen Hütte am Rande eines Dorfes in der Nähe von Mediasch. In ihrer Wohnung gibt es weder fliessendes Wasser noch Strom.
 

Nr:   5

Radac Nicolae und Tobia

Kinder: 2 Kinder im Alter von zwei und einem Jahr

Wohnung:
Die Familie lebt in ärmlichsten Umständen in einer fast verfallenen Hütte am Rande eines Dorfes in der Nähe von Mediasch. In ihrer Wohnung gibt es weder fliessendes Wasser noch Strom.
 

Nr:   6

Fodor Teodor und Minerva

Personen:

Fodor Teodor (56 Jahre) bezieht eine Rente von 1.000.000 Lei (umgerechnet 30 Euro). Aufgrund seiner Arbeit im Buntmetallwerk von Copsa Mica leidet er an einer Krankheit, welche verursacht hat, dass seine Füße Schwarz geworden sind. Für eine medizinische Behandlung fehlt der Familie das Geld.

Fodor Minerva (2.v.r.) ist die Frau von Teodor.

Kinder:
Sohn Stefan (29) und Leontina (18),
Sohn Teodor (20) und Laura (14),
Tochter Teodora (18) ohne Mann aber mit zwei Kindern: Alexandru (7 Monate) und Zoltan (3),
Tochter Angelica (14), Tochter Sunita (11), Tochter Margiana (10), Tochter Virginica (9)

Wohnung:
Die gesamte Familie mit den zugehörigen Frauen und Freundinnen wohnt in einem fast eingestürzten Haus am Rand eines Dorfes in der Nähe von Mediasch. In der Hütte gibt es weder Strom noch Licht. Zum Teil übernachten die Familienmitglieder in hundehüttenartigen Behausungen auf dem Hof.

Hilfe:
Gebraucht wird eine Hilfe zur Beschaffung von Grundnahrungsmitteln in Höhe von etwa 30 Euro im Monat. Weiterhin werden warme Decken und Kleidung gebraucht.
 

Nr:   7

Ganea Nicolae und Streja

Kinder:
Sohn Nicolae (18)
Tochter Elena (16) und eine weitere Tochter (16)

Wohnung:
Die Familie wohnt einer Hütte, welche dem Einstürzen nahe ist, in der Nähe von Mediasch. Da die Zimmerdecke jeden Augenblick herunterkommen kann, wurde das Bett nach draußen gestellt.

Hilfe:
Gebraucht wird eine Hilfe zur Beschaffung von Grundnahrungsmitteln in Höhe von etwa 15 Euro im Monat. Weiterhin werden Kleidung, Decken etc. gebraucht.

 

Nr:   8

Horvath Gheorghine

Personen:
Der Mann von Gheorgnie Horvath ist im Gefängnis. Sie muß sich alleine um die 6 Kinder kümmern, der älteste von denen ist 18 Jahre (rechts im Bild), der Jüngste 2.

Wohnung:
Die Wohnsituation der Familie ist katastrophal. Das Haus ist in Wirklichkeit eine Hütte und in schrecklichem Zustand.

Hilfe:
Die Familie braucht finanzielle Unterstützung um die monatlichen Ausgaben für Lebensmittel etc. zu bestreiten.
 

Nr:  9

Kalanyosi Tibor

Personen:
Tibor Kalanyosi lebt gemeinsam mit seiner Frau und 8 Kindern (Tibi (16), Marioara (14), Attila (12), Claudia (8), Andrei (6), Alexandru(5), Gabriela (3) und
Nicoletta (4 Wochen)). Er ist arbeitslos und die Familie lebt vom Kindergeld (150.000 Lei pro Kind, das sind etwa 5 Euro). Es gehen nur 2 Kinder in die Schule.

Wohnung:
Die Familie lebt in einem Einzimmerhaus. Das Gas wurde wegen Zahlungsrückständen abgedreht.

Hilfe:
Dringend notwendig ist eine finanzielle Unterstützung der Familie. Es muss gewährleistet werden, dass die Kinder weiterhin in die Schule gehen. Auch Andrei muss in die Schule gehen können. Weiterhin wäre eine Unterstützung der Familie beim Bezahlen des Gases denkbar.
 

Falls Sie Interesse haben, eine Patenschaft für eine der aufgeführten Familien zu übernehmen, oder Interesse an unserem Projekt "Familienpatenschaften haben, melden Sie sich bitte bei uns (per Telefon, eMail oder Post).

Ansprechpartner für dieses Projekt sind Bettina Rost (beti_rost@web.de) und Andreas Thom, (abthom@gmx.de, Tel: 0251-7479144).