BILDER

max 1.100 m

Sonderseite Bisley -- Bilder und Informationen

Sonderseite Bisley / England

Max. mögliche Schieß-Entfernung = 1.100 Meter

Für Sportschützen, die auf große Entfernungen schießen,
ist Bisley das europäische Mekka. Aber auch weltweit ist
Bisley bei Sportschützen bekannt und hat einen ausge-
zeichneten Ruf.

BDMP-Mitglieder der Sektion F-Class haben in diesem
Jahr 2008 bereits 3 Mal in Bisley für die Weltmeisterschaft
2009 trainiert, im März, Juni und im August.

Übersicht Bildergalerien

Schießen in Nordeuropa

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Hinweise zu dieser Seite

Unser SLG-Leiter Jörg Hanhart ist 2008 zweimal in Bisley gewesen und hat im Juni und im August
an den Vorbereitungsschießen teilgenommen. Beide Male fuhr er mit einem BDMP-Kameraden
jeweils über ein verlängertes Wochenende nach Bisley und brachte viele Informationen und Bil-
der mit, die sich auf der Seite "Bilder u. Infos" und auf dieser Seite wiederfinden.

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Luftbild von einem Teil des
Städtchens Bisley und einem
Teil der großen Schießanlage.

Der Lageplan unten links zeigt
die Schießanlage von Bisley in-
klusiv der zugehörigen Infra-
struktur.

Die grünen Flächen stellen die
10 Schießfelder dar. Auf den
Schießfeldern (Ranges) befin-
den sich die Schießbahnen.

Auf den Schießbahnen kann mit
Luftbüchsen, Klein- und Großka-
liberbüchsen, Flinten, Pistolen
und Revolvern trainiert und auch
wettkampfmäßig geschossen
werden.

 

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Auf der Century Range gibt es
108 Schießbahnen, auf denen
gleichzeitig 324 Schützen schie-
ßen können. F-Class-Disziplin
Short Range mit Distanzen von
300, 500, 600 Yard =
274, 457, 549 Meter

Auf der Stickledown Range be-
finden sich 50 Schießbahnen für
die F-Class-Disziplin Longe
Range mit Distanzen von
800, 900, 1.000, 1.100, 1.200 Yd
= 732, 823, 914, 1.006, 1.097 m

Die im Lageplan zu sehende blaue Fläche mit der Bezeichnung NRA symbolisiert das hier unten
abgebildete schöne, im romantischen Stil erbaute Clubhaus der "National Rifle Association Bisley"

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Weltmeisterschaft

Juli 2009

Weltmeisterschaft
Großkaliberschießen
bis 1.000 Yard (914 m)
in Bisley / England

Bilder von der
Weltmeisterschaft

 

Auch am zweiten Trainings-Termin im August 2008 in Bisley war sehr gutes Wetter, also Sonne
und trockenes Wetter. Am ersten Tag zu Schießbeginn wehte fast kein Wind, aber es gab eine
starke Mirage. Dann kam tückischer Wind auf, der auf der Stickledown Range drehte: Auf der
1.000-Yard-Linie kam er von hinten, wobei er auf 500 Yard von links blies.

Der zweite Tag war zwar genauso sonnig wie der erste, aber wieder mit dem tückischen Wind.
Da konnte Jörg mit seiner erstklasigen Matchbüchse wegen des Kalibers 6 mm BR auf die Di-
stanz von 1.000 Yard = 914 Meter nicht mehr mithalten: Die Geschosse drifteten bei dem starken
Wind zu weit ab, ganz anders als bei Jörgs erstem Trainings-Termin im Juni, wo er bei geringem
Wind bzw. bei Windstille zu den besten Schützen gehörte. -- Mehr über Abdrift durch Wind weiter
unten, auch unter Fazit.

Ankunft der ersten BDMP-Kameraden

Vorbereitung der Waffen, auch putzen

Die BDMP-Kameraden erhielten eine Sondergenehmigung von der englischen Standaufsicht
für die Besichtigung der Anzeige- und Sicherheitsanlage. Für interessierte Sportschützen-Neu-
linge/-Anfänger ist die ausführliche Beschreibung der Anlage hilfreich:

Stickledown Range: Auf beiden OBIGEN Bildern ist die Anzeige- und Sicherheits-Anlage zu se-
hen. Auf dem linken Bild ist der 1. Wall mit der durchgehenden Betonwand zu erkennen. Hinter
dieser Betonwand befindet sich die Anzeigeanlage mit ihrer Anzeigemechanik und den Anzeige-
tafeln, den Zielscheiben = Tagets auf englisch. Die Helfer stehen hinter der Betonwand und be-
dienen die Anzeigeanlage. Weiter zurück gibt es den 2. Wall. Er ist erheblich höher als der 1. und
dient als Kugelfang. Außerdem stehen auf dem 2. Wall die verschiedenfarbigen Nummerierungs-
tafeln. Zu jeder Zielscheibe gehört eine Nummerierungstafel.

Das rechte Bild ist eine Rückansicht der Anzeigeanlage. Zwischen ihr und dem 2. Wall befindet
sich ein breiter Geh- und Fahrweg. Auf dem rechten Bild ist deutlich zu sehen, daß ein Ziel immer
aus 2 Zielscheiben besteht: Die eine ist oben, die andere ist unten, sie können rauf und runter ge-
schoben werden. Und dann gehört zu jedem Ziel ja eine eigene Nummerierungstafel. Die eigent-
liche Anzeigeanlage mit Mechanik und Tafeln ist weltweit verbreitet. Vom Prinzip her sind sie alle
so, auch in Deutschland. In den Einzelheiten können sie sich unterscheiden. Besonders die Si-
cherheitstechnik (Wälle, Betonwände, Bunker etc.) sind oft sehr unterschiedlich.

Weltmeisterschaft

Juli 2009

Weltmeisterschaft
Großkaliberschießen
bis 1.000 Yard (914 m)
in Bisley / England

Bilder von der
Weltmeisterschaft

Das obige Panoramabild zeigt die Anzeige- und Sicherheitsanlage aus der Schützen-Perspektive. Die beiden roten Pfeile weisen auf die verschiedenfarbigen Nummerierungstafeln hin, die auf dem
2., dem hohen Wall stehen. Die beiden weißen Pfeile machen auf die - hier schlecht zu sehenden -
Zielscheiben aufmerksam, die hinter dem 1. niedrigen Wall und hinter der langen Betonwand an-
gebracht sind.

Hinter dem 2. Wall (dem Kugelfang) ist übrigens eine 6 km lange, menschenleere und abgesperr-
te Sicherheitszone. Geschosse, die über den 2. Wall hinausfliegen, gehen dann in der Sicherheits-
zone nieder. Bei einer maximalen Zielscheiben-Entfernung von 1,1 km und einer 6 km langen
Sicherheitszone steht somit ein 7,1 km langes Gelände zur Verfügung. Die maximal zulässigen
Büchsenkaliber müssen sich also nach der Flugweite der Geschosse richten. Eine Faustformel
lautet, daß die Geschosse der früheren Militär-Karabiner ca. 5 km weit flogen.

 

Schußbilder / Trefferlage

< Hier ist der Unterschied zwischen 6 mm BR und 6,5 - 284 zu sehen.

Auf dem linken Foto ist die Zielscheibe abgebildet. Auf der Zielscheibe befindet sich der Spiegel,
der auf der Weltmeisterschaft 2009 hier in Bisley verwendet werden soll. Hinter der Zielscheibe ist
übrigens der 2. Wall mit den Nummerierungstafeln gut zu erkennen. Das rechte Bild zeigt den Spie-
gel als Nahaufnahme. Noch besser ist er auf der Bild-Vergrößerung zu erkennen (hier auf das Bild
klicken). Außerdem gibt es dort zum Spiegel eine zusätzliche Beschreibung. Der Unterschied zwi-
schen einer Zielscheibe und einem Spiegel ist hier beschrieben :

Die gesamte Tafel, auf die der Schütze schießt, heißt Scheibe oder Zielscheibe. Der Karton mit
den Ringen - also das eigentliche Ziel - heißt Spiegel. Die Spiegel werden auf die Zielscheiben getackert oder geklebt oder mit ihren Ecken in 4 Schlitze der Zielscheibe eingesteckt. Beide
Begriffe Scheibe und Spiegel werden oft verwechselt, auch von Schützen.

Links ist eine von Geschossen durchlöcherte
Nummerierungstafel zu sehen. Da ja NICHT
die Nummerierungstafel das Ziel ist, sondern
die erheblich weiter darunter angebrachte
Zielscheibe, sind dies unbeabsichtigte Hoch-
schüsse. Sie können beim Einschießen einer
Büchse auf weite Distanzen entstehen.

Wie überhaupt Hochschüsse entstehen kön-
nen, ist hier ausführlich beschrieben :

Zielfernrohr auf große Distanzen

Die gesamte Nummerierungstafel ist mit Einschüssen übersät. Auch am oberen Rand der Tafel
gibt es viele Treffer, doch auch am unteren, linken und rechten Rand. Daraus läßt sich schließen,
daß auch oben, unten, links und rechts an der Nummerierungstafel vorbeigeschossen worden ist,
Und viele Geschosse sind in der 6 km langen Sperrzone hinter dem 2. Wall, also hinter dem Ku-
gelfang eingeschlagen.

Fazit für das Training in Bisley

Über die Eindrücke von den Reisen nach Bisley, der unvergeßlichen Atmosphäre in Bisley
und der imposanten Schießanlage hinaus ist das Training schießtechnisch und im Sammeln
von wertvollen Erfahrungen ein großer Erfolg gewesen.

n

Es hat sich beispielsweise gezeigt, daß bei Windstille oder bei
schwachem Wind die Patrone 6 mm BR auch über große Distan-
zen hinweg sehr treffsicher ist. Die hervorragenden Ergebnisse
unseres SLG-Leiters Jörg Hanhart bei seinem Trainings-Termin
im Juni 2008 belegen dies sehr eindrucksvoll.

Die Ergebnisse beim Termin im August zeigen ebenso eindeutig,
daß es mit dem Kaliber 6 BR bei starkem und tückischem Wind
eine zu starke Abdrift der relativ leichten Geschosse gibt, und das
bezogen auf große Schieß-Entfernungen. Bei ZG3 auf 300 Meter
dagegen kann auch eine steife Brise der 6 BR nicht viel anhaben.

Die Diskussion im F-Class-Forum über die Wahl des optimalen
Kalibers im Bereich Longe Range, also über 600 m hinaus, ist
also nicht abwegig, im Gegenteil. Vermutlich wird sich für Longe
Range die rasante Patrone 6,5 - 284 auf Dauer doch durch-
setzen.

Links: Patrone 6,5 - 284
Rechts: Patrone 6 mm BR

Schließlich gibt es bei den absolvierten Trainings-Einheiten in Bisley im März, im Juni und im
August 2008 noch einen wichtigen Gewinn: Es ist IMMER vorteilhaft, auf den Bahnen und in dem
Gesamt-Umfeld zu trainieren, in dem dann ja die Weltmeisterschaft stattfinden soll. Unserem
SLG-Leiter Jörg hat es jedenfalls in Bisley sehr gut gefallen. Er war nicht zum letztenmal dort !

Zu Bisley-Bildern Juni 2008

Zur Seite Aktuelles: Bisley

Schußbilder / Trefferlage

 

Zu weiteren Bild-Archiven

Schießen in Nordeuropa

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