| | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
|
|
| |
|
| |
|
 |
 | |
|
|
|
|
| |
| |
|
|
|
| |
|
|
|
|
 |
|
 |
|
 |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Die irrationalen Diskussionen in Deutschland |
|
|
|
von Dieter Kisse |
|
|
|
|
|
Nach jedem Amoklauf setzt in Deutschland eine irrationale, hysterische Diskussion über das deutsche Waffenrecht ein. Bei neutralen Beobach- tern muß der Eindruck entstehen, als seien viele Politiker und Medien in ihren unsachlichen, populistischen Äußerungen völlig von Sinnen. Dis- kussionen in Radio und Fernsehen sowie Presseberichte zeugen nicht immer, jedoch zu häufig von einer erschreckenden Inkompetenz. |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Meinungen anerkannter Sachverständiger |
|
|
|
Verfassungsrichter a.D. kritisiert Gesetzgeber |
|
|
|
Paul Kirchhof - Prof. in Heidelberg, Wirtschaftsexperte, Buchautor, ehemaliger Verfassungsrichter |
|
|
|
|
"Wenn der Bundestag in einem Jahr mehr als 100 Gesetze behandelt, dann ist das im Grunde nicht mehr zu leisten. Der Gesetzgeber weiß nicht, was er tut, und der Gesetzesadressat weiß nicht, was er tun soll." |
|
|
|
|
"Es ist ein nachhaltiger Appell an den Gesetzgeber, an die Politik, sich zurückzunehmen, damit den Raum der Freiheit für den Bürger wieder wesentlich zu erweitern." |
|
|
|
|
Ausschnitt aus einem Interview im Deutschlandfunk am 27.8.2009, hier nachzulesen: |
| DLF-Interview | |
|
|
|
|
|
Polizei kritisiert Gesetzgeber |
|
|
|
Wolfgang Dicke - Waffenrechts-Spezialist der Gewerkschaft der Polizei GdP |
|
|
|
|
"Unser Waffengesetz ist jetzt schon sowas von dicht." Wenn ein Wasserhahn zugedreht sei, dann könne man ihn nicht noch weiter zudrehen, sagt Dicke zu SPIEGEL ONLINE. Der Ruf nach erneuten Verschärfungen sei "Ausdruck purer Hilflosigkeit". Der Anteil von Straftaten mit legalen Waffen an der Gesamtzahl der Delikte betrage lediglich 0,03 Prozent im Jahr, sagt Dicke. |
|
|
|
|
|
|
|
Ausschnitt aus einem Interview mit Spiegel-Online am 2.5.2009, hier nachzulesen: |
| Spiegel-Interview | |
|
|
|
|
|
Polizei kritisiert Politik und Gesellschaft |
|
|
|
Hermann Benker - Landesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft DPolG |
|
|
|
|
"Nach jedem Amoklauf gibt es ein fast gleichartiges Ritual. Erst Erschütterung und Empörung, dann Forderungen und hektischer Aktionismus", sagte er beim DPolG-Forum "Extremsituation Amoklauf" in Ingolstadt. |
|
|
|
|
Dies berichtete T-Online am 22.9.2009, Ausschnitt des DPolG-Forums, hier nachzulesen: |
| Aussage in T-Online | |
|
|
|
|
|
|
|
Ausführliche Informationen |
|
|
|
Die hier vorhandenen 5 LINKS führen Sie zu vier interessenten Beiträgen zur allgemeinen Stituation im Waffenrecht mit dem gesamten Umfeld, das zu weiteren Verschärfungen des Waffenrechts führen könnte. Einer der 5 Links führt zu einer weiteren Seite. Von dort aus können viele Sei- ten für die praktische Anwendung des Waffenrechts aufgerufen werden: |
|
|
|
|
|
|
|
Volk unter Waffen ? |
< |
Beitrag von Dieter Kisse, Sportschütze |
|
| |
|
|
Am Ende bleibt der Mensch |
< |
Beitrag von Wolfgang Dicke, Gewerkschaft der Polizei GdP |
|
| |
|
|
Orte der Kränkungen |
< |
Beitrag von Wolfgang Wiedlich, General-Anzeiger, Bonner Zeitungsdruckerei und Verlagsanstalt |
|
| |
|
|
Messer häufigstes Mordwerkzeug |
< |
Beitrag von Dieter Kisse, Sportschütze |
|
| |
|
|
Waffenrecht-Thematik mit Links |
< |
Seite mit vielen Links zu Seiten mit der praktischen Anwendung des Waffenrechts |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Objektivität und Relationen |
|
|
|
Morde oder gar Amokläufe mit Schußwaffen sind besonders spektakulär. Wolfgang Dicke /GdP schreibt: "Seit Jahren ein Phänomen: Tötungs- delikte, bei denen eine Schusswaffe das Tatmittel war, "genießen" in Öffentlichkeit, Politik und Medien deutlich mehr Aufmerksamkeit als solche, die mit einem Messer begangen wurden. Fachleuten ist es eine altbekannte Tatsache: Das häufigste Tatmittel bei Tötungsdelikten ist das Messer." -- Und weiter: " Alles dies löst keinerlei öffentliche Debatte über die Gefährlichkeit von Messern aus. Warum nicht? - Messer gehören ganz selbstverständlich zum täglichen Leben - Schusswaffen eben nicht. Das führt zu einer einseitigen Wahrnehmung." -- Hier nachzulessen: |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| Sehr ausführlich: Messer ist häufigstes Mordwerkzeug |
| Auszug aus Wolfgang Dicke's Beitrag | |
|
|
|
|
Objektiv betrachtet ist der Anteil der Getöteten durch Schußwaffen erheblich geringer als die Anzahl der Opfer, die mit Messern und anderen Gegenständen ermordet wurden. Wolfgang Dicke: Die Straftaten mit LEGALEN Schußwaffen betragen lediglich 0,03 Prozent. |
|
|
|
|
Nur 0,03 Prozent = 3 von 10.000 ist der Anteil der Straftaten mit LEGALEN Schußwaffen in Deutschland ! |
|
|
| Deutsche Jagd Zeitung | |
|
|
|
|
Wir wollen es nicht verharmlosen und finden die Amokläufe von Erfurt und Winnenden mit Toten und Verletzten ganz schrecklich. Daß Angehö- rige, Freunde und Bekannte tief erschüttert sind und durch ihren Schmerz zum Teil auch unsachlich reagieren, müssen wir ihnen uneingeschränkt zugestehen. Wir wissen nicht, wie wir an ihrer Stelle reagiert hätten. -- Doch alle Unbeteiligten sollten doch sachlich bleiben und ihr Süppchen nicht auf Kosten der Opfer und Hinterbliebenen kochen, das ist zutiefst unanständig. |
|
|
|
|
|
|
|
|
Es müssen doch ganz nüchtern die Relationen gesehen werden: 2008 gab es in Deutschland 4.600 Verkehrstote - das sind die Einwohner von 2 größeren Dörfern. Und 2008 gab es 406.000 Verletzte. 1970 gab es in Deutschland sogar 21.000 Verkehrstote, das sind 8 Dörfer, die einwohner- mäßig komplett von der Landkarte verschwanden. Von 1960 bis 2009 waren es ca. 580.000 Verkehrstote in Deutschland = 6,3 mal mehr als durch die beiden Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki. -- Es gibt keine wochenlangen Diskussionen in der Öffentlichkeit über diese vielen Ver- kehrstoten und -verletzten. Es gibt auch keine Hetzkampagnen gegen Autobesitzer. Offensichtlich haben 16 Amoktote "einen höheren Wert" als 4.600 Verkehrstote von 2008. Doch die Heiligen Kühe - die Autos - werden nicht geschlachtet: An eine 0,0- oder 0,2-Promille-Grenze ( wie in etli- chen europäischen Staaten ) ist nicht zu denken. Auch ein Tempolimit ( z.B. 130 km /h ) auf deutschen Autobahnen ist nicht in Sicht. Deutschland ist in Europa der einzige Staat mit "Freier Fahrt". Während der Ölkrise 1973 hat das mit 100 km/h gut funktioniert: keine Staus, kein Gedränge. |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Änderungen des Waffenrechts |
|
|
|
Wir Deutschen sind ja für unsere Reglementierungswut bekannt, man könnte auch sagen "berüchtigt". Passiert auf einer freien, breiten und über- sichtlichen Landstraße ein schwerer Unfall, so kann es sein, daß dort am nächsten Tag ein Schild "50 km/h" steht, frei nach dem Motto: "Wir ha- ben alles getan, nun paßt schön auf !" Bereits der ehemalige Bundespräsident Roman Herzog hat sich über unseren deutschen Schilderwald beklagt. Kann es sein, daß viele Gesetze nicht für den Bürger sondern für den Gesetzgeber erlassen werden, auch nach dem Motto: "Wir haben alles getan, bitte wählt uns wieder."? Je mehr Gesetze erlassen werden, desto geringer ist die Akzeptanz durch die Bürger. |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Änderungen 2002 |
| Bundes-Innenministerium 2002 | |
|
|
Nach dem Amoklauf in Erfurt wurde das bestehende Waffenrecht sehr verschärft. Wir haben in Deutschland eines der schärfsten Waffengesetze weltweit. Die Einzelheiten finden Sie mit Klick oben auf "Bundes-Innenministerium 2002". |
|
|
|
|
Änderungen 2008 |
| BMI 2008 | |
|
|
Das 2002 verschärfte Waffengesetz wird ergänzt. Es ist ab sofort verboten, in der Öffentlichkeit folgende Waffen zu führen: Anscheinswaffen, ge- meint sind damit Schußwaffen-Imitate, Messer mit einer feststehenden oder feststellbaren Klinge länger als 12 cm, Elektroschockgeräte. Außer- dem müssen geerbte Schußwaffen mit einem Blockier-System unbrauchbar gemacht werden. -- Anmerkungen zu den Messern siehe hier unten. |
|
|
|
|
|
|
Änderungen 2009 |
| BMI 2009 | |
|
|
Nach dem Amoklauf von Winnenden und einer beispiellosen Hetzkampagne in der Öffentlichkeit wurde das Waffenrecht erneut verschärft, wie sagte Wolfgang Dicke? "Wenn ein Wasserhahn zugedreht ist, dann kann man ihn nicht noch weiter zudrehen." siehe oben. Die Änderungen bzw. Ergänzungen unter BMI 2009. |
|
|
|
|
|
|
Anmerkungen zu dem Messerverbot: Mit einer 12 cm langen Klinge ( siehe Verbot 2008 ) kann man problemlos in das Herz stechen. Doch selbst mit einem Teppichschneider und seiner 3 mm aus dem Halter herausragenden Klinge kann ein Mensch getötet werden, wenn man ihm blitz- schnell die Halsschlagader durchtrennt. -- Ein Beispiel: Als am 27.5.2006 in Berlin der Hauptbahnhof eingeweiht wurde, stach ein 16-jähriger auf 28 Passanten ein, 15 von ihnen mußten stationär im Krankenhaus behandelt werden, 6 waren schwer verletzt, 1 davon schwebte in Lebensgefahr. Eines der ersten Opfer ist mit Aids infiziert, also Ansteckungsgefahr für die nachfolgenden Opfer. Laut Wolfgang Dicke benutzte der Täter einTa- schenmesser. Taschenmesser haben in der Regel 6 bis 8 cm lange, herausklappbare Klingen und fallen NICHT unter das Verbot von 2008. Wie dilletantisch der Gesetzgeber arbeitet, ist deutlich an dieser 12-cm-Regelung zu erkennen. |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| Lichtenrader |
| Bildzeitung |
| Wolfgang Dicke | |
|
|
|
|
|
|
|
Ursachen von Amokläufen |
|
|
|
Der Bundes-Gesetzgeber macht es sich einfach und beschreitet den bequemsten Weg: Er verschärft zum wiederholten Mal ein Gesetz und ver- sucht, sich auf diese Weise ein Alibi zu verschaffen. An die Wurzel des Übels will der Gesetzgeber nicht ran, das ist zu aufwendig und könnte außerdem auch viel Geld kosten. Wolfgang Dicke: |
|
|
|
|
|
|
"Es reicht nicht aus, sich auf das Waffengesetz zu stürzen und zu meinen, damit sei es getan. Eine Gesetzesverschärfung kostet lediglich das Papier, auf das sie gedruckt wird. Sich um junge Menschen zu kümmern, die offenkundig große Probleme mit sich und ihrer Umwelt haben, erfor- dert weit mehr Aufmerksamkeit und Hinwendung, mithin ein höheres Maß an Sensibilität aber auch an Zeit, sich überhaupt solchen Menschen zu- wenden zu können. Das kostet Personal, z. B. bei Lehrern und bei Psychologen. -- Was ist eigentlich nach dem Amoklauf vom April 2002 in Erfurt passiert? Daß das Waffengesetz verschärft und die Einstellung von deutlich mehr Schulpsychologen angekündigt wurde. Angekündigt -- dabei ist es weitgehend geblieben. Mehr fachkundiges Personal einzustellen hätte ja auch Geld gekostet." |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| Auszug aus Wolfgang Dicke's Beitrag | |
|
|
|
|
Was sind also die Ursachen für Amokläufe? Man muß kein Psychologe sein um das verstehen zu können: Aus der Not- und Solidargemein- schaft nach dem Krieg wurde eine Wohlstands-Gesellschaft, dann eine materialistisch orientierte Wegwerf-Gesellschaft und schließlich eine El- lenbogen-Gesellschaft. Nach dem bekannten Werbespot "Mein Haus, mein Auto, mein Boot" sind Äußerlichkeiten und Besitz für viele Bürger das Maß aller Dinge geworden, andere Werte zählen oft nicht mehr. Und diese Ideologie bieten wir jungen Menschen als vorbildlich an. |
|
|
|
|
|
|
|
|
Und in unseren Schulen? Auf der einen Seite benachteiligte oder schlecht erzogene Kinder, auf der anderen Seite genervte Lehrer, zu große Klassen - also Lehrermangel - heruntergekommene Schulen: Kein Geld. Geld für viele überflüssige Dinge (die Jahresberichte des Bundesrech- nungshofes belegen dies ), aber zu wenig Geld für die Keimzellen unseres Staates: Familien, Kinder, Bildung, Ausbildung. Unser gesamtes Schulsystem gehört auf den Prüfstand. Kleine Staaten machen uns das vor, Beispiel: Finnland. -- Und das Klima an unseren Schulen? Harter Konkurrenzkampf, Hänseleien, Mobbing. Die Starken schlagen sofort zu, die körperlich und psychisch Schwachen stecken alles ein und einige von ihnen entwickeln sich zu tickenden Zeitbomben. Sie schlagen erst später zurück. Und dann haben wir den nächsten Amoklauf : |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| Am Ende bleibt der Mensch |
| Schulen sind Orte der größten Kränkung | |
|
|
|
|
|
|
|
Verbote verhüten keine Morde |
|
|
|
Kurt Beck / SPD, Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz: "Wer jemanden umbringen will, tut es sowieso, egal ob mit oder ohne Änderung des Waffenrechts !" Seine anderen Partei-Genossen hingegen stellen Besitzer legaler Schußwaffen an den Pranger: Sie hatten legale Waffenbe- sitzer in ihrem Wahl-Programm an der Stelle aufgeführt, an der sich auch Drogendealer und Kinderschänder befanden. |
|
|
|
|
|
|
|
Können Verbote das verhindern, was verboten ist? NEIN. Beispiel: "Handy-Verbot". Eigentlich sollte jedem klar sein, daß das Telefonieren wäh- rend des Autofahrens lebensgefährlich ist. Doch das Handy-Verbot hat nichts bewirkt. Es kommt einem so vor als würden seit dem Verbot nicht weniger, sondern mehr Autofahrer telefonieren. Achten Sie selbst einmal darauf. Oder vielleicht sind Sie sogar selbst ein telefonierender Auto- fahrer? Wir haben in Deutschland zu viele Gebote und Verbote, wir sind eine übermäßig reglementierte Gesellschaft. Oft rufen Verbote eine Ge- genreaktion, eine Art Trotz-Reaktion hervor: "Jetzt erst recht." Zu viele Verbote verringern die Akzeptanz in der Bevölkerung. |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Was hat das mit dem Waffenrecht zu tun? Sehr viel ! -- Welche Gegenstände sollen denn noch verboten werden um Morde zu verhindern? Zu- nächst einmal alle Messer, ebenso die Produktion von Messern. Dann natürlich viele andere Gegenstände, denn man kann mit allen handhab- baren Gegenständen Menschen erschlagen. Kleiderschränke lassen wir, die kann man schlecht in die Hand nehmen. Aber Autos müßten ver- boten werden. Abgesehen von den vielen Verkehrstoten gibt es ja noch "Amokfahrten". Fast jeder Gegenstand läßt sich mißbrauchen: |
|
|
|
|
|
|
|
Mit Benzin kann man Auto fahren oder es in Bierflaschen füllen = Molotow-Cocktails. |
|
|
| Amokfahrt in Apeldoorn |
| Gefährliche Gegenstände | |
|
|
|
|
|
|
|
Inakzeptanz des Schießsports |
|
|
|
In Deutschland ist in der Bevölkerung die Akzeptanz von Schußwaffen ziemlich gering. In vielen anderen Staaten der Erde ist das völlig anders, dort sind Schußwaffen ganz normale Gebrauchsgegenstände oder Sportgeräte. Es gibt auch völlige Gegenbeispiele zu Deutschland: Spitz- bergen. Dort ist nicht das Tragen von Waffen verboten, dort drohen empfindliche Strafen ( auch Gefängnis ) all denen, die eine Siedlung unbe- waffnet verlassen. Das gilt auch für Ausländer. |
|
|
|
|
|
|
|
|
Woran liegt es, daß die Akzeptanz von Schußwaffen in Deutschland gering ist? Wir wollen keine Ursachen-Forschung betreiben. Vielleicht hat es mit dem letzten Weltkrieg zu tun, vielleicht mit den medialen Hetzkampagnen gegen Besitzer legaler Waffen nach den Amokläufen von Erfurt und Winnenden, wir wissen es nicht. Nicht nachvollziehbar ist jedoch, daß Menschen vor dem am häufigsten benutzten Mordwerkzeug Messer keine Angst haben, aber vor Schußwaffen mit einem Delikt-Anteil von 0,03 Prozent. |
|
|
|
|
|
|
|
| Messer ist häufigstes Mordwerkzeug |
| Messer und Schußwaffen | |
|
|
|
|
Wie würden Sie denn reagieren, wenn Ihre Lieblings-Sportart zur Disposition stünde? Was passiert eigentlich, wenn ein Sportflugzeug in eine Großstadt oder in ein vollbesetztes Stadion stürzt? Gäbe es dann ein Verbot der Sportfliegerei? Und was ist mit Flugschauen, die immer noch abgehalten werden? Wir erinnern an das Inferno von Ramstein. |
|
|
|
|
|
|
Ein sehr dummes Argument -- oft benutzt von den Grünen -- "Großkaliberschießen ist kein Sport, es ist keine olympische Disziplin." FALSCH: Denn die olympischen Disziplinen Trapp und Skeet werden mit großkalibrigen Flinten ausgetragen, jener Waffenart, mit der in Erfurt der Amok- lauf passierte. Das Großkaliberschießen gehörte bereits 1896 in Athen zu den ersten olympischen Disziplinen auf 200 m mit Militärwaffen. Im Großkaliberschießen finden Deutsche Meisterschaften, Europameisterschaften und Weltmeisterschaften statt. |
|
|
|
|
|
|
|
| Weltmeisterschaft in Bisley / England 2009 - Schieß-Entfernung maximal 1.000 Yard | |
|
|
|
|
Sehr merkwürdig ist allerdings, daß in Deutschland KEIN Radio- und KEIN Fernsehsender auch nur 3 Minuten über die Weltmeisterschaft in Bis- ley berichtet hat. Dies ist ganz klar Diskriminierung und Mobbing. Auch Schießsportfreunde zahlen Rundfunkgebühren ! |
|
|
|
|
| Weltmeisterschaft, Großkaliberschießen in Deutschland | |
|
|
|
|
|
Besonders auffällig: Biathlon wird tagelang jeden Tag stundenlang im Fernsehen über- tragen, für das Großkaliberschießen gibt es nicht einmal eine einzige Minute Sendezeit. |
Woran liegt das ? |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Was ist eigentlich Biathlon ? |
|
|
|
Biathlon ist ein modifizierter Kampfschießsport militärischen Ursprungs mit tödlichen Waffen ! |
|
|
|
|
Viele gesetzlich zugelassene Schießsportarten mit großkalibrigen Waffen werden von Populisten und Scharfmachern als "Kampfschießsport" abqualifiziert. Ihnen sei gesagt, daß das sehr populäre Biathlon nichts anderes ist ! |
|
|
|
Was sind eigentlich Karate, Boxen, Florettfechten, Degenfechten und Säbelfechten für Sportarten? -- Ist das kein Kampfsport ? |
|
|
|
Wolfgang Dicke / Gewerkschaft der Polizei schreibt: |
|
|
"Nicht wenige Journalisten waren bei Gesprächen mit der GdP bass erstaunt, dass es -- richtige -- Schusswaffen sind, die da verwendet werden. |
|
|
|
"Was aber offenbar in der Öffentlichkeit nicht ausreichend ins Bewusstsein gedrungen ist, das ist die schlichte Tatsache, dass es beim Biathlon tatsächlich ums Schießen geht - und zwar mit einer tödlichen Waffe." |
|
|
|
|
| Biathlon mit tödlichen Waffen | |
|
|
|
|
Biathlon wurde vor ca. 5.000 Jahren von den norwegischen Ureinwohnern entwickelt, natürlich seinerzeit noch nicht mit Feuerwaffen, sondern mit Pfeil und Bogen. Die Ureinwohner liefen mit Ski auf die Jagd. Auf die gleiche Weise verteidigten sie sich später gegen eindringende Wikin- ger, das waren die Anfänge der Kampftechnik Biathlon. Später wurde diese Technik auch von anderen Nationen benutzt, von Schweden, Fin- nen, Russen, Preußen, Bayern, Österreichern und Schweizern. Als grausamer Krieg ist bei vielen älteren europäischen Bürgern noch der Fin- nisch-russische Winterkrieg in Erinnerung, bei dem besonders auf finnischer Seite "Biathlon" eine entscheidende Rolle spielte: |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| Finnisch-russischer Winterkrieg | |
|
|
|
|
In der Tat, beim Biathlon geht es hauptsächlich um das Schießen -- wie auch Wolfgang Dicke / GdP schreibt. Das Skilaufen ist nur Mittel zum Zweck. Als Ableger des militärischen Winterkampfes ging es darum, möglichst viele Feinde zu erschießen. Die Ski waren nur ein Fortbewe- gungsmittel um dem Feind möglichst nahe zu kommen, schnell die Stellung wechseln oder notfalls schnell fliehen zu können. |
|
|
|
|
|
|
|
Die sportliche Variante: |
|
|
o |
Biathlon zeigt auch in modifizierter Form noch unverkennbar die Merkmale einer Kampftechnik |
|
|
o |
Die Biathleten haben bis 1977 mit großkalibrigen Büchsen geschossen: 100 m stehend und 150, 200, 250 Meter im Schnee liegend. |
|
|
o |
Heutzutage schießen die Biathleten mit Kleinkaliber-Büchsen -- aus Kostengründen, denn Großkaliber-Munition ist erheblich teurer als Kleinkaliber-Munition. Spitzenathleten wie Michael Rösch machen pro Saison etwa 11 000 Schuß, verschießen ca. 3.600 Euro im Jahr. |
|
| |
|
|
o |
Geschossen wird auf 50 m entfernte Scheiben mit folgenden Durchmessern: 4,5 cm liegend - 11,5 cm stehend |
|
|
|
|
| 4.000 Schuß pro Jahr reichen für einen Biathleten nicht | |
|
|
|
|
|
Kleinkaliber-Waffen werden oft unterschätzt |
|
|
Die "Gefährlichkeit" einer Schußwaffe läßt sich über die Schuß-Energie erklären. -- Streng genommen ist ja nicht die Waffe gefährlich, sondern der Mensch --. Die Energie eines Schusses wird in Joule [J ] gemessen: 1 Joule = 1 Newtonmeter [Nm] = 0,102 Kilopondmeter [kpm]. Die Ein- heit Kilopondmeter ist zwar seit 1976 ungültig, wird aber - wie PS - auch heute noch benutzt. |
|
|
|
|
|
|
Aus jeder Kleinkaliberbüchse -- also auch aus der Biathlonbüchse -- können Patronen 4 verschiedener Schuß-Energien verschossen werden. Zum Vergleich führen wir hier 2 großkalibrige Pistolen-Patronen auf : |
|
|
|
|
| |
80 Joule |
Patrone schwach Patrone Standard Patrone High Velocity Patrone Hyper Velocity |
|
Großkalibrige Pistolen-Munition : |
|
137 Joule 200 Joule 270 Joule |
|
221 Joule 220 Joule |
Patrone für ehemalige Polizeipistole Kaliber 7,65 mm Patrone für ehemalige Polizeipistole Kaliber 9 mm kurz |
|
|
|
|
|
|
|
Wie Sie nun sehen können, ist die KK-Patrone High Velocity fast so stark wie die alten Polizei-Patronen. Und die KK-Patrone Hyper Velocity ist sogar noch um 23 % stärker als die alten Polizei-Patronen. |
|
|
|
|
|
Kleinkaliberwaffen sind ja nach landläufiger Meinung ziemlich ungefährlich. Diese Meinung wird auch sehr häufig von Schützenvereinen vertre- ten, die oft ausschließlich mit Druckluft- und Kleinkaliberbüchsen schießen. Vielleicht konnten wir Sie hier davon überzeugen, daß auch Kleinka- liberwaffen tödlich sind. |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
zum Seitenanfang | |
|
zur Startseite | |
|
zur Linkseite | |
|
|
| |
| |
|
| |
|
© Copyright 2008-2015 - Alle Rechte bei / All rights reserved >> |
|
| Urheberrechte | | |
|
|
| | |
|
|
|
|
Dieter Kisse Dipl.-Ing. - SLG Rifle-Club Münsterland Februar 2010 | |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| |
|
| |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|